Meinestadt.de - Süderbrarup - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | ||
| Kreis: | Schleswig-Flensburg | ||
| Amt: | Süderbrarup | ||
| Höhe: | 28 m ü. NN | ||
| Fläche: | 8,1 km² | ||
| Einwohner: | 3859 (30. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 476 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 24392 | ||
| Vorwahl: | 04641 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | SL | ||
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 59 083
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| Adresse der Amtsverwaltung: | Königstraße 5 24392 Süderbrarup |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Joh.-Peter Henningsen (CDU) | ||
| Lage der Gemeinde Süderbrarup im Kreis Schleswig-Flensburg | |||
| Datei:Suederbrarup in SL.PNG | |||
Die amtsangehörige Gemeinde Süderbrarup (dänisch Sønder Brarup) liegt im Kreis Schleswig-Flensburg im schleswig-holsteinischen Landesteil Südschleswig auf der Halbinsel Angeln. Hier bildet sie ein Unterzentrum sowie den Amtssitz des gleichnamigen Amtes. Süderbrarup ist ein anerkannter Erholungsort.
In Süderbrarup befand sich eine radiumhaltige Quelle, welche schon in vorchristlicher Zeit das Ziel von Wallfahrten war, seit dem Bau des Stadions jedoch versiegt ist.
Inhaltsverzeichnis |
Das Gemeindegebiet ist seit der Bronzezeit bewohnt, aus der mehrere Grabhügel erhalten sind. Besonders wichtig ist jedoch das 1861 erstmals geöffnete Hünengrab Kummerhy westlich des Thorsberger Moors, das um 800 v. Chr. errichtet wurde und mit einem Steinkreis umgeben ist. Insgesamt befinden sich 22 Grabhügel in dem Gebiet.
Das Thorsberger Moor, aus dem bislang eine Moorleiche, viele Gebrauchsgegenstände und Waffen sowie Kunstgewerbegegenstände wie Schmuck u. a. geborgen wurden, war - wie der Name bereits sagt - dem germanischen Kriegsgott Thor als Opferstätte geweiht. Man geht davon aus, dass Thorsberg die wichtigste Kultstätte der Region war - schon der Umstand, dass der alte Name Thorsberg auch in christlicher Zeit nicht vergessen wurde, deutet darauf hin. Die meisten der zum Teil einzigartigen Fundstücke werden heute im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum im Schloss Gottorf (Schleswig) aufbewahrt. Die Vielzahl an gebrauchten, schartigen Waffen, die im 4. Jahrhundert planmäßig im Moor versenkt wurden, wird oft als ein Hinweis auf schwere Kämpfe gedeutet, die in dieser Zeit in Jütland getobt zu haben scheinen und vermutlich in Zusammenhang mit der großen Völkerwanderung stehen. So ist denkbar, dass die militärischen Konflikte im Kontext der Auswanderung der meisten Angeln nach Britannien von Bedeutung waren.
Der Ort Süderbrarup wurde 1231 erstmals als Syndräbrathorp (brathorp: Dorf am Hang) erwähnt. Auf der anderen Seite der Oxbek gibt es entsprechend auch Norderbrarup, das bis ins 19. Jahrhundert der wichtigere Ort war.
Zu Süderbrarup gehören die (teilweise historischen) Ortsteile
Blasonierung: „In Blau ein kreisrundes, vorgeschichtliches goldenes Schmuckstück, bestehend aus einem breiten äußeren und einem mit diesem durch vier Stege verbundenen, schmaleren inneren Ring, der einen sogenannten Dreiwirbel einschließt.“[1]
In Süderbrarup gibt es einen Sportverein und mehrere Chöre und Musikvereine.
Der Brarup-Markt, der am letzten Juli-Wochenende stattfindet, ist der größte ländliche Jahrmarkt in Schleswig-Holstein. Er wurde im Jahr 1593 erstmals erwähnt und konnte deshalb 1993 sein 400-jähriges Jubiläum feiern.
Der Brarup-Markt hat sich im Laufe der Jahrhunderte von einem bäuerlichen Markt zu einem Volksfest mit Schaustellern und Künstlern entwickelt. Heute handelt es sich um einen Jahrmarkt mit Fahrgeschäften und Buden, es gibt aber immer noch den traditionellen Viehmarkt am vorletzten Markttag.
Süderbrarup hat eine große wirtschaftliche Bedeutung für die Region Angeln. Im Zentrum befinden sich viele Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen. Im Frühjahr 2006 wurde in der Nähe der Ortsmitte (Luftlinie zum Orts-Zentrum "Germaniaplatz": 400m) ein Einkaufszentrum, das so genannte „Süder-Center“, eröffnet.
Bis in die 1990er Jahre gab es in Süderbrarup eine Bundeswehrkaserne, die nach dem Thorsberger Moor benannt war. Heute befindet sich auf diesem Grundstück ein Baumarkt.
Die Bundesstraße 201 verbindet Süderbrarup mit Schleswig und der A 7. Süderbrarup liegt an der 13 km langen Eisenbahnlinie Kappeln-Süderbrarup. Die heute als Angelner Dampfeisenbahn bezeichnete Strecke dient nach Einstellung des Personenverkehrs 1970 und später des Güterverkehrs nach Kappeln nur noch als Museumsbahn. Weitere Bahnverbindungen bestehen im Stundentakt auf der Bahnstrecke Kiel–Flensburg.
Bis Anfang der 1970er Jahre gab es die Kreisbahn nach Schleswig, die von den Schleswiger Verkehrsbetrieben unterhalten wurde. Auf dem ursprünglichen Schienenweg ist heute ein Rad- und Wanderweg errichtet.
In der Gemeinde gibt es eine Bücherei, ein Jugendzentrum und ein Freibad.
In der Gemeinde gibt es vier Kindergärten (einer von ihnen ist ein dänischer Kindergarten), eine Grundschule, eine Realschule und eine Hauptschule. Die Realschule und die Hauptschule werden nach dem Sommer 2008 eine Gemeinschaftschule bilden. Daneben gibt es auch eine Förderschule und eine Dänische Schule.
Adolf Petersen (20. Mai 1874 - 22. August 1949), Postmeister, Lokalpolitiker und -historiker.
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