Meinestadt.de - Steinheim/Westfalen - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| |
|
||||
| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Detmold | ||||
| Kreis: | Höxter | ||||
| Höhe: | 180 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 75,68 km² | ||||
| Einwohner: | 13.548 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 179 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 32839 | ||||
| Vorwahl: | 05233 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | HX | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 62 032
|
||||
| Stadtgliederung: | 9 Stadtbezirke | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktstraße 2 32839 Steinheim |
||||
| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Joachim Franzke (CDU) | ||||
| Lage der Stadt Steinheim im Kreis Höxter | |||||
Steinheim ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Höxter. Für den heutigen Ortsnamen Steinheim gibt es folgende historische Bezeichnungen: Stenhem, Steynhem, Steinheimb, Stenheym.
Das Mittelzentrum Steinheim bildet den wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Mittelpunkt der Steinheimer Börde, einer der Hauptlandschaften des früheren Fürstbistums Paderborn. Diese Landschaft wurde in Sachsenzeiten Wethi-Weizengau genannt. Landschaftlich besonders reizvoll ist das hügelige Vorland des Eggegebirges.
Inhaltsverzeichnis |
Steinheim liegt im oberen Weserbergland inmitten des Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge. Wichtigstes Fließgewässer ist die Emmer, die in Schieder zum Schiedersee aufgestaut wird und südlich von Hameln in die Weser fließt.
Das Gebiet der Stadt Steinheim ist in etwa gleich dem Steinheimer Beckens (nicht zu verwechseln mit dem durch Meteoriteneinschlag entstandenen Steinheimer Becken in Baden-Württemberg). Es ist eine wellige Muldenlandschaft, die von Höhenzügen begrenzt wird. In Richtung Südwesten zum Eggegebirge hin treten mehrere parallel verlaufende Bergkämme auf. Der Festgesteinsuntergrund wird hier wesentlich aus Ton-, Mergel-, Kalk- und Sandsteinen des Erdmittelalters bestimmt, vornehmlich aus dem Trias, Jura und der Unterkreide.
Diese Sedimentgesteine sind hier zwischen einem und 1,5 km stark. Sie wurden im Lauf der Erdgeschichte herausgehoben und in zahlreiche Sättel, Mulden, Gräben und Horste zerlegt.
Gesteine des Erdaltertums (Devon, Karbon und Perm) sind im tieferen Untergrund zu finden. Lockergesteine des Eiszeitalters, also Kies, Sand und Löss, haben weite Bereiche des Steinheimer Beckens eingeebnet.
Kalksteine, Sandsteine und Tonmergelsteine des unteren und oberen Muschelkalks, sowie Abschnitte des Keupers und der Unterkreide, sind die wichtigsten Grundwasserleiter. Zum Teil sind die Grundwässer jedoch durch Lösung von Gips und Steinsalz im tieferen Untergrund stark versalzen, so dass sie nicht als Trinkwasser verwendet werden können. In Schichten des mittleren Buntsandsteins liegt bei Vinsebeck ein Mineralwasservorkommen.
Im Nordosten des Stadtgebiets herrschen fruchtbare Parabraunerden aus schluffigem Lehm bis lehmigem Schluff vor, die intensiv ackerbaulich genutzt werden. Auf Höhenzügen auf Erosionsflächen treten oft Festgesteine des Keupers (Trias) an die Oberfläche. In diesen Gebieten treten Braunerden, teilweise (Pseudogley-Braunerden auf. Südwestlich kommen auf Muschelkalkgesteinen und Gesteinen des oberen Buntsandsteins lehmig-tonige Braunerden, manchmal auch Rendzinen vor. Im Westen hat das Stadtgebiet einen kleinen Anteil am Höhenzug des Eggegebirges, dort haben sich auf nährstoffarmen Sandsteinen Braunerde-Podsole und Pseudogleye) entwickelt. Daher werden diese Gebiete lediglich forstlich genutzt. In Bachtälern sind Grünlandstandorte zu finden, da Gleye oder auch braune Auenböden vorherrschen.[1].
