Meinestadt.de - Vechta - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Vechta | |
| Höhe: | 37 m ü. NN | |
| Fläche: | 87,79 km² | |
| Einwohner: | 31.156 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 355 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 49377 | |
| Vorwahl: | 04441 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VEC | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 60 009 | |
| Stadtgliederung: | 3 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Burgstraße 6 49377 Vechta |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Uwe Bartels (SPD) | |
Vechta ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im westlichen Niedersachsen. Sie ist als „Reiterstadt“ bekannt und zugleich Mittelzentrum der Region.
Inhaltsverzeichnis |
Vechta ist eine der beiden Kreisstädte im Oldenburger Münsterland und liegt im Zentrum des Städtedreiecks Bremen, Oldenburg und Osnabrück. Nachbargemeinden sind beginnend von Norden (im Uhrzeigersinn) die Gemeinden Visbek, Goldenstedt, die Städte Diepholz und Lohne, sowie die Gemeinden Bakum und Emstek. Östlich der Stadt befindet sich das Große Moor, eines der noch wenigen verbliebenen Regenmoore. Der Stadtname geht auf die Feuchtlage zurück: Althochdeutsch „Vecht“ bedeutet feuchtes Land.
Zu Vechta gehören die Fünf großen Stadtteile :
sowie mehrere kleine Stadtteile und Bauernschaften :
Es steht auch zur Diskussion, den von der Gemeinde Goldenstedt eingemeindeten Ortsteil Lutten zur Stadt Vechta einzugliedern, da Lutten eine Distanz von nur 4 km zu Vechta hat, hingegen zu Goldenstedt 10 km .
Die Stadt liegt in der Norddeutschen Tiefebene. Das Gebiet um Vechta besteht hauptsächlich aus glazio-fluviatilen Ablagerungen, die in erster Linie aus lehmigen und sandigen Ablagerungen des Pleistozäns bestehen. Bohrungen zeigten, dass die obersten Sedimentschichten eine Mächtigkeit von etwa 5 bis 7 m haben. Diese Schicht ist unterlagert von einer 10 m starken, lehmigen und marligen Sedimentschicht. Sandige Schichten in einer Tiefe von 25 bis 30 m bilden einen ertragreiche Aquifer für Grundwasserförderung. Der oberste Grundwasserleiter befindet sich in einer Tiefe von 2 bis 6 m.
In Vechta herrscht gemäßigtes Seeklima, beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Vechta 8,5 – 9,0°C und es fallen rund 700 Millimeter Niederschläge. Zwischen Mai und August wird mit durchschnittlich 20 – 25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet.
Um 1150 erbauten die Grafen von Calvelage an der Straße von Bremen nach Westfalen eine Burg an einer Furt über den Moorbach. Im Schutze dieser Burg, die auch Zollstätte war, entstand eine Siedlung, die schon bald Osnabrücker Stadtrecht erhielt. Im Jahre 1252 verkaufte die jung verwitwete Gräfin Jutta von Ravensberg die Herrschaft an das Fürstbistum Münster. Es wurde Sitz eines münsterschen Amtmanns. Im Dreißigjährigen Krieg litt Vechta schwer. Erst im Jahre 1654 zog der schwedische Besatzer ab (zwei gut sichtbare Kanonenkugeln im Turm der Propsteikirche zeugen davon). 1803 kam Vechta mit der Herrschaft Vechta an das Großherzogtum Oldenburg und 1946 an das Land Niedersachsen.
Bei einer archäologischen Ausgrabung in den Jahren 2005/2006 wurden die Überreste der Burg Vechta freigelegt. Zahlreiche Funde aus dem Mittelalter und der Frühneuzeit kamen dabei ans Tageslicht, u.a. eine Knochenflöte und eine Arkebuse. Die Burg Vechta gehörte zum Typus der Tieflandburg. Ihre Erscheinungsform war mittelalterlicher Prägung. Möglicherweise hat es sich außerdem auch um einen Gräftenhof des Zwei-Insel-Typus gehandelt, um eine Anlage also, wie sie Westfalen in reicher Fülle hervorgebracht hat – als Beispiel seien hier Burg Hülshoff, Darfeld, Havixbeck, Drensteinfurt und Kemnade genannt. Ein Großteil der Funde kann man im Museum im Zeughaus besichtigen.
Vechta ist Sitz des Bischöflich Münsterschen Offizialats. Die Bevölkerung ist überwiegend katholisch.
Seit der Kommunalwahl am 10. September 2006 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:
| CDU | 20 Sitze |
| SPD | 6 Sitze |
| FDP | 2 Sitze |
| Grüne | 1 Sitz |
| WFV (Wir FÜR Vechta) | 3 Sitze |
Hauptamtlicher Bürgermeister ist seit 1. Februar 2005 der SPD-Politiker Uwe Bartels.
