Meinestadt.de - Sandbostel - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Rotenburg (Wümme) | |
| Samtgemeinde: | Selsingen | |
| Höhe: | 8 m ü. NN | |
| Fläche: | 31,54 km² | |
| Einwohner: | 837 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 27 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 27446 | |
| Vorwahlen: | 04284, 04764 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ROW | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 57 040 | |
| Gemeindegliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Bahnhofstraße 8 27446 Selsingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Peter Radzio (parteilos) | |
Sandbostel ist eine Gemeinde im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen.
Inhaltsverzeichnis |
Sandbostel liegt etwa 9 km südlich von Bremervörde, 17 km nördlich von Zeven, 43 km nordöstlich von Bremen und 60 km westlich von Hamburg. Durch die Gemeinde fließt die Oste.
Neben dem Hauptort Sandbostel gehören auch die Orte Ober Ochtenhausen, Altenburg, Mintenburg, Gosehus, Heinrichsdorf, Hütten, Falje und Stoppelheide zur Gemeinde.
Ortsteile: Sandbostel, Mintenburg, Ober Ochtenhausen und Heinrichsdorf
Sandbostel, das früher einfach Bostel hieß, war von 1545 bis 1800 Adelssitz mit dem Gut Bostel. In Ober Ochtenhausen bestand von etwa 1555 bis 1765 ebenfalls ein adliges Gut. 1796 wurde vom Gut Sandbostel aus die Moorkolonie Mintenburg gegründet.
Von 1939 bis 1945 bestand bei Sandbostel das Kriegsgefangenenlager Stalag X-B, das im April 1945 zudem zeitweise als KZ-Auffanglager genutzt wurde. Im Dezember 2004 wurde die „Stiftung Lager Sandbostel“ gegründet mit dem Auftrag, „auf dem Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag X B in Sandbostel eine Dokumentations-, Gedenk- und Begegnungsstätte zu errichten.“ [1]
Von 1952 bis 1960 wurde das ehemalige Kriegsgefangenenlager als Flüchtlingslager (Übergangslager) für DDR-Flüchtlinge (ausschließlich junge Männer) genutzt. Das Flüchtlingslager für Frauen befand sich in Westertimke.
1998 wurde das Dorf Ober Ochtenhausen Landes- und Bundessieger des Wettbewerbs Unser Dorf soll schöner werden.
Seit der Kommunalwahl 2006 setzt sich der Gemeinderat aus vier Ratsmitgliedern der Wählergemeinschaft Sandbostel und vier Ratsmitgliedern der Wählergemeinschaft Ober-Ochtenhausen, sowie einem parteilosen Ratsmitglied zusammen.
Das Wappen von Sandbostel zeigt oben auf goldenem Grund drei Niedersachsenhäuser mit grünen Türen. Unten im hügelförmig nach oben gebogenen grünen Schildfuß wird ein silberner Wellenbalken dargestellt, der die Oste symbolisiert. Der aufgebogene Schildfuß steht für die in der Gemeinde vorhandenen Bodenerhebungen.
Seit 1999 besteht mit dem Hüßelhus in Sandbostel ein kleines Museum, das sich mit der Heimatkunde befasst.
Einige der Gebäude des Kriegsgefangenen- und KZ-Auffanglagers sind erhalten und stehen heute unter Denkmalschutz. Zur Zeit werden die letzten verbliebenen Baracken wieder hergestellt und es soll darin eine Ausstellung zum Lager Stalag XB entstehen.
Am Ortseingang steht eine historische Windmühle, die zuletzt von dem Müller Hinrich Schröder bis ca. 1955 betrieben wurde. Heute wird die Windmühle bewohnt, und obwohl das Mahlwerk im inneren der Mühle entfernt wurde, ist sie samt des Flügelrades im wesentlichen erhalten.
In Sandbostel befindet sich eine Kriegsgräberstätte, wo etwa 10.000 kriegsgefangene Soldaten aus Russland, Polen und Frankreich größtenteils in Massengräbern beerdigt sind. Die gefangenen Soldaten wurden zur Zwangsarbeit eingesetzt. Heute kommen in regelmäßigen Abständen Delegationen aus der Partnergemeinde Danizy in Frankreich, um die Grabstätte zu pflegen und Grabschmuck niederzulegen. Die Mitglieder der Delegation werden bei Gastfamilien in Sandbostel untergebracht.
Der Reitverein Sandbostel veranstaltet auf dem idyllisch am Wald gelegenen Reitplatz alljährlich ein Turnier für Springreiten und Pferdedressur. Zu dem Turnier, bei dem schon viele Reitprofis wie Gerd Wildfang gestartet sind, kommen jedes Jahr etwa 150 Reiter mit Pferden.
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