Samstag, 26.05.2012



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Zwingenberg (Baden)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zwingenberg
Zwingenberg (Baden)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zwingenberg hervorgehoben
49.4152777777789.0430555555556148Koordinaten: 49° 25′ N, 9° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Neckar-Odenwald-Kreis
Höhe: 148 m ü. NN
Fläche: 4,7 km²
Einwohner: 730 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 155 Einwohner je km²
Postleitzahl: 69439
Vorwahl: 06263
Kfz-Kennzeichen: MOS
Gemeindeschlüssel: 08 2 25 113
Adresse der Gemeindeverwaltung: Alte Dorfstraße 8
69439 Zwingenberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Peter Kirchesch
Lage der Gemeinde Zwingenberg im Neckar-Odenwald-Kreis
Datei:Zwingenberg in MOS.png
Blick von Schloss Zwingenberg über den Neckarbogen bei Zwingenberg

Zwingenberg am Neckar ist eine zum Neckar-Odenwald-Kreis gehörende Gemeinde in Baden-Württemberg. Überregional bekannt geworden ist sie durch die Freilichtspiele im Zwingenberger Schloss.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Zwingenberg liegt im Neckartal etwa 40 km östlich von Heidelberg im Naturpark Neckartal-Odenwald in 130 bis 420 Metern Höhe.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Zwingenberg gehören das Dorf Zwingenberg, die Burg „Burg Zwingenberg“ und das Gehöft Zwingenberger Hof.[2]

Geschichte

Die Geschichte Zwingenbergs ist eng mit der Geschichte der gleichnamigen Burg, des heutigen Schlosses Zwingenburg verknüpft.Überhalb der Zwingenburg finden sich noch Reste der Burg Fürstenstein. Der Ort Zwingenburg entstand wahrscheinlich im 14. Jahrhundert aus einer kleinen Fischersiedlung am Fuße der bereits im 13. Jahrhundert errichteten ersten Burg. Die früheste urkundliche Erwähnung des Namens Zwingenberg datiert aus dem Jahr 1326.

Burg und Ort Zwingenberg wechselten im ausgehenden Mittelalter und in der Neuzeit häufiger den Besitzer, den Status einer selbständigen Gemeinde erhielt die Ortschaft erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts. 1939 wurden 230 Einwohner gezählt, Ende 1945 waren es 281.[3]

Politik

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:

Partei Stimmen +/- Sitze +/-
FWG 55,8% (+2,0) 5 (+1)
SPD 32,4% (−13,8) 2 (−2)
CDU 11,8% (+11,8) 1 (+1)

Wappen

Blasonierung: In Blau drei (2:1) silberne (weiße) Schwanenhälse mit goldenen (gelben) Schnäbeln.
Die drei Schwanenhälse wurden aus dem Wappen der Edlen von Zwingenberg übernommen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die meisten der heutigen Einwohner leben jedoch in den beiden Neubaugebieten oberhalb und unterhalb der Bahnlinie im Süden Zwingenbergs. In den örtlichen Firmen finden auch heute nur wenige der Erwerbstätigen Arbeit, die meisten müssen als Pendler z. T. weite Strecken täglich zurücklegen.

Verkehr

Netzplan der S-Bahn RheinNeckar

Zwingenberg liegt an der Neckartalbahn (HeidelbergBad Friedrichshall-Jagstfeld), die seit 2003 von der S-Bahn RheinNeckar halbstündlich bedient wird.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Eine besondere Attraktion sind die jährlich stattfindenden Freilichtspiele im Zwingenberger Schloss, deren Kernstück die romantische Oper "Der Freischütz" von C. M. v. Weber ist. Daneben werden immer wieder wechselnde, oft nur selten dargebotene Stücke und Opern aufgeführt.

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten

Rathaus in Zwingenberg (vorne links)
  • Die bewohnte und gut erhaltene Burg - heute Schloss Zwingenberg - wurde im 13. Jahrhundert erbaut, im Jahre 1364 geschleift und später wieder aufgebaut. Oberhalb von Schloss Zwingenberg (auch aktuell noch bewohnt ) kann man im Wald die Grundmauern der Burgruine "Fürstenstein" finden, die für kurze Zeit vom damaligen Bischof von Mainz, in den Jahren 1338 bis 1340, errichtet wurde - dies im Zusammenhang mit Streitigkeiten zwischen den Edlen von Zwingenberg und dem Bischof. Vermutlich verfügte Fürstenstein auch über eine Blidenstellung. Nach einem späteren Schiedsspruch musste Burg Fürstenstein schon 1344 geschleift werden und geriet dann weitgehend in Vergessenheit. Die Burg war einige hundert Meter nordwestlich des jetzigen Schlosses und etwa hundert Meter höher gelegen.
  • Fachwerkhäuser in den winkeligen Gassen und steilen Treppen des alten Dorfes.
  • Die Wolfschlucht, die Carl Maria von Weber zu seiner Oper Der Freischütz inspirierte, ist eine wildromantische Schlucht, die vom Wasser eines dem Neckar zuströmenden Baches in die Buntsandsteinblöcke bei Zwingenberg geschnitten wurde.

Einzelnachweise


Weblinks

Commons Commons: Zwingenberg (Baden) – Bilder, Videos und Audiodateien
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