Meinestadt.de - Stadthagen - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Datei:Kleines Wappen Stadthagen.png |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Schaumburg | |
| Höhe: | 72 m ü. NN | |
| Fläche: | 60,27 km² | |
| Einwohner: | 22.821 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 379 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 31655 | |
| Vorwahl: | 05721 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SHG | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 57 035 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathauspassage 1 31655 Stadthagen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bernd Hellmann (SPD) | |
| Lage der Stadt Stadthagen im Landkreis Schaumburg | ||
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Stadthagen ist die Kreisstadt des Landkreises Schaumburg (ehem. Fürstentum Schaumburg-Lippe und ehem. Grafschaft Schaumburg) in Niedersachsen, ca. 40 km westlich von Hannover. In ihrer Geschichte war sie Residenz und kurze Zeit Universitätsstadt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt zwischen Minden und Hannover im Zentrum des Landkreises Schaumburg an der Bundesstraße 65. Im Süden erhebt sich der Bückeberg, ein Ausläufer des Weserberglandes, im Nordwesten liegt der Schaumburger Wald.
Stadthagen besteht aus folgenden Ortsteilen:
Früher gab es noch die Ortsteile:
Graf Adolf III. von Holstein-Schaumburg gründete um 1224 eine Siedlung mit dem Namen indago comitis (Hagen des Grafen). Auf seine kommende Bedeutung weist der Name civitas et castrum (Stadt und Burg) hin, der 1244 urkundlich belegt ist. 1287 änderte die Stadt ihren Namen in Grevenalveshagen (Graf Adolfs Hagen), 1378 setzte sich der Name Stadthagen endgültig durch.
Höhepunkte seiner frühen Geschichte waren 1220 die Anschaffung eines Stadtsiegels und 1344 Verleihung der Stadtrechte. Um 1400 wurden die steinernen Befestigungsanlagen, von denen noch der Turm am Viehmarkt, ein kleinerer Turm am Schloss und etwas Stadtmauer übrig ist, errichtet. Im Jahre 1501 begann in Stadthagen der Steinkohleabbau, der bis 1961 andauerte. 1559 führte der in Stadthagen residierende Graf Otto IV. das lutherische Bekenntnis ein. Sein Vorgänger Graf Adolf XI. ließ 1534 bis 1538 durch den Tübinger Schlossbaumeister Jörg Unkair an der Stelle einer älteren Burganlage das heutige Schloss errichten. Die Amtspforte wurde 1553 am damaligen Oberntor gebaut. 1607 verlegte Fürst Ernst zu Schaumburg die Residenz von Stadthagen nach Bückeburg. Zwei Jahre später wurde das gräfliche Mausoleum an der Rückseite der St. Martini-Kirche errichtet. 1610 erhielt Stadthagen ein Gymnasium illustre, welches 1620 zur Universität erhoben, jedoch bald nach Rinteln verlegt wurde.
Die Obern- und Niedernstraße erhielten 1825 die erste Kanalisation. 1847 begann der Bau der Bahnlinie Minden Hannover, zur gleichen Zeit entstand das heutige Bahnhofsgebäude. Im Jahre 1864 wurde die erste Straßenbeleuchtung, es waren Richtlaternen, installiert, der 1899 eine Gasbeleuchtung und 1955 eine Elektrische folgte. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde damit begonnen, die Wallanlagen in eine baumbestandene Parkanlage zu verwandeln. 1917 kam die Firma P. A. Rentrop (heute Faurecia) nach Stadthagen. Der Freistaat Schaumburg-Lippe wurde nach dem Ende der Monarchie 1918 begründet.
Wie in vielen deutschen Städten wurde am 9. November 1938 auch in Stadthagen die Synagoge der jüdischen Gemeinde von Nationalsozialisten in Brand gesteckt. Der Reichspogromnacht ging die Verdrängung der jüdischen Mitbürger aus dem öffentlichen und gesellschaftlichen Leben voraus. So wurde das jüdische Kaufhaus Elias Lion nach zahlreichen Boykottaktionen 1938 "arisiert" und vom Kaufmann Thomas übernommen. Während des Zweiten Weltkrieges blieb die Stadt von Bombenangriffen verschont. Am 9. April 1945 wurde Stadthagen ohne Gegenwehr durch amerikanische Truppen eingenommen, wodurch der Stadt Kriegsschäden erspart blieben.
Im Jahre 1948 wurde Stadthagen Kreisstadt des neu gegründeten Landkreises Schaumburg-Lippe und 1977 des neuen Landkreises Schaumburg. Durch die Gemeindereform mit der Eingliederung der Umlandgemeinden 1973 erhöhte sich die Einwohnerzahl Stadthagens auf 23.000. 1982 erfolgte der Neubau der Stadtverwaltung am Standort der alten städtischen Brauerei.In den Jahren 1980 bis 1990 wurden die innerstädtischen Straßen und der Marktplatz zur Fußgängerzone umgebaut.
