Meinestadt.de - Vlotho - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Detmold | ||||
| Kreis: | Herford | ||||
| Höhe: | 109 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 76,92 km² | ||||
| Einwohner: | 19.792 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 257 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 32602 | ||||
| Vorwahlen: | 05733 (Vlotho), 05228 (Exter) | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | HF | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 58 036
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| Stadtgliederung: | 4 Ortschaften | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Lange Straße 60 32602 Vlotho |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Bernd Stute (SPD) | ||||
| Lage der Stadt Vlotho im Kreis Herford | |||||
Vlotho [ˈfloːto] ist eine Mittelstadt im Nordosten des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen an der Weser. Sie liegt im Osten des Kreises Herford und gehört damit zum Regierungsbezirk Detmold (Ostwestfalen-Lippe).
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt etwa 10 km südlich der Porta Westfalica am Übergang zwischen Ravensberger Hügelland im Westen und Norden, Lipper Bergland im Süden und oberem Wesertal im Osten. Die aus jener Richtung kommende Weser wendet ihren Lauf in Vlotho gen Norden und teilt Uffeln im Nordosten vom restlichen Stadtgebiet ab. Höchste Erhebung mit 342 m ü. NN ist der Bonstapel im Südosten, beherrscht wird das Stadtbild jedoch vom direkt an der Weser gelegenen Amtshausberg (141 m ü. NN), einem Sporn der Anhöhe Ebenöde, die sich nordwestlich der Innenstadt befindet. Insgesamt befinden mit dem bereits genannten Bonstapel und den nächsthöheren Gipfeln Nettelberg (304 m), Saalegge (300), Ruschberg (294) und Bickplecken (276) die fünf höchsten Berge des Kreises in Vlotho. An den Gipfeln entspringen einige Bäche. Von den ganz oder teilweise in Vlotho verlaufenden Gewässern haben folgende ein Einzugsgebiet von über 10 km²: Glimke, die Linnenbeeke, der Mittelbach, der Borstenbach, der Forellenbach und die Salze. Diese entwässern überwiegend die Randgebiete Richtung Werre oder Bega, nur Forellenbach und Linnebeeke entwässern einen nennenswerten Teil des zentralen Stadtgebiets direkt in die Weser.
Vlotho liegt im nordwestlichen Lipper Bergland am Übergang zum Ravensberger Hügelland. Der Untergrund ist im Wesentlichen aus Ton-, Tonmergel- und Sandstein aus dem Trias und Unterem Jura aufgebaut. Durch die Gebirgsbildung wurde das Gebiet in zahlreiche Sättel, Mulden, Horste, Gräben und kleinere Schollen umgeformt. An der Weser und im südlichen Stadtgebiet sind aus der Eiszeit Lockergesteine wie Geschiebelehm, Schmelzwassersand, Flusskies und der fruchtbare Löß anzutreffen. Letztere aber auch dort, wo das Gebiet im Westen in das Ravensberger Hügelland übergeht.[1] Durch Verkarstung ist es in dieser Gegend auch zu entsprechend großen Erdfällen gekommen.[2]
Die Eignung von Vlotho zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe ist standortabhängig äußerst unterschiedlich ausgeprägt, es gibt ungeeignete wie auch sehr gut geeignete Lagen (vgl. dazu die nebenstehende Karte).
Die Gesamtfläche der als „Kleinstadt“ klassifizierten Stadt Vlotho beträgt 76,92 km². Die größte Ausdehnung in Nord-Süd-Richtung sowie in Ost-West-Richtung etwa 13 km.
| Fläche nach Nutzungsart[3] |
Landwirt- schafts- fläche |
Wald- fläche |
Gebäude-, Frei- und Betriebsfläche |
Verkehrs- fläche |
Wasser- fläche |
Sport- und Grünfläche |
sonstige Nutzung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fläche in km² | 50,46 | 10,31 | 9,32 | 4,38 | 1,15 | 1,00 | 0,30 |
| Anteil an Gesamtfläche | 65,59 % | 13,40 % | 12,11 % | 5,69 % | 1,49 % | 1,30 % | 0,39 % |
Vlotho grenzt im Westen an Herford und Löhne im Kreis Herford, im Norden an Bad Oeynhausen und Porta Westfalica im Kreis Minden-Lübbecke sowie im Osten und Süden an Kalletal, Lemgo und Bad Salzuflen im Kreis Lippe.