Das Gebiet von Steinheim eignet sich an einigen Standorten weniger, ansonsten gut bis sehr gut zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (siehe dazu auch nebenstehende Karte).
Das Stadtgebiet von Steinheim bedeckt eine Fläche von 75,68 m². Die größte Ausdehnung in Nordsüdrichtung beträgt etwa 14,6 km, in Ostwestrichtung etwa 15,4 km.
| Fläche nach Nutzungsart[2] |
Landwirt- schafts- fläche |
Wald- fläche |
Gebäude-, Frei- und Betriebsfläche |
Verkehrs- fläche |
Wasser- fläche |
Sport- und Grünfläche |
sonstige Nutzung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fläche in km² | 47,62 | 16,99 | 5,74 | 4,25 | 0,63 | 0,37 | 0,09 |
| Anteil an Gesamtfläche | 62,92 % | 22,45 % | 7,58 % | 5,62 % | 0,83 % | 0,49 % | 0,12 % |
| Schieder-Schwalenberg | ||
| Horn-Bad Meinberg | |
Nieheim |
| Bad Driburg |
Nachbargemeinden von Steinheim sind im Osten und Südosten die Stadt Nieheim, im Süden die Stadt Bad Driburg (beide im Kreis Höxter), sowie im Westen und Nordwesten die Stadt Horn-Bad Meinberg und im Norden die Stadt Schieder-Schwalenberg (beide im Kreis Lippe).
Nach § 3 Abs. 1 ihrer Hauptsatzung gliedert sich die Stadt Steinheim in folgende neun Stadtbezirke[3], die vor 1970 eigenständige Gemeinden im Amt Steinheim bzw. im Fall von Grevenhagen im Kreis Detmold waren:
| Ortsteil | Einwohner | Gliederung von Steinheim |
|---|---|---|
| Bergheim | 1.126 | |
| Eichholz | 263 | |
| Grevenhagen | 260 | |
| Hagedorn | 110 | |
| Ottenhausen | 575 | |
| Rolfzen | 447 | |
| Sandebeck | 913 | |
| Steinheim | 8.614 | |
| Vinsebeck | 1.363 | |
| Gesamt | 13.848 |
Angegeben sind die Einwohnerzahlen nach Angaben der Stadt Steinheim und auf dem Stand vom 30. Juni 2007.[4]
Siehe: Klima in Ostwestfalen-Lippe
| Hauptstädte und Städte des Fürstbistums Paderborn bis 1802/03 (Stand 1789): |
|---|
| Paderborn, Warburg, Brakel, Borgentreich | Beverungen, Borgholz, Bredenborn, Büren, Driburg, Dringenberg, Gehrden, Calenberg, Kleinenberg, Lichtenau, Lippspringe, Lügde, Nieheim, Peckelsheim, Salzkotten, Steinheim, Vörden, Willebadessen, Wünnenberg |
| Landadelssitze im Fürstbistum Paderborn um 1665: |
|---|
|
Boke, Bökendorf, Borgentreich, Borgholz, Borlinghausen, Breitenhaupt, Brenken, Bühne, Dalheim, Daseburg, Dedinghausen, Desenberg, Dinkelburg, Eichholz, Eißen, Engar, Erpentrup, Essentho, Fürstenberg, Grevenburg, Hainholz, Helmern, Herbram, Herstelle, Himmighausen, Hinnenburg, Husen, Lichtenau, Liebenau, Lippspringe, Löwendorf, Lügde, Menne, Merlsheim, Natzungen, Niesen, Nordborchen, Peckelsheim, Pömbsen, Rheder, Riepen, Ringelstein, Salzkotten, Schweckhausen, Steinheim, Sudheim, Thienhausen, Thüle, Verne, Vinsebeck, Volbrexen, Wandschicht, Welda, Wehrden, Westheim, Wewer, Wintrup, Würgassen. |
Das Steinheimer Becken war, wie Funde beweisen, bereits in der Jungsteinzeit, vor 6000 Jahren, besiedelt. Schon früh wurde auf den fruchtbaren Böden Ackerbau betrieben. Das Gebiet wurde in der Zeit der Geburt Christi von dem germanischen Stamm der Cherusker bewohnt. Ihr herausragender Heerführer war Arminius, der im Jahr 9 n.Chr. in einer Schlacht drei römische Legionen vernichtete und so die Inbesitznahme Germaniens durch die Römer stoppte. Um 600 n.Chr. drangen sächsische Stämme aus dem nördlichen Deutschland in das heimische Gebiet ein und nahmen es in Besitz. Der Frankenkönig Karl der Große betrieb knapp 200 Jahre später die Christianisierung und durchsetzte das Land