Meinestadt.de - Weener - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Leer | |
| Höhe: | 5 m ü. NN | |
| Fläche: | 81,24 km² | |
| Einwohner: | 15.858 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 195 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 26826 | |
| Vorwahl: | 04951 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LER | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 57 021 | |
| Stadtgliederung: | 9 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Osterstraße 1 26826 Weener |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wilhelm Dreesmann (parteilos) | |
| Lage der Stadt Weener im Landkreis Leer | ||
| Datei:WeenerLandkreis-leer.png | ||
Weener ist eine Stadt im Nordwesten des deutschen Bundeslandes Niedersachsen bei Leer im Landkreis Leer.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt Weener liegt im südlichen Ostfriesland am westlichen Ufer der Ems. Auch „Grüne Stadt im Rheiderland“ genannt, ist sie das Zentrum des deutschen Rheiderlands. Unweit der Stadt liegt der Dollart und die Grenze zur niederländischen Provinz Groningen.
Das Stadtgebiet von Weener umfasst den südöstlichen Teil des Rheiderlandes und weist in Nord-Süd-Richtung eine Länge von 15,2 Kilometern auf, in Ost-West-Richtung beträgt die Ausdehnung maximal 10,6 Kilometer.
Im Landkreis Leer:
Im Landkreis Emsland:
Die Stadt Weener besteht aus neun Ortschaften, die jeweils durch eine/n Ortsvorsteher/in repräsentiert werden:
Daneben gibt es mehrere Dörfer im Stadtgebiet, die zwar keine eigenen Ortschaften bilden, deren Bewohner sich aber durchaus mit diesem Dorf identifizieren. Beispiele sind etwa Dielerheide, Stapelmoorerheide, Holthuserheide, Feerstenborgum oder Tichelwarf.
Der Ort Weener ist weit über 1.000 Jahre alt und wurde 951 das erste Mal urkundlich erwähnt (in den Heberegistern des Klosters Werden). Aus der Ansiedlung entwickelte sich über die Jahrhunderte zunächst ein Straßendorf um die heutige Norder-, Süder- und Kreuzstraße herum. Die heute evangelisch-reformierte Georgskirche stammt aus dem Jahr 1230. Mit dem Ausbau des Hafens 1570 entwickelt sich der Ort zu einem wichtigen Handelsstandpunkt, wurde aber im Dreißigjährigen Krieg nahezu vollständig niedergebrannt. Deswegen ist im Stadtwappen ein Phönix als Symbol der Auferstehung aus dem Feuer abgebildet. Entsprechend wird 1650 als eine kleine Ackerbürgersiedlung mit 300 Einwohnern beschrieben, deren Existenzgrundlage vor allem die Landwirtschaft war.
Der Ort erholt sich indes vergleichsweise schnell von den Kriegswirren und erlebt im 17. und 18. Jahrhundert eine wirtschaftliche Blütezeit, die auf hauptsächlich auf den Pferdehandel zurückzuführen war. Die Rheiderländer Kutsch- und Reitpferde erwerben sich im In- und Ausland einen ausgezeichneten Ruf, jährlich werden mindestens 1.000 Pferde verkauft, selbst der Französische Königshof gehört zu den Kunden. Weener entwickelt sich zum bedeutendsten Handelsplatz neben Emden. Die Kriege zwischen den Niederlanden, England, Österreich und Frankreich (1680-1763) kurbelten das Geschäft zusätzlich an.
Ende des 18. Jahrhunderts stagniert Weeners wirtschaftliche Entwicklung, mit dem Frieden von Tilsit, als Preußen 1807 seine Gebiete westlich der Elbe an Napoleon abtritt, verschärfte sich der Niedergang weiter. Obwohl Weener 1813 befreit wird und in den Besitz Hannovers übergeht, erholt sich der nun rund 1.500 Einwohner zählende Ort nicht. Handel und Schifffahrt gehen weiter zurück, der Hafen verödet. Auch als 1866 der Ort wieder zu Preußen gelangt, stellt sich keine Besserung ein. Erst 1876 erhält Weener Anschluss an die Eisenbahnlinie zwischen Emden und Münster. Die Ems ist für die Schifffahrt nicht tief genug, Schienen und Straßen sind nicht ausgebaut, von dem Dortmund-Ems-Kanal profitieren nur andere Städte, wie Emden oder Leer. Weener hingegen verliert seinen den Status als Reedereiplatz.
1929 erhielt Weener Stadtrechte, die Bevölkerungszahl, die zu jener Zeit bei rund 4.000 liegt, nahm langsam zu. Im Kaiserreich war Weener die Kreisstadt des Kreises Weener, der in etwa das heutige Rheiderland auf deutscher Seite umfasst. Der Kreis wurde 1932 aufgelöst. Bis dahin war er der kleinste Kreis im Deutschen Reich.
