Meinestadt.de - Telgte - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||
| Regierungsbezirk: | Münster | ||
| Kreis: | Warendorf | ||
| Höhe: | 54 m ü. NN | ||
| Fläche: | 90,6 km² | ||
| Einwohner: | 19.345 (30. Dez. 2007)[1] | ||
| Bevölkerungsdichte: | 214 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 48291 | ||
| Vorwahl: | 02504 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | WAF | ||
| Gemeindeschlüssel: | 05 5 70 044
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Baßfeld 4-6 48291 Telgte |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Dr. Dietrich Meendermann (CDU) | ||
| Lage der Stadt Telgte im Kreis Warendorf | |||
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Telgte (gesprochen [tɛlktə], örtlich [tɛlçtə]) ist eine Stadt im Kreis Warendorf im Münsterland (Nordrhein-Westfalen). Telgte liegt etwa 8 Kilometer östlich von Münster an der Ems. Die Stadt ist bekannt als Wallfahrtsort (große Marienwallfahrt von Osnabrück nach Telgte – Telgter Wallfahrt) und durch eine Erzählung von Günter Grass („Das Treffen in Telgte“).
Inhaltsverzeichnis |
Bereits in nachrömischer Zeit war die Region um Telgte von Stämmen der Sachsen besiedelt. Im Zuge der Sachsenmission Karls des Großen wurde dieses Gebiet christianisiert. Ludgerus, der erste Bischof von Münster, ließ in Telgte eine Kirche errichten. Diese Urpfarrkirche war vermutlich ein Holzbau und erhielt als Schutzpatron den heiligen Silvester.
Telgte entwickelte sich an einer Gabelung von Handelsstraßen (von Süden kommend Richtung Nord- und Ostsee), da an einer Furt die Ems überquert werden konnte. Dort befanden sich ursprünglich zwei Bauernhöfe mit den Namen Frankenfurt und Telgoth. Erst nach und nach wuchs Telgte, das erst Telgoth, dann Telget und schließlich Telgte hieß, zu einer Stadt heran.
Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1238. Mitgliedschaft im Kaufmannsbund Hanse.
Um das Jahr 1500 gab es mehrere große Brände. In einem dieser Brände ging auch die alte Kirche zu Grunde. Dreimal litt Telgte unter der Pest. Im Jahre 1599 kostete es Telgte mehr als die Hälfte der Einwohner.
Zur Zeit der „Wiedertäufer“ gewährte man dem Münsterschen Fürstbischof Franz von Waldeck Unterkunft, bis er „seine“ Stadt zurückerobert hatte.
Bis 1941 bestand die Jüdische Gemeinde Telgte. Die Synagoge wurde 1938 zerstört, der Friedhof 1942 eingeebnet. Heute erinnert an diesen Orten Gedenktafeln an die jüdische Geschichte Telgtes.
Das Telgter Wappen zeigt eine junge Eiche (Telge), da Telgte ursprünglich von vielen Eichenwäldern umgeben war. Der Name Telgte leitet sich aus dem Wort Telge ab.
Westbevern (Einwohnerzahl: ca. 4000) war bis Mitte der 1970er Jahre ein eigenständig verwaltetes Dorf mit den Teilen Dorf, Vadrup und Brock (Brock gehört seit der kommunalen Gebietsreform zur Gemeinde Ostbevern). Durch Westbevern fließt als Zufluss der Ems die Bever. Attraktives Ausflugsziel ist das Haus Langen mit ehemaliger Doppelmühle an der Bever. Die neugotische Kirche St. Cornelius und Cyprian gehört seit einigen Jahren zur Pfarreiengemeinschaft St. Marien (Telgte und Westbevern).
Raestrup liegt an der B 64, auf der Strecke von Telgte nach Warendorf. In Raestrup ist die Kraftfahrerkapelle St. Christophorus. Raestrup hat einen Bahnhof, als Bedarfhaltestelle (hält nur auf Anfrage und bei Fahrgästen am Bahnhof).
