Freitag, 25.05.2012



Lexikon Suche


Sünching

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sünching
Sünching
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sünching hervorgehoben
48.87972222222212.354444444444341Koordinaten: 48° 53′ N, 12° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Sünching
Höhe: 341 m ü. NN
Fläche: 19,41 km²
Einwohner: 1975 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93104
Vorwahl: 09480
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 201
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Schulstraße 26
93104 Sünching
Webpräsenz:
Bürgermeister: Erwin Rist (FUW)

Sünching ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Sünching.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Sünching liegt in Bayern, Reg.Bez Oberpfalz an der Großen Laber.

Gemeindegliederung

(Einwohnerstand 28. August 2002)

  • Am Hardt (92 E.)
  • Haidenkofen (123 E.)
  • Sünching (1755 E.) inkl. Schloss
  • Ziegelstadel (8 E.)

Geschichte

Sünching wird 773 erstmals urkundlich erwähnt. Das Ortsadelsgeschlecht der Sünchinger ist von Mitte des 12. bis Mitte des 14. Jahrhunderts nachweisbar. Die Freiherrn, dann Grafen von Seinsheim residierten von 1573 bis 1958 auf Schloss Sünching.Das Schloss ist ein Oktogon mit achteckigem, unregelmäßigen Innenhof, die Baugeschichte ist außergewöhnlich gut dokumentiert, es handelt sich um eine der schönsten Rokokoanlagen Süddeutschlands. Es wurde ununterbrochen von der Bauherrenfamilie bewohnt, die musealen Räume sind der Öffentlichkeit zugänglich. Durch Heirat ging der Besitz von der letzten Seinsheim an die Familie Freiherr von Hoenning O´Carroll über. Die gefürstete Seitenlinie der Seinsheimer blüht unter dem Namen Schwarzenberg noch fort.


Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder.

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Sehenswertes

  • Schloss Sünching: Das erste Schloss wurde wohl im 12/13.Jh. vom Geschlecht der Sünchinger erbaut, erstmals erwähnt wurde es 1395. 1573 erwarb es Georg Ludwig der Ältere Freiherr von Seinsheim. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde es als Pestkrankenhaus genutzt und danach niedergebrannt. 1668 an der Stelle ließ Freiherr Christian von Seinsheim ein Wohnhaus errichten. Franz Xaver von Seinsheim ließ 1758 vom damaligen Münchner Hofbaumeister die heutige oktogonale Wasserburg mit oktogonalem Innenhof als standesgemäßes Quartier für seinen Bruder, den Fürstbischof von Würzburg und Bamberg Adam Friedrich von Seinsheim erbauen. Sehenswert sind der Festsaal mit Ausstattung im Stil des bayerischen Rokoko mit Schnitzereien von Ignaz Günther und Nebenkabinetten, sowie das Treppenhaus, dessen Fresko Johann Adam Schöpf schuf, die Schlosskapelle und die beiden Bibliotheken. Nach dem Tod der letzten Gräfin Seinsheim kam es in den Besitz ihres Enkels, des Freiherrn von Hoenning O`Carroll. Das Schloss wird seitdem von ihm und seiner Familie bewohnt. Die einst reichhaltige Ausstattung ist jedoch leider nicht mehr vorhanden.


  • Pfarrkirche Sünching: Die heutige Kirche stammt von 1700, der 58 Meter hohe Turm mit Helmdach ist 200 Jahre älter und stammt von einem der Vorgängerbauten. Ein Stifterwappen am Turm weist Joachim von Stauf Freiherr zu Ehrenfels als Stifter des 1502 vollendeten Vorgängerbaus aus. Aber auch schon 1148 wird eine Sünchinger Kirche als Nebenkirche des Kloster Niederalteich erwähnt. Chor mit Kreuzjoch und dreiseitigen Kappenschluss. Das Langhaus besitzt eine Spiegeldecke. Der im 20 Jhd. geplante Neubau wurde durch das Patronat verhindert. Die Kapellen zeigen Stukkaturen vom Anfang des 18. Jh. Unter der Kirche befindet sich die Gruft der Seinsheimer.

Verkehr

  • Haltepunkt Sünching an der Bahnlinie Regensburg - Passau

Schulen

Grund- und Teilhauptschule Sünching, Montessorigrundschule Sünching

Literatur

  • Josef Fendl: 1200 Jahre Sünching. Beiträge zur Geschichte einer Gäubodengemeinde. Sünching 1977.


Weblinks

Commons Commons: Sünching – Bilder, Videos und Audiodateien
en:Sünching

eo:Sünching fi:Sünching it:Sünching nl:Sünching pl:Sünching ro:Sünching ru:Зюнхинг vo:Sünching