Meinestadt.de - Waldkraiburg - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Mühldorf a.Inn | |
| Höhe: | 436 m ü. NN | |
| Fläche: | 21,53 km² | |
| Einwohner: | 24.147 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1122 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 84478 | |
| Vorwahl: | 08638 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MÜ | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 83 148 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Stadtplatz 26 84478 Waldkraiburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Siegfried Klika (CSU) | |
Waldkraiburg ist die größte Stadt im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn. Mit knapp 25.000 Einwohnern ist Waldkraiburg nach Rosenheim die zweitgrößte Stadt in der Planungsregion Südostoberbayern, sie ist eine von 13 sogenannten leistungsfähigen kreisangehörigen Gemeinden in Bayern.
Inhaltsverzeichnis |
Waldkraiburg liegt im bayerischen Alpenvorland, etwa 10 km südwestlich der Kreisstadt Mühldorf auf den Achsen München - Salzburg und Landshut - Rosenheim. </br> An die Stadt Waldkraiburg grenzen im Norden das gemeindefreie Gebiet des Mühldorfer Harts und die Gemeinde Ampfing, im Nordosten die Kreisstadt Mühldorf, im Osten die Gemeinde Polling und im Süden der Markt Kraiburg am Inn. Im Südwesten Waldkraiburgs liegt die Gemeinde Jettenbach, im Westen die Gemeinde Aschau am Inn. Im Nordwesten teilt sich Waldkraiburg auch mit der Gemeinde Heldenstein ein kurzes Stück Gemeindegrenze.
Waldkraiburg ist eine von fünf bayerischen Vertriebenenstädten und entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg.
Im südwestlich von Mühldorf am Inn gelegenen Waldgebiet Mühldorfer Hart entstand beim Bau der Bahnstrecke Rosenheim–Mühldorf 1876 ein Bahnhof für den etwa drei Kilometer südlich der Bahnstrecke auf der gegenüberliegenden Seite des Inns gelegenen Ort Kraiburg am Inn.
Aufgrund der einsamen und durch das Waldgebiet getarnten Lage mit dennoch günstiger Verkehrsanbindung begann das Rüstungsunternehmen Deutsche Sprengchemie (DSC) dort 1940 damit, das so genannte „Werk Kraiburg“ zu errichten. Ab 1942 wurden dort Schießpulver, Granatfüllungen und Sprengladungen hergestellt. 2.502 Arbeiter, zu einem großen Teil Zwangsarbeiter, waren bis zum Kriegsende 1945 in dem auf rund 600 einzelne, getarnte Bunker verteilten Werk beschäftigt. Ein weiteres Werk der Rüstungsindustrie bestand seit 1939 im Nachbarort Aschau am Inn und produzierte mit Zellulosenitrat einen wichtigen Rohstoff für das Werk Kraiburg.
Nach 1946 siedelten sich im weitläufigen, nun verlassenen und teilweise zerstörten Fabrikgelände Heimatvertriebene aus Ost- und Südosteuropa an und bauten hier neue Betriebe und Wohnhäuser auf. In der Anfangszeit gab es hier das aus Baracken bestehende Flüchtlingslager Pürten; bei der Vertreibung aus dem Egerland brachte ein Bahntransport eine große Anzahl Sudetendeutscher hierher.
1950 entstand aus der Industriesiedlung eine selbständige Gemeinde mit dem Namen Waldkraiburg. Das Wachstum in den darauf folgenden Jahren war so enorm, dass Waldkraiburg bereits 1960 zur Stadt erhoben wurde. Im Zuge der Gebietsreform 1978 schlossen sich die Gemeinde Pürten und Teile der Gemeinde Fraham an.
