Meinestadt.de - Spenge - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Detmold | ||||
| Kreis: | Herford | ||||
| Höhe: | 129 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 40,24 km² | ||||
| Einwohner: | 15.237 (30. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 379 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 32139 | ||||
| Vorwahlen: | 05225 05223 (Nordosten), 05428 (äußerster Westen),05206 (Süden, insbesondere das Nagelsholz) | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | HF | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 7 58 032
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| Stadtgliederung: | 5 Ortsteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Lange Str. 52–56 32139 Spenge |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Christian Manz (CDU) | ||||
| Lage der Stadt Spenge im Kreis Herford | |||||
Spenge ist eine Kleinstadt im Nordosten des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Sie gehört zum ostwestfälischen Kreis Herford im Regierungsbezirk Detmold und liegt im Ravensberger Land nördlich des Teutoburger Waldes. Die heutige Stadt Spenge ist 1969 unter Einbeziehung fünf selbständiger Gemeinden des Amtes Spenge geschaffen worden. Die älteste urkundliche Erwähnung eines Ortsteils geht aber bereits auf das Jahr 1096 zurück.
Inhaltsverzeichnis
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Spenge liegt im Ravensberger Hügelland zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge. Im Süden, wo das Gelände Richtung Teutoburger Wald hin ansteigt, erreicht das Gemeindegebiet eine maximale Höhe von 155 m ü. NN. Das Zentrum des Stadtteils Spenge liegt auf 90 m ü. NN. Im Norden fällt das Gebiet zur Else hin ab und erreicht sein Minimum mit 64 m ü. NN in der Gegend des Hücker Moores. Der Else fließen von Süd nach Nord mehrere Flüsse zu. Dazu gehören die Warmenau, die im Westen und Nordwesten die Grenze zum niedersächsischen Melle bildet, sowie der in die Warmenau mündende Spenger Mühlenbach. In Lenzinghausen entspringen außerdem der Jöllenbecker und Beckendorfer Mühlenbach. Das Gebiet ist waldarm, und die Freiflächen werden größtenteils intensiv landwirtschaftlich genutzt.
| Fläche </br>nach Nutzungsart | Siedlungs- und </br>Verkehrsfläche | Landwirt- </br>schaftsfläche | Wald- </br>fläche | sonstige </br>Freiflächen |
|---|---|---|---|---|
| Fläche in Quadratkilometer | 7,28 | 28,8 | 3,1 | 1 |
| Anteil an Gesamtfläche | 18,2% | 72% | 7,7% | 0,3% |
Das Gebiet gehört naturräumlich zur Ravensberger Mulde, einem leichtwelligen, zwischen 50 und 140 m ü. NN liegenden Hügelland. Zahlreiche kleine Täler (sog. Sieke) schneiden oft unvermittelt und tief in das sonst nur schwach kuppierte Land ein. Geologisch liegen im Wesentlichen Liasplatten mit Lößauflage vor, die durch Zertalung im Pleistozän zum Hügelland umgestaltet wurden. Unter der Lößdecke finden sich teilweise Geschiebelehme. Weitere Hinterlassenschaften der Eiszeiten sind die häufig anzutreffenden Findlinge. Im Norden reicht das Stadtgebiet bis zum Elsetal, wo weniger Löß sondern Terassenschotter vorliegt. Im Norden um das Hücker Moor befinden sich Reste von Torf.
Spenge eignet sich mittelmäßig bis gut, in wenigen Lagen südwestlich des Hücker Moors sehr gut und nordöstlich des Hücker Moors teils nicht zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe (vgl. dazu die nebenstehende Karte).
Spenge hat eine Fläche von 40,2 km². Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt etwa zehn Kilometer, die maximale Ost-West-Ausdehnung sieben Kilometer. Bis zum Stadtzentrum der nächstgelegenen Großstadt Bielefeld sind es rund 14 km, bis nach Osnabrück rund 40 km.
Im Westen grenzt Spenge an die niedersächsische Stadt Melle. Weitere Nachbargemeinden sind Bünde im Nordosten, Enger im Osten (beide Kreis Herford), Bielefeld im Südosten und Werther (Kreis Gütersloh) im Südwesten.
