Meinestadt.de - Walsrode - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Soltau-Fallingbostel | |
| Höhe: | 49 m ü. NN | |
| Fläche: | 270,68 km² | |
| Einwohner: | 24.234 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 90 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 29664 | |
| Vorwahl: | 05161 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SFA | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 58 022 | |
| Stadtgliederung: | 22 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Lange Str. 22 29664 Walsrode |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Silke Lorenz (parteilos) | |
Walsrode ist eine Stadt im Landkreis Soltau-Fallingbostel in Niedersachsen. Sie trägt seit 1935 den Namenszusatz Hermann-Löns-Stadt, weil der Heidedichter die Stadt in der Lüneburger Heide Anfang des 20. Jahrhunderts zu seiner Wahlheimat machte. Walsrode ist eine der flächengrößten Städte Deutschlands.
Inhaltsverzeichnis |
Walsrode liegt am Fluss Böhme in der südlichen Lüneburger Heide.
Die Stadt besitzt insgesamt 23 Stadtteile. Neben der Kernstadt Walsrode sind dies in alphabetischer Reihenfolge:
Direkte Nachbarkommunen sind die Stadt Visselhövede (Landkreis Rotenburg (Wümme)), Bomlitz, Bad Fallingbostel, der gemeindefreie Bezirk Osterheide, die Samtgemeinden Schwarmstedt, Ahlden und Rethem/Aller und die Gemeinde Kirchlinteln (Landkreis Verden).
| Verden 29km |
Visselhövede 15km |
Bomlitz 10km |
| Dörverden 32km |
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Bad Fallingbostel 9km |
| Nienburg (Weser) 40km |
Hannover 62km |
Celle 54km |
Im Jahr 986 wurde das Kloster Walsrode durch Graf Wale gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte am 7. Mai 986.
Am 22. Juli 1383 bekam Walsrode die Stadtrechte durch die Herzöge von Braunschweig und Lüneburg verliehen.
Die erste urkundliche Erwähnung des Walsroder Stadtwappens war im Jahr 1479. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Bildschnitzer Hans Brüggemann in Walsrode geboren. Er ist der Schöpfer des berühmten Bordesholmer Altars, der heute im Dom zu Schleswig aufgestellt ist.
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt 1626 weitgehend durch Tillysche Truppen zerstört. Am 6. Juli 1757 werden 230 der 237 Häuser der Stadt durch den „großen Brand“ zerstört.
Während der Napoleonischen Kriege wurde Walsrode ab 1811 Teil des Hanseatischen Departements und war damit Grenzstadt zwischen dem Königreich Westfalen und dem Kaiserreich Frankreich. Nach dem Wiener Kongress 1814 gehörte die Stadt zum Königreich Hannover. In Folge des Deutschen Kriegs wurde Walsrode 1866 preußisch.
Walsrode wurde 1890 an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Es erfolgte zuerst der Anschluss an die Bahnstrecke Bremervörde–Walsrode und dann an die Strecke Hannover - Schwarmstedt - Walsrode. Die beiden Gemeinden Vorbrück und Vorwalsrode wurden 1929 eingegliedert. Der Heide-Dichter Hermann Löns wurde 1935 im Tietlinger Wacholderhain beigesetzt.
Walsrode wurde 1957 ein Standort des Bundesgrenzschutz. Die Bundespolizei betreibt in der Stadt bis heute ein Aus- und Fortbildungszentrum (AFZ).
Im Jahr 1973 wurde Walsrode ein staatlich anerkannter Erholungsort. Ein Jahr später werden 22 Gemeinden eingegliedert. Die niedersächsische Landesregierung verlieh 1984 Walsrode den Status einer „Selbständigen Gemeinde“.
Am 20. Oktober 2004 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 4,5 auf der Richterskala mit Epizentrum in Neuenkirchen die Region. Im Ortsteil Düshorn wurde am 4. März 2006 der erste Fall von Vogelgrippe in Niedersachsen entdeckt.
Für 2011 war eine Fusion Walsrodes mit Bad Fallingbostel und Bomlitz zur Stadt Böhmetal geplant. Am 2.November 2008 fand zu dieser Frage eine Bürgerbefragung statt, bei der es in Walsrode und Bomlitz eine Zustimmung, in Bad Fallingbostel eine Ablehnung der Pläne gab. Der Rat der Stadt Bad Fallingbostel hat sich aufgrund der Bürgerbefragung gegen eine Fusion entschieden. Somit ist die Fusion gescheitert.
Die Mehrzahl der konfessionell gebundenen Einwohner gehören zur Evangelisch-Lutherischen Kirche. Im Stadtgebiet gibt es mehrere Kirchengemeinden, die zum Kirchenkreis Walsrode gehören.
