Meinestadt.de - Triptis - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Saale-Orla-Kreis | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Triptis | |
| Höhe: | 358 m ü. NN | |
| Fläche: | 25,9 km² | |
| Einwohner: | 3878 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 150 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 07819 | |
| Vorwahl: | 036482 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SOK | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 75 116 | |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 07819 Triptis |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Berthold Steffen (FWG Triptis) | |
| Lage der Stadt Triptis im Saale-Orla-Kreis | ||
| Datei:Triptis in SOK.png | ||
Triptis ist eine Kleinstadt im thüringischen Saale-Orla-Kreis. Sie gehört zur gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft Triptis und liegt an der Bundesautobahn 9 und an der Eisenbahnstrecke von Gera nach Saalfeld/Saale.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt Triptis liegt unweit der Wasserscheide zwischen Saale und Weißer Elster in einem flachen, nach Westen offenen Talkessel. Im östlichen Teil dieses Gebietes liegt das Quellgebiet der Orla, die südöstlich der Stadt zur Talsperre Triptis aufgestaut wird. Der Ortsteil Oberpöllnitz liegt am Ursprung des Pöllnitzbaches, die Ortsteile Schönborn, Ottmannsdorf und Hasla nahe dem Quellgebiet der Roda und der Ortsteil Döblitz liegt direkt im Orlatal.
Angrenzende Gemeinden sind Dreitzsch, Geroda, Lemnitz, Miesitz, Mittelpöllnitz, Pillingsdorf, Rosendorf und Tömmelsdorf im Saale-Orla-Kreis, Renthendorf im Saale-Holzland-Kreis sowie die Stadt Auma, Braunsdorf und Schwarzbach im Landkreis Greiz.
Die Gemeinde Triptis besteht aus den Orten Triptis, sowie den Ortsteilen Oberpöllnitz, Döblitz, Hasla, Schönborn und Ottmannsdorf.
Die Stadt Triptis wurde erstmals 1212 erwähnt, als ein Benediktinerinnenkloster nach Zwickau verlegt wurde. Am 13. Oktober 1328 wurde Triptis erstmals als Stadt urkundlich erwähnt. 1367 erfolgte dann die Verleihung des Marktrechtes durch Landgraf Balthasar und dessen Bruder Wilhelm. 1373 folgte die Verleihung des Meilen-, Malz- und Braurechtes durch den Landgrafen. 1527 wurde die Reformation eingeführt. Die Stadt, deren Rat seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar ist, gehörte zum Amt Arnshaugk, danach zum Neustädter Kreis und zwischen 1816 und 1920 zu Sachsen-Weimar-Eisenach. 1871 wurde die Bahnlinie zwischen Gera und Saalfeld/Saale eröffnet, 1894 folgte eine Strecke nach Ziegenrück (Oberlandbahn). Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind die Porzellanfabrik Triptis (heute an der Thüringer Porzellanstraße gelegen) und Deutschlands erste Autobahnraststätte Rodaborn, welche von 1934 bis 20. Dezember 1936 an der A9 gebaut wurde.
Während des Zweiten Weltkrieges mussten 128 Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern in den Orten Pillingsdorf, Rosendorf, Schmieritz und Weltwitz in der Landwirtschaft Zwangsarbeit verrichten.[2]
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 31. Dezember):
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Seit der Kommunalwahl vom 27. Juni 2004 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:
Die Wahlbeteiligung lag bei 51,7 %.
Blasonierung: „In Gold auf grünem Rasen eine Eiche mit grünen Blättern und Früchten, unter dieser ein Edelmann, der einer Dame mit Schleier und Krone einen Pokal reicht.“
Das älteste, um 1360 datierte Stadtsiegel zeigt einen Baum und zwei Figuren in langen Gewändern, deren Geschlecht jedoch nicht zu bestimmen ist. Es könnte sich um eine Darstellung von Mariae Heimsuchung handeln. Erst später erfolgte die Wandlung der Figuren im Sinne nachstehender Episode: Dietrich der Bedrängte (1162-1221), später Markgraf von Meißen, stand während der Machtkämpfe um den deutschen Königsthron Anfang des 13.Jh. auf Seiten Philipps von Schwaben, während Ottokar I. von Böhmen, der Gemahl von Dietrichs Schwester Adela, 1198 zur welfischen Gegenpartei übertrat. Als nunmehriger Gegner seines Schwagers verstieß Ottokar im Jahre 1200 seine Gemahlin und schickte sie ihrem Bruder Dietrich zurück, der ihr unweit des Untertores von Triptis unter der alten Eiche des Eichenberges den Willkommenstrunk reichte und ihr im Schloss Aufenthalt gewährte.[3]
Ludwig Bechstein hielt die Sage Das Wappen von Triptis fest, in der sich die Verheirateten Bertha und Graf Debo an einer Quelle ihrer Liebe versichern. Debo, der wieder auf Reisen muss, wird von Bertha bis zu ebenjener Quelle, an der sie Abschied nehmen, begleitet. Als Debo schließlich heimkehrt bricht er an der Quelle tot zusammen, obwohl Bertha ihm frisches Wasser aus der Quelle schöpfte und reichte. Er hatte nicht mehr die Kraft es zu trinken.[4]
Triptis besitzt ein Freibad, welches erstmal am 24. Juni 1934 eröffnet wurde. Von 1998 bis 2003 wurde es aufwendig umgebaut und saniert. Bereits am 21. Mai 2002 konnte es neu eröffnet werden.
Triptis hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Leipzig–Gera–Saalfeld. Der Verkehr auf der hier abzweigenden Oberlandbahn, im Volksmund die „Aum'sche Lydscha“ genannt, wurde 1998 eingestellt. Die Abschnitt zwischen Triptis und Ebersdorf-Friesau wurde von der Deutsche Regionaleisenbahn mit dem Ziel der Trassensicherung gepachtet.
Am Westrand der Stadt verläuft die Bundesautobahn 9 mit einer Anschlussstelle an der Bundesstraße 281.
In Triptis hat sich eine mittelständische Industrie herausgebildet. Neben dem alteingesessenen Unternehmen Triptiser Porzellan (technische Keramik, Haushaltporzellan) haben sich Unternehmen der Hochtechnologie (Jenoptik AG mit der Jenoptik Polymer Systems GmbH) und der Kunststoffverarbeitung angesiedelt. Darüber hinaus existieren Unternehmen im Bereich Maschinen- und Fahrzeugbau und der Telekommunikationsbranche.
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