Freitag, 25.05.2012



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Schutterwald

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schutterwald
Schutterwald
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schutterwald hervorgehoben
48.4583333333337.8830555555556151Koordinaten: 48° 27′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 151 m ü. NN
Fläche: 21,03 km²
Einwohner: 7146 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 340 Einwohner je km²
Postleitzahl: 77746
Vorwahl: 0781
Kfz-Kennzeichen: OG
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 122
Adresse der Gemeindeverwaltung: Kirchstraße 2
77746 Schutterwald
Webpräsenz:
Bürgermeister: Jürgen Oßwald

Schutterwald ist eine Gemeinde des Ortenaukreises in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Schutterwald liegt 48° 27' nördliche Breite und 7° 53' östliche Länge in der Oberrheinischen Tiefebene, im Naturraum mittlere Oberrheinebene. Der Ort liegt auf dem Schwemmfächer der Kinzig (Schwarzwald) und zirka 1,5 km von der namensgebenden Schutter entfernt. Die nächste größere Stadt ist Offenburg (zirka 6 km entfernt).

Schutterwald aus südöstlicher Sicht (vorn die St. Jakobus Kirche, hinten links im Nordwesten das Münster in Straßburg, Frankreich, zirka 17 km Luftlinie entfernt)

Die Größe der Gemarkung beträgt 2.103 Hektar, davon sind 698 Hektar Wald.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde grenzt im Norden an Marlen und Hohnhurst, im Osten an die Kreisstadt Offenburg, im Süden an Hofweier und Niederschopfheim und im Westen an Dundenheim, Altenheim und Müllen.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Schutterwald gehören die Ortsteile Schutterwald, Höfen und Langhurst. Im Gemeindegebiet liegt die abgegangene Burg Mörburg.[2]

Geschichte

Schutterwald wurde im Jahre 1268 erstmals urkundlich erwähnt. Es gab häufig wechselnde Herrschaftsverhältnisse, bis der Ort 1806 endgültig zum Großherzogtum Baden kam. Wobei das Interesse der damaligen Herrschergeschlechter weniger dem Dorf, als vielmehr dem Wald, mit seinem Holzreichtum, den Weide- und Zehntrechten galt. Über die Jahrhunderte bis heute ist Schutterwald ein beliebtes Touristenziel.

Siehe auch: Mörburg

Am Ende des 19. Jahrhunderts, als sich Textil- und Glasindustrie im nahen Offenburg ansiedelte, gab es auch für Schutterwälder Bauern neue Erwerbsmöglichkeiten. In Baden gehörte Schutterwald lange zum Landkreis Offenburg, mit dem es 1973 im neuen Ortenaukreis aufging.

Die heutige Gemeinde wurde am 1. Januar 1974 durch Vereinigung der Gemeinden Dörlinbach, Schuttertal und Schweighausen neu gebildet.

Heute ist Schutterwald eine Bauern-, Arbeiter- und Angestelltensiedlung.

Religionen

Bereits 1316 ist für Schutterwald eine Pfarrkirche nachgewiesen, die zum Erzbistum Straßburg gehörte. Da die Reformation an Schutterwald vorbeiging, ist die Gemeinde noch heute vorwiegend römisch-katholisch geprägt. Neben der katholischen Gemeinde, die über zwei Kirchen verfügt, darunter die stattliche, den Ortskern überragende und weit sichtbare St. Jakobus Kirche, gibt es, nachdem die Protestanten, bisher in Diaspora von Offenburg aus betreut worden waren, seit 1995 auch eine evangelische Gemeinde. In jener Kirche soll die österreichische Kaiserin Maria Theresia auf ihrer Durchreise mit ihrer Equipage übernachtet haben.

Politik

Die Gemeinde gehört der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Offenburg an.

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl am 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:

  • CDU: 51,0 % (+6,3) – 10 Sitze (-1)
  • FWU: 19,6 % (-13,5) – 3 Sitze (-4)
  • NÖB: 15,4 % (+15,4) – 3 Sitze (+3)
  • SPD: 14,0 % (-0,6) – 2 Sitze (-1)
  • Andere: 0,0 % (-7,5) – 0 Sitze (-1)

Bürgermeister

  • um 1988: Rudolf Heuberger
  • Aktuell: Jürgen Oßwald

Partnerschaften

Schutterwald unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

Mit der Mörburgschule verfügt Schutterwald über eine Grund- und Hauptschule. Langhurst hat eine eigene Grundschule. Außerdem gibt es vier Kindergärten (zwei im Hauptort und je einen in den beiden Teilorten).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schutterwald ist mit seiner St.-Jakobus-Kirche Endpunkt des Kinzigtäler Jakobusweges, eines Pilgerweges, der an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Mit dem Bunker-Theater gibt es in Schutterwald ein Ensemble, das in der Turnhalle der Mörburgschule auftritt.

Bundesweit bekannt ist der Ort durch die Handballspieler des TuS Schutterwald, die seit Mitte der 1980er Jahre wiederholt in der Bundesliga spielten, sich allerdings bislang nicht etablieren konnten.

Persönlichkeiten

  • Arnulf Meffle (* 1957 im Ortsteil Langhurst), deutscher Handball-Nationalspieler, Weltmeister 1978.
  • Martin Heuberger (* 5. Juni 1964 in Schutterwald), deutscher Co-Trainer der Handball-Nationalmannschaft.

Panorama

Blick vom Deponiehügel auf den Ortsteil Höfen rechts von der Bildmitte, im linken Teil die St. Jakobus Kirche in der Dorfmitte, rechts dahinter die höchsten Gebäude von Offenburg. Ganz hinten sieht man die Berge des Schwarzwalds (links der Norden, Osten in der Mitte, rechts der Süden).

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 399–400

Weblinks

Commons Commons: Schutterwald – Bilder, Videos und Audiodateien
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