Meinestadt.de - Waltrop - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Münster | ||||
| Kreis: | Recklinghausen | ||||
| Höhe: | 67 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 46,98 km² | ||||
| Einwohner: | 29.890 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 636 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 45731 | ||||
| Vorwahlen: | 02309, 02363 (Oberwiese) | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | RE | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 62 036
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Münsterstr. 1 45731 Waltrop |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeisterin: | Anne Heck-Guthe (SPD) | ||||
| Lage der Stadt Waltrop im Kreis Recklinghausen | |||||
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Die Stadt Waltrop liegt im nördlichen Ruhrgebiet im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und ist eine Mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Recklinghausen im Regierungsbezirk Münster.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt zwischen der Kernzone des Ruhrgebietes und des ländlichen Münsterlandes. Geografisch liegt Waltrop nordwestlich von Dortmund im Ruhrgebiet zwischen dem Dortmund-Ems-Kanal im Süd-Westen und dem Datteln-Hamm-Kanal im Norden.
Waltrop hat keine Stadtteile, doch gibt es sieben Bauerschaften, die rund um Waltrop liegen: Unterlippe und Oberlippe (zusammen nur Lippe), Elmenhorst, Brockenscheidt, Waltrop, Oberwiese, Holthausen und Leveringhausen. Richtig aneinandergereiht ergeben die Anfangsbuchstaben der Bauerschaften (und des Stadtkerns „Waltrop“) das Wort LEBWOHL.
Folgende Städte grenzen an die Stadt Waltrop - im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend: Selm, Lünen (beide Kreis Unna), Dortmund (kreisfreie Stadt), Castrop-Rauxel und Datteln (beide Kreis Recklinghausen). Gemeinsam mit Datteln und Oer-Erkenschwick bildet Waltrop inoffiziell die Region Ostvest.
Ein Teil der Provinzialstraße gehört halbseitig zu Waltrop, die andere Hälfte befindet sich auf Dattelner Stadtgebiet. Das zu Waltrop gehörende Straßenstück umfasst die Häuser auf der südlichen Seite der Straße. Am Ortseingang aus Richtung Waltrop befinden sich zwei Ortsschilder. Das in Fahrtrichtung linke weist auf Waltrop, das rechte auf Datteln.
Darüber hinaus sorgen viele innerörtliche Ortseingangs- und -ausgangsschilder häufig für Verwirrung bei Ortsunkundigen.
Etwa vier Kilometer südlich der Lippe entstand Waltrop, am östlichen Rand des Kreises Recklinghausen. Schon in der Zeit um Christi Geburt wurde die Fläche des heutigen Waltrop besiedelt. Zu dieser Zeit waren hier die Sugambrer ansässig (ein Stamm der Rhein-Weser-Germanen zwischen Sieg und Lippe). Sie waren sesshafte Ackerbauern, die mit ihren von Ochsen gezogenen Räderpflügen den schweren Lehmboden bearbeiteten und mit Getreidearten bebauten, welche hier noch heute angebaut werden.
Das Dorf Waltorpe entstand um die Pfarrkirche St. Peter herum, welche auch heute noch zu Gottesdiensten genutzt wird. Von der Pfarrkirche St. Peter ist bereits 1032 in einer Schenkungsurkunde des Kölner Erzbischofs Pilgrim an die Benediktinerabtei in Deutz die Rede. In dieser Schenkungsurkunde ist der Ortsname Waltorpe allerdings nicht ausdrücklich erwähnt, vielmehr werden in ihr die übrigen Kirchen „in Saxonie partibus“ genannt. Dass mit dieser Urkunde aber auch die Kirche zu Waltorpe gemeint war, zeigt eine Bestätigungsurkunde aus dem Jahre 1164. In jener Bestätigungsurkunde wurden alle Kirchen, die 1032 verschenkt wurden, aufgeführt. Für das hohe Alter der Besiedlung spricht auch die Tatsache, dass die meisten Höfe der Gemeinde Eigentum der Abtei Werden oder Bestandteil des Reichshofs Elmenhorst waren. Der Reichshof Elmenhorst wurde erstmals 1292 urkundlich erwähnt. Die zum Reichshof gehörigen Höfe lagen zum größten Teil im Kirchspiel Waltrop und befanden sich überwiegend in den Bauernschaften Elmenhorst und Lippe. Die dem heiligen Petrus geweihte Pfarrkirche bildet das Herzstück des mittelalterlichen Waltrop. Um die Kirche herum befand sich damals der Friedhof. Bodenuntersuchungen aus dem Jahr 1978, bei denen verrottetes Eichenholz und ein Stück Kugeltopfkeramik gefunden wurden, untermauern die Vermutung, dass eine Wall- und Grabenanlage den Wehrkirchbereich umgrenzt hat. Namensträger begegnen uns ab 1189 mit dem zu den Ministerialen der Kölner Kirche gehörenden Ritter Ludwig zu Waltorpe. 1234 wurde erstmals ein Freistuhl zu Waltrop erwähnt, am linken Ufer der Lippe. Im Jahr 1428 wurde Waltorpe dann als Freiheit bezeichnet. Für 1432 ist Waltrops Zugehörigkeit zur Grafschaft Dortmund belegt, dem Umland der nahe gelegenen Reichsstadt.