mit fränkischen Neusiedlern. Steinheim war eine der Urzellen der von Würzburg ausgehenden Mission. Steinheim wird zum ersten mal um 970 in den Güterschenkungen des Klosters Corvey erwähnt. Der Fürstbischof verlieh Steinheim 1275 das Stadtrecht. Ab dem 14. Jahrhundert bildete sich das Territorium Fürstbistum Paderborn (Hochstift) im Heiligen Römischen Reich, darin ab dem 16. Jahrhundert zum niederrheinisch-westfälischen Reichskreis. Steinheim wurde im Laufe der Geschichte mehrmals in ihrer Entwicklung zurückgeworfen, so durch die Pest, Brände und den Dreißigjährigen Krieg. Im Jahre 1618 starben 375 Menschen. Nachweislich kamen in den Jahren 1636 und 1637 - 230 Menschen an der Pest um. Vermutlich waren es noch viel mehr. Sie waren jedoch nicht in den Büchern der Pfarrei verzeichnet. Im Jahre 1637 hat der damalige Bürgermeister Homissen und der Rat der Stadt den Rochustag als Stadtfeiertag eingesetzt und das Rochus-Gelübde abgelegt. Seit dieser Zeit ist die Stadt vor weiteren Pestepidemien verschont geblieben. Der Rat der Stadt Steinheim hat im Jahre 1971 beschlossen, die Patenschaft über ein Krankendorf für Lepra- und Tuberkulosekranke in Kalemie in der Demokratischen Republik Kongo in Afrika zu übernehmen. Seitdem werden alljährlich am Steinheimer Stadtfeiertag St. Rochus Sammlungen für dieses Krankendorf durchgeführt.
Steinheim gehörte seit der Gründung zur weltlichen Herrschaft des deutschen Bistums Paderborn, ursprünglich im Herzogtum Sachsen. Nach dem Wiener Kongress fiel die Stadt endgültig an Preußen, nachdem sie von 1806 bis 1813 dem von Napoleon gegründeten Königreich Westfalen zugeordnet war. 1945–1949 war Steinheim Teil der britischen Besatzungszone, ab 1946 staatlich regiert vom Land Nordrhein-Westfalen bzw. ab 1949 auch durch die Bundesrepublik Deutschland.
Die Mehrheit der Bevölkerung Steinheim ist wie im gesamten Gebiet des ehemaligen Hochstift Paderborn katholisch.
In Steinheim gibt es eine evangelische Kirchengemeinde sowie die katholischen Kirchengemeinden St. Marien in der Kernstadt und St. Dionysius im Ortsteil Sandebeck.
Ein Indiz für die Verteilung der Religionen kann die konfessionelle Zugehörigkeit der Steinheimer Schüler sein. Demnach sind 36,3 % der Schüler evangelisch, 45,2 % katholisch, 7,5 % islamisch. Je 5,0 % geben an, einer sonstigen oder keiner Konfession anzugehören.[5]
Gemäß dem „Gesetz zur Neugliederung des Kreises Höxter“ vom 2. Dezember 1969 wurden die Gemeinden Bergheim, Eichholz, Hagedorn, Ottenhausen, Rolfzen, Sandebeck, Vinsebeck und die alte Stadt Steinheim aus dem aufgelösten Amt Steinheim sowie die Gemeinde Grevenhagen, eine Exklave des Kreises Detmold, zum 1. Januar 1970 zur Stadt Steinheim zusammengeschlossen. Die Stadt wird durch dieses Gesetz auch Bestandteil des Kreises Höxter. Das Amt Steinheim wird aufgelöst.[6]
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen der Stadt Steinheim nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bei den Zahlen handelt es sich bis 1970 um Volkszählungsergebnisse und ab 1975 um amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Zahlen für 1975, 1980 und 1985 sind geschätzte Werte, die Zahlen ab 1990 Fortschreibungen auf Basis der Ergebnisse der Volkszählung von 1987. Die Angaben beziehen sich für 1837 auf die „Zivilbevölkerung“, ab 1861 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und ab 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“.
