Meinestadt.de - Soltau - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Soltau-Fallingbostel | |
| Höhe: | 57 m ü. NN | |
| Fläche: | 203,24 km² | |
| Einwohner: | 21.950 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 108 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 29614 | |
| Vorwahl: | 05191 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SFA | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 58 021 | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wilhelm Ruhkopf (SPD) | |
Soltau ist eine niedersächsische Mittelstadt in der Lüneburger Heide im Landkreis Soltau-Fallingbostel. Sie ist in der Raumordnung als Mittelzentrum ausgewiesen.
Inhaltsverzeichnis |
Soltau liegt zentral zwischen Bremen, Hamburg und Hannover in der Lüneburger Heide am Fluss Böhme. Der Name Soltau ist entstanden aus Solt (Salz) und -au (Fluss).
16 Ortschaften gehören zum Stadtgebiet von Soltau:
(Einwohner am 1. Juli 2003)[1]
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| Neuenkirchen, Rotenburg (Wümme) 11 km, 36 km |
Schneverdingen, Hamburg 17 km, 69 km |
Bispingen, Lüneburg 15 km, 50 km |
| Visselhövede 22 km |
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Munster, Uelzen 19 km, 56 km |
| Bad Fallingbostel 18 km |
Osterheide 20 km |
Celle 45 km |
Die Landschaft in der Lüneburger Heide war bereits seit Beginn der Jungsteinzeit besiedelt. Im Raum Soltau lagen zunächst einige vereinzelte Höfe. Vermutlich um 830 wurde die Parochie Soltau gegründet und die erste hölzerne Kirche Sante Johannis Baptista gebaut.[3]
Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Soltau im Jahr 936 als „Curtis Salta“ (Hof an der Salzaue). König Otto der Große schenkte das Erbgut aus der Karolingerzeit dem Stift Quedlinburg. In einem Zeitraum von fast 600 Jahren wurde aus dem Hof „Curtis Salta“ das Dorf „Soltouwe“. Es befand sich im Gebiet zwischen Johanniskirche und Waldmühle.
1304 wurde die Vogtei Soltau an das Domkapitel zu Verden verkauft. Zwischen 1383 und 1388 wurde das Dorf auf Anordnung des Herzogs zum Schutz vor Raubrittern an den Zusammenfluss der Flüsse Böhme und Soltau in die Nähe von Hagen und Burg, die heute die Innenstadt darstellen, verlegt. Im Anschluss wurde im Friedensvertrag des Lüneburger Erbfolgekrieges der Abbruch der Burg beschlossen, gleichzeitig erhielt Soltau am 15. Juli 1388 das Stadtrecht. Im Jahr 1400 wurde der Gildebrief ausgestellt, welcher zum Handel berechtigt.
Die Folgen des Erbfolgekrieges waren in Soltau deutlich zu spüren und verhinderten ein schnelles Wachstum der jungen Stadt, die Verhältnisse waren elend und führten viele bäuerliche Betriebe in den Ruin. Dazu kam, dass Soltau weit entfernt von den Herrschaftssitzen lag, so dass es kaum direkte Unterstützung gab und kein Zugehörigkeitsgefühl zu einer Herrschaft entstehen konnte. Die älteste Bürgerliste im Stadtbuch aus dem Jahr 1452 zählt 42 Haushalte in Soltau.
1479 kam Soltau an das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg. Im Jahr 1511 wurde die Stadt durch einen Brand vollständig zerstört.
Die letzte bekannte Ritterschlacht überhaupt fand im Juni 1519 auf dem 'Wiehe Holt' in der Nähe von Soltau statt und ist als Hildesheimer Stiftsfehde bekannt. Nach alten Überlieferungen soll es nur einer List des Soltauer Bürgers Harm Tyding, der den anrückenden Braunschweigern die Lagerung eines großen Lüneburger Heeres vortäuschte und sie zu einem Umweg verleitete, zu verdanken sein, dass die Stadt nicht erneut zerstört wurde.
Kaum Auseinandersetzungen gab es in Soltau beim Problem der Glaubensspaltung durch die klare Haltung des Lüneburger Herzogs Ernst I. und dessen verbindliche Einführung des evangelisch-lutherischen Glaubens im Jahr 1527. 1567 zerstörte ein weiterer Brand große Teile der Stadt.