Die Stadt Spenge gliedert sich nach § 3 ihrer Hauptsatzung in folgende fünf Ortsteile[1], die vor 1969 eigenständige Gemeinden im Amt Spenge waren. Die folgende Tabelle listet die fünf Ortsteile mit Einwohnerzahlen auf dem Stand vom 31. Dezember 2001:[2]
| Ortsteil | Einwohner | Gemeindegliederung |
|---|---|---|
| Bardüttingdorf | 1.480 | |
| Hücker-Aschen | 1.465 | |
| Lenzinghausen | 2.793 | |
| Spenge | 8.696 | |
| Wallenbrück | 1.976 |
Außerdem gliedert sich das Stadtgebiet weiter in folgende Ortsteile und Gemarkungen:
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Das vorherrschende Klima ist das atlantische Seeklima. Klimadaten im langjährigen Mittel (1971–2000) für das etwa 14 km Luftentfernung entfernte Herford zeigt nachstehende Tabelle.
| Monat | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | Jahr |
| Temperatur in °C | 1,8 | 2,2 | 5,3 | 8,4 | 13,0 | 15,6 | 17,7 | 17,4 | 13,8 | 9,8 | 5,4 | 3,1 | 9,5 |
| Niederschlag in mm | 72 | 49 | 65 | 53 | 65 | 82 | 69 | 71 | 73 | 61 | 64 | 80 | 804 |
Im langjährigen Mittel (1961–1990) hatte die Region durchschnittlich 1473 Sonnenstunden pro Jahr (Beobachtungsstation: Herford).[3] Die Wetterdaten für Spenge dürften aufgrund ihrer Nähe im langjährigen Mittel nicht bedeutend von den angegebenen Daten aus Herford abweichen.
Siehe auch: Klima in Ostwestfalen-Lippe
Funde aus der Steinzeit, bronzezeitliche Grabhügel sowie ein Siedlungsplatz aus der vorrömischen Eisenzeit in Lenzinghausen belegen erste Siedlungsspuren bereits aus vorrömischer Zeit. Das Gebiet war zunächst das Gebiet der sächsischen Engern, nach Unterwerfung des Sachsenherzogs Widukind durch Karl den Großen um 1000 fränkisch. Die älteste urkundliche Erwähnung bezieht sich auf ein Relief in der Marienkirche in Wallenbrück im Jahre 1096. Die Steinplatte mit einer Relieffigur eines jungen Heiligen, der in der Hand ein Kirchenmodell hält, ist auch heute noch dort zu finden. Der dargestellte Heilige könnte der im Alter von zwölf Jahren verstorbene Kirchenstifter Gerhard sein. Auch der Vorgängerbau der heutigen Spenger ev.-luth. St.-Martinskirche geht vermutlich bis ins 9. Jahrhundert zurück. Der jetzige Bau ist jedoch ein Neubau der bis 1220 erwähnten Edlen von Spenge. Der Martinsaltar in der Kirche ist um 1470 entstanden. Die übrigen Ortsteile wurden im 12. bzw. 13. Jahrhundert erstmalig erwähnt. Seit der Reformation, etwa im 16. Jahrhundert, wurde Spenge wie das gesamte Ravensberger Land lutherisch, was die Unterschiede zwischen den benachbarten niedersächsischen, katholischen Gebieten bis heute prägt.
Die Menschen in Spenge und im Ravensberger Land lebten zunächst in Drubbeln inmitten ungeteilter Marken. Die Gewalt wurde von weltlicher Seite durch fränkische Gaugrafen ausgeübt, wohingegen auf kirchlicher Seite das Stift Herford eine wichtige Rolle spielte. Die Menschen mussten an diese Institutionen Abgaben leisten. Das Land war durch die Lößböden fruchtbar und gehörte damit zum Altsiedelland. Die Bevölkerung vermehrte sich rasch und durch das Anerbenrecht und das Heuerlingswesen, entstanden nacheinander mehrere Schichten in der Bevölkerung. Die Erben bewirtschafteten den elterlichen Hof. Die Erbkötter, d.h. die nicht erbberechtigten Erben, gründeten ab etwa 1000 nahe der Drubbel eigene Höfe. Die Markkötter, die nur einen sehr bescheidenen Erbanteil erhielten, errichteten ab etwa 1450 Höfe in der bewaldeten Mark und bewirtschaften und rodeten Teile dieser, wenngleich die Bewirtschaftung der Mark eigentlich gemeinschaftlich erfolgen sollte und die Markkötter nur geduldet wurden.
