Meinestadt.de - Sundern/Sauerland - 25.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Datei:Stadtwappen Sundern (Sauerland).svg |
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Arnsberg | ||||
| Kreis: | Hochsauerlandkreis | ||||
| Höhe: | 195–648 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 192,86 km² | ||||
| Einwohner: | 29.249 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 152 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 59846 | ||||
| Vorwahlen: | 02933, 02934, 02935, 02393, 02395, 02724 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | HSK | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 58 044
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| Stadtgliederung: | 18 Ortsteile bzw. Stadtbezirke | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1 59846 Sundern (Sauerland) |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Friedhelm Wolf (CDU) | ||||
| Lage der Stadt Sundern (Sauerland) im Hochsauerlandkreis | |||||
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Sundern (Sauerland) ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Hochsauerlandkreis.
Inhaltsverzeichnis |
Das Gebiet Sunderns liegt an der nördlichen Abdachung des rechtsrheinischen Schiefergebirge. Durch das Stadtgebiet fließen unter anderem die Flüsse Röhr und Sorpe. Im Westen von Sundern befindet sich das Erholungsgebiet um den Sorpesee. Die Stadt wird von meistens über 500 Meter hohen Bergen umrahmt. Im Süden findet sich als höchste Erhebung der 648 m hohe Schomberg. Einen Großteil des Stadtgebietes nimmt der Naturpark Homert ein.
Im Norden von Sundern liegt die Stadt Arnsberg, im Nordosten grenzt Sundern an die Stadt Meschede, südöstlich liegt die Gemeinde Eslohe. Südlich grenzt die Gemeinde Finnentrop (Kreis Olpe) an. Im Südwesten grenzt Sundern an die Stadt Plettenberg und im Westen an die Stadt Balve, sowie an die Stadt Neuenrade.
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Einige Ortsteile der heutigen Stadt Sundern wurden im Zusammenhang mit dem Aufbau der Kirchenorganisation durch das Erzbistum Köln erstmals erwähnt. So gab es in Endorf einen bedeutenden, dem zu Beginn des 10. Jahrhundert gegründeten Stift Meschede gehörenden Hofverband. Auch die Arnsberger Grafen hatten etwa in Seidfeld, Amecke oder Hennighausen erhebliche Besitzungen, die 1165 erstmals erwähnt wurden. In der Phase des Landesausbaus der Grafschaft Arnsberg wurden die Freiheiten Stockum (976), Hagen (1296), Sundern (vor 1310) und Langscheid (1307) gegründet. Nach dem Übergang der Grafschaft an das kurkölnische Herzogtum Westfalen erhielt Allendorf (1407) sogar Stadtrechte. Während die Orte Allendorf, Sundern, Hagen, Hachen und Langscheid bei den Landtagen des Herzogtums Mitglied der Städtekurie waren, waren aus dem Gebiet Sundern die Freiherrn von Wrede (Amecke) und von Plettenberg (Stockum) in der Ritterkurie vertreten.
Im Mittelalter erhob Sundern den Anspruch auf Zugehörigkeit zur Hanse, der allerdings stets umstritten blieb. In der frühen Neuzeit war das Gebiet der heutigen Stadt Sundern ein Zentrum des Bergbaus und der Eisenverhüttung. Überreste der frühen Bergbauindustrie finden sich noch in der sog. Hermannszeche im Stadtteil Allendorf und ehemaligen Bleibergwerk "Churfürst Ernst" in Bönkhausen. Mit der Industrialisierung brachen diese Einkommensquellen weitgehend zusammen. In Teilen des heutigen Stadtgebiets kam es zur Reagrarisierung und zu starken Abwanderungsbewegungen. Vor allem mit dem Bau der Röhrtalbahn begann in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung gestützt auf die metallindustrielle Fertigwarenproduktion.
Die Stadt Sundern entstand am 1. Januar 1975 durch den Zusammenschluss (und oft auch gegen den Widerstand) mehrerer bisher selbstständiger Gemeinden, darunter Allendorf, Amecke, Endorf, Hagen, Hellefeld, Hachen, Langscheid und Stockum. Rechtsgrundlage war damals das sog. Sauerland/Paderborn-Gesetz, 1. Abschnitt, § 6.
Entwicklung der Einwohnerzahl (Gemeinde Sundern, ohne Eingemeindungen) 1858–1939
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1995 jeweils zum 31. Dezember):
Bei der Kommunalwahl am 26. September 2004 hat sich folgende Sitzverteilung im Stadtrat ergeben:
| Partei/Gruppierung | Sitze | Änderung |
|---|---|---|
| CDU | 23 | ± 0 |
| SPD | 9 | -1 |
| FDP | 3 | ± 0 |
| Bündnis 90/Die Grünen | 3 | +1 |
| Datei:Stadtwappen Sundern (Sauerland).svg | Blasonierung:
In Silber ein wachsender goldnimbierter Johannes Evangelist im blauen Gewand und mit goldenen Haaren, in der Rechten einen goldenen Kelch haltend, über dem eine blaue Schlange schwebt. Beschreibung: Nach der kommunalen Neugliederung entschied sich der Stadtrat, ein neues Wappen einzuführen. Er entschied sich für das in der Arnsberger Wappensammlung gezeichnete und bis 1956 ohne amtliche Genehmigung geführte Wappen. Der Evangelist Johannes mit den Attributen Kelch und Schlange ist der Schutzpatron von Sundern und Patron der Pfarrkirche. Die amtliche Genehmigung erfolgte am 26. Juni 1978.[1] |
Etwa fünf Kilometer südöstlich des Ortsteiles Endorf liegt mitten im Wald das Mitte des 19. Jahrhunderts aufgegebene Kloster Brunnen mit einer sehenswerten kleinen Kirche und einer als heilkräftig angesehenen Quelle. Der Stifter des Klosters war der Kölner Kurfürst Clemens August. Berühmt ist vor allem die Orgel aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die heute noch zu Konzerten erklingt. In der Kirche findet sonntags ein Gottesdienst statt, der vor allem Menschen aus den umliegenden Orten der Stadt Sundern und der Gemeinde Eslohe anzieht. Das Klostergebäude selbst wird heute von der Katholischen Jungen Gemeinde benutzt. Bis in die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts befand sich hier eine einklassige Volksschule, eine so genannte „Zwergschule“, mit den Klassen 1 bis 8, die alle gemeinsam von einem einzigen Lehrer unterrichtet wurden. Besucht wurde sie von Schülern aus Brenschede und Röhrenspring. Beide Orte gehörten zur früheren politischen Gemeinde Endorf.
