Meinestadt.de - Rottenacker - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Alb-Donau-Kreis | |
| Höhe: | 530 m ü. NN | |
| Fläche: | 10,29 km² | |
| Einwohner: | 2178 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 212 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 89616 | |
| Vorwahl: | 07393 | |
| Kfz-Kennzeichen: | UL | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 25 104 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Bühlstraße 7 89616 Rottenacker |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Karl Hauler | |
Rottenacker ist eine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.
Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen an.
Inhaltsverzeichnis |
Rottenacker liegt am Rand der Schwäbischen Alb sieben Kilometer südwestlich von Ehingen (Donau) direkt an der Donau.
Die Gemeinde grenzt im Norden und Osten an die Stadt Ehingen, im Süden an Unterstadion und im Westen an die Stadt Munderkingen.
Rottenacker liegt an der Donautalbahn von Donaueschingen nach Ulm. Zurzeit ist Rottenacker kein Regelhalt im Personenverkehr. Eine Wiederanbindung Rottenackers an den Schienenpersonenverkehr ist zwar schon lange in der Diskussion, lässt aber weiterhin auf sich warten.
Im späten 18. Jahrhundert erlebte der Radikale Pietismus wieder einen Aufschwung, denn viele Pietisten trennten sich aus religiösen Gründen von der Kirche. In Württemberg nannte man sie allgemein Separatisten. Seit 1785 stieg der Leinenweber Johann Georg Rapp aus Iptingen zum Anführer der württembergischen Separatisten auf und versammelte etwa 2000 Anhängerinnen und Anhänger. Als Rapp 1803 in die Vereinigten Staaten auswanderte, übernahm die Separatistengruppe aus Rottenacker die Führungsrolle im württembergischen Radikalpietismus. Sie war 1800 auf Anregung der Magd Barbara Grubenmann aus Teufen im schweizerischen Kanton Appenzell-Ausserrhoden entstanden, die sich in Rottenacker aufhielt. Etwa 70 Personen separierten sich von der Kirche. Von Anfang an spielten politische Motive eine wichtige Rolle; so beschimpften die Separatisten den württembergischen Kurfürsten Friedrich und die herrschaftlichen Beamten. Im Mai 1804 ließ der Kurfürst 14 der radikalsten Männer durch ein Militärkommando verhaften und auf die Festung Hohenasperg bringen, wo manche jahrelang in Gefangenschaft blieben. Da sich manche Eltern weigerten, ihre Kinder zur Schule zu schicken, nahm man die Kinder weg und brachte sie in das Stuttgarter Waisenhaus.
Im Jahr 1811 kauften einige Separatisten das Vogthaus neben der Kirche und lebten in einer Gütergemeinschaft zusammen. Schließlich erwarb eine Separatistengruppe aus Württemberg 1816 das Schlossgut Brandenburg bei Dietenheim an der Iller mit dem Ziel, eine radikalpietistische Kommunität zu gründen. Als König Friedrich das Ansinnen ablehnte, wanderten die Separatisten in die Vereinigten Staaten aus und gründeten in Ohio die Siedlung Zoar. Dort lebten sie als „Zoar Society“ in Gütergemeinschaft zusammen. Im Jahr 1898 musste die Zoar Society aufgelöst werden, nachdem eine nachwachsende Generation nicht mehr bereit war, auf privates Eigentum zu verzichten.
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