Meinestadt.de - Sennfeld - 25.05.2012
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Schweinfurt | |
| Höhe: | 214 m ü. NN | |
| Fläche: | 6,98 km² | |
| Einwohner: | 3961 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 567 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 97526 | |
| Vorwahl: | 09721 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SW | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 78 178 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstr. 11 97526 Sennfeld |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Emil Heinemann (CSU/Freie Wähler) | |
Sennfeld ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt.
Inhaltsverzeichnis |
Sennfeld liegt ca. zwei Kilometer südlich von Schweinfurt, links des Mains. Die Gemarkung reicht nicht bis an das heutige Mainufer heran, sondern wird durch einen schmalen Streifen Schweinfurter Gebietes vom Flussufer getrennt.
Im Norden des Dorfes verläuft der Sennfelder Seenkranz, der den Verlauf ehemaliger Altmain-Arme erkennen lässt.
An der östlichen Ortsgrenze erreicht die Gemarkung mit 262 m ü. NN ihren höchsten Punkt.
Die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde ist eng verknüpft mit den benachbarten Orten Schweinfurt (ehemalige Reichsstadt) und Gochsheim (ehemaliges freies Reichsdorf). Das Dorf trägt wie sein Nachbar Gochsheim das Attribut ehemals kaiserlich unmittelbares und freies Reichsdorf.
Im Jahr 1094 gab es die erste urkundliche Erwähnung: Kaiser Heinrich IV. bestätigte dem Kloster Theres Schenkungen von Botho von Kärnten und seiner Frau Judith, Markgräfin von Schweinfurt, auch in Sendelveit. Im Jahr 1282 wurde das Dorf erstmals urkundlich von einer Reichsvogtei in Schweinfurt erwähnt, zu der die beiden Dörfer Sennfeld und Gochsheim gehörten.
König Albrecht verpfändete dem Hochstift Würzburg 1304/05 die Reichsvogtei Schweinfurt mit den beiden Dörfern Sennfeld und Gochsheim. Im Jahr 1309 wechselte diese Pfandschaft an die Grafen von Henneberg. In einem Henneberger Urbar (Grundbuch) wurde 1317 berichtet, dass in Sennfeld ein Gericht des Reichs wegen besteht. Deshalb konnte Sennfeld ab dieser Zeit als Reichsdorf bezeichnet werden. Die Reichsstadt Schweinfurt befreite sich, Sennfeld und Gochsheim im Jahr 1386 mit eigenen Mitteln aus der Pfandschaft.
1540 gab es eine Reformation in Sennfeld; die Pfarrei löste sich von ihrer Mutterkirche in Gochsheim. Die Reichsdörfer Sennfeld und Gochsheim fielen im Jahr 1575 unter die Schutz- und Schirmherrschaft des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter, der aber entgegen seiner vertraglichen Verpflichtungen die Reichs- und Religionsfreiheit der beiden Dörfer nicht anerkennen wollte. Im Jahr 1635 verlor das Dorf die Reichsfreiheit, da Kaiser Ferdinand II. den Würzburger Fürstbischof Franz Graf von Hatzfeld mit den beiden Reichsdörfern Sennfeld und Gochsheim in einem Lehenbrief beschenkte.
Im Januar 1648 zerstörten schwedische Soldaten alle Gebäude bis auf drei Häuser in Sennfeld, um eine Verschanzung gegnerischer Truppen zu verhindern.
Am 23. Januar 1649 wählten die 29 übriggebliebenen Ortsnachbarn ihren neuen Schultheiß. Am 14. August 1649 wurde die Reichsfreiheit durch eine Restitutionskommission in Schweinfurt wieder erlangt. Der aus dieser Zeit stammende Plantanz wird noch heutzutage zur Kirchweih getanzt und gilt als Symbol der wiedererhaltenen Reichsfreiheit. 1802 verlor das Dorf die Reichsfreiheit jedoch erneut und wurde in das Kurfürstentum Bayern eingegliedert.
Im Jahr 1809 begann der Kur- und Badebetrieb nach Entdeckung der Heilkraft der Mineralquellen neo der Weiherleins-Mühle durch Dr. Elias Schmidt.
1810 ging die Siedlung an das Großherzogtum Würzburg und 1814 erfolgte die endgültige Eingliederung zu Bayern. Im Jahr 1850 wurde ein Kindergarten errichtet, der zu dieser Zeit einer der ersten in ganz Bayern war. Am 23. November 1903 wurde die Eisenbahnlinie Schweinfurt-Gerolzhofen über Sennfeld eröffnet.
Am 31. März 1944 zerstörte eine Luftmine sechs Wohnhäuser, die evangelische Kirche, die alte Schule, das Pfarrhaus sowie das Rathaus. Somit war das Dorf zu etwa zwei Drittel zerstört. Es wurde am 12. April 1945 an amerikanische Truppen übergeben.
Von 1971 bis 1973 wurde eine Eingemeindung nach Schweinfurt heftig diskutiert, aber abgelehnt.
Der Gemeinderat hat (ohne Bürgermeister) 16 Mitglieder.
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
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