Mit folgenden Städten pflegt Vechta eine Städtepartnerschaft
In der Propsteikirche St. Georg befindet sich eine Renaissance-Kuppa auf einem spätgotischen Schaft des Taufsteins. Die Kuppa schuf der Bildhauer Johann Brabender aus Münster (Westfalen) um 1540.
Durch das Gebiet von Vechta verlaufen die Ferienstraßen Boxenstopp-Route[1][2] und Niedersächsische Mühlenstraße.[3] Durch Vechta verläuft ebenfalls der Pickerweg, der zum Netz der Jakobswege gehört. Dadurch ist der Pickerweg Teil der ältesten europäischen Kulturstraße.[4]
Traditionell bedingt sind in der stark von der Landwirtschaft geprägten Region die Schweine- und Geflügelzucht ansässig. In Folge dessen siedelten sich die Futtermittel-, Stallausrüstungs- und Tierarzneimittelindustrie an. Auf Grund geologischer Gegebenheiten sind ferner Unternehmen aus Torf-, Ziegel- und Erdölindustrie hier beheimatet. Auch das kunststoffproduzierende Gewerbe hat den Standort Vechta für sich entdeckt. Das Oldenburger Münsterland gilt als eines der aufstrebendsten Landesteile mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten (circa 4 %) und der höchsten Geburtenrate (circa 1,5 Kinder pro Frau) bei gleichzeitig relativ gleichmäßig verteiltem Wohlstand.
Vechta hat Anschluss an die Bundesautobahn 1 (Hansalinie) zwischen Bremen und Osnabrück und wird umgangen von der Bundesstraße 69 zwischen Oldenburg und Diepholz. Die im Bau befindliche Nordtangente verbindet seit Mitte Dezember 2008 die B 69 auf dem ersten Teilstück der Nordtangente mit dem Visbeker Damm in Vechta-Bergstrup. Ab Frühjahr 2010 wird dann auch das zweite Teilstück von Bergstrup mit Oythe fertiggestellt sein. Dann verbindet die Nordtangente die Ortsumgehung B 69 mit der L 881 (Goldenstedter Straße). In Vechtas Zentrum wird zurzeit die L843 (Falkenrotter Str.) verlegt. Sie wird zwischen An der Gräfte und Theodor-Heuss-Str. als Tunnel mit dem Namen Entlastungsstraße Vechta-West unter die Bahnstrecke Delmenhorst–Hesepe verlegt. Vechtas Hauptverbindungsstraßen sind die B 69, die als Umgehungsstraße um die Stadt führt, die L 843 (Verbindung zur BAB 1) und die L 881 Richtung Goldenstedt/Bremen bzw. Richtung Visbek. Zur Verkehrsentlastung der Innenstadt (Große Straße/Beremer Tor) wird zur Zeit ein kreisförmiger, um die Innenstadt führendere Stadtring ausgeschildert, der den Verkehrsfluss um die City lenken soll.
Die Großstädte Oldenburg, Bremen und Osnabrück sind jeweils circa 65 Autobahnkilometer entfernt. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Bremen (70 Kilometer) und Münster/Osnabrück (90 Kilometer). Zudem wird ein Verkehrslandeplatz in Damme betrieben.
Die Stadt hat direkten Bahnanschluss an die von der NordWestBahn betriebenen Bahnstrecke Delmenhorst–Hesepe, die im Volksmund auch Schusterbahn genannt wird. Die ehemalige Kleinbahn Vechta-Cloppenburg wurde 1965 eingestellt
Seit Anfang 2008 existiert das auf 4 Linien existierende System des StadtBus Vechta mit kanpp 90 Haltestellen im Stadtgebiet ( exklusive Langförden). Dieses Projekt ist zunächst bis zum Jahre 2010 seitens der Stadt Vechta finanziell gesichert.
Der Überlandbusverkehr ist vor allem an den Schulzeiten ausgerichtet.
Als Kreisstadt des Landkreises Vechta verfügt die Stadt über ein umfangreiches Bildungsangebot, fast alle gängigen Schularten sind vertreten. Die Grundversorgung wird durch acht Grundschulen, drei Hauptschulen und zwei Realschulen übernommen, die über das Stadtgebiet verteilt sind. Die Stadt verfügt über vier Gymnasien: Das Gymnasium Antonianum Vechta (GAV) und das Gymnasium für Gesundheit und Soziales sind in staatlicher Trägerschaft, zudem gibt es mit dem Kolleg St. Thomas der Dominikaner (KST) und der Liebfrauenschule Vechta (ULF) noch zwei weitere private Gymnasien.
Bakum | Damme | Dinklage | Goldenstedt | Holdorf | Lohne (Oldenburg) | Neuenkirchen-Vörden | Steinfeld (Oldenburg) | Vechta | Visbek
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