1588 wurde das erste Schulgebäude gebaut, der erste nachweisliche Schulunterricht fand bereits 1563 statt. Um 1600 gab es etwa 100 Haushalte in Soltau, dies entsprach etwa 500 Einwohnern, die in ca. 70 Wohnhäusern lebten. Die Pest wütete 1626 und ließ die Einwohnerzahl dramatisch sinken. Vor 1620 gab es mehrjährige gerichtliche Auseinandersetzungen um die Beschaffung von Bauland außerhalb der Stadtmauern.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde Soltau ein weiteres Mal komplett zerstört. Alles was blieb, war eine große Ruine in der Landschaft, nur ein einziges Gebäude aus der damaligen Zeit ist erhalten geblieben. Die Auswirkungen des Krieges waren verheerend, es dauerte lange bis sich die Stadt von den Folgen erholte. Die Spuren des Krieges und die Besetzung durch schwedische Truppen dokumentiert noch heute der „Ellinger Grenzstein“.
Zum ersten Mal Garnisonsstadt wurde Soltau im Jahr 1712, in diesem Jahr wurde auch die erste Tuchfabrik errichtet. Napoleonische Truppen besetzten die Stadt 1803 und machten sie 1810 zur französischen Grenzstadt zu Westfalen. 1813 beendeten Lützower Jäger und Kosaken die zehnjährige Besatzungszeit.
Ab 1873 führte die erste Bahnstrecke, welche Bremen und Berlin verband, durch Soltau, später (1901) folgte noch die Strecke Hamburg-Hannover, die Heidebahn. 1885 wurde Soltau zur Kreisstadt ernannt. An Heiligabend 1906 zerstörte ein Brand die St. Johannis-Kirche, diese wurde wieder aufgebaut und steht noch heute. Sie wurde bereits 1464 erstmals urkundlich erwähnt. 1911 wurde die Lutherkirche als zweite evangelische Kirche eingeweiht, 1915 folgte die katholische St. Marienkirche. Eine königliche Offiziersreitschule wurde 1913 gegründet.
Das Lager Soltau, das größte deutsche Kriegsgefangenenlager des Ersten Weltkrieges, wurde 1914 errichtet. Ab 1934 beherbergte das Lager Wolterdingen verschiedene Einheiten der Wehrmacht und nach Ende des Zweiten Weltkrieges bis etwa 1960 Flüchtlinge und Zwangsarbeiter. Zeitweise verlief die Front durch Soltau. Durch Bombenangriffe, bei denen um ein Vielfaches mehr zivile als militärische Opfer zu beklagen waren, wurde die Stadt im April 1945 teilweise zerstört.
In Soltau kam es noch im April 1945 dazu, dass sich KZ-Häftlinge aus einem durch Bombenangriffe liegengebliebenen Eisenbahnzug befreien konnten und von Wehrmachts-, SS- und Hitler-Jugend-Angehörigen, unter Mithilfe einiger Bürger der Stadt, gejagt und 92 von ihnen erschossen wurden. Einige wenige Bürger unterstützten die Geflohenen unter Gefahr für das eigene Leben mit Nahrungsmitteln und Kleidung. Gerichtsverfahren gegen Beteiligte in der Nachkriegszeit endeten mit Freisprüchen aus Mangel an Beweisen.
Somit muss man von mehreren belegten Tötungen, jedoch nicht von Ermordungen ausgehen. Seit Anfang 2005 wurde über ein Mahnmal für „alle Opfer der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ aus acht Musterstelen des Berliner Holocaust-Mahnmals diskutiert, wobei eine über das Internet durchgeführte Befragung der „Böhme-Zeitung“ ergab, das eine große Mehrheit der Befragungsteilnehmer dem Mahnmal ablehnend gegenüberstand. Dies sorgte überregional für Aufsehen und gab den Befürwortern die Möglichkeit, den Gegnern eine nationalsozialistische Gesinnung vorzuwerfen.[4] Von den Planern des Mahnmals angestrebte zentrale Aufbauorte wie direkt vor dem Bahnhof konnten jedoch von diesen nicht durchgesetzt werden. Dieses Mahnmal entstand vom Herbst 2006 bis März 2007 in der Nähe der abseits gelegenen Tötungsstelle am Forst „Sibirien“, genau auf dem Platz steht heute ein Krankenhaus. Die massive Ablehnung des Mahnmals durch alteingesessene Soltauer Bürger wird von ihnen häufig mit fehlenden Gedenkmöglichkeiten an die vielen zivilen und militärischen Opfern aus den eigenen Reihen begründet, da diese offensichtlich nicht von dem Mahnmal mit erfasst werden.
