Freitag, 25.05.2012



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Schalksmühle

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schalksmühle
Schalksmühle
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schalksmühle hervorgehoben
51.2419444444447.5238888888889Höhenangabe falsch oder mehr als zwei NachkommastellenKoordinaten: 51° 15′ N, 7° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Märkischer Kreis
Höhe: 183 – 502 m ü. NN
Fläche: 38,2 km²
Einwohner: 11.548 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 302 Einwohner je km²
Postleitzahl: 58579
Vorwahlen: 02355 (Hauptvorwahl), 02351 (Ortsteile Heedfeld und Winkeln), 02337 (Ortsteile Albringwerde und Rölvede)
Kfz-Kennzeichen: MK (alt: AL, LÜD, LS, EN)
Gemeindeschlüssel: 05 9 62 056
Gemeindegliederung: 15 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Rathausplatz 1
58579 Schalksmühle
Webpräsenz:
Bürgermeister: Jörg Schönenberg (parteilos)
Lage der Gemeinde Schalksmühle im Märkischen Kreis

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Rathaus

Schalksmühle ist eine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen und gehört zum Märkischen Kreis. Schalksmühle ist in Nordrhein-Westfalen die Gemeinde mit dem höchsten Anteil von Einkommensmillionären an der Wohnbevölkerung.[1]

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Schalksmühle liegt im Sauerland, wobei sich die Höhe des Gemeindegebietes zwischen 183 m (Pulvermühle) und 502 m (östlich von Sonnenscheid) über dem Meeresspiegel erstreckt. 45% der Fläche sind mit Wald bedeckt, weitere 35% werden landwirtschaftlich genutzt. Der wichtigste Fluss in der Gemeinde ist die Volme. Schalksmühle grenzt an die Städte Hagen, Breckerfeld (Ennepe-Ruhr-Kreis), Altena, Halver und Lüdenscheid (alle Märkischer Kreis) sowie an die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde (Märkischer Kreis)

Geschichte

Die älteste urkundliche Erwähnung des heutigen Ortsteils Hülscheid stammt von 1308 und findet sich im Liber valoris des Erzbistums Köln. 1350 gründeten die dortigen Bauern eine Freigrafschaft. Diese umfasste zur Zeit ihrer größten Ausdehnung neben dem Kirchspiel Hülscheid auch den nordwestlichen Teil des Kirchspiels Lüdenscheid. Die Freigrafschaft Hülscheid bestand bis 1592. In jenem Jahr wurde sie dem Lüdenscheider Hochgrafen übertragen. Für die Zeit nach 1478 ist das Bestehen eines Freigerichtes vor Ort nachgewiesen, welches jedoch wohl schon wesentlich länger bestanden hatte.

Schalksmühle wurde zuerst am 1. Mai 1407 urkundlich erwähnt. Anlässlich der Schenkung eines Altars an die Breckerfelder Kirche durch den Kölner Kaufmann Gerwin of Altenbreckerfeld erscheint in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Friedrich Schalksmollen in parrochia Halvere (Schalksmühle in der Pfarrei Halver). Es war eines der von Gerwin gepachteten Gebiete. Auch nach Bau einer befestigten Straße durch das Volmetal 1845-47 und der Volmetalbahn bis 1873 handelte es sich noch einige Zeit lediglich um eine kleine Siedlung. Erst allmählich setzten aufgrund der verbesserten Verkehrsanbindung stärkeres Wachstum und Industrialisierung ein. 1892 bis 1898 erfolgte der Bau der neugotischen Saalkirche als Ortsmittelpunkt. 1888 wurde die "Hälvertalbahn" der Kreis Altenaer Eisenbahn fertiggestellt, welche eine direkte Verbindung mit Halver herstellte. Aus dem Amt Halver schied Schalksmühle 1912 aus.

Die heutige Gemeinde Schalksmühle ist durch das Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Altena und der kreisfreien Stadt Lüdenscheid vom 18. Dezember 1968 (GV. NW. S. 412/ SGV. NW. 2020) gebildet worden. Hierzu wurden die vorherigen Gemeinden Schalksmühle und Hülscheid (Amt Lüdenscheid) zusammengeschlossen. Die mit Wirkung zum 1. Januar 1969 neu gebildete amtsfreie Großgemeinde trägt wiederum den Namen „Schalksmühle“.