Zwischen Linnepe und Endorf befinden sich am Dümberg (577 m) die Reste einer Wallburg aus dem 10. Jahrhundert, der "Güllene Ring".
In Endorf befindet sich außerdem der Strackenhof, das älteste noch erhaltene Steinhaus im gesamten kurkölnischen Sauerland. Obwohl der Hof unter Denkmalschutz steht, möchte die Stadtverwaltung dieses kulturelle Erbe aus Kurzsichtigkeit abreißen lassen.
Bemerkenswert ist auch die barocke Kirche des Stadtteils Allendorf (etwa 1725), mit einer Orgel aus dem späten 18. Jahrhundert. Im Turmgeschoss spätgotisches Sakramentshaus. Monumentaler, grünmarmorierter Hochaltar (etwa 1750)
Die gewerbliche Struktur der Stadt ist durch kleine und mittelständische Unternehmen geprägt. Es überwiegt die metallverarbeitende Industrie, die Herstellung von Leuchten sowie die Produktion von Papier und Kartonagen. Die Firma Severin (Produktion von Elektro-, Haus- und Küchengeräten) zählt zu den größten ortsansässigen Unternehmen. Die Miteigentümer der Firma Severin, Severin und Rudolf Schulte, sind außerdem mit etwa 9 % Anteilseigner der Fluggesellschaft Air Berlin; bis zu deren Börsengang im Mai 2006 besaßen sie sogar 25 % der Firma. Weitere bedeutende Unternehmen sind die Wellpappenfabrik Tillmann, der Produzent von Einrichtungszubehör Blome, die Haushaltswarenfabrik Schulte-Ufer, Fahrrad-Zubehör-Hersteller SKS Germany und der Beschlägehersteller Franz Miederhoff OHG.
Der produzierende Sektor konzentriert sich im Wesentlichen entlang der Röhr zwischen den Stadtteilen Sundern, Stemel und Hachen. War der produzierende Bereich mit früher 70 Prozent Anteil an der Gewerbestruktur überrepräsentiert, nahm in den letzten Jahren die Bedeutung von Handel und Dienstleistungen deutlich zu. Erhebliche Bedeutung hat zudem der Tourismus insbesondere rund um den Sorpesee.
Sundern wird vor allem von Land-, Kreis- und Ortsstraßen erschlossen. Bundesstraßen verlaufen über das Stadtgebiet. Eine direkte Anbindung an eine Bundesautobahn besteht nicht. Früher bestand ein Eisenbahnanschluss an die Röhrtalbahn. Eine Bahn-Anbindung der Stadt Sundern ist in der Verkehrsplanung des Landes NRW (IGVP) als „Bedarf ab 2015“ eingestuft.
Bis vor kurzem gab es in Sundern Geschäftsstellen der Regionalzeitungen Westfälische Rundschau und Westfalenpost. Allerdings haben beide Blätter weiterhin Redaktionen in der Stadt. Neben einigen Anzeigenblättern existiert mit Dorf!nfo.de ein lokaler, privater Onlinedienst.
In Sundern gibt es ein Schulzentrum, zu dem seit August 2008 eine Gemeinschafts-Hauptschule (nach zusammenlegung der zwei Hauptschulen), die Realschule (1925 als Rektoratsschule gegründet) und das 1970 gegründete Gymnasium gehören. Im Primarbereich bestehen in der Kernstadt und den umliegenden Dörfern insgesamt neun Grundschulen. Außerdem existiert eine Förderschule für Lernbehinderte.
Von überlokaler Bedeutung ist das Bildungszentrum Sorpesee des Hochsauerlandkreises im Ortsteil Langscheid.
Die Ehrenbürger der Stadt Sundern und ihrer ehemaligen Gemeinden:
Arnsberg | Bestwig | Brilon | Eslohe (Sauerland) | Hallenberg | Marsberg | Medebach | Meschede | Olsberg | Schmallenberg | Sundern (Sauerland) | Winterberg
Allendorf | Altenhellefeld | Amecke | Endorf | Enkhausen | Hachen | Hagen/Wildewiese | Hellefeld/Herblinghausen | Hövel | Sundern | Langscheid | Linnepe | Meinkenbracht | Stemel | Stockum | Westenfeld
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