1949 wurde Soltau Britische Garnison, das britische Kasernengelände wurde 1993, ein Jahr nach dem Abzug der britischen Truppen, als erstes in Deutschland in private Nutzung umgewandelt, heute steht auf dem Gelände unter anderem die Stadthalle. 1972 wurde Soltau staatlich anerkannter Erholungsort und im Jahr 1987 als „staatlich anerkannter Ort mit Solekurbetrieb“ ausgezeichnet. Im Jahr 1977 wurden die Landkreise Soltau und Fallingbostel zum Kreis Soltau-Fallingbostel zusammengelegt; Soltau verlor den Kreissitz.
Der Heide-Park wurde im Jahr 1978 eröffnet, heute ist er der größte Freizeitpark Norddeutschlands, in dem unter anderem im Jahr 2001 „Colossos“, die damals größte und steilste Holzachterbahn der Welt, und im Jahr 2003 „Scream“, der höchste Freifallturm der Welt, eingeweiht wurden. 2007 folgte die Fahrattraktion „Desert Race“. Weitere Touristenattraktionen kamen mit der Soltau Therme 1990 und mit dem Norddeutschem Spielzeugmuseum im Jahr 1994 hinzu. 1988 wurde der „Showpalast“ an der Hauptschule Soltau gegründet, bis heute ist er Deutschlands einziges Schülervarieté und absolvierte bereits zahlreiche Auftritte auf Messen und in Fernsehsendungen.
1998 eröffnete ein Fachmarktzentrum im Gewerbegebiet Alm. Seit 1996 wurde in Soltau über den Bau eines 10.000 m² großen Factory-Outlet-Center diskutiert. Die Stadt scheiterte mehrmals vor Gericht, zuletzt 2006 endgültig vorm Bundesverwaltungsgericht. Vor allem die umliegenden Städte Verden, Rotenburg und Lüneburg hatten gegen den Bau protestiert. Seit 2006 lief ein „Zielabweichungsverfahren“, das den Bau trotz letztinstanzlicher Absage ermöglichen sollte. Auch die Nachbargemeinden Bispingen (seit 2005) und Bad Fallingbostel (seit 2007) planten ein FOC. Am 3. Februar 2009 gab das Landwirtschaftsministerium in Hannover bekannt, dass Soltau den Zuschlag für den Bau des FOCs bekommen hat.[5]
Am 20. Oktober 2004 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 4.5 auf der Richterskala mit Epizentrum in Neuenkirchen die Region. Bereits am 2. Juni 1977 war Soltau Epizentrum eines Erdbebens der Stärke 4.
2006 wählte das Deutsche Kinderhilfswerk Soltau und sein Stadtmarketingprojekt "spielraum SOLTAU", welches mit zahlreichen Aktionen das Image Soltaus als kinder- und familienfreundliche Stadt prägen soll, als Musterkommune für das Projekt "Spiel! Platz ist überall" aus.
Im März 2007 wurde ein Konzept für die Umgestaltung der Innenstadt vorgestellt. Der in den 1970er Jahren gebaute und seit 2004 ungenutzte „Schaper-Markt“, eine Fußgängerbrücke (im Volksmund „Fenner-Kringel“) und ein Parkhaus wurden 2008 abgerissen und die Bühne im Hagen versetzt, so dass ein neues Gebäude mit einer Gesamtverkaufsfläche von ca. 4000 m² entstehen kann. Das neue Geschäftsgebäude wurde im März 2009 eröffnet.
In Soltau entstanden eine Reihe sehenswerter Kirchen, so die St. Johannis-Kirche, die 1464 erstmals urkundliche Erwähnung fand. Die Lutherkirche wurde 1911 als zweite evangelische Kirche Soltaus erbaut, nachdem 1906 die St. Johanniskirche abbrannte und nur kleiner wieder errichtet wurde. Weitere religiöse Gebäude sind die katholische St. Marien-Kirche mit dem Baujahr 1915, die Heilig-Geist-Kirche in Wolterdingen als alte gotische Heidekirche aus dem Jahr 1245, die Heidenhofer Kapelle, die 1349 erbaut wurde und die Zionskirche der SELK.