Die Angehörigen der katholischen Konfession gehören zur im August 2004 neu gegründeten römisch-katholischen Pfarrgemeinde "Sankt Maria vom heiligen Rosenkranz". Die bis dahin selbstständige katholische Kirchengemeinde in Walsrode wurde mit den katholischen Nachbargemeinden "Sankt Maria von den sieben Schmerzen" in Bad Fallingbostel und "Heilig-Geist" in Bomlitz-Benefeld mit "Herz-Jesu" in Visselhövede zusammengelegt. Die Gemeinde gehört zum Dekanat Verden.
Im Stadtteil Krelingen befindet sich das überregional bekannte Werk Geistliches Rüstzentrum Krelingen.
Es die drei evangelischen Freikirchen in Walsrode sind die charismatische "agape evangelische Gemeinschaft", die Baptisten sowie das Missionszentrum Uetzingen.
Der Rat der Stadt Walsrode besteht aus 30 Ratsfrauen und -herren. Nach dem Ergebnis der Kommunalwahl am 10. September 2006 verfügt die CDU über 12, die SPD über 9, die Walsroder Bürgerliste über 5 sowie Bündnis 90/Die Grünen und die FDP über jeweils zwei Mandate. Die Walsroder Bürgerliste ist im Januar 2004 durch den Austritt von 4 Ratsherren aus der CDU-Fraktion und einen Ratsherrn aus der FDP-Fraktion gebildet worden, wodurch die CDU-Fraktion die absolute Mehrheit im Rat verlor, die sie bei der Kommunalwahl 2001 errungen hatte.
Direkt gewählte Bürgermeisterin der Stadt Walsrode ist Silke Lorenz (parteilos).
Das Stadtwappen wird als großes und als kleines Wappen geführt.
Blasonierungen: Das große Wappen zeigt „einen geteilten frühgotischen Dreiecksschild, in dessen unterem Teil eine ungezinnte rote Stadtmauer dargestellt ist. Der obere, mit einem Schildrand umfasste Teil enthält auf Blau das mittelalterliche Rathaus in Silber mit roten Dachflächen, einem silbernen Kreuz auf dem vorderen Giebel sowie silbernen Kugeln auf den Türmen. Das Schild trägt einen blauen Stechhelm mit einer Mauerkrone. Die Helmdecke ist vorne außen blau und innen rot, hinten außen rot und innen blau.“
Das kleine Wappen zeigt „das im Schild des großen Wappens dargestellte mittelalterliche Rathaus.“
Walsrode pflegt insgesamt vier Städtepartnerschaften: Mit Gernrode in Sachsen-Anhalt, mit der US-amerikanischen Stadt Hibbing in Minnesota, mit der ukrainischen Stadt Kowel und mit der niederländischen Gemeinde Zaltbommel.
Im Rahmen der Aktion "Kunst in der Stadt" wurden folgende Objekte erstellt:
Im Rahmen der Städtepartnerschaften:
Weitere Kunstwerke:
Walsrode liegt an den Autobahnen 7 und 27, die hier das Walsroder Dreieck bilden.
Walsrode hat einen Bahnhof an der Heidebahn. Früher bestanden Verbindungen nach Verden (Aller) über die Verden-Walsroder Eisenbahn (heute Güterverkehr nach Böhme), nach Bomlitz über die Bahnstrecke Bomlitz–Walsrode und nach Visselhövede über die Bahnstrecke Bremervörde–Walsrode (heute größtenteils abgebaut).
Die geplante Schnellfahrstrecke Hamburg/Bremen–Hannover („Y-Trasse“) soll an Walsrode vorbei führen, Stadt und Landkreis fordern einen Bahnhof an dieser Fernstrecke.
Als allgemeinbildende Schulen verfügt Walsrode über drei Grundschulen in der Kernstadt und jeweils eine Grundschule im Ortsteil Düshorn und im Ortsteil Kirchboitzen, eine Hauptschule, eine Realschule und ein Gymnasium (Gymnasium Walsrode), sowie drei Förderschulen. Daneben gibt es die Berufsbildenden Schulen.
Walsrode ist ein Standort des Heidekreis-Klinikums.
Ahlden (Aller) | Bad Fallingbostel | Bispingen | Böhme | Bomlitz | Buchholz (Aller) | Eickeloh | Essel | Frankenfeld | Gilten | Grethem | Hademstorf | Häuslingen | Hodenhagen | Lindwedel | Munster | Neuenkirchen | Rethem (Aller) | Schneverdingen | Schwarmstedt | Soltau | Walsrode | Wietzendorf
Osterheide (gemeindefreier Bezirk)
Altenboitzen | Benzen | Bockhorn | Düshorn | Ebbingen | Fulde | Groß Eilstorf | Hamwiede | Hollige | Honerdingen | Hünzingen | Idsingen | Kirchboitzen | Klein Eilstorf | Krelingen | Nordkampen | Schneeheide | Sieverdingen | Stellichte | Südkampen | Vethem | Westenholz
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