Meinestadt.de - Wedemark - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Datei:Wappen Wedemark.svg |
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||
| Landkreis: | Region Hannover | ||
| Höhe: | 48 m ü. NN | ||
| Fläche: | 173 km² | ||
| Einwohner: | 29.197 (30. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 169 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 30900 | ||
| Vorwahlen: | 05130, 05072, 05131 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | H | ||
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 41 019
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| Gemeindegliederung: | 16 Ortsteile | ||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Berliner Str. 3/5 30900 Wedemark |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Tjark Bartels (SPD) | ||
| Lage der Gemeinde Wedemark in der Region Hannover | |||
| Datei:Wedemark in der Region Hannover.png | |||
Die Wedemark ist eine Gemeinde in der Region Hannover, Niedersachsen mit dem Verwaltungssitz im Ortsteil Mellendorf. Wedemark ist eine historische Landschaftsbezeichnung für das Gebiet.
Die Gemeinde gilt als vornehme Wohnregion und liegt im nördlichen Einzugsbereich der Landeshauptstadt Hannover. Sie belegt beim durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen in Niedersachsen einen Platz unter den ersten drei. Die Gemeinde besteht aus einigen Dörfern (Ortsteilen), die durch gute Verkehrserschließung (S-Bahn Hannover, die Nähe zu den Autobahnen 2 und 7) und durch gute Naherholungsmöglichkeiten (Nähe zur Lüneburger Heide und relativ schnelle Erreichbarkeit von Harz sowie Nord- und Ostsee) eine hohe Attraktivität besitzt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Wedemark grenzt an Burgwedel, Isernhagen, Langenhagen, Garbsen und Neustadt am Rübenberge sowie an Lindwedel (Landkreis Soltau-Fallingbostel) und Wietze (Landkreis Celle) (im Uhrzeigersinn, beginnend im Osten).
Die Wedemark gliedert sich in die Ortsteile [1]
Die heutige Gemeinde Wedemark ist durch den freiwilligen Zusammenschluss mehrerer Siedlungen für gegenseitige Schutz- und Hilfeleistung entstanden. Der Name „Wedemark“, der auf eine „Mark“, einen Grenzbereich hinweist, geht auf die Adelsfamilie der Billunger zurück, die zwischen 950 und 1106 in den sächsischen Gauen herrschte. Mitte des 16. Jahrhunderts hatte man im östlichen Teil der Wedemark die Amtsvogtei Bissendorf eingerichtet. Sie und die Amtsvogtei Burgwedel unterstanden der herzoglichen Vogtei in Celle. In Brelingen, auf dem Brelinger Berg und in Mellendorf hielten die herzoglichen Vögte Gericht. Die Lüneburger Amtsvogtei Bissendorf grenzte im Süden und Westen an das Fürstentum Calenberg; hier an das Amt Langenhagen sowie an die Ämter Ricklingen und Neustadt am Rübenberge. Im Norden und Osten lagen die Vogteien Burgwedel, Essel und Winsen. Der Fluss Wietze bildete die natürliche Grenze zwischen den Amtsvogteien Bissendorf und Burgwedel sowie zwischen den Bistümern Minden und Hildesheim.
Landwirtschaftlich war der sandige, moorige und sumpfige Boden (Bissendorfer Moor) um Mellendorf kaum ertragreich. Nur anspruchsloser Buchweizen konnte angebaut werden. Pferde-, Ochsen- und Honighandel waren Erwerbsgrundlage. Im Jahre 1854 errichtete man in Mellendorf eine Windmühle; Wind- und Wassermühlen prägten im 19. Jahrhundert das Landschaftsbild der Wedemark. Am Mellendorfer „Lönssee“ war eine Ziegelei aufgebaut worden, die den hier lagernden Ton verarbeitete. Die Wirtschaftsentwicklung der strukturschwachen Wedemark begann mit der Anlage der Eisenbahnstrecke Langenhagen–Schwarmstedt, die 1889 in die Flurräume von Bissendorf und Mellendorf gelegt wurde. Zwei Jahre später legte man die Bahnhöfe in Bissendorf, Mellendorf, Bennemühlen, Lindwedel und Hope an.
Mit dem Gesetz zur Bildung des „Großraumes Hannover“ von 1962 gliederte man den Landkreis Burgdorf, zu dem seinerzeit die heutigen Wedemarker Ortsteile gehörten, in diesen Zweckverband ein. Durch das „Hannover-Gesetz“, eine Gebietsreform vom 1. März 1974, wurden die vorher 16 selbständigen Gemeinden (Auflistung siehe Stadtgliederung) zur Gemeinde Wedemark zusammengefasst, die seither deren 16 Ortsteile bilden. Der Name „Wedemark“ wurde gewählt, weil es eine historische und naturräumliche Landschaftsbezeichnung ist, in der die Ortsteile liegen. Ein gleichnamiger Ort existiert nicht. Als Verwaltungszentrum wurde das zentral gelegene Mellendorf bestimmt. Seit dem 1. Januar 2005 gehört die Wedemark zur Region Hannover.
Die Wedemark unterhält mit der französischen Stadt Roye seit März 1984 eine Städtepartnerschaft.
Um die vorletzte Jahrhundertwende hatte man in Mellendorf Sand und Kies gefördert, der im benachbarten Hannover verkauft wurde. 1925 ließ sich im Ort ein Emaillierwerk nieder. Eine Kartonagen- und Elektronikfirma sowie zahlreiche mittelständische Einzelhandelsbetriebe boten damals Arbeitsplätze an. Durch die überaus rege Bautätigkeit gewann vorübergehend die Sand- und Kiesförderung wieder an Bedeutung. Die Gemeinde Wedemark ist heute nicht nur Industrie- und Gewerbestandort, sondern auch Wohngemeinde in unmittelbarer Nähe zum Industriezentrum Hannover. Spezialisierte Firmen mit teilweise europäischer Marktgeltung haben hier ihren Sitz. Das bekannteste Unternehmen mit Sitz in der Wedemark ist heute Audiotechnikhersteller Sennheiser.
Das Mellendorfer Eisstadion „Icehouse“ gilt als der Ursprung der in der Deutschen Eishockey-Liga etablierten Eishockeymannschaft Hannover Scorpions unter der Federführung des ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten Jochen Haselbacher. Bekanntester Eishockeyprofi ist Leonard Soccio. Heute spielt der EC Wedemark Farmers in der Verbandsliga Nord-Ost. Mehrere hundert Zuschauer besuchen regelmäßig die Spiele.
Wedemark ist Sitz des Bundesverbandes für klassisch-barocke Reiterei Deutschland e. V..
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