Meinestadt.de - Rotenburg a.d. Fulda - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Hessen | ||||
| Regierungsbezirk: | Kassel | ||||
| Landkreis: | Hersfeld–Rotenburg | ||||
| Höhe: | 183 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 79,84 km² | ||||
| Einwohner: | 13.843 (30. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 173 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 36199 | ||||
| Vorwahl: | 06623 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | HEF | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 32 018
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| Stadtgliederung: | 8 Stadtteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 15 36199 Rotenburg a. d. Fulda |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Manfred Fehr (SPD) | ||||
| Lage der Stadt Rotenburg im Landkreis Hersfeld-Rotenburg | |||||
| Datei:Rotenburg in HEF.svg | |||||
Rotenburg an der Fulda (amtlich Rotenburg a.d. Fulda) ist eine Stadt im Nordosten von Hessen und liegt, wie der Name sagt, am Fluss Fulda im Landkreis Hersfeld-Rotenburg.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt südlich des Stölzinger Gebirges im engsten Bereich des Fuldatales. Der tiefste Punkt liegt mit 180 m ü. NN im Bereich der zwei Fuldabrücken („Alte Fuldabrücke“ und „Brücke der Städtepartnerschaften“), die die Altstadt mit der Neustadt verbinden. Der höchste Punkt ist der 548,7 m ü. NN hohe Alheimer, der auf der Gemarkungsgrenze zwischen der Stadt und der Gemeinde Alheim liegt.
Die nächst größeren Städte sind das etwa 6 km südöstlich gelegene Bebra und das etwa 16 km südlich gelegene Bad Hersfeld. Die nächsten Großstädte sind das etwa 50 km nördlich gelegene Kassel und das etwa 70 km südlich gelegene Fulda
Die angrenzenden Gemeinden sind, von Norden beginnend, Alheim, Spangenberg, Cornberg, Bebra und Ludwigsau. Auf der sogenannten „Stölzinger Höhe“, im Nordosten oberhalb des Stadtteiles Dankerode hat Rotenburg eine gemeinsame Grenze mit der Stadt Waldkappel.
Rotenburg an der Fulda besteht neben der Kernstadt aus den Stadtteilen Lispenhausen, Braach, Schwarzenhasel, Erkshausen, Seifertshausen, Dankerode, Atzelrode (mit Gut Alte Teich und Wüstefeld) und Mündershausen.
Im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld von 769 wurden die heutigen Stadtteile Braach, Lispenhausen und das wüst liegende Breitingen (heute im Bereich der Hochmahle) das erste Mal urkundlich erwähnt. Diese bestanden aus sechs Gutshöfen und 90 Morgen Land.
Die Gisonen waren Vögte der Abtei Hersfeld. Sie bauten eine erste Sicherungsburg im Fuldatal, als es ihnen gelang, die Vogtei in ihren Besitz zu bekommen. Um diese Burg entstand eine Siedlung. Die Thüringer Landgrafen, die nach den Gisonen durch Erbschaft in den Besitzt der Vogtei kamen, erbauten auf dem Berg Alter Turm die Burg "Rodenberg", die heute noch in Ruinen sichtbar ist und von deren Namen vermutlich auch der Stadtname abgeleitet wurde.
Die Siedlung am linken Fuldaufer, die heutige Altstadt, wurde 1248 das erste Mal als Stadt erwähnt und nach dem hessisch-thüringischen Erbfolgekrieg 1264 gehörte die Stadt zur Landgrafschaft Hessen. Die alte Talburg soll nach 1423 abgetragen worden sein. Im Jahre 1470 stand das erste Schloss Rotenburg. Ein großer Stadtbrand zerstörte 1478 die Altstadt und auch das erst kurz zuvor errichtete Schloss. Zwischen 1627 und 1834 war Rotenburg Residenzstadt der Landgrafenfamilie von Hessen-Rotenburg (Rotenburger Quart).
1615 brannten in Braach 57 Häuser ab und im Dreißigjährigen Krieg 1637 brannte die Stadt und das Rathaus. Der Brand wurde von Soldaten aus dem Regiment Isolani herbeigeführt. Im März 1882 wurde die Freiwillige Feuerwehr als Verein gegründet, sie erhielt im Jahr 1900 ein Feuerwehrhaus mit Schlauchturm in der Nähe der Fulda.
Während des Zweiten Weltkrieges war die Stadt Standort eines Kriegsgefangenenlagers für Offiziere (Oflag). Rotenburg gehört seit 1972 zum Landkreis Hersfeld-Rotenburg und war bis dahin Kreisstadt des Altkreises Rotenburg. 2003 erlangte die Stadt Bekanntheit durch den Kriminalfall Armin Meiwes.
Im Jahr 2004 erhielt die Stadt beim Bundeswettbewerb Unsere Stadt blüht auf eine Silbermedaille und im Jahr 2005 eine Goldmedaille mit einem Sonderpreis für die Gestaltung des Landschaftsraumes Fuldaaue.
Im August 2007 richtete die Freiwillige Feuerwehr der Stadt anlässlich des 125-jährigen Jubiläums ihrer Gründung den 20. Hessischen Feuerwehrtag mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm aus.
