Freitag, 25.05.2012



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Schönberg (Mecklenburg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Schönberg (Mecklenburg)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schönberg hervorgehoben
53.8510.9166666666677Koordinaten: 53° 51′ N, 10° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Amt: Schönberger Land
Höhe: 7 m ü. NN
Fläche: 38,09 km²
Einwohner: 4422 (30. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner je km²
Postleitzahl: 23923
Vorwahl: 038828
Kfz-Kennzeichen: NWM
Gemeindeschlüssel: 13 0 58 094
Adresse der Stadtverwaltung: Am Markt 15
23923 Schönberg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Michael Heinze
Lage der Stadt Schönberg im Landkreis Nordwestmecklenburg
Datei:Schönberg in NWM.png

Schönberg ist eine Stadt im Landkreis Nordwestmecklenburg in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist außerdem Verwaltungssitz des Amtes Schönberger Land, dem neben den Städten Schönberg und Dassow neun weitere Gemeinden angehören.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Oberteich

Die Stadt Schönberg liegt etwa 15 Kilometer östlich von Lübeck am Fluss Maurine. Das hügelige Gebiet östlich und westlich des Maurinetals erreicht Höhen bis 83 m ü. NN (Bockholzberg).

Stehende Gewässer im Ortsbereich sind der stadtnah gelegene Oberteich mit einer Größe von 11 Hektar, die Rupensdorfer Teiche und der Schilfteich.

Zu Schönberg gehören die Ortsteile Groß Bünsdorf, Klein Bünsdorf, Kleinfeld, Malzow, Retelsdorf, Rupensdorf und Sabow.

Nachbargemeinden

In Uhrzeigerrichtung, beginnend im Norden, grenzen folgende Städte und Gemeinden an Schönberg: Stadt Dassow, Papenhusen, Menzendorf, Roduchelstorf, Groß Siemz, Lockwisch und Selmsdorf.

Geschichte

Schönberg wurde im Jahr 1219 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort wurde bald danach Residenz der Bischöfe von Ratzeburg. Das Hochstift Ratzeburg, allgemein Land Ratzeburg genannt, fiel nach dem Dreißigjährigen Krieg als Fürstentum Ratzeburg an Mecklenburg und gehörte ab 1701 zum Herzogtum Mecklenburg-Strelitz. 1822 erhielt Schönberg als Hauptort und Verwaltungssitz der Exklave das Stadtrecht. Nach der Reichseinigung von 1871 stand Schönberg im wirtschaftlichen Schatten des benachbarten Lübeck. 1934 wurden die Ämter Grevesmühlen und Schönberg im Zuge der Wiedervereinigung der beiden Mecklenburgs zum Landkreis Schönberg zusammengelegt, Sitz der Kreisverwaltung war Schönberg. Die Kreisverwaltung wurde 1949 in das 20 Kilometer östlich gelegene Grevesmühlen verlegt.

Durch die Lage an der innerdeutschen Grenze wurde die Stadt hart getroffen und erholt sich seit der Wiedervereinigung langsam. Der Altstadtkern wurde seit 1994 mit Hilfe der Städtebauförderung gründlich saniert.

Politik

Wappen

Das Wappen wurde unter der Nr. 139 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „In einem von Blau über Gold und Rot geteilten Schild ein roter Mittelschild, darin ein schwebendes silbernes Hochkreuz, überhöht von einer goldenen Fürstenkrone.“[1]

Das Wappen wurde 1997 von dem Weimarer Michael Zapfe neu gezeichnet.

Städtepartnerschaften

Seit 1990 gibt es eine Städtepartnerschaft mit dem nahen Ratzeburg in Schleswig-Holstein und seit 3. Oktober 2005 mit der schwedischen Gemeinde Färgelanda im Västra Götalands län.

Sehenswürdigkeiten

St.-Laurentius-Kirche
Lutherdenkmal mit Relief von A. Manthe (1883)

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Neben mittelständischen Unternehmen der Möbelproduktion und der IT-Branche gibt es zahlreiche kleinere Handwerksunternehmen.

Verkehr

Schönberg liegt an der Bundesautobahn 20 zwischen Lübeck und Wismar, an der Bundesstraße 104 von Lübeck nach Schwerin sowie an der Eisenbahnstrecke Lübeck–Bad Kleinen. Der Flughafen Lübeck liegt etwa 15 Kilometer entfernt.

Ende der 1940er Jahre wurde die Stichbahn nach Dassow und darüber hinaus nach Pötenitz nahe dem Priwall als Reparationsleistung von der sowjetischen Besatzungsmacht abgebaut. Eine direkte Verbindung nach Schwerin wurde noch in den 1940er Jahren geplant, doch wurde das fehlende Verbindungsstück Schönberg-Rehna, von einigen Trassierungsarbeiten und Brückenbauten abgesehen, niemals fertiggestellt.

Bildung

Das 1823 aus der Ratzeburger Domschule hervorgegangene Realprogymnasium hatte Absolventen wie Werner Siemens und Ernst Barlach. Zu Ehren Ernst Barlachs wurde das ansässige Gymnasium am Oberteich mit etwa 650 Schülern „Ernst-Barlach-Gymnasium“ benannt. Das Schulgebäude wurde 1928/29 unter Baurat W. Brückner im Stil der Heimatschutzarchitektur in Backstein errichtet. Zusätzlich gibt es in Schönberg auch eine Regionale Schule, die „Grundschule am Oberteich“ (beide in Trägerschaft der Stadt Schönberg) sowie die Allgemeine Förderschule „Anne Frank“ (in Trägerschaft des Landkreises Nordwestmecklenburg). Seit dem Schuljahr 2006/2007 hat auch eine evangelische Grundschule in Trägerschaft der Diakonie ihren Betrieb aufgenommen.

Sonstiges

Bekannt wurde Schönberg durch seinen Fußballverein FC Schönberg 95, der es in den Jahren von 1999 bis 2004 jedes Jahr als Landes-Pokalsieger in die DFB-Pokal-Hauptrunde schaffte und dort an renommierten Gegnern wie dem FC Bayern München oder dem Hamburger SV scheiterte.

Nordwestlich der Stadt (zur Gemeinde Selmsdorf gehörig) befindet sich die Deponie Ihlenberg (auch bekannt als Deponie Schönberg), welche seit 1977 betrieben wird und auf der seit vielen Jahren Hausmüll und Sondermüll behandelt und entsorgt werden.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise


Weblinks

Commons Commons: Schönberg (Mecklenburg) – Bilder, Videos und Audiodateien
en:Schönberg, Mecklenburg-Vorpommern

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