Meinestadt.de - Wasserburg/Bodensee - 25.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Lindau (Bodensee) | |
| Höhe: | 399–450 m ü. NN | |
| Fläche: | 6,34 km² | |
| Einwohner: | 3427 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 541 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 88142 | |
| Vorwahl: | 08382 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LI | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 76 128 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Lindenplatz 1 88142 Wasserburg (Bodensee) |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Thomas Eigstler (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Wasserburg (Bodensee) im Landkreis Lindau (Bodensee) | ||
| Datei:Wasserburg im Landkreis Lindau.png | ||
Wasserburg am Bodensee ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Lindau (Bodensee). Der staatlich anerkannte Luftkurort ist einer der drei bayerischen Anrainergemeinden am Ufer des Bodensees.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde besteht aus mehreren Orten:
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Auf der rund 2,3 Hektar großen Halbinsel Wasserburg mit Kirche und Schloss wohnen permanent nur 27 Menschen.
Im östlichen Gemeindegebiet, nahe der Grenze mit Bodolz liegt der Bichelweiher, ein ehemaliger Mühlenteich, im Naturschutzgebiet.
784 taucht erstmals der Name „wazzarburuc“ in einer Urkunde des Klosters Sankt Gallen auf. In dieser wird eine Kirche des Heiligen Georg genannt, die zum Kloster Sankt Gallen gehört. Bis 1280 waren die Herren von Kisslegg als Ministerialen des Klosters für Wasserburg verantwortlich, dann ging die Herrschaft für 500 Mark Silber an die Herren von Schellenberg. Sie bauten Wasserburg als Sankt Gallener Lehen (bis 1826) zur Festung aus.
Am 24. Juni 1358 wurde die Festung Wasserburg von den Truppen des Städtebundes in Schutt und Asche gelegt. 1386 kam Wasserburg auf Vermittlung der Grafen von Ebersberg für 650 Pfund Heller an die Grafen von Montfort, die sie wiederum aufgrund hoher Verschuldung im Jahr 1592 für 63.000 Gulden an die Grafen Fugger von Kirchberg und Weißenhorn zu Babenhausen verkauften mussten.
1720 wurde von den Fugger ein Verbindungsdamm zur Insel aufgeschüttet. Eine Sandsteinsäule erinnert an den Verlust der Inseleigenschaft. Infolge hoher Schulden traten die Fugger die Herrschaft Wasserburg 1755 an das Erzhaus Österreich ab. Die Österreicher richteten im Weiler Bichel eine Poststation ein, um neben dem Mailänder Boten in Lindau auch eine österreichische Poststation am See zu haben.
Wasserburg gehörte 50 Jahre zu Vorderösterreich, bis das Gebiet nach dem Pressburger Frieden vom 26. Dezember 1805 zu Königreich Bayern kam, das am 1. Januar 1806 Königreich wurde. 1826 wurde der Weinzehent an das Kloster Sankt Gallen aufgehoben. 1872 wurde eine Dampferanlegestelle gebaut und 1899 erhielt der Ort einen Bahnhof an der Bodenseegürtelbahn.
Ab 1911/12 gab es elektrisches Licht in Wasserburg.
Im Jahre 2009 feiert Wasserburg das 1225-jährige Jubiläum der ersten Nennung.
Wasserburg wurde erstmals in einer Sankt Gallener Urkunde im Jahr 784 als „Wazzarburuc“ (wörtlich: eine Burg im Wasser) erwähnt.
Das heutige Wappen wurde im Jahre 1954 vom Kreispräsidium Lindau zuerkannt.[1] Es stellt einen von Silberweiß über Blau erhöht geteilten Schild dar: Oben auf Silberweiß ist ein nach links blickender bewehrter Bär (Bär von St. Gallen) dargestellt darunter auf Blau ist eine im Wasser stehende Burg zu sehen.
Die ehemalige Pfarrei Wasserburg umfasst heute die drei Gemeinden: Bodolz, Wasserburg (ehemals Mitten, Mooslachen und Hege) und Nonnenhorn.
Die evangelische Gemeinde St. Johannes umfasst Wasserburg, Nonnenhorn und Teile von Bodolz.
Kennzeichen von Wasserburg ist seine malerische Halbinsel, auf der die Kirche St. Georg, das Schloss Wasserburg und das Malhaus (früheres Gerichtshaus - beherbergt heute ein Museum) liegen.
Zugleich befindet sich hier auch die Schiffsanlegestelle, von der aus Passagierschiffe nach Lindau, Bregenz (A), Konstanz und Rorschach (CH) fahren, außerdem der Fischereihafen und der Sportboothafen. Von Wasserburg aus hat man einen einzigartigen Blick auf die Berge der Schweiz, Liechtensteins und Österreichs.
