Meinestadt.de - Traben-Trarbach - 25.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Bernkastel-Wittlich | |
| Verbandsgemeinde: | Traben-Trarbach | |
| Höhe: | 110 m ü. NN | |
| Fläche: | 31,35 km² | |
| Einwohner: | 6012 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 192 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56841 | |
| Vorwahl: | 06541 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WIL | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 2 31 124 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Am Markt 3 56841 Traben-Trarbach |
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| Webpräsenz: | ||
| Stadtbürgermeisterin: | Heide Pönnighaus | |
Traben-Trarbach ist eine Stadt an der Mittelmosel im Landkreis Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz, Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde und staatlich anerkannter Luftkurort.
Inhaltsverzeichnis |
Traben-Trarbach befindet sich in 40 km nordöstlich von Trier und 60 km südwestlich von Koblenz im Tal der Mittelmosel; nördlich der Stadt befindet sich der Moselschleifenberg Mont Royal. Der Flughafen Hahn im Hunsrück liegt 10 km (jeweils Luftlinie) entfernt in östlicher Richtung. Das Stadtgebiet erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 31.350.000 m² mit großem Waldanteil. Damit ist Traben-Trarbach flächenmäßig die größte Stadt an der Mittelmosel.
Traben liegt links der Mosel am Fuße der ehemaligen Festung Mont Royal, und Trarbach rechts des Flusses auf der Hunsrück-Seite. Während Traben auf einer großen Breite am Moselufer liegt, erstreckt sich Trarbach länglich zwischen den recht steilen Bergen, vor allem ins Kautenbach-Tal.
Neben Traben und Trarbach sind Litzig, Wolf, Bad Wildstein, Rißbach, Kautenbach und Hödeshof weitere Stadtteile Traben-Trarbachs.
Schon 830 wurde der Aacher Hof urkundlich erwähnt. Kaiser Ludwig der Fromme (814–840), Sohn Karls des Großen, schenkte, Traben mit all seinen Gerechtsamen und Anhängseln Traben, Litzig, Rißbach, Irmenach und Beuren dem Münster zu Aachen (Aacher Marienstift), in dem die deutschen Könige gekrönt wurden.
Alle heutigen Ortsteile (mit Ausnahme eines Teils von Kautenbach) gehörten zur Hinteren Grafschaft Sponheim, deren Hauptort Trarbach auch nach dem Aussterben der Grafen blieb, wenngleich die beiden jeweils regierenden Landesherren (die Grafschaft war ein pfälzisch-badisches Kondominium) ihre Residenz innerhalb der Grafschaft andernorts hatten, nämlich in Birkenfeld und in Kastellaun. Zugleich war Trarbach jedoch auch der Hauptort des gleichnamigen Oberamtes. 1816 wurde das Gebiet um Trarbach nach Preußen eingegliedert, Trarbach Sitz einer Bürgermeisterei. Entgegen den Erwartungen wurde allerdings Zell und nicht Trarbach Kreisstadt, obwohl Trarbach der größte Ort des neuens Landkreises Zell war. Die Bürgermeisterei Trarbach wurde 1884 aufgelöst, Trarbach gehörte keiner Bürgermeisterei mehr an, wurde aber fortan in Personalunion mit der neuen Bürgermeisterei Traben verwaltet. 1898 wurde eine erste Brücke zwischen beiden Orten gebaut, und zwar nach einem Entwurf des Architekten Bruno Möhring. Diese Brücke, die in den letzten Kriegstagen 1945 gesprengt wurde, war gleichzeitig die erste Straßenbrücke zwischen Bernkastel und Koblenz. Die nächsten Brücken wurden erst 1924 in Cochem und 1951–1953 in Zell gebaut. Traben und Trarbach waren zudem Ende des 19. Jahrhunderts neben Reichenhall die ersten Orte in Deutschland, die statt Gaslampen eine elektrische Straßenbeleuchtung von der Edison-Gesellschaft, der heutigen AEG, bauen ließen, nachdem zuvor in Berlin einzelne Straßenzüge damit ausgestattet worden waren. Im Jahr 1904 erfolgte schließlich die Vereinigung der Gemeinde Traben und der Stadt Trarbach zur neuen Stadt Traben-Trarbach. Die nächsten Veränderungen ergaben sich am 7. Juni 1969, als die Gemeinden Kautenbach und Wolf nach Traben-Trarbach eingemeindet wurden. Ein Jahr später wurde die neue Verbandsgemeinde Traben-Trarbach gegründet, deren Hauptort die Stadt bis heute ist.
