Meinestadt.de - Stolzenau - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Nienburg/Weser | |
| Höhe: | 29 m ü. NN | |
| Fläche: | 65 km² | |
| Einwohner: | 7565 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 116 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 31592 | |
| Vorwahl: | 05761 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NI | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 56 032 | |
| Gemeindegliederung: | 9 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Am Markt 4 31592 Stolzenau |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bernd Müller | |
Stolzenau ist eine Einheitsgemeinde des Landkreises Nienburg/Weser in Niedersachsen an der Weser.
Inhaltsverzeichnis |
Stolzenau liegt an der Mittelweser in der Marsch- und Geestlandschaft des Mittleren Wesertals, südwestlich der Kreisstadt Nienburg/Weser am linken Weserufer.
Die Gemeinde grenzt im Norden an den Flecken Steyerberg und im Osten an die Samtgemeinde Landesbergen. Im Südosten bilden das Land Nordrhein-Westfalen (Landkreis Minden-Lübbecke, Petershagen) und im Südwesten und Westen die Samtgemeinde Uchte die Grenze.
Seit der Gebietsreform vom 1. März 1974 besteht die Gemeinde Stolzenau aus den Ortsteilen
Des Weiteren gehören die Ortschaften Alterkamp, Böthel, Sögeberg und Kohlenweyhe zur Gemeinde Stolzenau.
Der Name Stolzenau kommt soweit bekannt, urkundlich zuerst am 23. Februar 1370 vor. Er bedeutet Stolze Aue und ist aus den Schreibweisen Stoltenouwe, Stoltenow, Stotzenow, Stoltzenaw und Stoltzenawe entstanden.
Der Ort Stolzenau war zu verschiedenen Zeiten Residenz der Grafen von Hoya. Durch den Tod Graf Friedrichs in 1503 wurde die ganze Grafschaft Hoya als Lehn von den Herzögen von Braunschweig und Lüneburg übernommen und so kam Stolzenau zu diesem Herzogtum.
1594 wurde der Flecken durch eine große Feuersbrunst heimgesucht, hierbei brannten 85 Bürgerhäuser ab. Auch von den Schrecken und Wirren des Dreißigjährigen Krieges blieb Stolzenau nicht verschont.
Der Feldherr Tilly eroberte Stolzenau am 15. August 1625. Am 26. Oktober 1625 wurde die Festung jedoch wieder den Dänen übergeben. Der Flecken hat bei dem ständigen Wechsel und den immer wiederkehrenden Belagerungen stark gelitten. Durch schlimme Krankheiten, wie die Blutpest (1624) und eine hitzige Hautkrankheit, wurden viele Bürger weggerafft.
Nach dem westfälischen Frieden waren das Amt und auch der Flecken so sehr in Verfall geraten, dass sie sich in vielen Jahren nicht wieder erholen konnten. Vom siebenjährigen Krieg wurde Stolzenau weniger betroffen; dafür hatte der Flecken während der französischen Okkupation um so mehr zu leiden.
Erst nach 1815 begann der wirtschaftliche Aufschwung des Fleckens. 1828 wurde die heutige Kirche errichtet. 1884 wurde der Flecken Sitz des neu gebildeten Kreises Stolzenau. Die Kreisverwaltung war bis 1932 im alten Schloss untergebracht. Später wurde das Schloss als Arbeitsdienstlager genutzt. Nach 1945 diente es Wohnzwecken. 1885 wurde der Grundstein für das heutige Rathaus gelegt. Das Schloss wurde im Jahre 1965 abgebrochen und an dieser Stelle die neue Realschule (Schlossschule) errichtet.
Trotz der regen Bautätigkeit nach 1950 blieb der mittelalterliche Charakter des alten Ortskernes in seinen Grundzügen erhalten. Die Bedeutung, die dem Flecken Stolzenau heute für den südlichen Teil des Kreises zukommt, wird durch die im Raumordnungsprogramm für den Regierungsbezirk Hannover vorgenommene Ausweisung als Grundzentrum besonders zum Ausdruck gebracht.
Überwiegend sind in Stolzenau die evangelisch-lutherische und römisch-katholische Kirche vertreten. Außerdem gibt es Anhänger der Neuapostolischen Kirche und des Islam.
| 1. Juli 2008 | 7.650 Einwohner |
| 28. November 2006 | 7.714 Einwohner |
| 30. Juni 2006 | 7.527 Einwohner |
| 16. März 2006 | 7.638 Einwohner |
| 31. Dezember 2005 | 7.536 Einwohner |
| 30. Juni 2005 | 7.511 Einwohner |
| 31. Dezember 2004 | 7.532 Einwohner |
Die 20 Sitze des Gemeinderats verteilen sich wie folgt:
(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)
Zum 1. November 2006 übernahm Bernd Müller vom vormaligen Bürgermeister Ulrich Rokahr das Amt. Bernd Müller gewann nach einer Stichwahl gegen Doris Engelking.
In besagter Dreifachsporthalle trägt die Erstvertretung des Handballvereins HSG Loccum/Stolzenau ihre Heimspiele aus. In der jüngsten Vergangenheit ist der Verein drei Mal aufgestiegen. Jedoch wurde der letzte Aufstieg auf Grund einer zu dünnen Personaldecke nicht angenommen. So spielt man auch in der Saison 2008/2009 in der 1. Kreisklasse. Anzumerken ist noch, dass zu den Heimspielen regelmäßig über 50 Zuschauer erscheinen, auf dieser Spielebene vielleicht unerreicht.
Als ehemalige Kreisstadt und Unterzentrum weist Stolzenau eine gute Infrastruktur auf, die einen Vergleich mit Mittelzentren nicht zu scheuen braucht. Viele Behörden haben hier ihren Sitz. Stolzenau ist die Einkaufsstadt des Südkreises Nienburg/Weser. Neben einem Ortskern gibt es viele am Stadtrand liegende Einkaufszentren. Die meisten Einwohner des Südkreises haben ihren Arbeitsplatz in Stolzenau gefunden.
Die Wirtschaft in Stolzenau ist vor allem durch Landwirtschaft, Kunststoffverarbeitung und Kiesabbau geprägt. Hier hat sich die größte Kunstlederfabrik Deutschlands angesiedelt (Era). Diese beliefert bekannte große Automobilhersteller wie VW oder Opel.
Die Weser verbindet Stolzenau mit dem Internationalen Binnenschifffahrtsverkehr unter anderem über das nahegelegene Wasserstraßenkreuz in Minden.
Der nächste Bahnhof ist Leese-Stolzenau an der Weser-Aller-Bahn Rotenburg (Wümme)–Minden, etwa drei Kilometer östlich des Ortszentrums. Ber Bahnhof wird werktags alle zwei Stunden vom „Porta-Express“ Nienburg–Minden–Bielefeld und an Wochenenden im gleichen Takt von der „Weser-Aller-Bahn“ Rotenburg–Verden–Nienburg–Minden bedient.
Buslinien der Verkehrsgesellschaft Landkreis Nienburg verbinden Stolzenau mit Uchte, Nienburg/Weser, Steyerberg, Rehburg-Loccum und Wunstorf.
Stolzenau hatte früher eine eigene Tageszeitung. Es war das "Stolzenauer Wochenblatt" Jetzt wird Stolzenau mit der Nienburger Tageszeitung "Die Harke" versorgt. Zusätzlich erscheint monatlich die "Rund um Stolzenau" mit einer Auflage von ca 15.000 Exemplaren und der "Blickpunkt Nienburg".
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