Freitag, 25.05.2012



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Treis-Karden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Treis-Karden
Treis-Karden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Treis-Karden hervorgehoben
50.1780555555567.302222222222287Koordinaten: 50° 11′ N, 7° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Treis-Karden
Höhe: 87 m ü. NN
Fläche: 31,34 km²
Einwohner: 2286 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 73 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56253
Vorwahl: 02672
Kfz-Kennzeichen: COC
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 082
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Rathaus 1
56253 Treis-Karden
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Philipp Thönnes (CDU)

Der staatlich anerkannte Fremdenverkehrsort Treis-Karden an der Mosel liegt im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz (Deutschland). 1969 vereinigten sich bei der Gebietsreform die Orte Treis und Karden. Treis-Karden ist Sitz der Verbandsgemeinde Treis-Karden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bereits im 4. Jahrhundert soll der heilige Castor in Karden („vicus cardena“) eine christliche Gemeinschaft gegründet haben. Seine Gebeine kamen im 9. Jahrhundert größtenteils in die Kastorkirche von Koblenz. Der Ort hatte in der Antike und im Mittelalter eine große Bedeutung. Die Geschichte des Orts Karden wurde vom bis 1802 bestehenden Kollegiatstift bestimmt. Karden war Zentrum eines Archidiakonats. Der Propst des Stiftes war in Personalunion einer der fünf Archidiakone des Erzbistums Trier.

Treis war Hauptort des Trechirgaus. Das Aussterben der Gaugrafen (Berthold/Bezeline) Ende des 11. Jahrhunderts führte zu einer Reihe von Auseinandersetzungen. So versuchten die Grafen von Salm/Rheineck Treis mit Umland unter ihre Kontrolle zu bringen. Bereits 1121 zerstörte Heinrich V. die Burg, um Pfalzgraf Gottfried von Calw zu unterstützen. Angeblich hatte Otto von Salm die Burg kurz zuvor neu errichtet. Beim Kampf Ottos II. von Rheineck (Sohn von Otto von Salm) mit Hermann von Stahleck um die rheinische Pfalzgrafschaft fiel Treis schließlich 1148 unter die Herrschaft von Kurtrier und verblieb dort bis zum Ende des 18. Jahrhunderts (nach weiteren Erwerbungen 1197 und 1294).

Ab 1794 standen beide Orte unter französischer Herrschaft. 1814 wurden sie auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1947 sind beide Orte Teil des neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz. Am 7. Juni 1969 wurde aus den beiden Gemeinden die Gemeinde Treis-Karden gebildet.

(Wappenbeschreibung und -begründung: Wappenbuch des Kreises Cochem-Zell von A. Friderichs, Darmstadt 2001, S. 96/7 und 128/9)

Politik

Seit 2007 ist Philipp Thönnes (CDU) Bürgermeister von Treis-Karden. Er löste Harry Dienes (CDU) ab.

Sehenswürdigkeiten

  • Die ehemalige Stiftskirche St. Castor in Karden (ursprünglich ein romanischer Bau) gilt als „Moseldom“. Ein Stiftsmuseum erinnert an die große Vergangenheit des Orts.
  • Bemerkswert ist das Ensemble der romanischen Bauten des Stiftsbezirks mit dem sogenannten „Korbisch“ (Verballhornung von Chorbischof), dem ehemaligen Wohngebäude des Propstes. Gotische Fresken in der ehemaligen Stiftsschule Karden zeigen ungewöhnlicherweise ein weltliches Thema: die Sage von Heinrich dem Löwen.
  • 1823 bis 1831 errichtete der Koblenzer Architekt Johann Claudius von Lassaulx die katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Treis, ein bedeutender Bau des Rundbogenstils im Rheinland.
  • Gut einen Kilometer südlich von Treis befindet sich die Ruine der Burg Treis. Nur wenige hundert Meter weiter südlich liegt die mittlerweile größtenteils wiederaufgebaute Wildburg.
  • Rund 8 km südlich liegt im Flaumbachtal das heute von den Oblatenmissionaren bewohnte Kloster Maria Engelport, welches auch eine Wallfahrtsstätte für die katholische Kirche der Region ist.
  • Auf dem Martberg über der Mosel befinden sich Reste einer keltischen Stadt und eines römischen Tempelbezirks.

Bildergalerie


Weblinks

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