Freitag, 25.05.2012



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Wallhausen (Helme)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wallhausen
Wallhausen (Helme)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wallhausen hervorgehoben
51.46666666666711.183333333333138Koordinaten: 51° 28′ N, 11° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Mansfeld-Südharz
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Goldene Aue
Höhe: 138 m ü. NN
Fläche: 22,62 km²
Einwohner: 2053 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 91 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06528
Vorwahl: 034656
Kfz-Kennzeichen: MSH
Gemeindeschlüssel: 15 0 87 440
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lange Straße 8
06537 Kelbra (Kyffhäuser)
Webpräsenz:
Bürgermeister: Klaus-Jürgen Hinsching

Wallhausen ist eine Gemeinde, die zur Verwaltungsgemeinschaft Goldene Aue, Landkreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt, Deutschland gehört. Sie besteht aus dem der Gemeinde namensgebenden Ort Wallhausen sowie der eingemeindeten Ortschaft Hohlstedt. Wallhausen ist der Geburtsort des deutschen Kaisers Otto des Großen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Wallhausen liegt im sogenannten Rieth im unteren Helmetal, nordöstlich des Kyffhäusers und westlich der Kreisstadt Sangerhausen. Durch den Ort führt die Landstraße 1. Ordnung L 151 (ehemalige Bundesstraße 80) sowie die Halle-Kasseler Eisenbahn und in der Nähe des Ortes befindet sich die Autobahn 38 (Autobahnabfahrt Sangerhausen-West).

Geschichte

Wallhausen erlangte Bedeutung durch seine Lage an der alten Heer- und Poststraße, die südlich des Harzes von Sangerhausen nach Nordhausen führte. In Wallhausen gab es eine Königspfalz, in der 909 das spätere deutsche Königspaar Heinrich I. (HRR) und Mathilde heirateten und wo 912 ihr Sohn Otto I., König des Ostfrankenreichs ab 936 und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (HRR) ab 962, geboren wurde. Am 5. Februar 985 schenkte König Otto III. seinen Hof in Wallhausen der Äbtissin Mathilde von Quedlinburg. Wallhausen verfügte bereits 994 über das Markt-, Münz- und Zollrecht. Wallhausen gehörte bis 1815 zum Amt Sangerhausen im Kurfürstentum Sachsen und gelangte dann an den Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen.

Während des Zweiten Weltkrieges befand sich vom 16. Januar 1945 bis zum 27. März 1945 [1] im Ortsteil Hohlstedt vorübergehend ein Außenlager des KZ Dora-Mittelbau, dessen Häftlinge zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden. Am 22. Februar 1945 wurde Wallhausen durch einen Luftangriff der US-Amerikaner zerstört. Von 1952 bis 1990 gehörte Wallhausen zum DDR-Bezirk Halle und danach bis zum 30. Juni 2007 dem Landkreis Sangerhausen an.

Gedenkstätten

Auf dem Ortsfriedhof erinnern elf Grabstätten und ein Denkmal aus dem Jahre 1962 an die KZ-Häftlinge eines Todesmarsches aus dem KZ Dora-Mittelbau vom April 1945, die von SS-Männern ermordet, zunächst in einer Ecke verscharrt und später auf dem Friedhof begraben wurden.

Wappen

Blasonierung: „Geteilt und halb gespalten, oben in Rot eine Goldene Krone, unten links in Gold eine blaue Waage mit schwarzen Schnüren, unten rechts in Blau ein schräg links gelegtes goldenes Schwert.“

Die Farben der Gemeinde, abgeleitet vom Wappen, sind Rot - Gold (Gelb).

Söhne und Töchter des Ortes

Einzelnachweise

  1. Quelle: Gudrun Schwarz, Die nationalsozialistischen Lager, Frankfurt a. M. 1996, S. 211f.

Weblinks

en:Wallhausen, Saxony-Anhalt

eo:Wallhausen (Helme) it:Wallhausen (Sassonia-Anhalt) nl:Wallhausen (Helme) ro:Wallhausen (Helme) ru:Валльхаузен (Хельме) vo:Wallhausen (Sachsen-Anhalt)