Meinestadt.de - Welzow - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Spree-Neiße | |
| Höhe: | 121 m ü. NN | |
| Fläche: | 23,91 km² | |
| Einwohner: | 4059 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 170 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 03119 | |
| Vorwahl: | 035751 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SPN | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 71 408 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Poststraße 8 03119 Welzow |
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| Webpräsenz: | ||
| Lage der Stadt Welzow im Landkreis Spree-Neiße | ||
| Datei:Welzow in SPN.png | ||
Welzow (niedersorbisch Wjelcej) ist eine Stadt im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße in der Niederlausitz. Auf dem Höhepunkt der städtischen Entwicklung wohnten etwa 7500 Menschen in Welzow, heute sind es noch ca. 4100.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt im Südosten des Landes Brandenburg westlich der Spree. Die Region ist geprägt durch die Märkische Heidelandschaft: Seen, Flüsse, Flachmoore, ausgedehnte Kiefernwälder, aber auch durch Laub- und Mischwälder. Trugen ursprünglich Urstromtäler und Endmoränen der vergangenen Eiszeit zur Gestaltung der Landschaftsform wesentlich bei, so stellen sich heute große Teile der Region infolge des seit Jahrzehnten intensiv betriebenen Braunkohleabbaus als zerstörte Landschaften dar, die durch Neugestaltung wieder aufgewertet werden (sollen) und dann der Erholung und Entspannung dienen.
Der Name Welzow (Welcze) wird erstmals am 12. Dezember 1547 in den Spremberger Stadtbüchern erwähnt.
Oft ist noch fälschlicherweise die Jahreszahl 1280 zu finden. Vermutlich handelt es sich bei diesem Datum um einen frühen Schreibfehler, da zweifelsfreie Nachweise hierfür nicht existieren. [1]
Die Stadt war geprägt vom Braunkohlenbergbau, der jetzt in der Stadt darniederliegt. Bis zum Untergang der DDR existierten noch weitere größere Industriebetriebe wie die Baumaschinen Welzow und der Braunkohlenbohrungen- und Schachtbau. Heute finden sich in Welzow hauptsächlich Dienstleistungs-, Bau- und Handwerksgewerbe. Auf dem Flugplatz Welzow lagen 1944 - 1945 zahlreiche Jagd-Einheiten der Luftwaffe, die bei der Reichsluftverteidigung eingesetzt wurden.
Während des Zweiten Weltkrieges mussten Kriegsgefangene aus der Sowjetunion und Frankreich sowie Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern Zwangsarbeit verrichten: in der Zentralwerkstatt, in der Germaniahütte und in der alten Brikettfabrik, dem späteren Alfred-Scholz-Werk. Viele von ihnen gingen an der unmenschlichen Behandlung zugrunde.
Blasonierung: „In Rot zwei schräggekreuzte silberne Berghämmer, oben bewinkelt von einer silbernen Glasschale, unten von drei gestürzten silbernen Fruchtähren.“
Welzow mit seiner bergbaulich beeinflussten Umgebung ist mit dem Projekt Nr. 4 - „Landschaft im Wandel“ Bestandteil der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land: Während der Rekultivierung des Tagebaus Welzow wird in der wandernden Wüste des fortschreitenden Tagebaus eine innenliegende Fläche als Oase kultiviert.
In der Liste der Baudenkmäler in Welzow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Denkmäler.
Als bemerkenswerte Bauten sind die beiden Kirchen zu nennen. Die Evangelische Kirche wurde 1740 errichtet. Das Kirchenschiff wurde aus Stein gesetzt, der Glockenturm erhielt eine Holzkonstruktion. 1908 wurde der hölzerne durch einen Zwei-Glocken-Turm aus Stein ersetzt. Die kleinere Glocke wurde wahrscheinlich um 1430 gegossen. Die katholische Kreuzkirche Welzow ist mit ca. 150 Sitzplätzen eine eher kleine Diasporakirche.
Welzow erreicht man über die A 13 bzw. A 15 sowie über die B 156 oder B 169.
Der Verkehrslandeplatz Welzow ist als Flugplatz seit 1996 als ziviler Verkehrslandeplatz zugelassen. Ab 1925 erfolgte seine Nutzung als Segel- und Motorflugplatz, ab 1935 als deutscher Militärflughafen. Nach dem II. Weltkrieg stand er bis zur Wende unter Befehl der sowjetischen Armee. Bekannt in der Umgebung ist das Welzower Flugplatzfest, welches alljährlich im Sommer stattfindet. Besonders lohnt sich dabei ein Besuch des Flugplatzmuseums Welzow, welches seit dem Jahr 2002 seine Pforten geöffnet hat.
Siehe: Welzower Persönlichkeiten
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