Die Machtübernahme der Nationalsozialisten hatte in Weener ähnliche Auswirkungen wie andernorts. So wurde beispielsweise in der Reichspogromnacht die Synagoge der Weeneraner Juden zerstört und diese verhaftet.
Wie das gesamte Rheiderland ist die Stadt Weener calvinistisch geprägt. Die meisten Kirchengemeinden gehören zur Evangelisch-reformierten Kirche. Lediglich im Ortsteil Weener findet sich auch eine lutherische Gemeinde. Dort haben zudem auch die katholische Gemeinde sowie die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) und Pfingstgemeinde ihren Sitz.
Heute gibt es keine jüdische Gemeinde mehr in Weener, nur noch drei alte jüdische Friedhöfe. Siehe: Jüdische Gemeinde Weener.
Im Zuge der Gemeindereform 1973 schloss sich die Stadt Weener mit acht Gemeinden im Umland zusammen, die heute die Ortschaften der Stadt bilden.
(jeweils zum 31. Dezember)
Der parteilose Wilhelm Dreesmann ist seit dem 1. November 2006 Bürgermeister der Stadt.
Weeners Wappen zeigt auf blauem Grund einen silber-roten gold bewehrten Phönix mit roter Zunge. Dieser steht über goldenen Flammen mit schwarzen Holzscheiten. Das Wappen symbolisiert Weeners Wiedererrichtung nach der Brandschatzung im Dreißigjährigen Krieg.
Weener ist Spielort der Niedersächsischen Landesbühne Nord, die in Wilhelmshaven beheimatet ist. Gespielt wird in der Aula der Kreisrealschule Rheiderland. Diese Aula wird zudem auch für örtliche Laientheater und andere Veranstaltungen genutzt.
Der Sport in der Stadt Weener ist ein wichtiger Teil des städtischen und dörflichen Lebens. In der Kernstadt Weener gibt es u. a. den TuS Weener, den SV Weener, YC Weener und DLRG Weener. Zudem hat fast jedes zur Stadt gehörende Dorf einen eigenen Verein, meist einen Fußballverein. Beispiele sind Teutonia Stapelmoor, der TuS Holthusen (hat auch eine Handballabteilung), und die Sportfreunde Möhlenwarf. Die Fußballabteilung des TuS Weener ist 2006 Meister in der Bezirksklasse geworden und steigt aufgrund einer neuen Reform in die Bezirksliga auf. Die Leichtathletikabteilung des TuS Weeners ist die einzige im gesamten Rheiderland und in Ostfriesland und in Niedersachsen sehr erfolgreich. Außerdem hat die DLRG O.G. Weener viele Deutsche Meister hervorgebracht. Der TuS Weener hat mit dem TV Bunde eine gemeinsame Handballabteilung geschaffen, die im Spielbetrieb unter dem Namen HSG Weener/Bunde aufläuft.
Anfang Mai 2008 wurden die Deutschen Seniorenmeisterschaft der DLRG in Weener ausgetragen.
Weener besitzt einen kleinen Bahnhof, der Haltestelle auf der Bahnstrecke Leer–Groningen ist. Die A 31 verläuft zudem an der Stadtgrenze zwischen Weener und Bunde.
In Weener ist die Rheiderland-Zeitung beheimatet, eine eigenständige kleine Tageszeitung, die im Rheiderland erscheint. Weiterhin befindet sich eine Außenstelle der Bezirksredaktion Leer der Ostfriesen-Zeitung in der Stadt. Die beiden Tageszeitungen werden durch die in Rhauderfehn und Leer erscheinenden Anzeigenblätter Der Wecker, Sonntags-Report, Abendkurier und Der Wecker am Mittwoch ergänzt.
In Weener gibt es fünf Grundschulen, je eine Haupt- und Realschule sowie eine Schule für Lernhilfe. Die Weeneraner Orientierungsstufe wurde kürzlich im Rahmen der Schulreform abgeschafft, die angestrebte Einrichtung einer gymnasialen Außenstelle der Leeraner Gymnasien in Weener scheiterte. In Weener ist eine Außenstelle der Volkshochschule des Landkreises Leer ansässig. Das Organeum in Weener ist ein Zentrum der organologischen Forschung und Lehre.
Im Ortsteil Diele existiert ein 380 kV-Umspannwerk. In diesem Umspannwerk soll das HGÜ-Kabel, welches vom erstn Offshore-Windpark in der Nordsee herkommt, enden.
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