Seit dem 16. Jahrhundert bildete eine weitere Gruppe, die Heuerlinge, die Unterschicht der Gesellschaft ohne Grundbesitz. Sie waren nicht mehr als wirtschaftlich und rechtlich abhängige Gehilfen der Erbbauern, in deren Reichweite sie einen kleinen Kotten bewohnten. Die geschilderten ärmeren Gesellschaftsgruppen erschlossen sich daher im 15. Jahrhundert mit Flachsanbau und -verarbeitung zu Leinen eine neue Erwerbsmöglichkeit. Diese Frühform der Industrialisierung im Ravensberger Landes wird als Protoindustrie charakterisiert. Die Leineweber verarbeiteten den Flachs im Winter zum bekannten Ravensberger Leinen. In preußischer Zeit (ab 1614) wurde das Leinengewerbe zur Erhöhung des Steueraufkommens (Merkantilismus) gefördert, und die Zahl der Heuerlinge wuchs dadurch rasch. Im Jahre 1770 wurde die Mark auf preußischen Druck hin vollständig privatisiert und größtenteils zu Ackerland landwirtschaftlicher Kleinbetriebe. Diese kleinbäuerlichen Besitzverhältnisse konnten sich bis in die 1950er-Jahre halten. Die Sieke wurden in dieser Zeit verbreitert, um Weide für das Vieh zu schaffen, das bisher nur in der Mark weidete.
Bis zur Franzosenzeit (1807-1813), als Spenge Teil des Königreiches Westfalen (ab 1811 sogar Teil des Kaiserreich Frankreichs) war, waren Spenge und seine Ortsteile ein Teil des Amtes Limberg, das zur Grafschaft Ravensberg gehörte, die wiederum ab 1614 Teil Preußens war. Nach Ende der napoleonischen Zeit wurde die Grafschaft Ravensberg wieder hergestellt und war wieder preußisch, ab 1719 aber in einer preußischen Verwaltungseinheit Minden-Ravensberg zusammen mit dem nördlich gelegenen Fürstentum Minden verwaltet.
Als die Leinenverarbeitung infolge des Aufkommens mechanischer Webstühle Mitte des 19. Jahrhunderts immer unrentabler wurde und die Landbevölkerung sich dadurch kaum noch ernähren konnte, bot die um 1860 vor allem in nahen Bünde aufkommende Tabakindustrie ein neuerliches Auskommen. Die Spenger rollten und pressten die Zigarren in Heimarbeit oder in Zigarrenfabriken. Weiterhin bedeutend war die Holzwirtschaft; heute ist kaum noch Wald erhalten.
Seit 1843 wurden die selbstständigen Gemeinden Wallenbrück, Hücker-Aschen, Spenge, Bardüttingdorf und Lenzinghausen in einem gemeinsamen Amt Spenge verwaltet.
Am 9. August 1891 kam es in Spenge zur sogenannten Spenger Schlacht, einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen etwa 500 Sozialdemokraten und Angehörigen konservativer Kreise, vornehmlich 1500 Bauern und Knechten unter der Führung des Gohfelder Pastors Karl Iskraut. [4]
Am 20. September 1900 nahm die Herforder Kleinbahn mit 1000 mm Spurweite ihren Betrieb auf, ab Anfang der 1930er Jahre fuhr sie elektrisch. Der Streckenverlauf war: Spenge, Siedlung – Enger – Oetinghausen – Sundern – Herford, Kleinbahnhof.
Am 4. November 1944 wurde Franziska Spiegel durch zwei SS-Männer aus einen Kotten in Bünde-Werfen entführt und später im Hückerholz erschossen. In Gedenken an diese Tat wurde am 4. November 1991 ein Gedenkstein installiert, der Ende Januar 2006 Ziel eines Anschlags wurde [5].
Die Kleinbahnstrecke zwischen Wallenbrück und Spenge, Siedlung wurde am 2. November 1963 stillgelegt.
