Freitag, 25.05.2012



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Schlotheim

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Schlotheim in Thüringen. Für weitere Bedeutungen siehe Schlotheim (Begriffsklärung).


Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schlotheim
Schlotheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schlotheim hervorgehoben
51.24694444444410.656388888889243Koordinaten: 51° 15′ N, 10° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Schlotheim
Höhe: 243 m ü. NN
Fläche: 22,31 km²
Einwohner: 4064 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 182 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99994
Vorwahl: 036021
Kfz-Kennzeichen: UH
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 057
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
99994 Schlotheim
Bürgermeisterin: Margita Otto (FDP)
Lage der Stadt Schlotheim im Unstrut-Hainich-Kreis
Datei:Schlotheim in UH.png
Datei:Schloss Schlotheim.JPG
Schloss Schlotheim (Rückansicht)
Datei:Fachwerkhaus Schlotheim.JPG
Ein Fachwerkhaus in der Stadt

Schlotheim ist eine Stadt im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Schlotheim liegt in der Mitte Deutschlands in hügeliger Landschaft. Die Stadt befindet sich im Nordosten des fruchtbaren Thüringer Beckens an der Notter. Das Stadtgebiet wird im Norden durch die Hainleite und im Süden durch das Tal der Unstrut begrenzt.

Stadtgliederung

Ortsteile der Stadt Schlotheim sind Mehrstedt und Hohenbergen.

Außerdem ist Schlotheim Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Schlotheim mit den Orten Schlotheim, Bothenheilingen, Issersheilingen, Kleinwelsbach, Körner, Marolterode, Neunheilingen und Obermehler.

Geschichte

Schlotheim wurde erstmals 974 erwähnt. Im Jahr 1277 erhielt Schlotheim das Stadtrecht. Die Stadt kam 1323 zur Grafschaft Hohnstein und wurde 1340 schwarzburgisch. Sie gehörte ab 1571 zu Schwarzburg-Sondershausen und ab 1599 zu Schwarzburg-Rudolstadt.

In der Zeit von 1772 bis 1778 wirkte hier Johann Georg August Galletti, der Vater der „Kathederblüte“. Ab 1836 entwickelte sich eine Seilereitradition. Schlotheim wurde 1897 an das Eisenbahnnetz angeschlossen und 100 Jahre später wieder vom Netz genommen. Im Juli 1997 fand die feierliche Eröffnung des Verkehrslandeplatzes statt.

Im Jahr 2006 stieg die Verschuldung durch vielfältige Investitionen der Stadt Schlotheim auf über 13,114 Mio €. Dies macht eine Pro-Kopf-Verschuldung von 3804 Euro aus.

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Grün ein silberner Drudenfuß.“

Altes Wappen

Zur Zeit der DDR war das Pentagramm von sechs silbernen Sternen begleitet. Ein Vorhängeschloss im Wappen war um etwa 16.Jahrhundert der Anfang und seit 1505 ist das heutige Wappen bekannt[2].

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Stadtkirche St. Servator, ein ursprünglich romanischer Kirchenbau, wurde nach einem Brand 1547 vereinfacht neu errichtet. Es sind mehrere Bürgerhäuser (Fachwerk) und eine historische Windmühle erhalten. In Schlotheim existiert eine Gedenkstätte für Thomas Müntzer. Das Schloss war in der Vergangenheit Wohnsitz der Familie Hopfgarten, die seit 1425 die Geschichte der Stadt bestimmte. 1768 wurde die alte Burg abgerissen und ein stattliches Barockschloss wurde errichtet. Vom ehemaligen Schlosskomplex existieren heute noch das Schloss und das Försterhaus. Von der Seilereitradition kann man sich im Seilermuseum überzeugen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Neben der industriellen Seilerei werden auch Sport- und Campingartikel, Schulmöbel und Stühle und Lederwaren in Schlotheim hergestellt. Daneben ist ein Automobilzulieferer und eine Kunststoffverarbeitung ansässig.

Bildungseinrichtungen

In Schlotheim gibt es neben Grund- und Regelschule auch ein Gymnasium.

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons Commons: Schlotheim – Bilder, Videos und Audiodateien

Literatur

  1. Thüringer Landesamt für Statistik: Bevölkerung nach Gemeinden
  2. Lexikon Städte und Wappen der Deutschen Demokratischen Republik, VEB Verlag Enzyklopädie Leipzig 1979, Dr. habil. Karlheinz Blaschke, Prof. Dr. sc. Gerhard Kehrer, Heinz Machatscheck
en:Schlotheim

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