Freitag, 25.05.2012



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Seehausen (Altmark)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Seehausen (Altmark)
Seehausen (Altmark)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Seehausen (Altmark) hervorgehoben
52.86666666666711.7519Koordinaten: 52° 52′ N, 11° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Stendal
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Seehausen (Altmark)
Höhe: 19 m ü. NN
Fläche: 34,45 km²
Einwohner: 4065 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39615
Vorwahl: 039386
Kfz-Kennzeichen: SDL
Gemeindeschlüssel: 15 0 90 520
Adresse der Verbandsverwaltung: Große Brüderstraße 1
39615 Seehausen (Altmark)
Webpräsenz:
Bürgermeister: Ewald Duffe (Unabhängige Wählergemeinschaft)
Lage der Stadt Seehausen (Altmark) im Landkreis Stendal
Datei:Seehausen (Altmark) in SDL.png

Seehausen (Altmark), seit 1. November 2008 offiziell Hansestadt Seehausen (Altmark), ist eine altmärkische Hansestadt im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Die Stadt ist Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Stadt liegt am Aland, der die Altmärker Höhe von der Wische, einer flachen Landschaft an der Elbe, trennt. Bis Seehausen heißt der Fluss Biese.

Zu Seehausen (Altmark) gehören die Ortsteile Behrend, Gehrhof, Nienfelde und die Siedlung Waldesfrieden.

Klima

Klimadiagramm von Seehausen[1]
Die durchschnittlich Lufttemperatur in Seehausen beträgt 8,5 °C, der jährliche Niederschlag 541 Millimeter.


Der Deutsche Wetterdienst betreibt in Seehausen eine bemannte Wetterwarte die neben der Wetter und Klimabeobachtung auch in der Radioaktivitätsüberwachung tätig ist. Die WMO Kennziffer der Wetterwarte Seehausen ist die 10261.

Geschichte

Befunde lassen vermuten, dass das Gebiet um Seehausen seit der Jungsteinzeit besiedelt ist. Die Ernennung zur Stadt erfolgte 1151 unter Albrecht dem Bären, der neben der schon ansässigen slawischen Bevölkerung holländische Siedler zur weiteren Eindeichung des Gebiets ansiedelte. Der Name der Stadt leitet sich nicht durch einen See in Stadtnähe ab. Wahrscheinlicher ist, dass der Name auf den Grafen von Sidag zurückgeht, dem das Gebiet als Lehen gegeben war. Bischof Wigbert erwähnt 1009 eine Siedlung mit dem Namen Sidageshusen am heutigen Ort von Seehausen. Seehausen war von 1358 bis 1488 Mitglied der Hanse.

Im Zusammenhang mit dem Novemberpogrom 1938 wurde der nahegelegene Jüdische Friedhof Am Schillerhain von den Nazis zerstört.

Türme der St. Peter und Paulskirche

Seehausen gehörte bis 1952 zum Landkreis Osterburg, wurde aber im Zuge der Verwaltungsreform in der DDR zu einer Kreisstadt im neu gegründeten Bezirk Magdeburg. Der Kreis Seehausen wurde 1965 bereits aufgelöst und dem Landkreis Osterburg wieder angeschlossen.

Gedenkstätten

  • Gedenkstein von 1988 zur Erinnerung an den zerstörten Jüdischen Friedhof
  • Ehrenmal für die Opfer des Faschismus Am Schillerhain
  • Gedenktafel am Kreiskrankenhaus "Albert Steinert" an den mutigen Arzt Dr. Albert Steinert, der 1945 mit der weißen Fahne den Beschuss der Stadt durch US-Truppen verhindern wollte und deswegen von einem Wehrmachtsmajor ermordet wurde

Politik

Geschäft in Seehausen
Stadtmauer von Seehausen

Wappen

Blasonierung: „In Silber ein golden bewehrter roter Adler mit ausgeschlagener Zunge, die Fänge begleitet von je einem grünen Seeblatt.“

Das Wappen mit dem märkischen Adler entstand etwa im 13.Jh.. Auf einer Urkunde von 1353 trägt er goldene Brustspangen mit Kleeblattenden. Die Bedeutung der Seeblätter ist nicht klar, da es in Stadtnähe keinen See gab (erst 1975/77 entstand einer im Norden der Stadt, durch Ausbaggerung für den Elbbrückenbau bei Wittenberge). Vielleicht waren die Lage der Stadt am Urstromtal der Elbe und die häufigen Überflutungen durch Hochwasser in den vergangenen Jahrhunderten der Grund für die Aufnahme der Seeblätter.

Bürgermeister

Der derzeitige Bürgermeister ist Ewald Duffe.

Gewählt wurde Ramona Kamlah, die aber das Amt vor Amtsantritt aufgrund einer Gebietsreform aufgab. Sie setzte sich bei der Bürgermeisterwahl am 17. Februar 2008 gegen den Amtsinhaber Ewald Duffe durch.

Städtepartnerschaft

Sehenswürdigkeiten

Fachwerkhaus von 1665 (linkes Haus) in Seehausen
  • Turmuhrenmuseum (seit 2004)
  • Kirche St. Peter und Paul
  • Salzkirche
  • Beustertor mit Ausstellung
  • Schillerhain
  • Barsberge mit historischem Hundefriedhof

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildungseinrichtungen

  • Winckelmann-Gymnasium. Es wurde 1864/1865 errichtet und liegt vor dem ehemaligen Vieh- oder Schultor. Von 1743 bis 1748 wirkte Johann Joachim Winckelmann, Altertumsforscher und Lehrer, als Konrektor an der Seehäuser Lateinschule.
  • Sekundarschule
  • Grundschule

Persönlichkeiten

  • Johannes Luther (1861–1954), Germanist und Bibliothekar, geboren in Seehausen
  • Elfe Schneider (1905-1970), Schauspielerin, Synchronsprecherin und Fotografin, geboren in Seehausen
  • Christopher Kohn (* 1984), deutscher Schauspieler, geboren in Seehausen
  • Johann Joachim Winckelmann (1717-1768), deutscher Archäologe, Antiquar und Kunstschriftsteller; war von 1743 bis 1748 Konrektor der Lateinschule in Seehausen

Quellen

  1. Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961-1990

Weblinks

Commons Commons: Seehausen (Altmark) – Bilder, Videos und Audiodateien

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