Gegenüber vom ebenfalls sehenswerten Alten Rathaus im Zentrum der Stadt steht das Gebäude des Norddeutschen Spielzeugmuseums mit 600 m² Ausstellungsfläche und das Museum Soltau. Dieses Museum verfolgt die Geschichte Soltaus bis zu 200.000 Jahre in die Vergangenheit.
Weit über die Region hinaus ist der Freizeitpark Heide-Park Soltau bekannt. Weitere Freizeitangebote findet man in der Soltau-Therme und der Golfanlage Hof Loh.
Weitere Objekte sind Hagen mit Heiratsbrunnen und Zugbrücke, die Waldmühle, der Wacholderpark, der Park am Halifax, das Ahlftener Flatt und der Kuhbachforst.
Der Kulturverein Soltau und die Kulturinitiative organisieren immer wieder Lesungen und Konzerte in der Böhmestadt. Es gibt zudem die Initiativen „Soltauer Gespräche“ und die Soltauer Künstlerwohnung, die Schriftsteller, Maler oder Musiker aufnimmt. Die Bibliothek Waldmühle nimmt am Projekt Sommerleseclub des Kultursekretariats NRW teil.
Der älteste Sportverein Soltaus ist der Männer-Turn-Verein (MTV) Soltau, der im Jahr 1864 gegründet wurde. Heute umfasst er 16 verschiedene Sparten, von denen der Fußball mit vier Herren- , einer Frauen-, vier Mädchen- und 15 Jungenmannschaften aller Altersklassen die größte ist. Der zweitälteste Sportverein Soltaus ist der SV Soltau, der 1912 gegründet wurde. Auch hier liegt das Hauptaugenmerk auf dem Fußball, daneben bestehen jedoch noch vier weitere Sparten. 2002 gründete sich zudem mit der SG Inter Soltau ein dritter Fußballverein in der Stadt, der sich jedoch nach einigen Jahren wieder auflöste.
Der älteste Tennisverein ist der TC Blau-Weiß Soltau. Im Jahr 1952 gegründet, entsteht so der erste Tennisplatz Soltaus. Daneben besteht außerdem ein zweiter Tennisverein, der TVC Soltau. 1993 folgt mit dem TTC 93 Soltau auch ein Tischtennisverein.
Neben der Schützengilde Soltau Stadt und Land, die ihre Anfänge mit ersten Schützenfesten bereits im 15. Jahrhundert hatte und seit 1741 fast jährlich ein Schützenfest veranstaltet, gibt es zudem noch rund 20 kleinere Vereine in etwa 30 verschiedenen Sportarten.
An Sporteinrichtungen gibt es ein Hallen- und Freibad, sechs Sportplätze, acht Sporthallen, eine Reithalle, eine Golfanlage, drei Tennisanlagen, vier Kegelbahnen, eine Bowlingbahn, eine Squash-Anlage, eine Inline-Skater-Anlage, einen Poloplatz, eine Teichanlage des Sportanglervereins und den 2000 m² großen Indoor-Spielplatz Heidewitzka.
In Soltau fanden zwischen 1960 und 1971 vier Mal die Endspiele um die Deutsche Meisterschaft im Wasserball statt. Zudem ist der Heide-Park seit 2004 jährlich der Austragungsort für den Kanu Wildwasser-Sprint im Rahmen des Deutschlandcups. Im Heide-Park fanden außerdem im April 2003 die WWCL Finals und im September 2006 die deutsche Qualifikation der World Cyber Games 2006 im E-Sport und zwischen 1997 und 2003 die jährliche Weltmeisterschaft im Pfahlsitzen statt.
In Soltau haben sich zahlreiche Firmen aus Industrie und Handel niedergelassen. Insbesondere im Bereich Metallverarbeitung und im Maschinenbau gibt es mit den Firmen Röders-Tec (HSC-Fräsmaschinen, Blasformen, Zinn), G.A.Röders (Druck-/Spritzguss, Werkzeugbau), Röhrs AG (Anlagenbau, Industriemontagen, Kraftwerksservices), Saxlund International (Fördermaschinen, Pumpen), Nortec (Maschinenbau), ISI (Industriemontage) und Colt International (technischer Gebäudeschutz) ein breites Angebot. Daneben sind im Lebensmittelbereich Harry-Brot (Backwaren) und HST Pack Service (Teebeutelverpackung) und im Textilbereich Gebr.Röders AG (Filz) und Breiding (Bettfedern) tätig. Zudem stellt die Firma MVG® Mathé-Schmierstofftechnik Schmierstoffe her und der Greenpeace Energy Windpark erzeugt Strom.