Stark zu leiden hatte Waltrop durch die Kampfhandlungen der Soester Fehde. Im Machtkampf über die Hoheit in Waltrop setzten sich die Erzbischöfe von Köln in der Folgezeit auch gegen die Grafen von der Mark durch. Waltrop zählte nun zum kölnischen Vest Recklinghausen. Seit 1596 durften, durch Erzbischof Ernst von Köln verliehen, jährlich zwei Jahrmärkte abgehalten werden.
Zum Kirchdorf Waltrop gehören schon durch die Jahrhunderte hindurch die Bauernschaften Leveringhausen, Brockenscheidt, Elmenhorst, Holthausen, Lippe und Oberwiese. 1343 wurde erstmals die St. Laurentius Kapelle in der Bauernschaft Leveringhausen erwähnt. Ihre Glocke ist die älteste im Vest Recklinghausen (sie wurde auf die Zeit um 1100 datiert).
Am 30. Januar 1939 erhielt Waltrop die Stadtrechte. Im Zuge der Gemeindegebietsreform von 1975 verlor das Amt Waltrop die Ortsteile Horneburg (an Datteln) und Henrichenburg (an Castrop-Rauxel).
Im Rat der Stadt Waltrop bildet seit der Kommunalwahl 2004 die SPD mit 15 Sitzen die größte Fraktion.
In der Liste[1] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 2,95 % der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben:
| Jahr | SPD | CDU | FDP | GLW | WA |
|---|---|---|---|---|---|
| 1975 | 50,3 | 41,8 | 6,4 | ||
| 1979 | 51,2 | 38,5 | 4,9 | 5,3 | |
| 1984 | 53,8 | 34,0 | 4,5 | 7,6 | |
| 1989 | 54,1 | 33,0 | 5,5 | 7,4 | |
| 1994 | 49,0 | 33,8 | 3,1 | 7,3 | 6,9 |
| 1999 | 34,3 | 45,8 | 4,3 | 7,5 | 8,1 |
| 2004 | 39,0 | 36,8 | 7,7 | 8,1 | 8,4 |
Nach der Kommunalwahl 2004 löste Anne Heck-Guthe (SPD) den ehemaligen Bürgermeister Willi Scheffers (CDU) ab.
Im Jahr 2001 wurde in Waltrop - auf Vorschlag einer aus aus acht Jugendlichen von drei weiterführenden Schulen bestehenden Initiative - ein Kinder- und Jugendparlament gegründet. Dabei wurde das Konzept, die Satzung und die Geschäftsordnung von den Jugendlichen selbst entwickelt. Der wohl häufigst genannte Erfolg des KiJuPas ist die Einrichtung einer Nachtbuslinie (NE 14) in der ersten Legislaturperiode.
