Samstag, 26.05.2012



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Ziegenrück

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Ziegenrück
Ziegenrück
Deutschlandkarte, Position der Stadt Ziegenrück hervorgehoben
50.61666666666711.65318Koordinaten: 50° 37′ N, 11° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Orla-Kreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Ranis-Ziegenrück
Höhe: 318 m ü. NN
Fläche: 8,24 km²
Einwohner: 738 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07924
Vorwahl: 036483
Kfz-Kennzeichen: SOK
Gemeindeschlüssel: 16 0 75 127
Adresse der Stadtverwaltung: Bahnhofstraße 2
07924 Ziegenrück
Webpräsenz:
Bürgermeister: Klaus Schmidt
Lage der Stadt Ziegenrück im Saale-Orla-Kreis
Datei:Ziegenrück in SOK.png

Ziegenrück ist eine Kleinstadt im Saale-Orla-Kreis in Thüringen und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Ziegenrück liegt im Thüringer Schiefergebirge am östlichen Ausläufer der Hohenwartetalsperre.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind Eßbach, Keila, Moxa, Paska, Remptendorf und Schöndorf.

Geschichte

Etwa 1000 wurde Ziegenrück gegründet. Die erste Siedlung soll sich zum größten Teil oberhalb der alten Schäferei befunden haben und durch eine Überschwemmung vernichtet worden sein. Der Ortsname Ziegenrück ist auf die sorbische Bezeichnung „Czegenruck“ zurückzuführen, sie bedeutet soviel wie „Flussbogen“ oder „Flussschlinge“. Aus dem Jahre 1258 stammt die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Seit 1328 besitzt der Ort das Stadtrecht.

Ziegenrück gehörte bis zum Jahre 1815 zum Neustädter Kreis des Kurfürstentums und des Königreich Sachsen und wurde dann eine Kreisstadt im Regierungsbezirk Erfurt der preußischen Provinz Sachsen (Landkreis Ziegenrück). 1894 erreichte die Oberlandbahn aus Triptis Ziegenrück, ein Jahr später folgte die Fortsetzung nach Lobenstein.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten zahlreiche Kriegsgefangene sowie Arbeitskräfte aus der Sowjetunion Zwangsarbeit verrichten. 16 Opfer der Zwangsarbeit sind auf dem Ehrenfriedhof in der Parkanlage am Saaleufer begraben. Hier wurde 1985 auch eine Stele aufgerichtet zur Erinnerung an den Todesmarsch, bei dem im April 1945 fünf KZ-Häftlinge auf der Straße von Paska nach Ziegenrück ihr Leben verloren.[2]

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 31. Dezember):

1833 bis 1994

  • 1833: 694
  • 1890: 1072
  • 1933: 1247
  • 1939: 1191
  • 1994: 998

1995 bis 1999

  • 1995: 966
  • 1996: 931
  • 1997: 925
  • 1998: 906
  • 1999: 883

2000 bis 2004

  • 2000: 858
  • 2001: 838
  • 2002: 828
  • 2003: 806
  • 2004: 791
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Silber eine linksgewendete schwarze Ziege, über deren Rücken schwebend ein dreitürmiges rotes Gebäude mit erhöhtem Mittelturm.“ [3]


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswert in Ziegenrück ist das Wasserkraftmuseum.

Durch Ziegenrück verläuft der Bergwanderweg Eisenach–Budapest.


Quellen

  1. Thüringer Landesamt für Statistik: Bevölkerung nach Gemeinden
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 230, ISBN 3-88864-343-0
  3. Neues Thüringer Wappenbuch Band 2 Seite 48; Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft Thüringen e.V. 1998 ISBN 3-9804487-2-X

Weblinks

Commons Commons: Ziegenrück – Bilder, Videos und Audiodateien


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