Meinestadt.de - Steißlingen - 25.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Konstanz | |
| Höhe: | 465 m ü. NN | |
| Fläche: | 24,52 km² | |
| Einwohner: | 4606 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 188 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 78256 | |
| Vorwahl: | 07738 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KN | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 35 077 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Schulstraße 19 78256 Steißlingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Artur Ostermaier | |
Steißlingen ist eine Gemeinde im Landkreis Konstanz in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
Der staatlich anerkannte Erholungsort Steißlingen liegt nördlich des Bodensees im Hegau.
Die Gemeinde grenzt im Norden an Orsingen-Nenzingen, im Osten an die Stadt Stockach, im Süden an die Stadt Radolfzell am Bodensee und im Westen an die Stadt Singen (Hohentwiel) und Volkertshausen.
Zur Gemeinde Steißlingen mit der früher selbstständigen Gemeinde Wiechs gehören sieben Dörfer, Weiler und Höfe. Zur Gemeinde Steißlingen im Gebietsstand vom 30. Juni 1972 gehören das Dorf Steißlingen, der Weiler Maierhöfe, die Höfe Hardtmühle und Ziegelhof. Zur ehemaligen Gemeinde Wiechs gehören das Dorf Wiechs und der Weiler Schoren.[2]
Die Gemeinde Steißlingen hat 4.608 Einwohner (Stand: 28. Februar 2009)[3]. 51,8 % der Bevölkerung sind Frauen, 48,2 % Männer. Der Ausländeranteil beträgt 4,5 % (Stand: 31. Dezember 2008)[4].
Die Geburtenziffer hat sich im Jahr 2008 leicht auf 7,1 erhöht, ist aber im Allgemeinen rückläufig. Die Sterbeziffer liegt mit 9,1 etwa im Durchschnitt der Vorjahre. Der natürliche Bevölkerungsrückgang beträgt somit 0,2 %. Das gesamte Bevölkerungswachstum war bis 2006 im Allgemeinen relativ hoch; seitdem ist die Einwohnerzahl jedoch weitgehend konstant. Insgesamt sind 19,0 % der Steißlinger 65 Jahre und älter (Stand: 31. Dezember 2008).[5]
| 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohnerzahl | 4.166 | 4.247 | 4.308 | 4.399 | 4.423 | 4.496 | 4.565 | 4.612 | 4.609 | 4.620 |
| Geburtenziffer | 11,3 | 13,7 | 10,0 | 9,3 | 9,5 | 12,5 | 9,2 | 8,2 | 6,7 | 7,1 |
| Sterbeziffer | 7,7 | 5,9 | 9,1 | 7,7 | 10,9 | 8,9 | 8,8 | 7,6 | 11,3 | 9,1 |
| Natürliches Bevölkerungswachstum | 0,4 % | 0,8 % | 0,1 % | 0,2 % | −0,1 % | 0,4 % | 0,0 % | 0,1 % | −0,5 % | −0,2 % |
| Gesamtes Bevölkerungswachstum | k.A. | 1,9 % | 1,4 % | 2,1 % | 0,5 % | 1,7 % | 1,5 % | 1,0 % | −0,1 % | 0,2 % |
Seit 1. Juli 1972 gehört zur Gemeinde Steißlingen die zuvor selbstständige Gemeinde Wiechs, nachdem 1935 eine Eingemeindung am Widerstand beider Gemeinden gescheitert war.
Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Wiechs zeigt in Rot einen golden bordierten schwarzen Schrägbalken, begleitet von je einem achtspeichigen goldenen Rad.
Wiechs hat heute zusammen mit Schoren etwa 180 Einwohner.[6]
Umweltgeschichtliche und archäologische Untersuchungen an jahreszeitlich geschichteten Sedimenten des Steißlinger Sees zeigen beispielhaft für Mitteleuropa die Entwicklung der Landschaft im Laufe der letzten 16.000 Jahre. Erste Bodenfunde auf der Steißlinger Gemarkung reichen bis in die mittlere Steinzeit zurück. Der Name Steißlingen selbst ist alemannischen Ursprungs. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1155, Steißlingen wird in der so genannten Barbarossaurkunde erwähnt und als Besitzung des Bistums Konstanz ausgewiesen. Um 1400 kam der Ort zur Landgrafschaft Nellenburg und mit dieser 1465 an Vorderösterreich. Einen großen Einschnitt in die Entwicklung brachte das Jahr 1499, als die Dörfer Steißlingen und Wiechs im Schweizerkrieg von den Eidgenossen geplündert und abgebrannt wurden.
Die Steißlinger Grundherren waren seit 1672 die Ebinger von der Burg. Seit 1780 bewohnen die Freiherren von Stotzingen das Schloss in Steißlingen. 1810 wurde Steißlingen badisch.
Als der Landkreis Stockach 1973 aufgelöst wurde, wechselte Steißlingen in den Landkreis Konstanz.