|
|
|
1 Volkszählungsergebnis
2 Stadt Steinheim mit den Gemeinden Bergheim, Eichholz, Grevenhagen, Hagedorn, Ottenhausen, Rolfzen, Sandebeck und Vinsebeck, die zum 1. Januar 1970 zur neuen Stadt Steinheim zusammengeschlossen wurden
Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse für den Stadtrat zwischen 1975 und 2004[7][8]:
| 2004 | 1999 | 1994 | 1989 | 1984 | 1979 | 1975 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Partei | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % |
| CDU | 12 | 45,10 | 15 | 57,38 | 16 | 47,23 | n/v | 47,41 | n/v | 43,24 | n/v | 48,42 | n/v | 55,33 |
| SPD | 6 | 24,86 | 7 | 25,89 | 10 | 31,74 | n/v | 35,53 | n/v | 29,22 | n/v | 27,75 | n/v | 29,30 |
| GRÜNE | 3 | 9,87 | 1 | 5,31 | 5 | 14,47 | - | - | - | - | - | - | - | - |
| FDP | - | - | 1 | 3,65 | - | - | n/v | 6,64 | n/v | 7,29 | n/v | 11,87 | - | - |
| UWG12 | 5 | 20,17 | 2 | 7,77 | 2 | 6,56 | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v | n/v |
| Sonstige1 | - | - | - | - | - | - | n/v | 10,42 | n/v | 20,25 | n/v | 11,96 | n/v | 15,37 |
| Gesamt3 | 26 | 100 | 26 | 100 | 33 | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 |
1Da die Datenlage eine Zuordnung der Wahlergebnisse und der Sitze für die UWG für die Zeit vor 1994 nicht ermöglicht, erfolgt die prozentuale Angabe unter Sonstige. 2Unabhängige Wählergemeinschaft 3Ohne Berücksichtigung von Rundungsdifferenzen
Seit 2004 gibt es ein Kinder- und Jugendparlament in Steinheim. Es ist weitgehend selbstständig und organisiert sowohl regional als auch international (auf EU-Ebene) jugendrelevante Projekte und Aktionen. Das „JuPa“ ist offiziell ein Organ der Stadtverwaltung und wird von drei gleichberechtigten Sprechern (Vorstand) geleitet.
Bürgermeister von Steinheim ist Joachim Franzke (CDU). Er wurde am 26. September 2004 mit 51,7 % der gültigen Stimmen gewählt. Sein Vorgänger war Reinhard Spieß (CDU), der am 12. September 1999 mit 66,1 % der gültigen Stimmen gewählt wurde.
Blasonierung: „In Silber eine rote Stadtmauer mit goldenem Tor, bekrönt von drei runden Zinnentürmen, deren mittlerer doppelt gezinnt ist.“ Die Flagge ist Grün-Silber (Weiß) längsgestreift mit dem zur Stange verschobenen Stadtwappen. Das Banner ist Grün-Silber (Weiß) längsgestreift mit dem Stadtwappen oberhalb der Mitte.
Steinheim besitzt Partnerstädte innerhalb der Europäischen Union. Dies sind Haukipudas in Finnland, Busko-Zdrój in Polen, Szigetszentmiklós in Ungarn und Specchia in Italien. Diese Städte treffen sich jährlich zur Town-Twinning-Konferenz, die in jedem Jahr in einer anderen Stadt stattfindet. Vom 31. August bis zum 2. September 2006 fand die Town-Twinning-Konferenz in Steinheim statt. Sie wurde nach Specchia, Szigetszentmiklós und Busko-Zdrój zum vierten Mal durchgeführt.