In dem goldenen Schild befindet sich ein schwarzer, rot bewehrter Adler. Das Zentrum des Wappens stellt ein Herzschild dar, das in schwarzem Feld eine goldene, verkürzte Spitze zeigt. Waltrop erhielt im Jahr 1939 Stadtrecht. Das Wappen geht auf das Siegel des alten Reichshofes Elmenhorst zurück. Dieser befand sich im Gebiet der Stadt Waltrop und wurde ursprünglich von Karl dem Großen gegründet. In diese Zeit fällt auch die Besiedlung des „Dorfes im Walde“ – historisch „ Wallthorpe“. Der Adler erinnert an die Familie Goy, die im 15. und 16. Jahrhundert in der Gemeinde ansässig war. Sie führte dieses Symbol in ihrem Schild.
Das Heimatmuseum des Heimatvereins neben dem Freibad dokumentiert die Waltroper Geschichte anhand zahlreicher Exponate. Das Schiffshebewerk Henrichenburg von 1899 ist heute als Museum zu besichtigen. Es gehört zum Westfälischen Industriemuseum des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe und ist Teil des Schleusenparks Waltrop.
Die ehemalige Zeche Waltrop, entworfen im 20. Jahrhundert von dem Senioren-Ingenieur Wilhelm Wiegert wurde zu einem Gewerbepark umgestaltet. In Waltrops Zentrum steht die Pfarrkirche St. Peter aus dem 9./ 10. J.n.Chr. mit einem 40 Meter hohen Kirchturm. Rund um die Kirche befindet sich ein malerisches Fachwerkensemble, zu dem auch der „Tempel“ (vermutliches Baujahr 1576) und somit das älteste Fachwerkhaus in Waltrop ist. In Waltrop-Leveringhausen liegt die St. Laurentius Kapelle.
Waltrop ist im Personenverkehr nur mehr auf der Straße erreichbar, nachdem die Hamm-Osterfelder Bahn auf ihrem durch Waltrop führenden Abschnitt seit 1983 nur mehr dem Güterverkehr dient. Der örtliche Bahnhof ist jedoch vollständig stillgelegt.
Insgesamt fahren in Waltrop sechs Buslinien der Vestischen Straßenbahnen: Die Linie 231 verbindet Waltrop mit Recklinghausen, die Linien 283 und 285 fahren innerhalb der Stadt, die Linie 284 verbindet Waltrop mit dem Lüner Stadtteil Brambauer. Die Schnellbuslinie SB24 verkehrt zwischen Recklinghausen und dem Dortmunder Stadtteil Mengede. Die NachtExpress-Linie NE14 (nur am Wochenende) führt nach Datteln und Mengede. Außerdem gibt es noch die Linie 289, die nur wochentags zwischen Dortmund-Mengede Bhf. und Waltrop Schülerinnen und Schüler transportiert.
Waltrop ist direkt über die Autobahnen A 2 und A 45 ans deutsche Autobahnnetz angeschlossen (Anschlussstelle Mengede).
Manufactum: Eins der sieben Warenhäuser Manufactum, die laut Eigenwerbung „Dinge aus der guten alten Zeit“ vertreiben, befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Waltrop. Ebenfalls auf dem Gelände der ehemaligen Zeche befindet sich der besondere Fahrradladen /Spezialräder (Fahrräder und Anhänger) Hase-Bikes.
Langendorf GmbH: Die Firma Langendorf ist ein international renommierter Produzent des individuellen Fahrzeugbaus seit 1889. Ihr Umsatz beträgt ca. 40.Mio €. Sie beschäftigt 270 Mitarbeiter. (Stand 2005)
Nextpharma: Die Firma Pharbil Waltrop GmbH gehört zur Unternehmensgruppe Nextpharma, welche einer der führenden Hersteller für die pharmazeutische und HealthCare Industrie ist. PHARBIL Waltrop, ehemaliger Standort von ORGANON (die Übernahme durch NextPharma erfolgte im Jahr 2000), verfügt über langjährige Erfahrung in der Auftragsherstellung, Verpackung und Qualitätskontrolle konventioneller Arzneiformen. Besondere Expertise bieten Sie hier in einer separaten Verpackungsabteilung für die Verblisterung von oralen Kontrazeptiva. Weiterer Schwerpunkt ist die Herstellung und Verpackung von Salben und Cremes sowie Liquida. Darüber hinaus wird in Waltrop die Befilmung von Pellets durchgeführt.
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