Vlotho gliedert sich in folgende vier Ortschaften:
Stand: 30. Juni 2007[4]
Werkzeugfunde in der alten Kiesgrube Uffeln lassen darauf schließen, dass das Gebiet von und um Vlotho mindestens seit dem Mesolithikum, der mittleren Steinzeit (4.000 v. Chr.) besiedelt ist. Die Entdeckung eines römischen Hauses in der Nachbarstadt Bad Salzuflen (Ortsteil Wüsten, etwa 200 n. Chr.) weist ebenso wie die 1933 gefundenen Hügelgräber auf dem Uffelner Buhn (etwa 2000 bis 3000 v. Chr.) auf weitere durchgängige Besiedlung hin. Das wird unterstützt durch Zeugnis von anderen Grabstätten im heutigen Vlothoer Stadtgebiet links der Weser auch aus jüngerer Zeit, die bis auf eine Ausnahme (Meise in Exter) nicht mehr direkt nachweisbar sind.
Durch die zwischen zwei Höhenzügen (Teutoburger Wald und Wiehengebirge) liegende Ravensberger Mulde führten schon lange wichtige Handelswege. Vlotho berührt diese Region zwar nicht direkt, wohl aber den östlichen Rand und damit die Weser.
Sie konnte hier über die sog. Vössener Furt überquert werden, direkt in Vlotho gab es bis ins 20. Jahrhundert Fährbetrieb, der ab 1423 nachweisbar ist. Aus dem 16. Jahrhundert bekannte Flurnamen sind weitere Belege. Es lag nahe, hier sowohl für den Verkehr auf dem Wasser als auch auf dem Lande eine Zollstelle einzurichten. In Folge kam es zu Ansiedlungen.
Über die Herkunft des Namens Vlotho gibt es diese Theorie: Vlothowe kommt aus dem Plattdeutschen und heißt übersetzt Flussaue oder Fließaue. „Vlauthe“ oder „Vlothe“ o. ä. meint nicht die Weser, sondern den heutigen Forellenbach. Dieses Fließgewässer wird von Anhöhen seitlich eng begrenzt, was verhinderte, dass sich an seinen Ufern nennenswerte Landwirtschaft entwickelte.
Die Geschichte der Stadt ist eng verbunden mit der der um 1250 errichteten Höhenburg auf dem Amtshausberg, er wurde 1889 von der damaligen Stadtverwaltung erworben. Verlässliche Angaben über ihre Gründung liegen nicht vor. Der Vlothoer Chronist Grossmann schreibt im Zusammenhang mit der Geschichte der Kirche in Valdorf dazu: „Anscheinend ging die Absicht der Herren von Vlotho dahin, aus der Siedlung am Fuße des Amtshausberges eine Art Landeshauptstadt zu machen. Zu diesem Zwecke schnitten sie aus dem Gebiet des Kirchspiels Valdorf (45 km²) ein Gebiet von nur rund 6 km² heraus und gaben der Siedlung Vlotho Stadtrechte.“
Für die erste urkundliche Erwähnung Vlothos wird das Jahr 1185 angenommen, als ein „Gottfried von Vlotho dem Kloster Loccum sieben Hufen Land“ geschenkt hat. Beurkundet hat diesen Vorgang Bischof Anno von Minden. Vlotho wurde schon im 13. Jahrhundert als Stadt bezeichnet und war mit eigenem Stadtrichter und entsprechenden Rechten versehen.
1368 fielen die Mindener ein und zerstörten Burg und Stadt fast völlig. In der Folge verlor Vlotho die Stadtrechte und gehörte unter das Gaugericht zu Herford. Erst 1650 durften die Vlothoer unter dem Großen Churfürsten jährlich einen Jahrmarkt abhalten. Auch sonst erlebte der Ort eine neue Blüte. Auffällig ist, dass anderenorts so kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg die Normalität vergleichsweise stockend einsetzte.
Eine wesentliche Rolle für die rasch wieder zunehmende Bedeutung der Weserstadt spielte der Hafen, aus dem Handelsgüter und Rohstoffe bis weit ins lippische und Ravensberger Hinterland transportiert wurden und zurück. Dass ausgerechnet in Vlotho der wichtigste Hafen zwischen Minden und Hameln entstehen konnte, lag daran, dass hier Inseln (Werder) den Strom teilten. Im ruhigen Arm (dort, wo seit 1875 die Eisenbahntrasse verläuft) konnten nach Grossmann bis zu hundert Schiffe anlegen, ankern und sogar überwintern.