Die 784 erwähnte erste Kirche auf der Insel Wasserburg war vermutlich aus Holz gebaut. Der heutige Chor (Altarraum) ging aus einem gotischen Vorgängerbau (um 1400) hervor, zu dem wohl auch der Unterbau des ursprünglich spitzen Kirchturms gehörte.
Im 17. Jahrhundert erhielt der Turm der Sankt-Georgs-Kirche eine welsche Haube im Stil des Augsburger Baumeisters Elias Holl
Den Innenraum schmückt ein barocker Hochaltar mit den lebensgroßen Figuren der Heiligen Gallus und Otmar. Einen Epitaph des Fugger-Grafen-Leopold findet man über der Sakristeitür.
An drei der vier Hauptpfeiler erinnern Steintafeln an die Seegfrörnen der Jahre 1573, 1830 und 1963. Bemerkenswert sind die Deckenfresken (1919) von Professor Otto Hämmerle mit Motiven aus der bewegten Geschichte Wasserburgs.
Diese kleine „Gfrörenkapelle“ wurde im Jahr 1643 erbaut und dem Heiligen Jakobus geweiht. Wahrscheinlich wurde sie ursprünglich als Pestkapelle errichtet (Gfrörnen = Pestbeulen) die Grausamkeiten des 30-jährigen Krieges mögen ein weiterer Anlass für die Errichtung einer solchen Votiv-Kapelle gewesen sein.
Die Kapelle ist aus Sandsteinquadern, Feldsteinen und Bodenseewacken gebaut, das Dach ist mit handgestrichenen Biberschwänzen gedeckt und auf dem Boden ist Rorschacher Sandstein verlegt.
Im Jahre 2004 wurde die Kapelle im Ortsteil Reutenen in privater Initiative gründlich und sensibel renoviert, die vorhandenen Kunstwerke wurden in ihrer Substanz erhalten. Heute strahlen eine volkstümliche Madonnenfigur und der Heilige Leonhard in neuem Glanz.[2]
Die Antoniuskapelle liegt im Ortsteil Selmnau, wurde 1492 erstmals genannt und war ursprünglich eine Einsiedelei.
In der heutigen Form entstand die Kapelle 1696 im barocken Stil. Zur Ausstattung gehören eine gotische Madonnenfigur und mehrere barocke Skulpturen. Die Kapelle liegt auf einem Moränenhügel – mit weitem Ausblick über den Bodensee.
Die Kirche ist nach Johannes dem Evangelisten benannt und wurde am 11. November 1937 eingeweiht. Seit dieser Zeit finden jeden Sonn- und Feiertag die evangelischen Gottesdienste in dieser Kirche statt.
Im Innenraum sind der Flügelaltar des Münchner Künstlers Karl Hemmeter, das an den Seitenwänden umlaufende, hölzerne „Vater-unser-Fries“ und ein monolithischer Taufstein besonders hervorzuheben.
Im Zentrum der Halbinsel liegt das Schloss Wasserburg – zwischen 1537 und 1555 von den Montfortern als Renissanzeschloss anstelle einer früheren Burganlage der Herren von Schellenberg, als Dreiflügelanlage aufgeführt.
Am 17. Februar 1750 wurde durch einen Brand der Westflügel vollständig zerstört und nicht mehr aufgebaut.
Das Schlossgebäude besitzt Mauern bis drei Meter Stärke, war seit 1812 in Privatbesitz der Familie Köberle und beherbergt heute ein Hotel und Restaurant.
→ Hauptartikel: Museum im Malhaus)
Das Museum im Malhaus wurde 1597 erbaut, war früher ein Gerichtsgebäude der Fugger und beherbergt seit 1979 das „Museum im Malhaus“. Es liegt auf der Halbinsel, direkt beim Landesteg der Bodensee-Schiffsbetriebe.
Wasserburg ist mit 3.500 Einwohnern [3] heute vor allem vom Tourismus und vom Obstanbau geprägt.
Die Gemeinde verfügt über einen Campingplatz, ein Strandbad (mit beheiztem Schwimmbecken), einen Bootsverleih und eine Segelschule. Zahlreiche Hotels, Pensionen und Privatquartiere bieten mehr als 1.700 Gästebetten.
Als direkt am See liegende Gemeinde ist Wasserburg auch Anlaufpunkt des Bodensee-Radwegs und des Bodensee-Rundwanderwegs.
Bodenseefischer versorgen die Restaurants mit frischem Bodenseefisch, vor allem Felchen. Die Fischerei ist erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Erwerbszweig in Wasserburg belegt – war sie doch bis dahin neben der Jagd stets ein Privileg der adeligen Herrschaft.
Wasserburg ist Weinbauort des Bereichs Bayerischer Bodensee im Weinbaugebiet Württemberg.
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