Freitag, 25.05.2012



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Schweringen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schweringen
Schweringen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schweringen hervorgehoben
52.7333333333339.183333333333320Koordinaten: 52° 44′ N, 9° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Nienburg/Weser
Samtgemeinde: Grafschaft Hoya
Höhe: 20 m ü. NN
Fläche: 20 km²
Einwohner: 846 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 42 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27333
Vorwahl: 04257
Kfz-Kennzeichen: NI
Gemeindeschlüssel: 03 2 56 028
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schloßplatz 2
27318 Hoya
Webpräsenz:
Bürgermeister: Hermann Kastens (CDU)

Schweringen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya im Landkreis Nienburg/Weser in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Gemeindegliederung

  • Schweringen
  • Eiße
  • Holtrup

Geschichte

Schweringen wurde erstmals 1139 in einer Urkunde des Klosters St. Pauli in Bremen erwähnt. Dieses Kloster besaß in Holtrup und Schweringen Ländereien. Holtrup (Holthrope) und Schweringen (Sveringe) werden als frühe Siedlungen im Wesertal mit sandiger Geest und fruchtbarer Marsch erwähnt.

Politik

Gemeinderat

Die 9 Sitze des Gemeinderates verteilen sich wie folgt:

(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)

Wappen

In Grün ein goldener Wellenbalken; oben ein goldenes Wagenrad, beiderseits begleitet von einem goldenen Eichenblatt, unten ein goldener Fährbuchtnachen mit Toplicht.

Begründung: Für die Gemeinde Schweringen ist die Weser geographischer Mittelpunkt des beiderseits der Weser gelegenen Gemeindegebietes. Der Wellenbalken steht daher als Wappenzeichen symbolisch für die Weser. Die Fähre, ein jahrhundertealter, urkundlich erwähnter Weserübergang und bis heute in Betrieb, ist ein weiteres Wappensymbol. Dargestellt als Wappenfigur ist nicht die eigentliche Wagenfähre, sondern ein in der Fachsprache „Fährbuchtnachen“ genanntes Boot. Das Wagenrad soll Bezug auf den Haupterwerbszweig der Gemeinde nehmen, nämlich die Landwirtschaft. Außerdem sollen mit dem Rad Handwerk, Handel, Gewerbe und Verkehr symbolisiert sein.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kunst im öffentlichen Raum

In öffentlich zugänglichen Gebäuden in Schweringen befinden sich insgesamt sieben großflächige Kunstwerke des Schweringer Künstlers Gottlieb Pot d'Or (1905-1978). Sie stammen aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis zum Jahr 1977:

  • Bilder aus gebranntem Ton an der Außenfassade des Schweringer Jugendheimes (Mitte 1950er Jahre)
  • im Innenraum des Jugendheimes zwei große Fresken (Mitte 1950er Jahre)
  • in der Schweringer Kirche ein „Altarbild, das in Form eines Triptychons aufgebaut ist und in expressionistisch-realistischer Manier die Kreuzigung Christi vor dem Hintergrund des tosenden und chaotischen Kriegs- und Weltgeschehens als ein beeindruckendes Zeugnis menschlichen Leidens“ zeigt (Zitat von Cornelia Heising) – ein Bild der Nachkriegsperiode
  • Auferstehung Christi (1968) ist ein großflächiges Mosaik aus Keramikfliesen für die Friedhofskapelle Schweringen. Es ersetzte ein in den 1930er Jahren gemaltes Wandbild
  • eine großflächige Wandarbeit in der Volksbank Schweringen. Die abstrakt-figurative Komposition stammt aus den 1970er Jahren
  • ein Mosaik aus Weserkieseln an der Fassade der Turnhalle in Schweringen aus dem Jahr 1977


Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Der Ort verfügt über die letzte Weserfähre im gesamten Mittelweser-Bereich. Sie verbindet den Ort mit dem rechtsseitigen Weserufer. Der nächstgelegene Ort von der rechten Fährstelle ist Gandesbergen.

Persönlichkeiten

Persönlichkeiten, die in der Gemeinde gewirkt haben

  • Gottlieb Pot d'Or (* 1905 in Bremen; + 1978 in Schweringen), Maler und Grafiker, hat von 1932 bis zu seinem Tod in Schweringen gelebt und gearbeitet. Zahlreiche Wandbilder und großflächige Mosaiken in und an öffentlichen Gebäuden (Schulen, Kirchen, Friedhofskapellen, Sparkassen und Banken) in Schweringen und Umgebung stammen von ihm und erinnern an ihn.

Literatur

  • Ortschronik Schweringen. Schweringen 1987
  • Cornelia Heising: Von Bremen nach Nienburg. Auf den Spuren des Malers Gottlieb Pot d'Or. In: Wendula Dahle (Hrsg.): Im Land der Moore und Deiche. Ausflüge links und rechts der Weser. Ein Reise- und Lesebuch. Bremen 1998 (352 S.), S. 181-189; ISBN 3-86108-466-X
  • Cornelia Heising: Pot d’Or. (Hrsg.: KulturKontor), Bremen 1995, 24 S. m. zahlr. Abb.
  • Friedrich Wilhelm Brandt: Fähre Schweringen. Die letzte schwimmende Brücke der Mittelweser. (Veröffentlichungen der „Arbeitsgemeinschaft Binnenfähren in Deutschland“, Band 2), Bremerhaven 1999, 40 S. m. 20 Abb.


Weblinks

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