Mit Szigetszentmiklós besteht außerdem eine Schulpartnerschaft. Das Gymnasium Steinheim bietet jährlich Schüleraustauschprogramme nach Szigetszentmiklós an. Ein Gegenbesuch der Ungarn schließt den jährlichen Austausch ab. Außerdem werden in unregelmäßigen Abständen auch Schüleraustausche mit der Stadt Marquise (Frankreich) durchgeführt. Zudem besteht eine jahrzehntelange Partnerschaft mit Kalemie (DR Kongo).
Die Stadt Steinheim unterhält kein Theater. Allerdings ist die Aula im Schulzentrum so eingerichtet, dass sie auch für Theater- und Konzertveranstaltungen genutzt werden kann und 598 Sitzplätze im Zuschauerraum vorhält.
In der Stadt sind sechs Chorgemeinschaften, zwei Jagdhornbläsergruppen und vier Spielmannszüge organisiert. Drei allgemeine Musikvereine und die Musikschule Steinheim runden das Angebot ab. Dazu gibt es noch die jährlichen Musikfestivals „Rock at School“ des Gymnasiums Steinheim (seit 2002) und „Still Reaching for Darkness“ der „jungen Kultur Steinheims“ (seit 2004).
Der Gutspark Breitenhaupt ist ein in Privatbesitz befindliches nicht öffentlich zugängliches Gelände von etwa 2,5 ha Größe. Ursprünglich um 1870 angelegt und 1919 erweitert besteht der Park aus einer großen Rasenfläche im Bereich einer ehemaligen Gräfteninsel, die durch Wege und Sitzgruppen sowie eine Kapelle gegliedert wird und einem Rasenrundbeet vor dem Herrenhaus und einer alleegesäumten Zufahrt[9].
Der Schlosspark Vinsebeck ist ein in Privatbesitz befindliches Areal von etwa 2 ha Größe, das nach Voranmeldung zugänglich ist. Erstmals wurde 1718 ein Barockgarten erwähnt. Er wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde er zu einem Landschaftsgarten umgestaltet. Seit den späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das barocke Erscheinungsbild weitgehend wiederhergestellt[10].
Im Ortsteil Sandebeck befindet sich nicht nur Deutschlands nördlichster Vulkan, sondern sicher auch einer der kleinsten. Sein Basaltgang ist nur 10 Meter breit und 300 Meter tief. Der Vulkan von Sandebeck ist zwischen 7 und 14 Millionen Jahre alt und streng genommen ein Vulkanembryo Vulkanit, da er in der Erdkruste stecken geblieben ist. Seit 1974 steht der Basaltbruch des Sandebecker Vulkans unter Naturschutz. Den vulkanischen Erscheinungen, die den Vulkan von Sandebeck hervorgebracht haben, verdanken auch die Mineralbrunnen und Quellen in der Region ihre Existenz.
In Steinheim existieren sieben Tennisclubs und neun allgemeine Sportvereine. Weitere Vereine bieten Badminton, Basketball, Angelsport, und Handball an. Darüber hinaus gibt es einen Modellflugverein und einen Luftsportverein. Auch eine DLRG-Ortsgruppe gibt es in Steinheim.
Der Steinheimer Rosenmontagszug ist der größte und älteste in der Region Ostwestfalen-Lippe. Auch das Steinheimer Schützenfest, jedes Jahr im Frühsommer ausgerichtet, sowie die Steinheimer Musik- und Schlemmertage, jedes Jahr Ende April/Anfang Mai stattfindend, erfreuen sich immer größter Beliebtheit. Des Weiteren wird seit 2007 jährlich eine große Herbstkirmes, der „Reiner-Reineccius-Markt“ veranstaltet.
Steinheim ist verkehrsgünstig an die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Ostwestfalenstraße (B 252) angebunden, die es Richtung Norden mit der B 1 (Richtung Paderborn und Ruhrgebiet) und der Bundesautobahn A 2 (Richtung Hannover) und Richtung Süden mit der A 44 Dortmund–Kassel verbindet. Weiterhin besteht eine direkte Anbindung an die B 239.
