Meinestadt.de - Wemding - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Donau-Ries | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Wemding | |
| Höhe: | 463 m ü. NN | |
| Fläche: | 31,69 km² | |
| Einwohner: | 5673 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 179 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86650 | |
| Vorwahlen: | 0 90 92 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DON | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 79 228 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 3 86650 Wemding |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Martin Drexler (CSU/Amerbacher Liste) | |
Wemding ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries in Bayern und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Wemding.
Die Stadt liegt am Rande des durch einen Meteoriteneinschlag entstandenen Ries-Kraters.
Inhaltsverzeichnis |
Im Jahre 793 wurde Wemding zum ersten Mal als Uembodinga in einer Schenkungsurkunde des Grafen Helmoin aus Gosheim (bei Huisheim) (Kaozesheim) erwähnt. Dieser hatte von Karl dem Großen das Recht erhalten, das Land um Gosheim (9,35 km²) dem Bischof in Freising zu schenken. Zu dieser Zeit bestand Wemding aus vier Höfen:
(…) auch in jenem Walde, der zu Wembodinga gehört – eben dort sollen die Vorsteher dieser Kirche das Recht haben, Bauholz zu fällen, so viel nötig ist und Holz für Feuer (…)
798 schenkte König Karl Wemding dem Kloster St. Emmeram in Regensburg, in dessen Besitz die Stadt 500 Jahr lang blieb. Das bedeutete, dass das Kloster und der Bischof als Lehnsherren fungierten und über die Lehnsträger bestimmen konnten. Geistlichen Einrichtungen auch weltliche Verwaltungsrechte und damit Macht zu übertragen war Teil des Regierens von Karl I. im Einklang mit der Kirche. So baute der König auch zahlreiche Kirchen, Klöster, Kathedralen und Pfalzen und setzte sich für den Katholizismus als Reichsreligion ein.
Von 898 bis 935 bekam die Edelfrau Winpurc aus Nördlingen Wemding als Lehen. Zu dieser Zeit hatte Wemding schon 200 Einwohner. Dies lässt sich dadurch erklären, dass der Ort an einer Römer- und einer Salzstraße lag, also sehr viele Händler und anderer Verkehr den Ort passierten.
1343 erhoben die Grafen von Oettingen den Ort zur Stadt. 1467 ging die Stadt in den Besitz des Herzogs Ludwig des Reichen von Niederbayern über. 1503 wurde sie von Wembodingen (alamannische Endung) in Wemding umbenannt.
1669 bis 1672 wurde das Kapuzinerkloster umgebaut. 1808 kam es zum Verlust der städtischen Selbstverwaltung, die erst 1818 durch das Gemeindeedikt in Bayern wieder errichtet wurde.
1972 erfolgte die Eingemeindung von Amerbach.
Bei den Kommunalwahlen am 2. März 2008 wurde der Jurist Dr. Martin Drexler (CSU/Amerbacher Liste) im ersten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt. Er löste Jürgen von Streit (SPD) ab, der von 1990 bis 2008 Bürgermeister war und 2008 nicht mehr antrat.
Der Stadtrat besteht aus 20 Mitgliedern, die sich auf folgende Parteien/Gruppierungen aufteilen:
Das Wappen der Stadt Wemding besteht aus einem Winkel, fünf Lilien und einem Halbmond. Ihre Bedeutung ergibt sich aus der Geschichte der Stadt: Der rote Winkel stellt das halbe Andreaskreuz dar und ist dem Stammwappen der Oettinger Grafen entnommen, die nahezu 150 Jahre die Herren von Wemding waren. Die fünf Lilien stammen aus dem Wappen der ehemaligen Grafschaft Niederelsass. Aus diesem Bereich gehörte das Landgericht Röschwoog mit fünf Gemeinden den Grafen zu Oettingen. Diesen Besitz mussten sie jedoch verkaufen, um die hohe Schuldenlast beim Ausbau der Wemdinger Wehrbefestigung tilgen zu können. Der Halbmond ist dem Stadtwappen von Monheim entnommen. Auch diesen Ort mussten die Grafen veräußern, um die Verschuldung mindern zu können.
Seit 1988 besteht eine Partnerschaft mit Dambach-la-Ville im Elsass.
Die ehemalige Bahnstrecke Nördlingen–Wemding wurde 1903 eröffnet. Bis 1981 fuhren dort Personenzüge. Montags bis samstags bestehen Busverbindungen der Verkehrsgemeinschaft Donau-Ries in verschiedene Richtungen.
Der französische Automobilzulieferer Valeo unterhält in Wemding ein Werk mit rund 1.200 Beschäftigten.[1]
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