Meinestadt.de - Weiler-Simmerberg - 25.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Lindau (Bodensee) | |
| Höhe: | 632 m ü. NN | |
| Fläche: | 31,3 km² | |
| Einwohner: | 6632 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 212 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 88171 | |
| Vorwahlen: | 08387 (Weiler-Simmerberg) 08384 (Ellhofen) | |
| Kfz-Kennzeichen: | LI | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 76 129 | |
| Adresse der Marktverwaltung: | Kirchplatz 1 88171 Weiler-Simmerberg |
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| Bürgermeister: | Karl-Heinz Rudolph | |
| Lage von Weiler-Simmerberg im Landkreis Lindau (Bodensee) | ||
| Datei:Weiler im Landkreis Lindau.png | ||
Weiler-Simmerberg ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee).
Inhaltsverzeichnis |
Die im Westallgäu gelegene Marktgemeinde grenzt direkt an die Region Bregenzerwald im österreichischen Bundesland Vorarlberg.
Der weite Blick zeigt eine sanfte Voralpenlandschaft während in den dicht bewaldeten engen Tobelbachtälern in vielen schroffen und steilen Felswänden die geologische Besonderheit der Gegend, eine Schichtung Sandstein - Nagelfluh zu Tage tritt.
Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen (Ortsbereichen) Ellhofen, Simmerberg und Weiler im Allgäu. Zum Ortsbereich Weiler im Allgäu gehören die Filialen (Ortsteile):
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Filialen im Ortsbereich Simmerberg
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Filialen im Ortsbereich Ellhofen
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Die Gemeinde feierte im Frühjahr 2005 die 1111-Jahrfeier der ersten urkundlichen Erwähnung. Der Markt Weiler-Simmerberg war vor 1805 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts und gehörte zur österreichischen Herrschaft Bregenz-Hohenegg. Seit den Friedensverträgen von Brünn und Preßburg 1805 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Traditionsreichstes Unternehmen am Ort ist die Post Brauerei Weiler mit ihrer Geschichte seit 1650.
→ Hauptartikel: Geschichte von Weiler-Simmerberg
Karl-Heinz Rudolph von den Freien Wählern ist seit 2002 Bürgermeister von Weiler-Simmerberg. Er wurde 2008 mit 70,2 % der Stimmen wiedergewählt.
| Wahljahr | CSU | SPD | FW | GR | Gesamt |
| 2002 | 8 | 4 | 6 | 2 | 20 |
| 2008 | 7 | 4 | 9 | 0 | 20 |
Im Wolkenschnitt schrägrechts geteilt von Silber und Rot; oben eine golden befranste rote Sturmfahne mit drei goldenen Ringen.
Weiler-Simmerberg unterhält eine Partnerschaft mit Valmontone in Italien. Im Jahr 2002 gab es erste offizielle Besuche und 2004/2005 zur Unterzeichnung der Charta zur Städtepartnerschaft („amtliche“ Verlobung). Im Frühjahr und Herbst 2008 wurde der Partnerschaftsvertrag verabredet. Eine weitere Partnerschaft wird mit Ollioules in Frankreich] gepflegt. Diese seit Jahrzehnten gepflegte freundschaftliche Beziehungen basieren vorwiegend auf privater Basis. Eine dritte Partnerschaft wird zu Benifaió in Spanien Provinz Valencia unterhalten.
Weiler teilt sich sein bekanntestes Geotop mit Oberreute. Der Tobelabschnitt (Unterer Eingang: 47° 34′ 53″ N, 9° 55′ 9″ O47.5813675279929.9191093444824) ist ca. 3 km lang und beeindruckt durch Auswaschungen und Strudeltöpfe im Sandstein und Nagelfluhgestein.
Der Enschenstein (Lage: 47° 33′ 17″ N, 9° 54′ 30″ O47.5548152769149.908401966095)ist ein Nagelfluhfelsen, den die Natur aus dem umliegenden Sandstein herauspräpariert hat. An den exponiertesten Stellen ragen 15 - 20 m hohe, senkrechte Wände aus dem umgebenden Waldboden auf. Er ist selbst mit Bäumen bestanden. Der Zugang ist recht steil und die von unten heraufgewachsenen Bäume verdecken die Abbruchkante. So sind es vom Gedenkstein auf dem höchsten Punkt gerade noch 3 m bis zum Abgrund - Absturzgefahr!
„Aufm Enschenstein [Enzen Vorzeitriesen] um 500 vor Chr. illyrische Felsenburg, um 300 n.Chr. in den Alemannen-Stürmen Fliehburg d. Römer“
– Dr. Otto Merkt: Inschrift des Gedenksteins auf dem Enschenstein
Das Geotop (Mitte (Tobelmühle): 47° 35′ 49″ N, 9° 57′ 45″ O47.5968670066029.9624538421631) ein etwa 6,5 km langes verzweigtes Wandergebiet mit abwechslungsreichen sehr unterschiedlichen Wegabschnitten. Von fast ebenen Wiesen und Weiden führt der Weg/Pfad bergauf und bergab an historischen und geologischen Zeitzeugen vorbei und wechselt unvermittelt in alpine Verhältnisse. Der am Tobelbach zutage tretende Sandstein war wegen der hohen Qualität als Baumaterial (unter anderem beim Ulmer Münster und bei der Eisenbahnbrücke über den Tobelbach) und zur Gewinnung von Wetzsteinen begehrt.