Telgte grenzt an Münster, Greven, Ostbevern, Warendorf und Everswinkel.
Telgte ist Ausgangspunkt der Bundesstraße 64, die in Richtung Paderborn bis zum Harz führt. Über die Bundesstraße 51 ist Telgte mit Münster und Osnabrück verbunden.
Telgte ist durch die Regionalbahnlinie 67 (Strecke Münster – Gütersloh – Bielefeld – Detmold – Altenbeken) an das Eisenbahnnetz angeschlossen (Bahnhof Telgte, Haltepunkt Raestrup-Everswinkel).
Im Ortsteil Westbevern besteht Anschluss an die Regionalbahnstrecke Münster-Osnabrück.
Im Gebiet der Stadt Telgte befindet sich zudem der als Verkehrslandeplatz eingestufte Flugplatz Münster-Telgte, der einem privaten und geschäftlichen Flugbetrieb ermöglicht und zudem als Basis für vier Flugvereine dient.
Telgte ist überregional bekannt für das Krippenmuseum, den Mariä-Geburts-Markt mit großem Springreitturnier, der jeden September rund 40.000 Besucher anzieht, sowie die so genannte Telgter Wallfahrt, die jährliche Marienwallfahrt von Osnabrück nach Telgte. Sie ist eine der größten in Deutschland mit regelmäßig etwa 8000 Pilgern. Jährlich kommen insgesamt bis zu 150.000 Wallfahrer nach Telgte. Außerdem findet einmal jährlich die Kutschenwallfahrt statt, bei der sich oft über 100 Kutschen präsentieren. Diese Wallfahrt lockt jedes Jahr viele Zuschauer an die Straßenränder der Innenstadt.
Im Bild rechts die Propsteikirche St. Clemens (1280) und im Vordergrund die Wallfahrtskapelle aus der Zeit um 1650, welche das Ziel der Wallfahrten ist und eine Pietà (Maria mit totem Jesus im Arm) enthält. Der Sage nach soll sie aus der Marienlinde geschnitzt sein.
In dem Roman "Das Treffen in Telgte" von Günter Grass spielt die Stadt eine wichtige Rolle. In der Erzählung versammeln sich im Jahre 1647 in einem Telgter Gasthof bedeutende Dichter aus "Teutschland", wie es damals genannt wurde, um über Literatur und ein mögliches Ende des Dreißigjährigen Krieges zu diskutieren. (Telgte liegt/lag am sogenannten Friedensweg, der Wegstrecke zwischen Münster und Osnabrück, auf dem berittene Boten die Verhandlungspapiere zwischen den Parteien des Westfälischen Friedens hin und her beförderten.
Telgte unterhält mit folgenden Städten eine Städepartnerschaft:
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¹ Korrektur der Fortschreibungszahlen durch die Volkszählung 1970
| 1946–1947 | Wilhelm Lütke-Schwienhorst, CDU | ||||
| 1947–1949 | Ferdinand Busch, CDU | ||||
| 1949–1951 | Friedrich Sube, Zentrum | ||||
| 1951–1952 | Heinrich Decker, CDU | ||||
| 1952–1964 | Bernhard Rumphorst, CDU | ||||
| 1964–1967 | Wilhelm Hotte, CDU | ||||
| 1967–1969 | Friedrich Koppernagel, CDU | ||||
| 1969–1975 | Günter Karthaus, CDU | ||||
| 1975–1978 | Albert Bruens, CDU | ||||
| 1978–1984 | Günter Karthaus, CDU | ||||
| 1984–1996 | Reinhold Hotte, CDU | ||||
| 1996–1999 | Klaus Beck, SPD | ||||
| 1999–2004 | Ulrich Roeingh, CDU | ||||
| seit 2004 | Dr. Dietrich Meendermann, CDU | ||||
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