Meinestadt.de - Torgelow/Vorpommern - 25.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Uecker-Randow | |
| Amt: | Torgelow-Ferdinandshof | |
| Höhe: | 10 m ü. NN | |
| Fläche: | 49,46 km² | |
| Einwohner: | 9727 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 197 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 17358 | |
| Vorwahl: | 03976 | |
| Kfz-Kennzeichen: | UER | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 62 058 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Bahnhofsstr. 2 17358 Torgelow |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Ralf Gottschalk | |
| Lage der Stadt Torgelow im Landkreis Uecker-Randow | ||
| Datei:Torgelow in UER.png | ||
Torgelow ist eine Stadt im Landkreis Uecker-Randow in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist Verwaltungssitz des am 1. Januar 2005 gebildeten Amtes Torgelow-Ferdinandshof, dem weitere sieben Gemeinden angehören.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt an der unteren Uecker im Gebiet der Ueckermünder Heide zwischen den Städten Pasewalk und Ueckermünde.
Zu Torgelow gehören die Ortsteile Drögeheide und Spechtberg.
Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Liepgarten, Torgelow-Holländerei, Eggesin, Viereck, Hammer a. d. Uecker, Heinrichsruh und Ferdinandshof.
Der Ortsname Torgelows stammt vom altpolabischen turŭ für Auerochse bzw. Turreghlaue für Stierkopf ab. Im Jahr 1350 war der Ort als Turgheloue benannt. [1][2] Eine Burg und Landschaft wurde schon im Jahr 1270 „in mercia turglowe“ erwähnt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Torgelow am 14. April 1281, als der Brandenburgische Markgraf Otto IV. auf Schloss Torgelow eine Urkunde signierte.
Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert war die Vogtei bzw. das Amt Torgelow die nördlichste Grenzfeste des Kurfürstentumes Brandenburg, bis es 1493 dem Herzogtum Pommern zugeschlagen wurde. In dieser Zeit regierten zwei Adelsgeschlechter in Torgelow: Zacharias Hase zu Kufstein (Brandenburg), der am Ende des 15. Jahrhundert als Raubritter des Landes verwiesen wurde, und das Geschlecht Bernd von Muckerwitz (Pommern), das am Ende des 16. Jahrhundert ausstarb. Der Ritterbesitz wurde danach fürstliche Domäne des Herzogtums Pommern-Wolgast.
Die Stadt wurde im Dreißigjährigen Krieg vollkommen zerstört. Königin Christine von Schweden beschloss nach dem Frieden von Münster und Osnabrück den Ort mit Finnen und Livländern zu besiedeln. Am Ende des Nordischen Krieges, 1720, gehörte Vorpommern und damit auch Torgelow zu Preußen.
Bekannt wurde Torgelow, als man Anfang des 18. Jahrhunderts Raseneisenerz fand. Dies war die Grundlage der Kabinettsorder vom 25. Dezember 1753 von Friedrich II. (Preußen) für den Bau des „Königlich-Preußischen Eisenhüttenwerkes bey Torgelow“. Torgelow entwickelte sich nun zur Industriestadt.
Im Dritten Reich entstanden 14 Gießereien und eine Munitionsanstalt (Muna). Während des Zweiten Weltkrieges mussten 3500 Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern in diesen Firmen unter grausamen Bedingungen Zwangsarbeit verrichten. Etliche wurden Opfer der Zwangsarbeit oder wurden ermordet.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die neun jüdischen Bürger der Stadt verfolgt, in die Emigration gedrängt oder umgebracht. W. Wilhelmus berichtet, dass die Synagoge der ehemaligen Jüdischen Gemeinde niedergebrannt wurde.
Torgelow erhielt am 4. Mai 1945 vom sowjetischen Stadtkommandanten Stadtrecht.
Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Gießereien auf dem Gelände der ehemaligen Hallerwerke zur GUß zusammengefasst, bis zur Wende 1989 einem der größten Betriebe in der Region. Es wurden Teile für die Werften in Rostock gebaut und Motorengehäuse gegossen.
Torgelow wurde insbesondere bekannt durch seine in der Umgebung liegenden Kasernen und dem östlich von Torgelow gelegenen Truppenübungsplätzen Jägerbrück.
Seit 1991 wurde der historische Stadtkern im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert; das Stadtbild hat sich sehr verändert. Für seine vorbildliche stadtplanerische Zusammenarbeit mit den Städten Ueckermünde und Eggesin wurde Torgelow 2002 in einem Bundeswettbewerb ausgezeichnet.
2006 feierte Torgelow sein 725-jähriges und die Eisengießerei ihr 250-jähriges Jubiläum.
Die Torgelower Stadtvertretung hat 12 Mitglieder.
| Wahlgruppe | Sitze |
|---|---|
| Bürgerbündnis UER | 8 |
| Die Linke | 7 |
| CDU | 6 |
| SPD | 2 |
| FDP | 1 |
| Einzelbewerber Loose | 1 |
(Stand: Kommunalwahl 2005)
Das Wappen wurde unter der Nr. 12 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.
Blasonierung: „Gespalten; vorn in Silber schräg gekreuzt ein schwarzer Schlägel und ein schwarzes Eisen; hinten in Blau ein abgerissener, gold bewehrter roter Greifenkopf.“
Die Eisengießerei Torgelow GmbH ist als ein metallverarbeitendes Unternehmen mit 600 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in Torgelow.
Torgelow ist seit 1884 an die Bahnstrecke Jatznick–Ueckermünde angebunden. Entlang dieser verkehrt eine Linie der Ostseeland-Verkehrs GmbH zur Hafenstadt sowie über Pasewalk weiter nach Neubrandenburg.
Durch die Stadt führt der Radfernweg Berlin-Usedom.
In Torgelow sind mehrere Sportvereine ansässig. Die Fußballmannschaft des Torgelower SV Greif spielt in der Oberliga NOFV-Nord. Als Stadion dient die Gießerei-Arena. Eine Mannschaft des SAV Torgelow spielt in der 2.Schachbundesliga der Frauen. Es gibt zwei Handballvereine, den Torgelower SV "Greif" und den HSV Greif Torgelow 07 e.V.
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