Meinestadt.de - Seck - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| |
|
|
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Westerwaldkreis | |
| Verbandsgemeinde: | Rennerod | |
| Höhe: | 415 m ü. NN | |
| Fläche: | 8,62 km² | |
| Einwohner: | 1284 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 149 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 56479 | |
| Vorwahl: | 02664 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 43 292 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Hauptstraße 55 56477 Rennerod |
|
| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Johannes Jung | |
| Lage der Gemeinde Seck im Westerwaldkreis | ||
| Datei:Seck im Westerwaldkreis.png | ||
Seck ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Siegen und Limburg an der Lahn. Seck gehört der Verbandsgemeinde Rennerod an.
Niederlahngaugraf Gerhard (832 bis 879) war der erste bekannte Herr jener Grundherrschaft um Seck im mittleren Westerwald, von der er den Westteil zur Ausstattung seiner Gemündener Stiftung abtrennte. Graf Erhards Enkel Rudolf I. Bischof von Würzburg (892 bis 908) weihte dem Hl. Kilian eine Kirche zu Seck. Urkundlich wird Seck in einem Dokument vom 27. Mai 1059 durch König Heinrich IV. erstmals erwähnt. In der Folgezeit erhielt Seck ein Gericht. Arnold I. von Valancourt, Erzbischof von Trier, bekundete 1181, dass das Kloster Seligenstatt in Seck dem Erzstift Trier geschenkt wird. 1215 war es Tochterkloster der Abtei Maria Laach. Mitte des 15. Jahrhunderts erlosch das Klosterleben. Ein eigener Secker Pfarrer war ebenfalls spätestens 1215 vorhanden. Das große Kirchspiel reichte über Rennerod und Lasterbach bis Oberrod. Der 1437 erstmals erwähnte Jahrmarkt in Seck ist einer der ältesten im Westerwald insgesamt und war so bedeutend, dass im benachbarten Langendernbach ein Wegezoll für Marktbesucher erhoben wurde.
Die Herren von Westerburg und Runkel beherrschten das Kirchspiel Seck. Oft war es Streitobjekt zwischen diesen und ihren Seitenlinien. Fürst Moritz Heinrich von Nassau-Hadamar ließ 1672 die Secker Weiher anlegen, wenig später das Schlösschen zu Seck, heute noch im Volksmund Alte Burg genannt. Mit dem Fürstentum Nassau-Hadamar kam Seck 1806 zum Großherzogtum Berg, später zum Herzogtum Nassau. Verwaltungsmäßig kam Seck zum Amt Rennerod. 1866 verlor Herzog Adolf von Nassau sein Land an Preußen. Die Verwaltungsämter wurden aufgelöst, die Stein'sche Selbstverwaltung eingeführt und Landkreise gebildet. Seck kam zum Oberwesterwaldkreis mit Sitz in Marienberg, 1885 zum neu gebildeten Kreis Westerburg, welcher 1932 zu einem Oberwesterwaldkreis mit Sitz in Westerburg zusammengefasst wurde. 1974 kehrte Seck nach der Gemeindereform verwaltungsmäßig aber weiterhin als selbstständige Ortsgemeinde Seck, zur Verbandsgemeinde Rennerod zurück. Die beiden Westerwaldkreise wurden aufgelöst und zu einem Westerwaldkreis mit Sitz in Montabaur zusammengefasst.
Der Gemeinderat wird nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 von 16 Ratsmitgliedern, die alle einer Wählergemeinschaft angehören, gebildet.
Bereits im 9. Jahrhundert wurde die alte Kirche Würzburger Bischof dem heiligen Kilian geweiht. Nachdem die Kirche 1878 abbrannte, wurde 1880 eine neue Kilianskirche errichtet, die auf den alten Fundamenten steht. Der Taufstein ist noch aus dem 13. Jahrhundert, die Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. Interessanterweise gehört der Kirchturm nicht der Kirchengemeinde, sondern der politischen Gemeinde[1].
An der Klosterruine Seligenstatt wird seit 2008 eine öffentlich zugängliche Permanentausstellung vom Förderverein Klosterruine Seligenstatt betrieben.
Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold zwischen grünem Palmenzweig und grünem Dolch einen schwarzen Schrägbalken, der mit einem goldenen Bischofsstab belegt ist.
Kirchenpatron ist der heilige Kilian.
Bretthausen | Elsoff (Westerwald) | Hellenhahn-Schellenberg | Homberg | Hüblingen | Irmtraut | Liebenscheid | Neunkirchen | Neustadt/Westerwald | Niederroßbach | Nister-Möhrendorf | Oberrod | Oberroßbach | Rehe | Rennerod | Salzburg | Seck | Stein-Neukirch | Waigandshain | Waldmühlen | Westernohe | Willingen | Zehnhausen bei Rennerod