Große Bedeutung hatten auch die Flöße, die u. a. neben dem Rohstoff Holz zum Beispiel Mühlensteine auf der Weser stromabwärts transportierten. Bis aus dem Thüringer Wald kamen die Fuhrwerke mit ihrer schweren Last, die dann ihren Weg auf dem Wasser fortsetzte. Das letzte kommerziell betriebene Floß passierte 1964 auch die Stadt Vlotho.
In den Aufschwung ab Mitte des 17. Jahrhunderts fiel die Gründung der Vlothoer Schiffergilde, einer Vereinigung der im Ort ansässigen Binnenschiffer. Analog dazu hatten sich viele Vlothoer auf das Fuhrgewerbe eingerichtet, die Stadt lebte in hohem Maße vom Güterverkehr. Vlotho wurde zum Leggeort (Zentrum des Leinenhandels), erhielt 1719 städtische Rechte als Titularstadt und 1740 wieder einen eigenen Magistrat.
In napoleonischer Zeit musste Preußen 1807 Vlotho abtreten, es wurde dem Königreich Westphalen zugeschlagen. 1813 kam die Stadt wieder zu Preußen und profitierte erneut von der günstigen Lage an der Weser.
Mitte des 19. Jahrhunderts wird von reger Gewerbetätigkeit berichtet. Ansatzweise wollte man von Mineralquellen im Westen der Stadt in Form von Bade- und Kurbetrieb profitieren, was jedoch rasch wieder aufgegeben wurde. In der kleinen Stadt produzierten unter anderem zwei Zuckerfabriken, Arbeitsplätze bot weiterhin der Schiffbau, wenn dieser auch rechtsseitig der Weser in Uffeln angesiedelt war. Die natürliche Ressource Wasserkraft des Forellenbaches nutzten sieben Öl-, Korn- und Graupen-Mühlen. Der Handel mit Öl und nach wie vor rege Speditionsbetrieb veranlasste 1864 den Historiker Vormbaum, zu Papier zu bringen, „… daß Vlotho unter den kleinen Städten zu den bedeutendsten Oertern der Grafschaft Ravensberg gehört.“
1843 wurde die Köln-Mindener Eisenbahn eröffnet, durch die wichtige Warenströme an Vlotho vorbeigelenkt wurden. Erst 1875 erhielt Vlotho durch die Einrichtung der Eisenbahnstrecke Löhne-Vienenburg Anschluss an das immer dichter werdende Netz. Verbunden damit war das weitgehende Ende der Überland-Speditionen.
Vlotho war in dieser Zeit die wichtigste Tabakstadt im Ravensberger Land; der Rohstoff kam über die Weser auf direktem Wege von Bremen. 1875 allerdings erhielt der Weserhafen keine Anbindung an die Eisenbahn, weil der Verkehr auf dem Strom immer mehr abnahm. Gegen die expansive Eisenbahn hatte der Schifffahrtverkehr nur wenig Chancen. Die Rolle der „Zigarrenstadt Deutschlands“ übernahm die Stadt Bünde, bis heute. Ihr Vorteil war unter anderem die vorteilhafte Lage im Kreuzungspunkt wichtiger Schienenverbindungen nach Osnabrück, Bremen, Minden und Herford.
Die Weserstadt mit ihren etwa 4.000 Einwohnern hatte in ihrer Tallage Probleme sich auszuweiten. Erst 1903 erschloss die Streckenführung der Herforder Kleinbahnen vom Weserhafen bis nach Wallenbrück die wichtige Anbindung an den südlichen Kreis Herford sowie die Städte Bad Salzuflen und Herford.
1928 trug der Bau einer Straßenbrücke dem immer weiter zunehmenden Fahrzeugverkehr Rechnung, den die Weserfähre nicht mehr bewältigen konnte. Mit diesem Brückenschlag war Vlotho direkt mit der zum Kreis Minden gehörenden Gemeinde Uffeln verbunden. Bis dahin war ein weiter und beschwerlicher Umweg über Porta Westfalica bzw. Rinteln erforderlich, wollte oder konnte man nicht die Fähre benutzen, vor allem bei schlechtem Wetter. 1945 wurde die Brücke in den letzten Kriegstagen zerstört, von 1946 bis zur Instandsetzung 1951 nahm die Fähre übergangsweise den Verkehr wieder auf. Vorübergehend fand in Vlotho und im benachbarten Varenholz die UFA eine Bleibe.