In Soltau befinden sich die Zentralen von hagebau (Einkaufskooperation im Baustoff-, Holz- und Fliesenhandel) und JAWOLL (Sonderpostenmarkt) und ein Distributionszentrum der Firma Deichmann (Schuhe) Die Systemzentrale für Baumärkte ZEUS hat seinen Hauptsitz in der Stadt, auch der Vieh- und Fleischhändler Raiffeisen Viehvermarktung Zentralheide und das SLC Container Terminal mit 250.000 Containern für den Hamburger Hafen sitzen in Soltau.
Soltau besitzt drei Grundschulen, ein Gymnasium mit ca. 1500 Schülern und je eine Realschule, Hauptschule und Förderschule. Zudem unterhält die Lebenshilfe Soltau eine Tagesbildungsstätte, einen Sprachheilkindergarten, einen Heilpädagogischen Kindergarten und eine Krippe zur Frühförderung.
Die BBS Soltau fasst als Bündelschule viele verschiedene Schulformen unter einem Dach zusammen. So etwa ein Fachgymnasium Wirtschaft, Fachoberschulen in den Bereichen Technik und Wirtschaft, und zahlreiche Berufsfachschulen aus den Bereichen Wirtschaft, Informatik, Sozialpflege, Technik, Hauswirtschaft, Gastronomie oder Friseurtechnik. Etwa 2400 Schülerinnen und Schüler besuchen sie.
Die Volkshochschule Heidekreis mit Sitz in Soltau und Walsrode bietet zurzeit etwa 930 Kurse an.
Die Bibliothek Waldmühle ist die größte des Landkreises, zudem hat die Heidekreis-Musikschule ihren Hauptsitz in Soltau.
Die Mehrheit der konfessionell gebundenen Einwohner gehört zur evangelisch-lutherischen Kirche. Daneben existiert eine römisch-katholische Gemeinde mit einer Pfarrkirche, eine neuapostolische Gemeinde sowie Zeugen Jehovas und Angehörige des Islam.
Als Tageszeitung erscheint die Böhme-Zeitung mit einer IVW-Auflage von 12.116 Exemplaren (2. Quartal 2008). Zudem erscheint wöchentlich das Anzeigenblatt Mittwoch aktuell mit einer Auflage von 29.000 Exemplaren und zweimal in der Woche der Heide-Kurier mit einer Auflage von 44.000 Exemplaren.
Soltaus Bahnhof („Soltau (Han)“) liegt an der Eisenbahnstrecke „Amerikalinie“ (KBS 116) von Bremen nach Uelzen und an der „Heidebahn“ (KBS 123) von Buchholz (Nordheide) nach Bennemühlen(-Hannover). Daneben bestehen zwei weitere Haltepunkte („Soltau Nord“ und „Wolterdingen“) an der Heidebahn.
Außerdem besitzt Soltau einen Güterbahnhof („Soltau Süd“) im Netz der OHE. Von dort bestehen Verbindungen im Güterverkehr nach Celle, Uelzen und Lüneburg. Früher fuhr auf diesen Strecken der reguläre Personenverkehr. Mit dem „Heide-Express“ werden auf diesen Strecken von der "Arbeitsgemeinschaft Verkehrsfreunde Lüneburg e. V." auch heute noch vereinzelte Personenfahrten nach Celle und Lüneburg angeboten. Im Sommer kann man zudem mit dem „Ameisenbär“, einem historischem Triebwagen der "Bauart Wismar" aus dem Jahr 1937, von Soltau aus über Bispingen nach Döhle und wieder zurück fahren.
Die früher vorhandene Bahnstrecke Soltau–Neuenkirchen wurde zwischenzeitlich demontiert. Zwischen 1998 und 2001 gab es einen Roadrailer-Pendelverkehr von Soltau-Harber nach Verona in Italien, auf der mehrmals wöchentlich für die ehemals in Soltau ansässige Firma 'alli-Frischdienst' gefahren wurde. Der Haltepunkt „Harber“ wird heute nur noch als Ausweichanschlussstelle genutzt.
Soltau besitzt die Autobahn-Ausfahrten Soltau-Süd und Soltau-Ost an der A 7 bzw. E 45. Weitere Verbindungen bestehen über die Bundesstraßen 3, 71 und 209 und Landesstraße 163.