1501 beginnt in Stadthagen der Steinkohleabbau. Mit dem Bau und der Abteufung des Georgschachtes bei Stadthagen, der 1902 von Fürst Georg zu Schaumburg-Lippe eingeweiht wurde, begann die Blütezeit des dortigen Bergbaus. Die mit damals modernster Technik betriebene Anlage umfasste den Förderturm, das Maschinenhaus mit Dampffördermaschine, die Kohlewäsche, das Elektrizitätswerk, das Zechenhaus mit Büros und Waschkaue, ferner den Wasserturm und verschienene Werkstätten. 1925 wurde mit der Teufung eines zweiten Schachtes eine Tiefe von 353 Metern unter Tage erreicht. Etwa 2600 Kumpel fanden auf dem Georgschacht Arbeit, außerdem 64 Beamte und Angestellte. Hoffnungen auf eine Ausdehnung des Abbaureviers auf Beckedorf, Auhagen, Düdinghausen und Blyinghausen in den 1950er Jahren erfüllten sich nicht, und so beschloss 1960 die Preussag die Stilllegung der Schachtanlagen, weil der Abbau nicht mehr wirtschaftlich war. Seitdem ist der Georgschacht eine Industrieruine. Ein Förderturm wurde 2007 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Stadthagen hat den Status einer Selbständigen Gemeinde und ist Kreisstadt des Landkreises Schaumburg.
Der Stadtrat hat 34 gewählte Mitglieder. Hinzu kommt der direkt gewählte hauptamtliche Bürgermeister. Ihm gehören seit der Kommunalwahl am 10. September 2006 sechs Parteien bzw. Wählergemeinschaften an, die sich in drei Gruppen organisieren.
Die Wahlbeteiligung betrug 49 %.
Bürgermeister ist Bernd Hellmann (SPD). Bei der Kommunalwahl am 10. September 2006 fielen 47,6 % der Stimmen auf ihn und auf den CDU-Kandidaten Gunter Feuerbach 42,4 % der Stimmen, somit kam es am 24. September 2006 zu einer Stichwahl, bei der Hellmann mit 52,2 % der Stimmen gewann. 47,8 % verfielen auf Gunter Feuerbach. Bei der Stichwahl lag die Wahlbeteiligung bei 40,4 %.
Das Wappen der Stadt Stadthagen besteht aus einem silbernen Schild, in welchem ein rotes Mauertor mit drei Türmen steht.
In dem offenen Tor schwebt ein roter Schild mit silbernesselblattartigem Schildbeschlag. Über dem Stadtwappen ist eine dreitürmige graue (steinfarbene) Mauerkrone.
Das im Mauertor befindliche kleine geschlossene Tor ist hellbraun, die drei Turmknäufe bis zum Dach sind vergoldet, während alle Fenster schwarz gehalten sind. Sämtliches Mauerwerk und die Turmdächer sind schwarz ausgefugt.
Das älteste Stadtsiegel, aus dem das Stadtwappen hervorgeht, stammt aus dem Jahre 1324. Das Nesselblatt ist das Wappenemblem der Schaumburger Grafen. Es hat seinen Ursprung vom Nesselberg im Wesertal, dem Stammsitz der Grafen von Schaumburg.
Partnerstädte sind Tapolca, eine ungarische Kleinstadt mit ca. 20000 Einwohnern nördlich des Plattensees gelegen, Soissons, eine französische Kleinstadt nahe Paris, und Eisenberg in Thüringen.
Mit schönen Springbrunnen und Café lädt der Stadtgarten zum Spaziergang ein.
Über die B 65 erreicht man per PKW Minden und Hannover. Die A 2 ist ca. 15 Autominuten entfernt.
Der Bahnhof Stadthagen an der Bahnstrecke Hannover–Minden wird im Stundentakt von RE-Zügen nach Hannover – Braunschweig und Minden – Löhne (weiter jede Stunde bis Bielefeld bzw. Osnabrück – Rheine) bedient. Der Takt wird durch die S-Bahn S1 zwischen Minden und Hannover verdichtet.
Vom 4. September 1897 bis zum 20. Juni 1930 fuhr die Straßenbahn Stadthagen als Pferdebahn zwischen Bahnhof und Stadt. Sie war damit die letzte in Deutschland regulär betriebene Pferdebahn. Ersetzt wurde sie durch Busse.
In Stadthagen sind 8,8% Menschen arbeitslos (Stand September 2007). Dies ist die niedrigste Quote im Landkreis Schaumburg.
Der Wilhelm-Busch-Preis für satirische und humoristische Versdichtung wird jährlich in Stadthagen, der Heimatregion von Wilhelm Busch, verliehen. Stifter sind die Schaumburger Landschaft, die Schaumburger Nachrichten und die Sparkassenstiftung Schaumburg.
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