Meinestadt.de - Runkel - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Gießen | |
| Landkreis: | Limburg-Weilburg | |
| Höhe: | 180 m ü. NN | |
| Fläche: | 43,69 km² | |
| Einwohner: | 9631 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 220 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 65594 | |
| Vorwahl: | 06482 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LM | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 5 33 013 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Burgstraße 4 65594 Runkel |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Friedhelm Bender (SPD) | |
| Lage der Stadt Runkel im Landkreis Limburg-Weilburg | ||
| Datei:Limburg-Weilburg Runkel.png | ||
Runkel ist eine Stadt im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Runkel liegt im Lahntal auf beiden Seiten des Flusses zwischen Westerwald und Taunus, im Osten des Limburger Beckens, rund acht Kilometer östlich von der Kreisstadt Limburg. Der größte Teil des bebauten Stadtgebiets sowie die Altstadt liegen linkslahnisch innerhalb einer nach Norden ausgestülpten Flussbiegung. Die rechtslahnisch, nördlichen Stadtteile sind seit dem 19. Jahrhundert entstanden. Im Nordosten ist die Wohnbebauung mit der des Nachbarstadtteils Schadeck verschmolzen. Weiter westlich werden die beiden Orte von einem Steilhang getrennt. Im Westen schließt sich das Industriegebiet Kerkerbach an, das wiederum unmittelbar an ein Neubaugebiet des Stadtteils Steeden übergeht. Im 20. Jahrhundert ist die Stadt insbesondere nach Nordosten und Osten gewachsen.
Die Gemarkung der Kernstadt besteht aus zwei nicht miteinander verbundenen Teilen. Der größere, in dem das bebaute Stadtgebiet liegt, bildet einen breiten Ausläufer nach Osten und ragt mit einem dünnen Steg beidseitig der Lahn nach Westen. Im Westen grenzt die Gemarkung an Ennerich, im Nordwesten an Steeden, im Norden und Nordosten an Schadeck, allesamt Stadtteile. Im Südosten und Süden schließt sich die Kerngemeinde von Villmar an, im Südwesten der Limburger Stadtteil Lindenholzhausen. Der zweite Teil der Gemarkung umfasst ein großes, geschlossenes Waldgebiet, streckt sich in Südwest-Nordost-Richtung und befindet sich einige Kilometer nordöstlich der Stadt. Er grenzt im Uhrzeigersinn von Westen an Eschenau, Hofen, Schadeck und Arfurt, im Südosten an den Villmarer Ortsteil Seelbach, im Nordosten an den Runkeler Stadtteil Wirbelau und im Norden an den Beselicher Ortsteil Schupbach.
Die Stadt selbst liegt unmittelbar am Lahnufer sowie an den steilen Hängen nördlich und südlich des Flusses. Der größte Teil der Gemarkung erstreckt sich über die Ebene südlich der Lahn zwischen 160 und 180 Metern Höhe. Der tiefste Punkt am Lahnufer liegt bei rund 110 Metern Höhe. Der höchste Punkt des abgetrennten Gemarkungsteils im Nordosten liegt bei rund 255 Metern. Die Fläche des südlichsten besteht hauptsächlich aus landwirtschaftlich genutzter Fläche, dazu die bewaldeten Auen der Lahn und einiger Seitenbächen. Dazu kommt der mit Büschen bewachsene Steilhang zwischen Runkel und Schadeck. Der abgetrennte Gemarkungsteil im Nordosten ist fast vollständig von Mischwald bewachsen.
Runkel grenzt im Norden an die Gemeinde Beselich und die Stadt Weilburg, im Osten an die Gemeinden Weinbach und Villmar, sowie im Süden und Westen an die Stadt Limburg.