Neben dem regulären regionalen Linienbusverkehr der 'Verkehrsgemeinschaft Heidekreis', der Soltau mit den umliegenden Städten und Dörfern verbindet, fährt zudem zwischen Juli und Oktober ein kostenloser 'Erlebnisbus' durch die Heide, der die zahlreichen touristischen Sehenswürdigkeiten der Region miteinander verbindet. Die beiden Linien des 'Erlebnisbusses' haben mehrere Haltestellen in Soltau und am Heide-Park. Zudem hält täglich die Fernbuslinie 'Berlin-Magdeburg-Bremen-Cuxhaven' der 'Berlin Linien Bus-Gesellschaft' in der Stadt.
In Soltau schneiden sich die Radfernwege RFW 4 (Leine-Heide-Radweg) und RFW 15 (Heide-Radweg) des niedersächsischen Radfernwegenetzes.[6] Im Jahr 2003 wurde ein Radverkehrskonzept entwickelt und umgesetzt, so wurden zum Beispiel Fahrradboxen am Bahnhof errichtet und das Radwegenetz ausgebaut. In Soltau gibt es vier Bett & Bike-Betriebe, die vom ADFC als besonders fahrradfreundlich ausgezeichnet wurden.
Der Gemeinderat besteht aus 34 Ratsmitgliedern in 6 Fraktionen:
Direkt gewählter Bürgermeister der Stadt Soltau ist Wilhelm Ruhkopf (SPD).
Das Stadtwappen zeigt ein rotes, befestigtes Tor mit drei Türmen auf goldenem Grund, welches die Stadt symbolisiert. Hinter dem Tor wacht ein blauer Löwe, der aus dem Wappen des Fürstentums Lüneburg stammt, zu dem Soltau einmal gehörte. Ursprünglich lag der Löwe auf dem Tor, doch zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde dies geändert. Die ältesten Wappen stammen aus der Zeit um 1400 und zeigten damals noch nur den blauen Löwen.[7]
Bei den Wahlen zum niedersächsischen Landtag bildet Soltau mit den Städten Munster und Schneverdingen sowie den Gemeinden Bispingen und Neuenkirchen den Wahlkreis Soltau.
Bei Bundestagswahlen hat Soltau Zugehörigkeiten zu verschiedenen Bundestagswahlkreisen vorzuweisen:
| Bundestagswahlen | Wahlkreisnummer | Bezeichnung |
|---|---|---|
| 1949, 1953, 1957, 1961 | 36 | Harburg - Soltau |
| 1965, 1969, 1972, 1976 | 30 | Soltau - Harburg |
| 1980, 1983 | 30 | Soltau-Fallingbostel - Rotenburg |
| 1987, 1990, 1994, 1998 | 30 | Soltau-Fallingbostel - Rotenburg II |
| 2002, 2005 | 36 | Soltau-Fallingbostel - Winsen L. |
| 2009 | 36 | Rotenburg I - Soltau-Fallingbostel |
Soltau ist einer von zwei Standorten des Heidekreis-Klinikums. Daneben existiert das Reha-Zentrum Soltau, eine Klinik der MediClin AG. Neben dem Alten- und Pflegeheim „Stiftung Haus Zuflucht“ gibt es mehrere Pflegedienste und ein Diakonisches Werk. Die Lebenshilfe Soltau betreibt neben den Bildungseinrichtungen auch ein Wohnheim und eine Werkstatt für Behinderte. Außerdem existieren die Soltauer Tafel, ein Frauenschutzhaus, ein Mütterzentrum und eine Außenstelle der Lobetalarbeit e.V. Celle. Die Teestube Soltau e.V. bietet einen Treffpunkt für Suchtkranke an.
Ahlden (Aller) | Bad Fallingbostel | Bispingen | Böhme | Bomlitz | Buchholz (Aller) | Eickeloh | Essel | Frankenfeld | Gilten | Grethem | Hademstorf | Häuslingen | Hodenhagen | Lindwedel | Munster | Neuenkirchen | Rethem (Aller) | Schneverdingen | Schwarmstedt | Soltau | Walsrode | Wietzendorf
Osterheide (gemeindefreier Bezirk)
Ahlften | Brock | Deimern | Dittmern | Harber | Hötzingen | Leitzingen | Marbostel | Meinern | Mittelstendorf | Moide | Oeningen | Tetendorf | Wiedingen | Woltem | Wolterdingen
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