Das seit 1843 bestehende Amt Spenge mit den selbstständigen Gemeinden Wallenbrück, Hücker-Aschen, Spenge, Bardüttingdorf und Lenzinghausen geht mit der Kommunalreform am 1. Januar 1969 in in eine neue Kommune, danach zur Stadt Spenge über. Die ehemaligen Gemeinden wurden ab 1969 als Ortsteile bezeichnet.[6]
1978 führen Planungen für einen Regionalflughafen im Nagelsholz zu mehreren Demonstrationen. Die Planungen für den Flughafen begannen mit einer Konferenz der damaligen Landkreise Bielefeld und Detmold, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bielefeld und der IHK Detmold im März 1960, die 1963 veröffentlicht wurden. [7]Dort ging es um Planungen für einen Regionalflughafen für Ostwestfalen-Lippe. 1970 wurde hierzu die Genehmigung für Bau und Betrieb des Flughafens durch den zuständigen Landesminister erteilt. Dagegen klagte die Stadt Spenge. 1971 wurde das Gebiet in das damalige Amt Jöllenbeck (Kreis Bielefeld) umgemeindet, jedoch nach dem endgültigen Scheitern des Planungen im Laufe des Jahres 1980 von der in der Zwischenzeit gebildeten kreisfreien Stadt Bielefeld am 1. Juli 1982 wieder der Stadt Spenge zurückgegeben.
Zu diesem Anlass wurde auf dem nördlichen Rathausvorplatz ein Baum gepflanzt.
Seit 1993 ist der um 1470 in mittelalterlich-westfälischer Holzbildhauerkunst hergestellte Altar der Martinskirche wieder in der Kirche aufgestellt.
Die überwiegende Mehrheit (67,55 Prozent) der Einwohner ist evangelisch-lutherisch. 10,07 Prozent der bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche. 22,38 Prozent geben an, konfessionslos zu sein oder eines anderen Glaubens beziehungsweise einer anderen Konfession anzugehören, darunter sind beispielsweise evangelisch Reformierte und Muslime.
Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Spenge hat rund 10.000 Mitglieder und teilt sich auf in die Pfarrbezirke Spenge-Mitte mit der St.-Martinskirche, Hücker-Aschen mit Kirche in Klein-Aschen, Wallenbrück mit der Marienkirche sowie Lenzinghausen mit der Pauluskirche. In Groß-Aschen liegt in einem Ortsteil der Stadt Melle in Niedersachsen eine kleine Kapelle, die noch zum Pfarrbezirk Hücker-Aschen gehört.
Die Zahl der Gemeindemitglieder stieg nach dem 2. Weltkrieg durch den Zuzug Vertriebener (z.B. aus dem überwiegend katholischen Schlesien) sprunghaft an und steht nun bei gut 1600 Mitgliedern[8]. Die katholische Kirche an der Bussche-Münch-Straße wurde in den 1950er Jahren als Neubau errichtet. Spenge gehört zum Dekanat Herford-Minden, dieses wiederum ist Teil des Erzbistums Paderborn.
In Spenge gibt es zudem eine neuapostolische Kirche.
An der Ravensberger Straße befindet sich in einem früher anderweitig genutzten Gebäude eine Moschee.
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahlen auf dem Gebiet der Stadt bzw. auf der des flächenidentischen Amtes Spenge seit 1968.
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1Amt Spenge [9]</br> 2Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik[10]
Bürgermeister der Stadt ist seit 1995 Christian Manz (CDU). Er trat am 1. November 1995 sein Amt an und wurde durch den Stadtrat gewählt. Er wurde 1999 und 2004 in einer direkten Wahl durch die Wahlberechtigten der Stadt im Amt bestätigt. 2004 erhielt er im ersten Wahlgang 70,39 Prozent der Stimmen. Manz ist der erste hauptamtliche Bürgermeister und löste damit gleichzeitig den letzten Stadtdirektor ab, dessen Verwaltungsaufgaben jetzt durch den Bürgermeister wahrgenommen werden.
Die Bürgermeister der Stadt bzw. die Amtsbürgermeister des Amtes Spenge sind in folgender Liste aufgeführt. Die Amtsbürgermeister bis 1969 standen aber nicht einer mit heute vergleichbaren Stadt vor, sondern waren Repräsentanten des Amtes Spenge, in dem sich fünf politisch weiterhin selbstständige Gemeinden zur gemeinsamen Verwaltung zusammengeschlossen hatten.