Aufgrund der Zugehörigkeit zur Hinteren Grafschaft Sponheim wurde im Jahr 1557 auch in Trarbach und Traben die Reformation eingeführt, so dass der Ort bis heute überwiegend evangelisch geprägt ist, auch wenn vor allem durch Zuzug im 19. und 20. Jahrhundert der Anteil der katholischen Bevölkerung deutlich gestiegen ist. Die Leitung der evangelischen Kirche in der Hinteren Grafschaft Sponheim wurde zunächst von der Birkenfelder Kanzlei aus ausgeübt wurde, 1672 wurde dann in Trarbach ein hintersponheimisches lutherisches Konsistorium eingerichtet, dessen Aufgaben ab 1776 an das Konsistorium in Zweibrücken übergingen. 1818 wurde die Synode Trarbach errichtet, deren Hauptort Trarbach bis 1972 blieb. Wegen der Größe – die Synode umfasst die Landkreise Bernkastel, Zell und Trier – wurde diese 1825 geteilt. Kurioserweise gehörte der Ortsteil Wolf bis 1892 zur Synode Trier, welche bis 1843 nach dem Wohnort des Superintendenten den Namen „Synode Wolf“ führte.
Beschreibung: Das Wappen zeigt auf dem rot-silbernem Schachbrett der Grafschaft Sponheim in der oberen Hälfte ein schwarzes, trabendes Pferd. Es versinnbildlicht den Stadtteil Traben, dessen keltischer Name „Traven“ bezeichnet eine kleine Siedlung, hat allerdings nichts mit einem Pferd zu tun. In der unteren Hälfte steht der Turm für die „Stadt Trarbach“.
Der Stadtrat wurde im November 2004 neugewählt.
Bei den Stadtratswahlen vom 13. Juni 2004 ergab sich folgendes Ergebnis:
| Parteien | 2004[1] | 1999 | ||||
| Anteil | Sitze | ±Anteil | ±Sitze | Anteil | Sitze | |
| CDU | 48,2 % | 11 | +0,6 % | ±0 | 47,6 % | 11 |
| SPD | 25,4 % | 5 | −3,8 % | −1 | 29,2 % | 6 |
| WGR | 18,2 % | 4 | −1,4 % | ±0 | 19,6 % | 4 |
| FDP | 8,1 % | 2 | +4,5 % | +1 | 3,6 % | 1 |
| Wahlbeteiligung | 37,8 % | −20,5 % | 58,3 % | |||
Bürgermeisterin ist Heide Pönnighaus.
Die Stadt Traben-Trarbach unterhält eine Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Wangen bei Olten in der Schweiz und die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Selles sur Cher.
Auf der Mosel wurden jahrzehntelang Motorbootrennen ausgetragen, der 32. und bislang letzte Veranstaltung fand 1996 statt. Dabei wurden zahlreiche Welt- und Europameister gekrönt, darunter 1964 der bekannte Berliner Rennfahrer und Motorenbauer Dieter König.
Durch Traben-Trarbach führte bis zum 31. Dezember 1962 die Moseltalbahn, genannt „Saufbähnchen“. Das Bahnhofsgebäude auf der Trarbacher Seite wurde beim Ausbau der B 53 abgerissen.
Im Stadtteil Traben (linkes Flussufer) befindet sich der Endbahnhof der Moselwein-Bahn nach Bullay. Das 1904 nach dem Vorbild alter Trabener Fachwerkhäuser errichtete alte Bahnhofsgebäude ist noch heute erhalten und dient jetzt als Sitz der Bürgermeisterin und als Veranstaltungszentrum. Die neue Haltestelle wurde 150 m moselabwärts in den Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs zurückverlegt.
1956 erfolgte die Errichtung eines Sportflugplatzes auf dem Trabener Berg Mont Royal (ICAO-Code: EDRM).
Burg | Enkirch | Irmenach | Lötzbeuren | Starkenburg | Traben-Trarbach
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