Samstag, 26.05.2012



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Wolmirstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Wolmirstedt
Wolmirstedt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Wolmirstedt hervorgehoben
52.25194444444411.62972222222250Koordinaten: 52° 15′ N, 11° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Börde
Höhe: 50 m ü. NN
Fläche: 38,88 km²
Einwohner: 11.196 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 288 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39326
Vorwahl: 039201
Kfz-Kennzeichen: BK
Gemeindeschlüssel: 15 0 83 565
Stadtgliederung: 4 Ortsteile bzw. Stadtbezirke
Adresse der Stadtverwaltung: August-Bebel-Straße 24
39326 Wolmirstedt
Webpräsenz:
Bürgermeister: Dr. Hans-Jürgen Zander (parteilos)
Lage der Stadt Wolmirstedt im Landkreis Börde

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Zugang zur Fussgängerzone
Schloss Wolmirstedt
Herrenhaus
Sanierte Häuser in der Altstadt (Friedensstraße)

Wolmirstedt ist eine Stadt im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt liegt an der Ohre, 14 km nördlich von Magdeburg.

Stadtgliederung

Als Ortsteile der Stadt sind ausgewiesen:

Geschichte

Zur ersten urkundlichen Erwähnung der Ortschaft kam es 1014. Dabei wurde in einer Chronik des Thietmar von Merseburg über ein Ereignis berichtet, dass sich fünf Jahre zuvor hier ereignet hatte, so dass der erste schriftliche Beleg des Ortes auf das Jahr 1009 verweist. 1590 erhielt Wolmirstedt das Stadtrecht. Im Dreißigjährigen Krieg erlitt es schwere Zerstörungen, gehörte ab 1680 zum brandenburg-preußischen Herzogtum Magdeburg und lag im damaligen Holzkreis.

Wolmirstedt war bis 1994 Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. In diesem Jahr wurden die Landkreise Haldensleben und Wolmirstedt zum Ohrekreis zusammengeführt mit dem Sitz von Landratsamt und Kreistag in Haldensleben.

Am 1. Januar 2009 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Farsleben eingemeindet. Das Stadtgebiet vergrößerte sich dadurch von 31,76 km² auf 38,88 km².

Gedenkstätten

  • Mahnmal auf dem Friedhof St. Katharinen für sechs unbekannte KZ-Häftlinge, die am Haidberg bei Lindhorst im April 1945 ermordet, dort zunächst verscharrt und 1946 hier begraben wurden. Sie gehörten vermutlich einem Todesmarsch aus dem KZ Dora-Mittelbau an
  • Grabstätten auf dem gleichen Friedhof für 32 namentlich bekannte Frauen und Männer verschiedener Nationen, die während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit in der Landwirtschaft und Zuckerfabrik des Großgrundbesitzers Loß wurden

Politik

Stadtrat

Der Rat besteht aus 28 Ratsmitgliedern und dem Bürgermeister.

(Stand: Kommunalwahl am 13. Juni 2004)

Wappen

Das Wappen wurde am 20. Juni 1997 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Silber die heilige Katharina in rotem Gewand mit goldenem Haar und goldenem Nimbus, in der rechten Hand ein gestürztes silbernes Schwert mit goldener Parierstange und goldenem Griff, in der linken ein gebrochenes goldenes Rad mit fünf Speichen und vier Zacken; vor ihren Füßen ein blauer Schild mit einer silbernen Lilie.“

Die Farben der Stadt sind Blau - Silber (Weiß).

Flagge

Die Stadtfahne ist diagonal in zwei Felder geteilt, im linken oberen Feld blau, im rechten unteren Feld weiß. In der Mitte enthält sie das Wappen der Stadt.

Städtepartnerschaft

Wolmirstedt unthält eine Partnerschaft mit dem niedersächsischen Wunstorf.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • historischer Stadtkern
  • das 1995 für 30 Millionen Mark neu gebaute „Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium“, in welchem derzeit rund 1200 Schüler von über 70 Lehrern im Hauptgebäude und der Außenstelle unterrichtet werden
  • Schloss und historische Schlosskirche (norddeutsche Backsteingotik)

Ortsansässig als Schlossdomäne bezeichnet, ist das Schloss heute Sitz der Zweigstelle des Amtsgerichts Haldensleben. Im 16. Jahrhundert lebte der spätere Kurfürst Joachim Friedrich von Brandenburg als Administrator auf der damaligen Burg. In dieser Zeit wurde es zu einer repräsentativen Renaissanceresidenz (ähnlich dem Schloss Bernburg). Später verfiel die Burg und zum Wiederaufbau der zerstörten Stadt wurden viele Teile am Ende des Dreißigjährigen Krieges abgetragen. Im 18. Jahrhundert erhielt das Schloss seine heutige Form im schlichten Barock. Seit dieser Zeit wurde das Schloss vom preußischen Staat als landwirtschaftliche Domäne genutzt. Heute erhaltene Bauten sind das Schloss mit Kapelle, das Herrenhaus (18. Jahrhundert), Torhaus, Stallungen (heute Bibliothek) sowie Feldsteinscheune (Kreismuseum).

Wirtschaft und Infrastruktur

Energie

In Wolmirstedt befindet sich ein großes 380-kV-Umspannwerk. Auf dem Areal dieses Umspannwerks sollte zu DDR-Zeiten eine HGÜ-Kurzkupplung mit einer Übertragungsleistung von 600 Megawatt entstehen, doch wurde dieser Plan nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 aufgegeben, da man beschloss, die Stromnetze Ost- und Westdeutschlands zu synchronisieren, siehe auch innerdeutscher Stromverbund. Die Stromrichterhalle wurde allerdings fertiggestellt (Koordinate:52° 15′ 0″ N, 11° 37′ 0″ O52.2511.6166666666677). Die vom Umspannwerk Wolmirstedt zum stillgelegten Kernkraftwerk Lubmin führende 380-kV-Leitung ist die längste Stromleitung in Deutschland.

Verkehr

Wolmirstedt liegt an der Bahnstrecke Magdeburg-Stendal und ist über Regionalbahn, Regionalexpress und S-Bahn Magdeburg zu erreichen. Bis 1965 war der Ort ferner Ausgangspunkt der Kleinbahn Wolmirstedt–Colbitz.

Bei Wolmirstedt quert der Mittellandkanal die Elbe. Die Stadt ist über die Anschlussstelle Magdeburg-Zentrum der Autobahn A 2, die Anschlussstelle Wolmirstedt der Autobahn A 14 sowie die Bundesstraße 189 zu erreichen.

Öffentliche Einrichtungen

  • Bodelschwingh Haus Wolmirstedt e.V., sozialdiakonische Einrichtung

Bildung

Schulen:

  • „Kurfürst-Joachim-Friedrich“-Gymnasium
  • Grund- und Sekundarschule „Gottfried Wilhelm Leibniz“
  • Ganztagsschule „Johannes Gutenberg“
  • „Diesterweg“-Grundschule
  • Schule für Geistigbehinderte „Gerhard Schöne“
  • Schule für Lernbehinderte „Christian-Wilhelm Harnisch“
  • Kreisvolkshochschule Ohrekreis Außenstelle Wolmirstedt
  • Fachschule für Sozialpädagogik des Bodelschwinghhauses

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Homepage der Stadt Wolmirstedt

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