Amt Spenge:
Stadt Spenge
Der Stadtdirektor der Stadt Spenge ab 1969 bzw. die Amtsdirektoren des Amtes Spenge bis 1968 führten die Verwaltung der Stadt bzw. des Amtes. 1995 wurde der Posten des Stadtdirektors abgeschafft, und seine Aufgaben wurden dem hauptamtlichen Bürgermeister übertragen. Stadt und Amt hatten folgende Verwaltungschefs:
Der Stadtrat von Spenge hat derzeit 32 Sitze. Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1969:
| [11][12][13][14] | 2004 | 1999 | 1994 | 1989 | 1984 | 1979 | 1975 | 1969 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Partei | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % |
| CDU | 12 | 37,29 | 12 | 36,29 | 11 | 26,97 | n/v | 21,18 | n/v | 19,22 | n/v | 23,55 | n/v | 22,88 | n/v | 19,44 |
| SPD | 10 | 31,99 | 12 | 38,30 | 17 | 41,54 | n/v | 44,91 | n/v | 42,35 | n/v | 41,71 | n/v | 48,46 | n/v | 42,33 |
| UWG 1 | 5 | 14,25 | 4 | 12,50 | 5 | 13,10 | n/v | 21,67 | n/v | 25,93 | n/v | 27,51 | n/v | 28,66 | n/v | 38,23 |
| Grüne | 3 | 8,00 | 1 | 4,99 | 3 | 7,90 | n/v | 8,19 | n/v | 9,09 | - | - | - | - | - | - |
| FDP | 1 | 3,72 | 1 | 2,88 | 0 | 3,52 | n/v | 4,05 | n/v | 3,41 | n/v | 7,23 | - | - | - | - |
| DAS 2 | 1 | 4,75 | 2 | 5,04 | 3 | 6,98 | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Gesamt 3 | 32 | 100 | 32 | 100 | 39 | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 | n/v | 100 |
| Wahlbeteiligung | 62,38 | 66,27 | 85,40 | 70,82 | 74,72 | 81,55 | 90,50 | n/v | ||||||||
1Unabhängige Wählergemeinschaft</br> 2Demokratische Alternative Spenge</br> 3ohne Berücksichtigung von Rundungsfehlern
Das Stadtwappen zeigt in Silber (Weiß) drei rote Sparren, darauf eine goldene (gelbe) runde Spange, deren Nadel nach unten zeigt. Die Sparren bezeugen die ehemalige Zugehörigkeit zur Grafschaft Ravensberg. Die Seitenansicht zweier gegeneinander gelehnter Sparren hat zur Bezeichnung dieses Wappenbildes in Wappenbeschreibungen geführt. Das Ravensberger Wappen enthielt drei rote Sparren auf silbernen Grund und war nach Übernahme der Grafschaft durch Preußen auch Teil des großen preußischen Wappens. Heute findet es sich auch in mehreren Kreis- und Stadtwappen der Region, etwa in denen von Bielefeld, Vlotho, und des Kreises Minden-Lübbecke. Die Spange ist wohl eine Referenz an den Stadtnamen Spenge.
Das Stadtmotto zur Außendarstellung lautet „Spenge, die aufstrebende Stadt im Grünen“. Dieses Motto löste den Spruch „Spenge, die freundliche Einkaufsstadt im Grünen“ ab.
Siehe auch: Liste der Wappen im Kreis Herford und Liste der Flaggen im Kreis Herford
Spenge hält nur indirekt über den Kreis Herford einige Partnerschaften mit anderen Städten.
Die Autobahn A 30 verläuft nur wenige Kilometer nördlich der Stadt vorbei. Bis zu den Anschlussstellen Bruchmühlen oder Bünde sind es vom Stadtzentrum aus nur wenige Kilometer.
Zu den Anschlussstellen kommt man über die L 783 und die L 546.
Nach Bielefeld führt die L 783, nach Enger und Herford die L 712.
Bis 1966 war Spenge mit einem Bahnhof an der jetzt stillgelegten Herforder Kleinbahn an das Schienennetz angeschlossen.
Es bestehen folgende Busverbindungen im Regiotakt:
Ein Bürgerbus bedient die Stadtteile Wallenbrück (Linie 666) und Bardüttingdorf (Linie 667).
Als Tageszeitungen erscheinen jeweils mit einem Lokalteil für Spenge die Neue Westfälische und das Westfalen-Blatt. Das Lokalradio Radio Herford ist im Stadtgebiet auf 94,9 MHz zu empfangen.
