Freitag, 25.05.2012



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Temnitztal

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Temnitztal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Temnitztal hervorgehoben
52.877512.63055555555638Koordinaten: 52° 53′ N, 12° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Amt: Temnitz
Höhe: 38 m ü. NN
Fläche: 51,95 km²
Einwohner: 1657 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16845
Vorwahl: 033928
Kfz-Kennzeichen: OPR
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 426
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Am Heideberg
16818 Walsleben
Webpräsenz:
Bürgermeister: Thomas Voigt (WG Temnitztal)
Lage der Gemeinde Temnitztal im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Datei:Temnitztal in OPR.png

Temnitztal ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin (Brandenburg). Sie entstand am 30. Dezember 1997 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Kerzlin, Küdow-Lüchfeld, Rohrlack, Vichel und Wildberg. Später schloss sich noch die Gemeinde Garz an.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Ortsteile der Gemeinde Temnitztal liegen ca. 12 km westlich von Neuruppin und ca. 8 km östlich von Neustadt (Dosse) im Landkreis Ostprignitz-Ruppin an der Bundesstraße 167 im Temnitztal Namensgebend ist die das Gemeindegebiet durchfließende Temnitz, ein linker Nebenfluss des Rhin.

Ortsteile

  • Garz
  • Kerzlin
  • Küdow-Lüchfeld
  • Rohrlack
  • Vichel
  • Wildberg

Geschichte

Garz

Garz wurde 1364 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name stammt von dem slawischen Wort „gard“ bzw. „gord“ für Burg. Garz befand sich 1364 im Besitz des Neuruppiner Kalands. Seit Anfang des 15. Jahrhunderts war dort die Familie von Quast ansässig. Im 18. Jahrhundert ließ die Familie von Quast die Parks von Garz und Vichel als Barockgärten anlegen. Hermann von Quast (1812–1888), Gutsherr auf Garz, ließ Mitte des 19. Jahrhunderts den Park des Herrenhauses in Garz als Landschaftsgarten gestalten, ebenso wie sein Bruder Albrecht (1813–1871), der Gutsherr auf Vichel, den Park des dortigen Herrenhauses. Von Adolf Friedrich von Quast (1893–1976) sind diverse Fotos des Gutsparks aus der Zeit von 1916 bis 1943 erhalten. 1945 wurde die Familie von Quast enteignet, das Herrenhaus wurde Kulturhaus und enthielt in der oberen Etage Wohnungen. Nachdem 1992 Teile des Garzer Gutshofes samt Gutspark in Privatbesitz übergingen, wurden dort Restaurierungsarbeiten nach historischem Vorbild durchgeführt.

Wildberg

Wildberg an der Temnitz wurde 1335 erstmals urkundlich erwähnt. Zuvor gab es hier eine slawische Siedlung, von der die bewaldeten hügeligen Reste einer slawischen Burg aus dem 10./13. Jahrhundert stammen. Eroberer waren wahrscheinlich die Grafen von Arnstein, die die Burg als Ausgangsbasis für ihre Raubzüge nutzten. Die Gräfin Anna Jakobine Stollberg-Wernigerode wohnte bis 1526 hier. Im Mittelalter war Wildberg ein kleines Städtchen an der Handelsstraße von Berlin nach Hamburg. Im Dreißigjährigen Krieg wurde es völlig zerstört. Der städtebauliche Grundriss blieb jedoch bis heute erhalten das Stadtrecht nicht. Ansässig war mit einem Gut bis 1945 das Adelsgeschlechts „Von Zieten“, deren Familiengruft in der evangelischen Kirche Sankt Nicolaus ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmäler in Temnitztal ist alle Denkmäler der Gemeinde Temnitztal verzeichnet.

  • Garz: Das Rittergut Garz ist eine der ältesten Gutsanlagen im Land Brandenburg. Von der mittelalterlichen Befestigungsanlage ist ein Wohnturm erhalten. Der aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammende Feldsteinturm (11 m hoch, mit bis zu 1,40 m dicken Wänden) diente der Familie von Quast nach dem Dreißigjährigen Krieg als Wohnhaus. 1681 wurde der polygonale Fachwerktreppenturm angebaut.
  • Garz: An das um 1700 entstandene Herrenhaus schließt sich südlich ein etwa sechs Hektar großer, im landschaftlichen Stil gestalteter Gutspark an (inkl. Teich mit Brücke und Insel sowie die Schneise nach Vichel).
  • Garz: Die Kirche von 1727 wurde im barocken Stil erbaut
  • Garz: Das Vorlaubenhaus in der Dorfstraße 4 war der ehemalige Dorfkrug. 2005 beteiligte sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz an der Sanierung.
  • Vichel: Das Herrenhaus mit Rundbogen-Loggia
  • Vichel: Die Kirche von 1867 wurde in einem italienisch-romanisierendem Stil erbaut
  • Wildberg: Die evangelischen Kirche Sankt Nicolaus von ? mit der Familiengruft des Adelsgeschlechts „Von Zieten“.

Bilder


Literatur

  • Gemeindeverwaltung Vichel (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Vichel, 1992
  • Andrea Gosten (Bearb.): Dorf und Rittergut Vichel, Bd. I-III, TU-Berlin, 1994

Weblinks

en:Temnitztal

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