Am 31. Dezember 2005 lebten 24.324 Menschen in der Stadt Waldkraiburg. 51,3 % davon waren weiblich. 17,1 % der Einwohner waren unter 18 Jahre, 13,4 % zwischen 18 und 30 Jahre, 47,7 % zwischen 30 und 65 Jahre und 21,8 % über 65 Jahre.</br> Zu einem ersten stärkeren Bevölkerungsanstieg im Bereich des heutigen Waldkraiburg kam es zwischen 1939 und Kriegsende im Zuge der Ansiedlung von Rüstungsindustrie im Mühldorfer Hart. In dieser Zeit hat sich die Bevölkerungszahl von etwa 1400 Einwohnern mehr als verdoppelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelten sich Heimatvertriebene aus Ost- und Südosteuropa an. 1950 entstand die selbstständige Gemeinde Waldkraiburg mit 3.656 Einwohnern. 1960 lebten bereits weit über 9.000 Menschen in Waldkraiburg, was zur Verleihung des Stadtrechts führte. Bis in die 1980er Jahre erfuhr die Stadt ein stetiges Bevölkerungswachstum. Erst seit Mitte der 1990er Jahre stagniert die Bevölkerungszahl bei einer leichten Tendenz zur Abnahme.
Nach der Kommunalwahl am 2. März 2008 setzt sich der Gemeinderat für die Wahlperiode 2008–2014 wie folgt zusammen:
| CSU | SPD | Grüne | Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) | Gesamt |
| 18 | 9 | 1 | 2 | 30 |
Seit 1997 unterhält Waldkraiburg eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Sartrouville.
In Waldkraiburg sind Chemiebetriebe, Betriebe des Maschinenbaus, der kunststoff- und gummiverarbeitenden Industrie zu finden. Haldenwanger hat seinen Sitz in Waldkraiburg. Die Stadt ist Teil des Bayrischen Chemiedreiecks. Zu erwähnen ist außerdem ein Berufsförderungszentrum mit über tausend Plätzen für Umschüler.
Waldkraiburg liegt wenige Kilometer südlich bzw. östlich der Bundesstraße 12 und besitzt mit dem am 28. Mai 1994 eröffneten Bahnhaltepunkt an der Bahnstrecke Rosenheim–Mühldorf eine Anbindung an das Eisenbahnnetz. Bis dahin wurde diese Funktion vom für Waldkraiburg ungünstiger gelegenen, ursprünglich für den Ort Kraiburg errichteten Bahnhof erfüllt. Im Stadtgebiet verkehren zudem drei Linien des Citybusses, die im 30-Minuten-Takt 24 Haltestellen anfahren. Außerdem besteht mit den Landkreis-Bus-Linien 30 und 31 eine Anbindung an die Kreisstadt Mühldorf a. Inn und an die Nachbargemeinde Aschau a. Inn.
In Waldkraiburg stehen jungen Familien insgesamt sechs Kindergärten (vier katholische, zwei evangelische) zur Verfügung. Zusätzlich gibt es zwei Kinderhorte und zwei Kindertagesstätten. Des Weiteren gibt es vier Grundschulen, zwei Hauptschulen, eine Realschule, ein Gymnasium sowie ein sonderpädagogisches Förderzentrum und ein Berufsförderungszentrum. Im Haus der Jugend befindet sich außerdem auch die Nachmittagsbetreuung. Ferner unterhält die Stadt eine Sing- und Musikschule sowie die Stadtbücherei im Haus des Buches. Für die Erwachsenenbildung steht eine Volkshochschule zur Verfügung.
Ampfing | Aschau a.Inn | Buchbach | Egglkofen | Erharting | Gars a.Inn | Haag i.OB | Heldenstein | Jettenbach | Kirchdorf | Kraiburg a.Inn | Lohkirchen | Maitenbeth | Mettenheim | Mühldorf a.Inn | Neumarkt-Sankt Veit | Niederbergkirchen | Niedertaufkirchen | Oberbergkirchen | Oberneukirchen | Obertaufkirchen | Polling | Rattenkirchen | Rechtmehring | Reichertsheim | Schönberg | Schwindegg | Taufkirchen | Unterreit | Waldkraiburg | Zangberg
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