In der Stadt gibt es zehn evangelische, zwei katholische und eine neuapostolische Kirchen.
Durch die Gemeindegebietsreform im Jahr 1972 wurden die oben genannten, ehemals selbständigen Gemeinden in die Gebietskörperschaft der Stadt Rotenburg a. d. Fulda integriert.
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | CDU | 35,9 | 13 | 37,7 | 14 |
| SPD | SPD | 51,8 | 19 | 50,4 | 19 |
| FDP | FDP | 2,0 | 1 | 2,5 | 1 |
| UBR | Unabhängige Bürger Rotenburgs | 10,3 | 4 | 9,3 | 3 |
| gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 48,2 | 56,2 | |||
Der Magistrat besteht aus 6 ehrenamtlichen Stadträten, zzgl. dem Bürgermeister. Davon entfallen 4 Sitze auf die SPD und 2 Sitze auf die CDU.
Der Bürgermeister Manfred Fehr (SPD) wurde am 25. September 2005 mit einem Stimmenanteil von 63,8 % zum dritten mal wieder gewählt.
Blasonierung: „In Silber ein roter Dreiberg, darauf ein waagrechter grüner Ast, aus dem ein gebogener grüner Zweig mit drei Lindenblättern aufwächst.“
Bedeutung: Das Wappen stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert. Der Berg steht für den Rotenberg, auf dem eine Burg stand. Von dieser hat die Stadt ihren Namen. Der Lindenzweig stammt von älteren Zunftsiegeln, auf denen ein Kleeblatt und ein Stern abgebildet waren. Daraus entstand der Lindenzweig, der in das Stadtwappen übernommen wurde. Es gehört damit zu der nordhessischen Kleeblatt-Wappenfamilie wie Kassel, Felsberg. Die erste Darstellung der heute gültigen Form findet sich im Rittersaal, Ende des 18. Jh. abgerissen. Siehe Wilhelm Wessel 1623: „Folgen die Wapen aller Städte in Fürstenthümern und Graffschaften dero Fürsten zu Hessen wie sie in Rotenbergk im Fürstlichen Schloß/ im großen Saal zu finden.“ Die ersten Darstellungen auf mittelalterlichem Stadtsiegel zeigen einen Heiligen, einen Palmenzweig tragend, vor einen Stadttore. Es handelt sich wahrscheinlich um den Stadtpatron, St. Jakobus den Älteren.
| Der Wappenspruch lautet: |
| Rotenburg an der Fuld´die Stadt, |
| im Schild drei grüne Blätter hat. |
| Der Berg ist rot, der Schild ist weiß, |
| der grünt, wer ehrbar lebt mit Fleiß. |
Freundschaftliche Beziehungen bestehen zu den Städten
Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt sind:
Rotenburg hat außerdem weitere historische Kirchen sowie interessante Wohnbauten aufzuweisen. Auch Teile der mittelalterlichen Stadtmauer aus dem 12. und dem 13. Jh. mit zwei Rundtürmen sind erhalten.
Freilegung der Mikwe in Rotenburg (mit Thea Altaras im Juni 2003) |
Eine besondere Bedeutung für die Stadt und die ganze Umgebung hat das auf einem Südhang über der Stadt gelegene Herz-Kreislauf-Zentrum (HKZ).
Mit Stand vom Januar 2006 sind in der Stadt 4.188 Beschäftigte angestellt. Davon bietet das produzierende Gewerbe 989 Stellen, im Dienstleistungsbereich sind 2.143 Beschäftigte angestellt, im Handel sind es 367 Beschäftigte, im Bereich Land/Forstwirtschaft sind es 80 Beschäftigte und alle andere Branchen stellen 609 Beschäftigte. Für den Fremdenverkehr sind 1.325 Betten ausgewiesen.
Rotenburg liegt an der Bundesstraße 83 und an der sogenannten Friedrich-Wilhelms-Nordbahn, die heute Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung ist.
HNA Hessische Allgemeine mit dem Lokalteil Rotenburg Bebra, die Wochenzeitung Klartext und der kreisweit erscheinende Kreisanzeiger
In der Stadt gibt es 10 Schulen, darunter die Jakob-Grimm-Schule, die als additive Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe tätig ist. Für Mitarbeiter der Betriebskrankenkassen gibt es die BKK Akademie. Dies ist eine Einrichtung des BKK-Bundesverbandes. Hier werden im Rahmen von Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen hauptsächlich Sozialversicherungsrecht und angrenzende Themen vermittelt.
Alheim | Bad Hersfeld | Bebra | Breitenbach a. Herzberg | Cornberg | Friedewald | Hauneck | Haunetal | Heringen (Werra) | Hohenroda | Kirchheim | Ludwigsau | Nentershausen | Neuenstein | Niederaula | Philippsthal (Werra) | Ronshausen | Rotenburg a.d. Fulda | Schenklengsfeld | Wildeck
Atzelrode | Braach | Dankerode | Erkshausen | Lispenhausen | Mündershausen | Schwarzenhasel | Seifertshausen
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