Durch das Gesetz zur Neugliederung des Ennepe-Ruhr-Kreises vom 16. Dezember 1969 (GV. NW. S. 940) ist der zur damaligen Stadt Breckerfeld (Amt Breckerfeld, Ennepe-Ruhr-Kreis) gehörende Ortsteil „Im Dahl“ (im heutigen Dahlerbrück) eingegliedert worden. Dies geschah mit Wirkung zum 1. Januar 1970.

Zur Gemeinde Schalksmühle gehören seitdem die Ortsteile:

  • Schalksmühle
  • Sonnenscheid
  • Stallhaus
  • Strücken
  • Winkeln

Politik

„Kiepenlisettken“ auf dem Rathausplatz

Gemeinderat

  • UWG 11 Sitze
  • CDU 7 Sitze
  • SPD 7 Sitze
  • FDP 2 Sitze
  • Parteilos 1 Sitz

Bürgermeister

  • 1912–1923: Peter Groll
  • 1923–1933: Hermann Diergarten
  • 1933–1945: Hermann Gödersmann
  • 1945: Walter Frese (für ca. 1/2 Jahr von der Militärregierung eingesetzt)
  • 1945–1948: Ernst Paris
  • 1948–1964: Ernst Brune
  • 1964–1965: Hans Schriever
  • 1965–1966: Eugen Güllemann
  • 1966–1969: Paul Gerhard „Conny“ Mühlen (UWG), †

Kommunale Neuordnung im Jahr 1969

  • 1969–1991: Paul Gerhard „Conny“ Mühlen (UWG), †
  • 1991–1999: Heide Bachmann (UWG),

Bis hierher waren alle Bürgermeister ehrenamtlich tätig! Nach der Reform der Gemeindeordnung wurde im Jahr 1999 der erste hauptamtliche Bürgermeister gewählt.

  • 1999–2005: Wilfried Köhler (parteilos), † 10. August 2005
  • seit 2006: Jörg Schönenberg (parteilos)

Wappen, Dienstsiegel und Flagge

Ortskern mit Erlöserkirche

Der Gemeinde ist durch Urkunde des Regierungspräsidenten in Arnsberg vom 21. Juli 1970 das Recht zur Führung eines Wappens verliehen worden.

Wappenbescheibung
„Das Wappen zeigt auf goldenem Grund einen dreireihig in je neun Feldern von Rot zu Silber geschachten Balken, darüber wachsend ein halbes schwarzes Schaufelrad, darunter drei zu einem Strauß zusammengestellte grüne Stechpalmenblätter (Ilex).“ [2]
Bedeutung

Das Wappen der Gemeinde kombiniert Symbole der beiden 1969 zusammengefassten Gemeinden. Das Mühlrad steht für Schalksmühle, die Blätter der auch Hülsebusch genannten Stechpalme (Ilex aquifolium) als sprechendes Symbol für Hülscheid. In der Mitte steht der märkische Schachbalken der Grafschaft Mark.

Bis 1969 hatte die Gemeinde Schalksmühle ein ähnliches Wappen, lediglich der Schildfuß war leer. Das frühere Wappen der Gemeinde Hülscheid hatte im oberen Bereich die Ilex-Zweige, war ansonsten mit jenem von Schalksmühle identisch. Beide Wappen wurden vom Heraldiker Otto Hupp entworfen, nach Ideen von Fritz Thomée, dem ehemaligen Landrat des Kreises Altena. Die Wappen wurden am 16. Januar (Hülscheid) und 29. März 1935 (Schalksmühle) verliehen.

Dienstsiegel

Die Gemeinde führt das Gemeindewappen in ihrem Dienstsiegel, das durch Urkunde des Regierungspräsidenten in Arnsberg vom 21. Juli 1970 genehmigt worden ist. [2]

Flagge

Der Gemeinde ist durch Urkunde des Regierungspräsidenten in Arnsberg vom 30. März 1972 das Recht zur Führung einer Flagge und eines Banners verliehen worden.

