Freitag, 25.05.2012



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Tribsees

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Tribsees
Tribsees
Deutschlandkarte, Position der Stadt Tribsees hervorgehoben
54.08333333333312.754Koordinaten: 54° 5′ N, 12° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordvorpommern
Amt: Recknitz-Trebeltal
Höhe: 4 m ü. NN
Fläche: 54,75 km²
Einwohner: 2835 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km²
Postleitzahl: 18465
Vorwahl: 038320
Kfz-Kennzeichen: NVP
Gemeindeschlüssel: 13 0 57 085
Stadtgliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Karl-Marx-Straße 18
18465 Tribsees
Webpräsenz:
Bürgermeister: Lothar Schimmelpfennig (CDU)
Lage der Stadt Tribsees im Landkreis Nordvorpommern
Datei:Tribsees in NVP.png

Tribsees ist eine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern im Landesteil Vorpommern im Süden des Landkreises Nordvorpommern. Sie ist Sitz des Amtes Recknitz-Trebeltal.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Tribsees liegt zwischen Rostock und Greifswald an der Trebel und unweit der Recknitz in einer dünn besiedelten Region.

Stadtgliederung

Zu Tribsees gehören außer der Stadt Tribsees die Ortsteile Landsdorf, Rekentin, Siemersdorf und Stremlow.

Geschichte

Der Name der Stadt dürfte sich aus dem slawischen von ctreb oder ctrebez gleich Gereut, Rodung ableiten. Erstmals wurde Tribsees im Jahr 1136 urkundlich erwähnt. Bereits 1285 bekam Tribsees das Lübische Stadtrecht vom Rügenfürsten Wizlaw II. bestätigt. Von 1328 bis 1355 gehörte Tribsees zu Mecklenburg. Im Krieg zwischen Mecklenburg und Pommern wurde Tribsees 1452 belagert und die pommerschen Truppen nahe der Stadt geschlagen.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Tribsees als Grenzort befestigt und später von Wallenstein besetzt. Nach Ende des Krieges gehörte Tribsees wie ganz Pommern zu Schweden. Im Jahr 1702 brannte die Stadt fast vollständig ab.

Am Ende des 18. Jahrhunderts hatte die Stadt etwas über 1.000 Einwohner und wurde nach dem Wiener Kongress im Jahr 1815 preußisch. Im Jahr 1830 betrug die Einwohnerzahl 1836 und 1861 schon 3692. Der Anschluss an das Eisenbahnnetz erfolgte 1895 mit der Einweihung der Eisenbahnstrecke Tribsees-Velgast.

Wie viele anderen Städte treibt die Weltwirtschaftskrise Tribsees 1931 in die Zahlungsunfähigkeit. Im Zweiten Weltkrieg, noch kurz vor Kriegsende, sprengten SS-Verbände die Eisenbahnbrücke.

1991 wurde Tribsees, ungewöhnlich für eine so kleine Stadt, Modellstadt der Städtebauförderung in den neuen Ländern. Der historische Stadtkern der Ackerbürgerstadt an der Trebel wurde gründlich saniert.

Am 15. Februar 2004 fusionierten die Ämter Tribsees und Bad Sülze, sowie die Gemeinden Deyelsdorf, Grammendorf und Gransebieth zum Amt Recknitz-Trebeltal.

Politik

Wappen

Altes Wappen von Tribsees bis 2000

Das Wappen wurde am 20. Juni 2000 durch das Innenministerium bestätigt und unter der Nr. 210 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In Silber eine rote Burg mit Zinnemauer und drei offenen Toren, zwei Seitentürmen mit Spitzdächern und Knäufen sowie einem gezinnten Mittelturm, aus dem ein gold bewehrter roter Greif aufwächst, in den Fängen einen goldenen Fahnenstock mit einer dreilätzigen Lehnfahne haltend, die im goldenen Feld einen schreitenden, rotgezungten, blauen Löwen zeigt.“

Das Wappen wurde 1999 von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick neu gezeichnet.

Flagge

Die Flagge ist gleichmäßig längsgestreift von Rot und Silber (Weiß), in der Mitte liegt, auf jeweils zwei Drittel des roten und silbernen (weißen) Streifen übergreifend, das Stadtwappen. Die Länge des Flaggentuches verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Verkehrsanbindung

Tribsees
Mühlentor

Die Stadt besitzt mit der Schließung der Eisenbahnverbindung nach Velgast keinen Bahnanschluss mehr. Im Süden der Stadt verläuft die Bundesautobahn 20 von Rostock über Neubrandenburg zum Autobahndreieck Uckermark. An der Trebel befindet sich ein Wasserwanderrastplatz.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

  • Johann Joachim Spalding, Theologe (* 1. November 1714 in Tribsees, † 22. Mai 1804 in Berlin)
  • Louis Douzette, Maler (* 25. September 1834 in Tribsees , † 21. Februar 1924 in Barth)
  • Heinrich Bandlow, Heimatdichter (* 14. April 1855 in Tribsees, † 1933 in Greifswald), Ehrenbürger der Stadt Tribsees
  • Karl Worm, Heimatforscher und Ehrenbürger der Stadt Tribsees (* 10. August 1911 in Barth, † 18. März 1999 in Bartmannshagen)

Galerie

Literatur

  • Gustav Kratz: Die Städte der Provinz Pommern - Abriß ihrer Geschichte, zumeist nach Urkunden. Sändig Reprint Verlag, Vaduz 1996 (unveränderter Neudruck der Ausgabe von 1865), ISBN 3253027341, S. 524-528.
en:Tribsees

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