Meinestadt.de - Warendorf - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Münster | ||||
| Kreis: | Warendorf | ||||
| Höhe: | 63 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 176,76 km² | ||||
| Einwohner: | 38.375 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 217 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 48231 | ||||
| Vorwahlen: | 02581 Einige Ortsteile haben abweichende Vorwahlen | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | WAF | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 70 052
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Lange Kesselstraße 4-6 48231 Warendorf |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Jochen Walter (parteilos) | ||||
| Lage der Stadt Warendorf im Kreis Warendorf | |||||
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Die Stadt Warendorf ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt und die Kreisstadt des Kreises Warendorf. Sie liegt im Regierungsbezirk Münster im Norden Nordrhein-Westfalens. Überregional bekannt ist die Stadt durch die jährlichen Hengstparaden des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts.
Inhaltsverzeichnis |
Warendorf liegt an der Ems im östlichen Münsterland. Dieser Teil der Westfälischen Tieflandsbucht ist von intensiver, allerdings relativ kleinteiliger landwirtschaftlicher Nutzung geprägt; wegen des abwechslungsreichen Bilds, das Äcker, Wiesen, Weiden, kleine Wäldchen und Wallhecken ergeben, spricht man von der „Münsterländer Parklandschaft“.
Die nächste Großstadt ist das etwa 30 km westlich gelegene Münster. Weitere Großstädte in der näheren Umgebung sind Osnabrück, etwa 40 km nördlich, Bielefeld, etwa 45 km östlich, und Hamm, etwa 35 km südlich.
Warendorf grenzt an folgende Städte und Gemeinden (die Aufzählung erfolgt von Norden im Uhrzeigersinn): Sassenberg, Beelen, Ennigerloh, Sendenhorst, Everswinkel, Telgte, Ostbevern und Glandorf (in Niedersachsen).
Seit der kommunalen Neugliederung 1975 besteht Warendorf aus fünf Stadtteilen. Neben der beiderseits der Ems gelegenen Kernstadt sind dies die Ortsteile Milte und Einen/Müssingen im Norden des Stadtgebiets, sowie Freckenhorst und Hoetmar im Süden.[1]
Im 9. Jahrhundert gingen der Ursprung und der Name Warendorfs auf den uralten sächsischen Oberhof Warintharpa („Das Dorf am Uferdamm“) zurück, der wahrscheinlich schon vor 700 n. Chr. bestand. Zwischen 1197 und 1201 wird Warendorf zur Stadt. Etwa in dieser Zeit wird neben der bereits bestehenden Pfarrgemeinde, zu der die „Alte Kirche“ (St. Laurentius) gehört, eine zweite Pfarrgemeinde im Westen der Innenstadt mit der „Neuen Kirche“ (St. Marien) gegründet. Eine Urkunde über die Verleihung der münsteranischen Stadtrechte im mittelalterlichen Rechtssinn fehlt allerdings wie in Münster, da während der Herrschaft der Wiedertäufer sämtliche Urkunden und Dokumente vernichtet wurden. Zur Stadtwerdung hat insbesondere Bischof Hermann II. von Katzenelnbogen (Bischof 1173–1202) beigetragen.
1224 erfolgt die erste urkundliche Erwähnung Warendorfs als Civitas, das heißt als bürgerlich-städtische Gemeinde. Der Wohlstand der Warendorfer wuchs stetig an und aus dieser Zeit stammt auch der Spruch „Stadtluft macht frei“. 1255 kam es zum Anschluss an den Rheinischen Landfriedensbund zum Schutz der Kaufleute vor Wegelagerern. Warendorf entwickelte sich in dieser Zeit mehr und mehr zu einer wichtigen Handelsstadt, da es geografisch günstig zwischen Münster und Oelde liegt. Außerdem profitierte Warendorf von der Produktion und dem Handel mit Leinen. Die wohlhabenden Warendorfer siedelten am Marktplatz, in der Ems- und an der Oststraße. Auch heute wird das Warendorfer Stadtbild von dieser Stadtkulisse geprägt. Die ärmere Bevölkerung lebte dagegen in einfachen Häusern mit gestampftem Lehmboden, der teilweise schlechter als der Straßenbelag war. Die schlechten Lebensbedingungen führten zu Seuchen und Krankheiten.
1404 ereignete sich in Warendorf ein Stadtbrand, dem neben 600 Häusern auch die Alte Kirche (St. Laurentius) und das Rathaus mit allem Inventar zum Opfer fielen.