„Die Flagge (Hissflagge) ist von Grün zu Rot in zwei gleichbreiten Bahnen längsgestreift, in der Mitte etwas zur Stange verrückt, der Wappenschild der Gemeinde.
Das Banner ist von Grün zu Rot in zwei gleich breiten Bahnen längsgestreift, in der Mitte der oberen Hälfte der Wappenschild der Gemeinde.“ [2]

Städtepartnerschaften

Seit Juli 1987 besteht eine Städtepartnerschaft mit der thüringischen Stadt Ruhla. Bereits seit 1970 besteht ist die Partnerschaft mit der englischen Stadt Wansbeck. Ein junger Mann aus Schalksmühle arbeitete zu der Zeit in Bedlington und traf dort seine spätere Ehefrau. Als das Paar nach Schalksmühle zurückkam, regten sie eine Partnerschaft ihrer beiden Heimatorte an, die dann 1970 offiziell besiegelt wurde. Nachdem Belington zusammen mit Ashington und Newbiggin by the Sea zur neuen Stadt Wansbeck vereinigt wurde, wurde die Partnerschaft von der neuen Stadt weitergeführt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauernhaus Wippekühl

Natur

Bauwerke

Direkt neben dem Friedhof Wippekühl in Schalksmühle liegt das Bauernhaus Wippekühl. Es wurde um das Jahr 1600 erbaut. In diesem historischen Fachwerkhaus ist es möglich, sich trauen zu lassen.

Wirtschaft und Infrastruktur

Denkmalgeschütztes Geschäftshaus Hälverstraße/Ecke Bahnhofstraße

Wirtschaft

Die Wirtschaft in Schalksmühle wird bis heute vor allem von der Elektroindustrie geprägt. Es siedelten sich mehrere klein- und mittelständische Unternehmen im Volmetal an. Beispielhaft sind folgende Unternehmen zu nennen: Berker GmbH & Co. KG (Schalterhersteller), Rutenbeck Fernmeldetechnik (Gebäude-Kommunikationstechnik), Albrecht Jung GmbH & Co. KG (Schalterhersteller), Lumberg GmbH & Co. KG (Elektroinstallationen), Günther Spelsberg GmbH + Co.KG, Kaiser GmbH & Co. KG und Busch-Jaeger Elektro GmbH & Co. KG.

Darüber hinaus ist im Ortsteil Dahlerbrück das Unternehmen AMT Alumetall Gießtechnik GmbH, ein Unternehmen der Gußtechnik, angesiedelt. Die Produktpalette umfasst Gießereien für den technischen und für den Bereich der Gastronomie. Das Unternehmen ist offizieller Ausstatter und Sponsor der Deutsche Köche-Nationalmannschaft.

Durch die frühe industrielle Prägung hat Schalksmühle die zweithöchste Industriedichte des Märkischen Kreises. Trotzdem konnte sich Schalksmühle seinen landschaftlichen Reiz bewahren.

Verkehr

Schalksmühle ist relativ gut an das Verkehrsnetz angebunden. Per Pkw ist der Ort über die Bundesautobahn 45, die sogenannte Sauerlandlinie, zu erreichen. Die zu nehmende Ausfahrt ist die Nr. 13 (Lüdenscheid-Nord, Schalksmühle). Des Weiteren verläuft die Bundesstraße 54 durch die Volmegemeinde.

Haltepunkt Schalksmühle

Die Anbindung durch den Zug gewährleistet die Volmetalbahn, die im stündlichen Takt zwischen Lüdenscheid und Dortmund verkehrt.

Der Busverkehr wird überwiegend durch die Märkische Verkehrsgesellschaft (MVG) und den Bürgerbus Schalksmühle durchgeführt.

Medien

Print
Hörfunk

Schalksmühle verfügt über keinen eigenen Radiosender. Vielmehr ist als lokales Radio Radio MK anzusehen, welcher auch über das lokale Geschehen aus dem Ort berichtet.

Fernsehen

Schalksmühle gehört zum Redaktionsgebiet des Studio Siegen, dem Lokalsender des WDR.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Kommune

  • Nicolaus Gonieus, um 1561 Studium in Rostock, später dort Professor für hebräische Sprache
  • Wilhelm Kattwinkel (* 26. April 1883; † 27. Januar 1953 in Essen), NSDAP-Reichstagsabgeordneter
  • Willi Dickhut (* 29. April 1904; † 8. Mai 1992 in Solingen), Kommunist, Gründer der MLPD
  • Karl Bewerunge (* 20. Januar 1913; † 26. August 1993 in Lüdenscheid), Politiker

Literatur

  • Heimatbund Märkischer Kreis/Hrsg. (1983): "Kunst- und Geschichtsdenkmäler im Märkischen Kreis", Balve, S. 678-687

Weblinks

Commons Commons: Schalksmühle – Bilder, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Hinweise

  1. Pressemitteilung des LDS, Stand 2008 (PDF)
  2. abc § 2 der Hauptsatzung der Gemeinde Schalksmühle
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