Das Biotop (Lage: 47° 31′ 53″ N, 9° 55′ 36″ O47.5314297579559.9266624450684) ist das Quellgebiet des Eyenbaches (nicht wie oft zu lesen: des Hausbaches) und liegt direkt an der Grenze zu Sulzberg (Vorarlberg).
Lage: (47° 32′ 42″ N, 9° 54′ 44″ O47.5451335325479.9122428894043)[1]
Diese geologische Besonderheit (Lage: 47° 36′ 5″ N, 9° 55′ 21″ O47.6013307574989.9225425720215) entstand während der jüngsten Eiszeit, als der Rheingletscher mit seinem östlichen Ausläufer weit nach Oberschwaben vorstieß. Dabei transportierte er einen Felsbrocken aus dem Massiv der "Dreischwestern" in Liechtenstein (Lage: 47° 9′ N, 9° 33′ O47.148458390969.5485782623291) 65 km weit bis nach Weiler. Mit einem ursprünglichen Volumen von 4000 Kubikmetern ist er der größte Findling Europas. In Unkenntnis seiner erdgeschichtlichen Bedeutung benutzte man den Erratischen Block im 18. Jahrhundert als Steinbruch und im 19. Jahrhundert diente der Hauptdolomitblock als billige Materialquelle zum Kalkbrennen. Ungefähr die Hälfte seiner ursprünglichen Masse ist erhalten.
Gleich neben der Verbindungsstraße Weiler-Neuhaus (Grenze) auf der Höhe der Abkürzung nach Scheffau liegt mit diesem sehenswerten Überbleibsel einer Gletschermühle noch ein Erinnerungsstück an den Rheingletscher der jüngsten Eiszeit. (Lage: 47° 32′ 43″ N, 9° 52′ 29″ O47.5451480166719.8747885227203)
Weiler-Simmerberg verfügt über mehrere sehenswerte kleine Museen und Schausammlungen
Es zeigt in 25 über 4 Stockwerke verteilten Räumen Gegenstände des täglichen Bedarfs aus Bürger- und Bauernstuben des Westallgäus, Gemälde und Skulpturen von der Gotik bis zur Neuzeit, Lebensbereich Küche, Wohn- und Schlafstube bis zum komplett eingerichteten Kaufladen, Trachten, Uhren und Musikinstrumente, Dokumente und Schaustücke über die Ortsgeschichte und verdiente und berühmte Bürger.
Sie wurde von Professor Karl Hummel aus Weiler gegründet und zeigt in einem über 100 Exponaten umfassenden Herbarium aus gepressten Blüten und Pflanzen die unterschiedlichen Symmetrien und die Formenvielfalt der Westallgäuer Charakterpflanzen. In drei Schaufenstern sind je nach Jahreszeit bis zu 80 kurzlebige Pflanzen mit entsprechender Pflege- und Haltungsanweisung zu sehen. Eigene Abteilungen sind heimischen Orchideen sowie Mineralien und Gesteinen gewidmet.
Das Kornhaus wurde im Jahr 1791 im Anschluss an eine Hungersnot als Kornspeicher für die Versorgung der Bürger mit Brotgetreide für künftige Notzeiten erbaut. Der Westallgäuer Heimatverein rettete das historische Gebäude vor dem Abbruch und nutzt es jetzt als zweites heimatgeschichtliches Haus der Gemeinde für wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen wie die internationalen Kornhausseminare.
Es ist in den Räumen der Post Brauerei Weiler & Siebers Mineralquelle untergebracht und zeigt die Geschichte der Brauerei- und Brunnentradition in Weiler.
Romantikern unter den Heiratswilligen hält der Markt Weiler-Simmerberg für die standesamtliche Trauungs- und Festzeremonie Räumlichkeiten mit besonderem Ambiente bereit: der Sitzungssaal im historischen Rathaus, die Bauernstube im 2. Stock des Heimat-Museums und den ehemaligen Kornspeicher des Kornhaus-Museums.
Beliebte, vorwiegend musikalische, Kleinkunstveranstaltung.
Dem Westallgäuer Heimatverein gelingt es in unregelmäßigen Abständen, die unter Leitung des Kommunikationswissenschaftlers Professor Harry Pross von 1984 bis 1993 sehr erfolgreichen regelmäßigen - unter unterschiedlichen Themen stehenden - Veranstaltungen mit Vorträgen führender Wissenschaftler fortzusetzen.
Es erinnert an die Bedeutung des Ortes Simmerberg und seiner Salzfaktorei im mittelalterlichen und neuzeitlichen Salzhandel (Salztransport) zwischen Bad Hall in Tirol bzw. Bad Reichenhall/Berchtesgaden und über den Bodensee in die Schweiz und in den badischen Raum. Höhepunkt der Veranstaltung ist der Historische Salzzug mit rossgezogenen Planwagen, Lastpferden und Publikum auf einem Teilstück der alten Tiroler Salzstraße von Oberstaufen nach Simmerberg.
Ein in Ellhofen alljährlich um den Sommeranfang herum stattfindendes Beach-Soccer-Turnier mit anschließender Open-Air Beach Party.
In Weiler-Simmerberg geboren wurden (chronologisch nach Geburtsdatum geordnet):
In Weiler-Simmerberg lebten und wirkten bzw. leben und wirken außerdem:
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