Vom Wiederaufbau profitierte Vlotho nur indirekt, nennenswerte Industrie siedelte sich eher in den Nachbarorten im Amt Vlotho neu an. Zu den Betrieben, die nach dem Krieg besonders wichtig für die Weserstadt waren, gehörte unter anderem die stark expandierende Firma Meyra (Krankenfahrzeuge), die kurzzeitig auch Kleinautos produzierte.
Mitte der 1950er-Jahre schien der wichtige Wirtschaftsfaktor Hafen im Abseits zu landen, auch als die Herforder Kleinbahnen die Anbindung aufgaben. Eine kurze Renaissance erlebte er, als vornehmlich lippische Möbelindustrie ihn als nahegelegenen Umschlagplatz für Tropenhölzer entdeckte. Der Norddeutsche Rundfunk machte ihn einige Male zum Schauplatz seiner Hafenkonzerte. Ein langer Betrieb war ihm nicht beschieden, der Warenverkehr auf der Weser nahm rapide ab. 2006 schließlich folgte der Schlussstrich, die noch vorhandenen Reste der Hafenanlage wurden entfernt. Heute gibt es lediglich linksseitig Anlegemöglichkeiten für Ausflugschiffe und Sportboote, aber auch Stellflächen für Wohnmobile mit Versorgungseinrichtung.
Die Gemeindereform 1969 vereinigte die alte Stadt Vlotho mit den Gemeinden Exter und Valdorf. Durch die Kreisreform kam 1973 die Gemeinde Uffeln aus dem früheren Kreis Minden hinzu.
In diese Zeit fällt der Bau der heutigen Mindener Straße (L 778), die zwar die Stadt zerschneidet, sie andererseits durch die Fortführung über die Weser an das Umland anbindet. Im „alten“ Stadtgebiet selbst wurde beim Bau weitgehend die Trasse der 1964 auch zwischen Vlotho und Herford endgültig eingestellten Kleinbahn genutzt.
Die Dorfkirche im Ortsteil Exter wurde 1959 zur ersten evangelischen Autobahnkirche geweiht, der Turm ist noch der ursprüngliche etwa 1676 gebaute, das heute vorhandene Kirchenschiff ersetzte 1952 den damals ursprünglichen, verputzten Fachwerkbau.
Die Grundschule in Exter ist eine der wenigen evangelischen Bekenntnisschulen in der Region. Sie wird heute als Dependance der Grundschule Uffeln betrieben.
Angaben jeweils zum 31. Dezember, bis 1969 nur für die Kernstadt, dann für die heutige Stadt Vlotho
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1 Angabe für die Kernstadt
Der Stadtrat von Vlotho hat gegenwärtig 34 Mitglieder. Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse zwischen 1975 und 2004:
| [5][6][7] | 2004 | 1999 | 1994 | 1989 | 1984 | 1979 | 1975 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Partei | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % |
| CDU | 13 | 39,73 | 17 | 48,34 | 16 | 40,11 | n/v | 27,50 | n/v | 21,49 | n/v | 35,35 | n/v | 36,86 |
| SPD | 12 | 36,46 | 12 | 35,92 | 17 | 42,50 | n/v | 40,51 | n/v | 39,66 | n/v | 39,67 | n/v | 41,35 |
| GLV 1 | 5 | 13,31 | 3 | 8,83 | 4 | 10,57 | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v |
| FDP | 4 | 10,50 | 2 | 6,92 | 2 | 6,82 | n/v | 10,40 | n/v | 8,86 | n/v | 5,40 | n/v | 6,22 |
| Sonstige2 | - | - | - | - | - | - | n/v | 21,58 | n/v | 29,99 | n/v | 19,57 | n/v | 15,56 |
| Gesamt 3 | 34 | 100 | 34 | 100 | 38 | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 |
| Wahlbeteiligung | 52,36 | 58,57 | 81,98 | 67,15 | 72,86 | 76,25 | 87,62 | |||||||
1Grüne Liste Vlotho
2Für die Jahre 1975 bis 1989 lässt die Datenlage keine genaue Zuordnung auf Parteien zu. Daher können möglicherweise die unter Sonstige aufgeführten Wahlergebnisse der GLV zugeschlagen werden.
3ohne Berücksichtigung von Rundungsfehlern
Der Stadt Vlotho ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Detmold vom 30. November 1970 das Recht zur Führung eines Wappens, einer Flagge, eines Banners und eines Dienstsiegels verliehen worden. Diese sind in § 3 der Hauptsatzung[8] wie folgt beschrieben:
Die drei Sparren sind das alte Wappen der Grafschaft Ravensberg. Der Wellenschnitt symbolisiert die Weser. Die Lilien weisen auf das Zisterzienser-Nonnenkloster hin.