Zu den größeren Arbeitgebern in Spenge gehören überwiegend mittelständische Unternehmen:
Das Dienstgebäude der Polizei ist zusammen mit der Feuerwehr Spenge in der Eschstraße angesiedelt. Die Wache ist nicht durchgängig besetzt. Die Polizeiinspektion Spenge gehört zur Kreispolizeibehörde Herford.
Spenge verfügt über kein Krankenhaus.
Die Bundesagentur für Arbeit ist in Spenge nicht vertreten.
Das beheizte Werburger Waldbad wurde in den 1950er Jahren errichtet. Es wurde ursprünglich rein elektrisch beheizt und in den frühen 1980er Jahren unterstützend mit einer Solaranlage ausgestattet. Aktuell dient zur Beheizung eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Das Freibad besteht aus einem 50-Meter-Freiluftbecken mit acht Bahnen, zwei Ein-Meter-Sprungtürmen und einem Drei-Meter-Sprungturm an der Sprunggrube, einer Rutsche im Nichtschwimmerbereich, einem separaten Kinderbecken sowie einer umlaufenden Liegewiese.
Das Freibad Lenzinghausen (geographische Lage: 52° 7′ 16″ N, 8° 29′ 46″ O52.1212048.496026) ist unbeheizt und bietet den Besuchern eine komfortable Liegewiese.
Die Stadt Spenge besitzt kein ständiges Theater und keine ständige Theaterbühne.
Die Stadt Spenge besitzt kein ständiges Museum.
Mehrere Gesangsvereine sind in Spenge beheimatet, die zu besonderen Anlässen öffentlich auftreten.
Zu den bedeutendsten Bauwerken zählen die Kirchen, das Schloss Mühlenburg sowie die erhaltenen Teile des Herrensitzes Haus Werburg.
Kirchen:
Schösser und Herrensitze:
sonstiges:
St. Marien in Wallenbrück |
Tor zum Schloss Mühlenburg; im Juli 2004 |
Spenge - Hücker Aschen-Wall-Holländer-Windmühle-Gehlenbrink.jpg
Wall-Holländer-Windmühle am Gehlenbrink in Hücker-Aschen |
Spenge weist heute keine intakten Parks auf.
Das Erholungsgebiet Hücker Moor ist ein Moorsee, der im Stadtteil Hücker-Aschen im Norden der Stadt liegt. Das Gewässer ist im Laufe des 18. und 19. Jh. durch Austorfung eines Flachmoores und Vollaufen entstanden. Mit einer Fläche von etwa 12 ha bildet es das größte Binnengewässer im gesamten Kreis Herford.
Teile der rechtsseitigen Warmenau in Nordspenge zwischen der Martmühle und Strangfeld sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es verfügt über eine Gesamtgröße von 25,8 ha.[1]
Das NSG Turenbusch an der Grenze zu Suttorf hat eine Größe von 29,9 ha und besteht zu einem großen Teil aus naturnahen Waldgesellschaften, einigen kleineren Fichtenforsten und Grünland.[2]
Siehe auch: Liste der Naturschutzgebiete
Das weitläufige Spenger Mühlenbachsiek umfasst etwa 180 ha Gesamtfläche. Die Liegenschaften sind westlich der Stadt Spenge angesiedelt.
Spenge verfügt über keine Naturdenkmäler
Der Turn- und Sportverein (TuS) Spenge spielte bis 2008 in der zweiten Handballbundesliga. In der neuen Saison 08/09 spielt die erste Mannschaft des TuS Spenge in der Regionalliga.
Im Werburger Wald wurde zu Beginn der 1970er Jahre ein Trimm-dich-Pfad mit einigen Übungsgeräten angelegt, der auch von Schülern der damaligen Hauptschule während des Sportunterrichts genutzt wurde. Mit Beginn des Joggen, Aerobic und Tennis als Breitensport verlor diese Anlage an Bedeutung, heute ist sie fast vollständig verfallen.
Spenge hat keine überregional bekannte Spezialität. Traditionell kochen die Spenger deftig westfälisch.
Die Stadt Spenge hat bisher keine Ehrenbürger ernannt.
Bünde | Enger | Herford | Hiddenhausen | Kirchlengern | Löhne | Rödinghausen | Spenge | Vlotho
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