1533 breitete sich wie in Münster eine Täuferbewegung in Warendorf aus. Diese übernahm im Oktober 1534 für eine Woche die Macht in der Stadt, bis sie nach einer kurzen Besetzung durch Bischof Franz von Waldeck beendet wurde. Vier Wiedertäufer-Apostel und die Warendorfer Rädelsführer wurden zum Tode verurteilt und auf dem Marktplatz durch das Schwert gerichtet. Zur Abschreckung wurden die Leichen der „Apostel“ an den vier Stadttoren aufs Rad gelegt. Als Folge verlor Warendorf die Stadtrechte und erlangte sie sukzessive ab 1542 wieder; die freie Wahl des Rates erst im Jahre 1556 unter Bischof Franz' Nachfolger. Die Wiedertäuferbewegung hielt sich bis ins 17. Jahrhundert hinein im Untergrund, ohne eine Gefahr für Stadt und Kirche zu bedeuten.[2][3]
Zwischen 1627 und 1632 kam es zum erneuten Verlust des Stadtrechts während der Glaubenskämpfe im Dreißigjährigen Krieg. Von 1657 stammt die erste Erwähnung des Fettmarkts. Dieser Markt ist bis in die heutige Zeit ein wichtiger Jahrmarkt geblieben. 1741 brach ein weiterer großer Stadtbrand aus, dem die Neue Kirche (St. Marien) und 332 Häuser zum Opfer fielen. Durch den dadurch bedingten Fortzug vieler Handwerker geriet Warendorf in zunehmenden wirtschaftlichen Niedergang.1802 kam Warendorf unter preußische Oberherrschaft. Die einst blühende Stadt verarmte. 1826 erfolgte die Gründung des Westfälischen Landgestüts in Warendorf durch die preußische Gestütsverwaltung. 1887 wurde die Eisenbahnlinie Münster–Warendorf–Rheda eröffnet. Im Zuge dessen wurde das erste Bahnhofsgebäude errichtet. Dieses ist auch heutzutage noch erhalten, steht jedoch seit einigen Jahren leer. 1902 wurde das neue Bahnhofsgebäude errichtet und in Betrieb genommen. Dieses Bahnhofsgebäude fiel jedoch am Freitag, dem 13. Januar 1995 einem Brand zum Opfer und ist bis jetzt noch nicht wieder errichtet worden. 1937/38 wurde Warendorf zur Garnisonsstadt. Es wurden Kasernen im Norden der Stadt gebaut, in denen heute die Sportschule der Bundeswehr ansässig ist.
Am 1. Januar 1975 erfolgte eine kommunale Neugliederung durch Integration der Gemeinden Hoetmar, Milte, Einen und Müssingen und der Zusammenschluss mit der Stadt Freckenhorst. Der Großkreis Warendorf wurde durch Zusammenschluss der Kreise Warendorf und Beckum gegründet. Warendorf wurde Kreisstadt.
Der Warendorfer Stadtrat hat seit der Kommunalwahl 2004 46 Mitglieder, die fünf Fraktionen angehören. Die meisten Sitze entfallen auf die CDU (19) und auf die SPD (11). Weiterhin gehören 7 Ratsmitglieder der FWG, 5 Bündnis 90/Die Grünen und 4 der FDP an. Ab der Kommunalwahl 2009 wird der Rat auf 40 Mitglieder verkleinert, von denen die Hälfte in 20 Wahlbezirken direkt gewählt werden. Bis dahin bestand der Stadtrat aus 44 Ratsmitgliedern.[4]
Bürgermeister ist seit 2004 der parteilose Jochen Walter, der bei der Wahl von allen im Stadtrat vertretenen Parteien außer der CDU unterstützt worden war. Der 1946 geborene Diplom-Volkswirt war vor seiner Wahl unter anderem Bankdirektor bei der Westdeutschen Landesbank und gilt als Fachmann für Kommunalfinanzen.
Das Wappen der Stadt Warendorf zeigt eine zinnenbewehrte Stadtmauer mit Turm und Stadttor vor goldfarbenem Hintergrund. Über dem geöffneten Stadttor befindet sich ein silberfarbenes Fallgatter. Tor und Turmfenster haben runde Bogen. [5] Es ähnelt dem ältesten erhaltenen Abdruck des Stadtsiegels, das sich an einem Vertrag an die Stadt Köln von 1255 befindet, und wurde in dieser Form 1952 vom Stadtrat angenommen. [6] Die Flagge der Stadt Warendorf besteht aus zwölf gleichbreiten, senkrechten Streifen in den Farben weiß-blau-rot, viermal nebeneinander. [7] Ihre Verwendung ist seit 1680 belegt.[8]
Warendorf unterhält zu mehreren europäischen Städten teilweise langjährige Beziehungen. Bereits 1951 übernahm die Stadt die Patenschaft über das schlesische Reichenbach, da viele von dort Vertriebene im Kreis Warendorf aufgenommen worden waren. Die längste Partnerschaft nach Frankreich – seit 1965 – besteht zwischen Warendorf und Barentin in der Normandie; sieben Jahre später unterzeichneten das damals noch selbstständige Freckenhorst und das ebenfalls in der Normandie gelegene Pavilly Partnerschaftsurkunden. Beide Städtepartnerschaften dienten gerade in den ersten Jahren ihres Bestehens der deutsch-französischen Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Zuge des zusammenwachsenden Europas unterzeichneten die Bürgermeister des niederschlesischen Oleśnica (Polen) und Warendorf im Jahr 2002 Freundschaftsbriefe, und seit 2007 besteht eine Partnerschaft mit dem südenglischen Petersfield, das seinerseits ebenfalls Partnerstadt Barentins ist. Allen Städtepartnerschaften gingen private Kontakte voraus.