Siehe auch: Liste der Wappen im Kreis Herford und Liste der Flaggen im Kreis Herford
Heimatstube des Heimatvereins Vlotho mit regelmäßigen Vorführungen Spinnstube und Zigarrenmachen. Außerdem wurde ein typischer „Tante-Emma-Laden“ rekonstruiert. Der Heimatverein betreibt weiterhin die restaurierte Hammerschmiede Gnuse.
Vlotho hat einen öffentlich zugänglichen Kurpark, der gemeinsam von Bad Senkelteich und Bad Seebruch (Weserlandklinik) genutzt wird. Im Kurpark befindet sich ein Klanggarten und das Haus des Gastes der Stadt. Er wird von der Linnenbeeke durchflossen.
Vlotho hat mit Abstand die meisten Naturschutzgebiete des Kreis Herford, nämlich insgesamt 13, siehe auch Liste der Naturschutzgebiete in Vlotho.
Ausgesprochene Vlothoer Spezialitäten gibt es nicht, neben einem normal zu bezeichnenden Gastronomieangebot ohne besondere Höhepunkte ist vielleicht das beliebte Grünkohlessen im Spätherbst zu erwähnen. Es gibt auch keine speziellen Brände oder andere alkoholische Getränke für Vlotho.
Die Bundesautobahn A 2 kann über die Anschlussstellen Porta Westfalica (Nr. 33), Kreuz Bad Oeynhausen (Nr. 32), Exter (Nr. 31) und Herford-Ost (Nr. 30) erreicht werden. Ferner verbindet die Bundesstraße 514 Vlotho mit der A 30.
Über die durch den Stadtteil Uffeln verlaufende L 778 besteht eine Verbindung zum Flugplatz Vennebeck (Porta Westfalica).
Die Weserbahn (KBS 372) Bünde – Löhne – Hameln – Hildesheim wird im Stundentakt von der Eurobahn durch die gleichnamige Weserbahn (RB 77) bedient. Das unter Denkmalsschutz stehende, 1875 errichtete ehemalige Empfangsgebäude des Bahnhofs ist im Besitz der Stadt Vlotho und steht derzeit leer.
In Vlotho gibt es fünf Stadtlinien, die von „Taxibussen“ (Anrufbusse) bedient werden. Jede Fahrt muss 30 Minuten vor der angegebenen Abfahrtszeit über eine Zentrale angemeldet werden (Ausnahme: keine Anmeldung werktags zwischen Bahnhof und Winterberg, Schöne Aussicht). Wenn die „Taxibusse“ nicht mehr fahren, kann man mit einem Anruf-Sammel-Taxi (AST) auf den Linien fahren.
Außerdem führt eine Stadtbus</span>linie (ohne Anmeldung) nach Exter und weiter als Regionalbus bis Herford. In Exter endet eine Linie von Herford über Bad Salzuflen.
Die Vlothoer Zeitung (früher Vlothoer Tageblatt) erscheint als Ausgabe des Bielefelder Westfalen-Blattes bzw. des Herforder Kreisblattes. Der Vlothoer Anzeiger (Verlag JCC Bruns, Minden), der bis zum April 2004 zweimal wöchentlich erschien, wird jetzt ebenfalls werktäglich gedruckt. Die Auflage der Vlothoer Zeitung wird mit 4000 angegeben, die des Vlothoer Anzeigers mit 1665.
94.9 Radio Herford kann über 91,7 Mhz empfangen werden und sendet Lokalnachrichten aus Vlotho.
Grund-, sowie Weiterführende Schulen in Vlotho
Die Jugendkunstschule befindet sich in der Kulturfabrik. Darüber hinaus ist die Stadt Sitz des LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho, der Bildungsstätte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und weiterer Bildungseinrichtungen: darunter das Gesamteuropäische Studienwerk (GESW), das AKE-Bildungswerk e. V.. In der alten Valdorfer Schule gegenüber der Kirche befindet sich die Lehranstalt für Krankengymnastik, deren Träger die Weserland-Klinik Bad Seebruch ist. Das in Vlotho ansässige und umstrittene rechtslastige Collegium Humanum wurde im Mai 2008 vom Bundesinnenminister verboten.
Quelle: Ehrenbürgergalerie[9]
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