Arfurt ältestes Haus.JPG
Haus von 1690 in Arfurt |
Dehrn Schlosshof.JPG
Hof der Burg Dehrn |
Ennerich Kirche.JPG
Evangelische Kirche in Ennerich |
Eschenau Mühle.JPG
Eschenauer Mühle |
Die Stadt besteht aus neun Stadtteilen
| Stadtteil | Einwohner 1910 | Einwohner 2005 | Einwohner 2008 | Termin der Eingemeindung |
|---|---|---|---|---|
| Runkel | 1.109 | 1.655 | 1671 | 1. Dezember 1970 |
| Schadeck | 502 | 1.112 | 1079 | 1. Dezember 1970 |
| Steeden | 696 | 1.550 | 1526 | 1. Dezember 1970 |
| Ennerich | 317 | 865 | 852 | 1. Dezember 1970 |
| Dehrn | 1.061 | 2.295 | 2307 | 1. Juli 1974 |
| Hofen | 292 | 435 | 440 | 31. Dezember 1970 |
| Eschenau | 214 | 320 | 313 | 31. Dezember 1970 |
| Arfurt | 650 | 939 | 915 | 31. Dezember 1970 |
| Wirbelau | 516 | 803 | 803 | 31. Dezember 1970 |
Hofen Schule.JPG
Ehemalige Schule in Hofen |
Steeden fg03.jpg
Steedener Kalkwerk |
Wirbelau Friedhofskapelle.JPG
Friedhofskapelle in Wirbelau |
Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt erfolgte im Jahre 1159 in einer Belehnungsurkunde, in der ein Edelherr Siegfried von Runkel als Zeuge auftritt. Vermutlich war dieser Siegfried der Erbauer der Burg Runkel. Spätestens 1230 besaß die Burg eine Kapelle, die damit der erste Runkeler Kirchenbau war. 1288 wurden die Herrschaften Runkel und Westerburg nach jahrelangem Familienstreit getrennt. Das heute noch bestehende Lahnwehr wurde im 11. oder 12. Jahrhundert zum Betreiben einer Mühle angelegt. 1440 begann der Bau der Lahnbrücke, der wegen Auseinandersetzungen zwischen der Runkeler und der Westerburger Linie bis 1448 dauerte.
1543 beherbergte die Burg Runkel Melanchton als Gast des Grafen Johann IV. von Wied. 1568 wurde die Reformation eingeführt. 1622 kam es zu einer erneuten Familienspaltung, als Graf Hermann II. zu Wied seinen jüngeren Bruder Philipp Ludwig aus der Herrschaft und von der Burg Runkel vertrieb. 1634 wurden Stadt und Burg im Dreißigjährigen Kriege von den Truppen des Grafen Isolani weitgehend zerstört. 1649 folgte der Wiederaufbau der Wohngebäude der Burg als Schlossanlage. 1791 erhielt Friedrich Ludwig, der Letzte der Linie Wied-Runkel, die Fürstenwürde. 1796 kam es in Runkel zu Straßenkämpfen, als Truppen des Landgrafen von Hessen-Darmstadt Besatzungssoldaten des revolutionären Frankreich aus der Stadt vertrieben.
1806 fiel der rechtslahnige Teil der Herrschaft Runkel, und damit auch der rechtslahnige Teil der Stadt Runkel, an das Herzogtum Berg. 1824 erlosch mit dem Tod von Fürst Friedrich Ludwig die Wied-Runkelsche Linie. Damit fielen Herrschaft und Stadt Runkel an Wied-Neuwied.
Weinbau ist in Runkel ab 1270 nachgewiesen. 1929 wurde der Anbau wegen des Befalls durch die Reblaus und eines kalten Winters aufgegeben. Zuletzt umfasste die Anbaufläche 35 Hektar. 1860 wurde die erste Runkeler Sparkasse unter dem Namen "Vorschuss-Verein" gegründet. Seit 1914 gibt es eine zentrale Wasserversorgung im Stadtgebiet.
Im Rahmen der hessischen Gebietsreform schlossen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Steeden, Ennerich und Schadeck am 1. Dezember 1970 und Arfurt, Eschenau, Hofen und Wirbelau am 31. Dezember 1970 mit der Stadt Runkel zusammen, die Gemeinde Dehrn wurde am 1. Juli 1974 durch Landesgesetz eingemeindet.
Der am frühesten erwähnte heutige Stadtteil ist Ennerich, das in einer Urkunde von 790 verbürgt ist.
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 42,4 | 13 | 42,5 | 13 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 44,7 | 14 | 38,9 | 12 |
| BL | Bürgerliste Runkel | 12,9 | 4 | 14,2 | 5 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | – | – | 4,4 | 1 |
| Gesamt | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | |
| Wahlbeteiligung in % | 45,1 | 55,8 | |||
Runkel hat einen Bahnhof an der Lahntalbahn, an dem nur die RegionalBahn-Züge halten. Die Stadt liegt im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.
In Runkel befindet sich die Johann-Christian-Senckenberg-Schule. Dieses ist eine Grund-, Haupt- und Realschule mit Förderstufe. Sie wurde nach dem deutschen Arzt und Stifter Johann Christian Senckenberg benannt.
Weiterhin bestehen Grundschulen in Arfurt, Dehrn, Steeden und Runkel.
Schüler aus Runkel besuchen darüber hinaus die Gymnasien in Limburg und Weilburg.
Runkel 1159-2009. Wie es war - Wie es ist, hg. v. Magistrat der Stadt Runkel. Runkel 2009
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