Aufgrund der Zugehörigkeit zu Vorderösterreich ging die Reformation an Steißlingen vorbei, so dass auch heute noch die Mehrheit der Bevölkerung zur römisch-katholischen Kirche gehört. Neben der St. Remigius-Kirche im Hauptort bestehen auch noch drei römisch-katholische Kapellen. Seit 1957 gibt es mit der Friedenskirche auch ein evangelisches Gotteshaus im Ort.
Die Gemeinde gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Singen (Hohentwiel) an.
Dem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden vierzehn Mitglieder an. Im Einzelnen erbrachte die Wahl folgendes Ergebnis:
| CDU | 40,6 % | -2,2 | 6 Sitze | ±0 |
| FW | 36,2 % | +2,6 | 5 Sitze | ±0 |
| SPD | 23,2 % | -0,4 | 3 Sitze | ±0 |
Bürgermeister von Steißlingen ist seit Januar 1978 Artur Ostermaier.
Blasonierung: In Gold (Gelb) auf einer liegenden, vierendigen blauen Hirschstange (Zinken nach unten) stehend ein flugbereiter, rot bezungter schwarzer Geier.
Der Geier repräsentiert die früheren Grundherren Ebinger von der Burg, während die Hirschstange für die Landgrafen von Nellenburg steht.
Steißlingen gehört gemäß Landesentwicklungsplan 2002 des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg zum Mittelbereich Singen (Hohentwiel) und zum Oberbereich Konstanz.
In Steißlingen waren zum Jahresende 2008 insgesamt 324 Gewerbebetriebe (inklusive Nebengewerbe) gemeldet, dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs von 6,8 %.
Der Ort verfügt über die Grund- und Hauptschule Steißlingen (GHS) mit integrierter Werkrealschule. An der Grundschule wird eine sichere Betreuungszeit im Rahmen der verlässlichen Grundschule angeboten. Außerdem können die Kinder in der Schule mittagessen, wenn nachmittags Unterricht stattfindet. Für lernschwache Kinder wird von über 20 ehrenamtlich Tätigen eine Hausaufgabenbetreuung angeboten. Schulleiterin der GHS ist Susanne Eich-Zimmermann, stellvertretender Schulleiter ist Peter Zimmermann. In der Schule arbeiten 21 Lehrer; sie wird von 355 Schülern in 16 Klassen besucht.[7] Die durchschnittliche Klassengröße lag mit 22,5 Schülern an der Grundschule und 21,6 an der Hauptschule im Schuljahr 2006/07 im Durchschnitt der Region. Im gleichen Jahr waren 26 % der Schulübergänge von der Grundschule an Hauptschulen, 33 % an Realschulen und 41 % an Gymnasien.[8]
In Steißlingen gibt es den kommunalen Kindergarten Storchennest und den römisch-katholischen Kindergarten St. Elisabeth. Im Kindergarten Storchennest werden seit September 2006 Kinder ab zwei Jahren aufgenommen. Außerdem gibt es für Kinder bis drei Jahre eine privat organisierte Spielgruppe.
Im sanierten Bürgerhaus im Ortszentrum an der Langestraße residiert die Gemeindemusikschule sowie die katholische öffentliche Bücherei.
Das Sportareal im Mindlestal sowie der Bolzplatz in der Gartenstraße können außerhalb der Schul- und Trainingszeiten von jedermann genutzt werden.
Für Kinder und Jugendliche stehen im gesamten Gemeindegebiet zehn Spielplätze zur Verfügung. Besonders zu erwähnen ist der mehrfach ausgezeichnete Spiel- und Turngarten an der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule sowie der neu entstandene Spielplatz am Rehmenbach. Beide Spielplätze sind zu großen Teilen in Eigenleistung erbaut worden und sollen die Spiel- und Bewergungsfreude der Kinder und Jugendlichen nachhaltig fördern. Für Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren gibt es den von Jugendlichen geleiteten Jugendraum Siesta im Rathauskeller.
Die Steißlinger Torkel: Als Torkel (lat. torquere = drehen; torculum = Kelter) werden Weinpressen, aber auch das Gebäude, in der sie stehen, bezeichnet. Um 1500 war Baubeginn der jetzigen Torkel, 1620 standen acht große trukh (Torkeln) in der Steißlinger Herrentorkel. Im 19. Jahrhundert folgte der Niedergang des Weinbaus durch Missernten und Rebkrankheiten, 1912 brach ein Brand in der Torkel aus. Aufgrund neuer Rebkrankheiten wich 1929 der Weinbau dem Obstanbau, in den 1960er und 1970er-Jahren verfiel die Herrentorkel zusehends. 1976 bis 1979 erfolgten erste Restaurierungsmaßnahmen, 1991 kaufte die Gemeinde den Torkel, 2003 bis 2004 wurden grundlegende Sanierungsmaßnahmen am Gebäude durchgeführt (Restaurierung der Torkelbäume und der Quetsche). Im Mai 2004 fand die Einweihung und Übergabe der sanierten Torkel an die Bevölkerung statt..
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