In Warendorf sind folgende Schulformen vertreten
Die meisten Schulen befinden sich in städtischer Trägerschaft. Weitere Schulträger sind der Kreis Warendorf (Astrid-Lindgren-Schule und Berufskolleg), der Caritasverband im Kreisdekanat Warendorf (Heinrich-Tellen-Schule und Edith-Stein-Kolleg) und das Bistum Münster (Johann-Heinrich-Schmülling-Schule).
Das Theater am Wall wurde am 2. November 1950 als Lichtspielhaus eröffnet und wurde nach Einstellung des Kinobetriebs im Jahr 1990 von der Stadt Warendorf übernommen. Seit dem Jahr 1997 kooperieren die Stadt Warendorf und der Betreiberverein TaW e.V.. Der Spielplan besteht aus den drei Säulen Schauspiel, Kleinkunst-Kabarett und Kindertheater.
Radfahren und Reiten gehören zu den traditionellen Freizeitsportarten in Warendorf. Auf dem Stadtgebiet verlaufen der im Rahmen Regionale 2004 konzipierte und zum Teil neu gebaute EmsAuenWeg, ein Radwanderweg durch die Emsauen von Warendorf nach Rheine, und der Europaradwanderweg R1. Das Radwegnetz wird durch eine Vielzahl befestigter Wirtschaftswege und straßenbegleitende Radwege ergänzt. Außerdem wurden, ebenfalls als Projekt der Regionale 2004, 140 km Reitwege in und um Warendorf errichtet. Zudem gibt es in Warendorf einen Golfplatz, Gewässer für Angler und einen Campingplatz.
Auf dem Warendorfer Emssee, einem nahe der Altstadt gelegenen alten Arm der begradigten Ems, besteht die Möglichkeit zum Erwerb eines Segel- oder Motorbootführerscheines. Ebenfalls können in den Sommermonaten Ruderboote gemietet werden. Die Stadt besitzt ein Freibad und ein Hallenbad.
Im Bereich der Kernstadt Warendorf befinden sich folgende Kirchengemeinden:
Die römisch-katholischen Gemeinden
sowie ein Franziskanerkloster, in dessen Kirche sich eine Kanzel von 1771 des Bildhauers Johann Heinrich König aus Münster befindet.
Im Ortsteil Einen befindet sich eine der ältesten noch im ursprünglichen Baustil erhaltenen Kirchen im Münsterland, an die im Jahre 1983 eine neue Kirche gebaut wurde. Man kann davon ausgehen, dass direkt neben einer der ältesten Kirchen der Region die neuste Kirche steht.
Die evangelische Kirchengemeinde, unterteilt in
2005 hat sich ein CVJM (Christlicher Verein junger Menschen) gegründet.
Außerdem gibt es eine neuapostolische Gemeinde, einen Königsreichsaal der Zeugen Jehovas, eine mennonitische Gemeinde, eine evangelische Freikirche und eine muslimische Gemeinde.
Bis 1941 bestand die Jüdische Gemeinde Warendorf. Die ehemalige Synagoge ist in veränderter Form erhalten. Verschiedene Gedenksteine erinnern an Jüdisches Leben in Warendorf.
In Warendorf sind etwa 1000 vorwiegend mittelständische Unternehmen ansässig. Daneben gibt es einige Großunternehmen, die Standorte in Warendorf haben:
In Warendorf sind etwa 11.000 Menschen beschäftigt, die Arbeitslosenquote lag im Januar 2006 bei unterdurchschnittlichen 7,1 %. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraftkennziffer lag in Warendorf 2003 bei 99,1 je Einwohner also nur knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 100, als Kaufkraft wurde 201,3 Mio Euro ermittelt. Die Umsatzkennziffer je Einwohner lag bei 104,1, die Zentralitätskennziffer bei 105,1 je Einwohner, was einen Kaufkraftzufluss aus anderen Regionen bedeutet.
Im Stadtgebiet kreuzen sich die Bundesstraßen B 64 und B 475. Während die B 475 östlich an Warendorf vorbeiführt, durchschneidet die B 64 die Kernstadt südlich der Innenstadt. Laut Bundesverkehrswegeplan 2003 besteht für eine Umgehungsstraße vordringlicher Bedarf. Die nächstgelegene Autobahn ist die A 2. Die Anschlussstelle Beckum ist etwa 25 km entfernt.
Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Flughafen Münster/Osnabrück, der etwa 35 km entfernt ist. Außerdem gibt es in Telgte den Flugplatz Münster-Telgte, einen Verkehrslandeplatz.
Anschluss an das Schienennetz besteht durch den Bahnhof Warendorf an der Warendorfer Bahn; Planungen für einen weiteren Haltepunkt im Stadtteil Einen/Müssingen bestehen. Bis Dezember 2006 gab es in der Bauerschaft Vohren einen Haltepunkt, der zur Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit geschlossen wurde. Seitdem wird die Kursbuchstrecke 406, Münster–Bielefeld–Detmold(–Altenbeken), durch die RB 67 „Der Warendorfer“ an Werktagen im Stundentakt bedient.
Neben dem Bahnhof befindet sich ein zentraler Omnibusbahnhof, von dem aus stündlich Regionalbusse nach Münster (über Telgte bzw. über Freckenhorst, Everswinkel), Sassenberg und Beckum (über Freckenhorst, Westkirchen, Ennigerloh) fahren. Außerdem verbindet eine Schnellbuslinie den Warendorfer Süden und Freckenhorst im Stundentakt mit Münster.
Durchgeführt wird der öffentliche Personenennahverkehr von der Nordwestbahn, der Westfalenbus und der Regionalverkehr Münsterland.
Das Josephs-Hospital, eine freigemeinnützige Stiftung mit einer Kapazität von 270 Betten, ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung. Die Klinik liegt im Norden der Stadt und befindet sich in Nachbarschaft zur Bundeswehr-Sportschule mit dem zugehörigen Sportmedizinischen Institut. Das Josephs-Hospital ist akademisches Lehrkrankenhaus der Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Es verfügt über die Fachabteilungen Allgemein- und Gefäßchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Innere Medizin, Kardiologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Anästhesiologie, Urologie und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Eingriffe im Bereich der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, der Ophthalmologie (Augenheilkunde), sowie ein großes Spektrum der plastisch-chirurgischen Eingriffe werden ambulant durchgeführt. Jährlich werden ca. 30.000 Patienten sowohl stationär als auch ambulant versorgt. Das Josephs-Hospital stellt als Klinikum im medizinischen Sektor eine der wenigen konfessionsfrei-privaten Stiftungen im Münsterland dar. Mit rund 430 Mitarbeitern zählt die Klinik zu den größten Arbeitgebern der Stadt. Im Krankenhaus befindet sich auch die Notdienstzentrale der niedergelassenen Ärzte. Ein Gesundheitszentrum mit niedergelassenen Ärzten verschiedenster Fachrichtungen wurde durch die Stiftung errichtet. Außerdem befindet sich in Warendorf eine psychiatrische Tagesklinik unter der Trägerschaft des St. Rochus-Hospitals Telgte.
Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren zu einer bedeutenden Sportstadt entwickelt. So sind dort die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN), das der FN angeschlossene Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) und das Bundesleistungszentrum (BLZ) Reiten ansässig. Das nordrhein-westfälische Landgestüt, das 1826 als Preußisches Landgestüt gegründet wurde, hat seinen Sitz in Warendorf. Die Deutsche Reitschule ist ebenfalls in Warendorf auf dem Gelände des Landgestüts beheimatet. Prominente Reiter wie beispielsweise Hans Günter Winkler haben oder hatten ihren Wohnsitz in Warendorf. Auch in der Sportförderkompanie der Sportschule der Bundeswehr trainieren und trainierten bekannte Sportler wie Michael Groß, Thomas Hellriegel, Annika Mehlhorn und Ralf Eggert. Die Deutschen Schwimmmeisterschaften fanden 1995 und 2002 in Warendorf statt. Außerdem befindet sich mit dem Hof Schulze Niehues eine Fachschule für Reitausbildung in Warendorf.
Der größte Sportverein in Warendorf ist die Warendorfer Sportunion (WSU), die zu den zehn größten Klubs in Nordrhein-Westfalen zählt. Die erfolgreichste Abteilung der WSU ist der Volleyball. Die Damenmannschaft spielte in der 2. Bundesliga Nord, in der sie in der Saison 2004/2005 Vizemeister war. In der Saison 2007/08 mussten sie den Abstieg in die Regionalliga hinnehmen. Der Rollstuhlbasketballmannschaft des BBC Warendorf gelang in der Saison 2007/08 der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Dieser wurde aus finanziellen Gründen abgelehnt.
Das Bundesligateam des 1986 gegründeten Surfclubs Warendorf wurde in der Saison 2008 Deutscher Meister.
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