Der Bahnhof Steinheim liegt an der Bahnstrecke Hannover–Altenbeken. Er wird im Stundentakt, an Sonn- und Feiertagen alle zwei Stunden, von der S-Bahnlinie S 5 Paderborn–Hameln–Hannover Hbf–Hannover Flughafen bedient. Im Busverkehr bestehen Regionalverbindungen nach Höxter (über Marienmünster-Vörden), Nieheim (mit Durchbindung nach Brakel), Bad Meinberg (mit Anschluss nach Detmold) und nach Schieder-Schwalenberg sowie Wöbbel.
Ein Ortsbus verbindet die Ortsteile Ottenhausen, Vinsebeck, Bergheim und Sandebeck mit der Stadt. Das Stadtgebiet gehört zum Nahverkehrsverbund Paderborn-Höxter. In Richtung NRW gelten die regionalen Verbundtarife („Hochstift-Tarif“, „Der Sechser“) und der NRW-Tarif. Da es keinen speziellen S-Bahntarif gibt, wird nach Hannover der DB-Nahverkehrstarif angewendet.
Steinheim liegt an dem Europaradwanderweg R1 und den regionalen Radwanderwegen R51 und R53.
An Tageszeitungen erscheinen die Neue Westfälische und das Westfalen-Blatt, sie berichten an sechs Tagen pro Woche über lokale Ereignisse. Der Mantelausgabe beider Zeitungen wird von den jeweiligen Hauptredaktionen aus Bielefeld bezogen.
Steinheim gehört zum Berichtsgebiet des Regionalstudios Bielefeld des WDR. Im Gebiet des ehemaligen Hochstifts Paderborn, zu dem auch Steinheim gehörte, gibt es seit 1991 den Radiosender Radio Hochstift, der insbesondere regionale Themen aufgreift und im Vergleich zu den überregionalen Sendern (z.B. WDR) einen höheren Höreranteil besitzt.
Steinheim verfügt mit dem St.-Rochus-Krankenhaus bereits seit 1890 über eine wohnortnahe, leistungsfähige medizinische Versorgung. Das Versorgungsgebiet erstreckt sich über den nördlichen Teil des Kreis Höxter und den südöstlichen Teil des Kreis Lippe. Das Krankenhaus ist als Teil der katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge gGmbH akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Göttingen, hat 110 Betten in den Hauptabteilungen Chirurgie und Innere Medizin und ist Notarztstandort. Ein Förderverein setzt sich seit 2001 für die Belange des Krankenhauses und die wohnortnahe Notfallversorgung ein.
Die Stadt bietet mit Ausnahme einer Gesamtschule alle Schultypen an. Im Jahr 2007 wurden an den Schulen der Stadt mit 140 Lehrkräften insgesamt 2.265 Schüler unterrichtet, davon 29,4 % an den drei Grundschulen, 8,3 % an der Hauptschule und 23,8 % an der Realschule, 34,5 % am Gymnasium, sowie 4,0 % an der Förderschule[2].
Steinheim hat darüber hinaus mehrere Kindergärten bzw. Kindertagesstätten, und eine Musikschule.
Die nächstgelegenen Hochschulen sind die Universität Paderborn und die Hochschule Ostwestfalen-Lippe.
Bad Driburg | Beverungen | Borgentreich | Brakel | Höxter | Marienmünster | Nieheim | Steinheim | Warburg | Willebadessen
Bergheim | Eichholz | Grevenhagen | Hagedorn | Ottenhausen | Rolfzen | Sandebeck | Steinheim | Vinsebeck
eo:Steinheim (Vestfalio) es:Steinheim (Westfalia) nds:Steinheim nl:Steinheim (Duitsland) no:Steinheim pt:Steinheim (Vestfália) ro:Steinheim (Westfalen) ru:Штайнхайм (Вестфалия) sv:Steinheim vo:Steinheim