Meinestadt.de - Saaleplatte - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Hilfe zu Wappen |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Weimarer Land | |
| Höhe: | 265 m ü. NN | |
| Fläche: | 42,81 km² | |
| Einwohner: | 3080 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 72 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 99510 | |
| Vorwahl: | 036421 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AP | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 71 099 | |
| Gemeindegliederung: | 9 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Im Unterdorf 110 OT Wormstedt 99510 Saaleplatte |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jörg Hammer | |
| Lage der Gemeinde Saaleplatte im Landkreis Weimarer Land | ||
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Saaleplatte ist eine Gemeinde im Osten des Kreises Weimarer Land.
Die Gemeinde gliedert sich in die neun Ortsteile Eckolstädt, Großromstedt, Hermstedt, Kleinromstedt, Kösnitz, Münchengosserstädt, Pfuhlsborn, Stobra und Wormstedt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Saaleplatte liegt im Osten des Weimarer Landes auf der Ilm-Saale-Platte, einer Hochfläche zwischen den Flüssen Saale und Ilm, welche der Gemeinde ihren Namen gaben. Durch das Gemeindegebiet führen die Landstraßen L 1060 von Apolda nach Jena, die L 1059 von Apolda nach Camburg und die L 2160 von Utenbach nach Dornburg. Weitere Kreisstraßen verbinden die Ortsteile untereinander. Die nächsten Bundesstraßen sind die B 7 im Südwesten, die die B 87 im Westen und die B 88 im Osten. Die nächste Autobahn ist die A 4 südlich von Jena.
Die Landschaft ist geprägt von den weiten, fruchtbaren Ackerflächen der Hochfläche. In den Niederungen befinden sich Wiesen, an wenigen steilen oder feuchten Stellen liegen kleine Wäldchen. Im Osten, an den Hängen zum Saaletal hin, wird das Gelände steiler. Dort befinden sich Wiesen- und Streuobstflächen oder größere Waldgebiete. Die höchsten Erhebungen sind die Höhen nordwestlich von Eckolstädt mit knapp 300 m ü. NN sowie die Holzecke südlich von Kleinromstedt mit 352 m.
Das Gemeindegebiet gehört fast ausschließlich dem oberen Muschelkalk an. Zu großen Teilen wird er im östlichen Gemeindegebiet von fruchtbarem Löss überlagert. Vereinzelt finden sich Gneis oder andere nordische Gesteine als Relikte der Elsterkaltzeit. Im Westen liegen auch größere Flächen des unteren Keupers, dabei hauptsächlich des Kohlenkeupers. In den Niederungen entstanden durch die Bäche Aufschwemmungen.
Durch das Gemeindegebiet, nach Osten zur Saale oder nach Westen zur Ilm, fließen mehrere kleine Bäche. Der größte ist der Utenbach, welcher östlich von Wormstedt entspringt und weiter nach Westen durch Wormstedt und Utenbach und dann nach Norden der Ilm zu fließt. Entlang seines Laufs zwischen Wormstedt nach Utenbach liegen die sogenannten Utenbacher Fischteiche. Weitere kleine Bäche sind beispielsweise der Angergraben bei Kleinromstedt, der Hermnitzgraben bei Utenbach und der Hahngraben bei Kösnitz.
Eckolstädt wurde erstmals im Jahre 976 urkundlich erwähnt. Nahe dem Ort liegt ein 1985 errichteter Flak-Raketen-Stützpunkt, welcher allerdings nie zu seiner Zweckbestimmung gekommen ist.
Großromstedt wurde erstmals 876 urkundlich erwähnt. Archäologische Funde deuten jedoch auf eine weitaus frühere Besiedlung hin.
Über die besonders wohl tönende große Glocke im Kirchturm der St.-Michaelis-Kirche ist die Sage überliefert, der Weimarer Herzog Ernst August habe die Großromstedter gezwungen, ihm diese Glocke für den Weimarer Schloßturm zu überlassen. Als sie jedoch mitten in der Nacht von selbst mit Läuten begann und dem Glöckner beim Läuten am Tage manchmal Unangenehmes zustieß, hat der Herzog sie nach Großromstedt zurück bringen lassen.[1]
Hermstedt wurde ebenfalls 876 erstmals genannt.
Kleinromstedt wurde erstmals 876 erwähnt.
Kösnitz wurde als ein typisches Bauerndorf angelegt.
Münchengosserstädt wurde im Jahre 957 in einer Urkunde von König Otto urkundlich erstmals erwähnt. Es existiert jedoch eine Urkunde im Kloster Fulda aus dem Jahr 865. Bereits im Jahre 1219 wird die Dorfkirche genannt. Das Dorf wurde von einem Rittergut, das bis 1799 im Besitz der Familie Münch gewesen war, dominiert.
Pfuhlsborn wird zum ersten Mal in einem Fuldaer Güterverzeichnis von 900 erwähnt. Im 14.Jahrhundert kam es zu einem Untertanenverhältnis zu den Schenken von Tautenburg gekommen. Noch bis Anfang des 19. Jahrhundert musste das Dorf nach Tautenburg Zinsen und Frondienste leisten, bis es sich im Jahre 1818 loskaufen konnte.
Stobra wurde erstmals 1181 genannt. Im Dorf wurden slawische Grabanlagen aus dem 10. Jahrhundert gefunden. Der Ort wurde als Rundling angelegt, also als ein Dorf mit einem zentralen Platz und ringsum sich nach außen strahlenförmig öffnenden Höfe und Grundstücke. Stobra hat diesen Dorfcharakter bis heute erhalten. Im hohen Mittelalter gab es Wallgrabensysteme, welche den wehrhaften Charakter des damaligen Dorfes beweisen.
Wormstedt wurde im Jahre 957 erstmals urkundlich erwähnt. Die Deutung des Ortsnamens beruht auf einer Sage, nach der ein Lindwurm hier gehaust haben soll. Deshalb wird der Lindwurm auch seit alters her im Gemeindesiegel geführt. Seit Gründung der Gemeinde ist Wormstedt Gemeindesitz.
Auf dem Gebiet der Saaleplatte gab es neben den 9 heutigen Dörfern noch eine Reihe von Wüstungen, die bereits im Mittelalter entstanden. Dabei handelt es sich bei einigen um sichere Wüstungen, bei anderen wiederum um reine Legenden, die bislang nur mündlich überliefert sind.
sichere Wüstungen:
angebliche Wüstungen:
Die Gemeinde Saaleplatte entstand am 15. März 1996 durch den Zusammenschluss der neun Dörfer, welche davor selbstständige Gemeinden gewesen waren.
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