Meinestadt.de - Rheinsberg - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Ostprignitz-Ruppin | |
| Höhe: | 61 m ü. NN | |
| Fläche: | 324,83 km² | |
| Einwohner: | 8814 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 27 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 16831 | |
| Vorwahl: | 033931 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OPR | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 68 353 | |
| Stadtgliederung: | 17 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Seestraße 21 16831 Rheinsberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Manfred Richter (SPD) | |
| Lage der Stadt Rheinsberg im Landkreis Ostprignitz-Ruppin | ||
| Datei:Rheinsberg in OPR.png | ||
Rheinsberg ist eine Stadt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg am Rhin und ein staatlich anerkannter Erholungsort. Rheinsberg gehört zu den nach Fläche größten Gemeinden Deutschlands.
Berühmt wurde Rheinsberg durch das Buch Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte von Kurt Tucholsky und durch die Erwähnung in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg von Theodor Fontane.
Inhaltsverzeichnis |
Rheinsberg liegt im Rheinsberger Seengebiet in einer Mischung aus vielen großen und kleinen Seen und einer abwechslungsreichen, hügeligen Waldlandschaft. Südlich von Rheinsberg schließt sich die Ruppiner Schweiz an. Im Westen erstreckt sie sich bis in die Kyritz-Ruppiner Heide, die als Truppenübungsplatz von den sowjetischen Truppen genutzt wurde.
Die Stadt Rheinsberg besteht aus 17 Ortsteilen, die sich wiederum teilweise weiter untergliedern:
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Die Gegend um Rheinsberg war schon sehr früh besiedelt. Siedlungsreste wurden auf der Insel Remus im Rheinsberger See gefunden. Rheinsberg ist untrennbar mit dem Schloss und dem Herrschergeschlecht der Hohenzollern verbunden. Seit dem Erwerb Rheinsbergs durch den preußischen König Friedrich Wilhelm I. und nach dem Brand der Stadt im Jahr 1740 wurden Stadt und Schloss (ursprünglich ein Renaissancebau von 1566) von den Baumeistern Johann Gottfried Kemmeter und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff wieder aufgebaut. Das Residenzschloss von Friedrich dem Großen gilt als Musterbau des friderizianischen Rokokos und diente als Vorlage für Potsdam-Sanssouci. In der hiesigen kronprinzlichen Kapelle wirkte Carl Philipp Emanuel Bach als Kammercembalist von Friedrich II. Durch den Um- und Ausbau des Schlosses entwickelte sich Rheinsberg immer mehr zu einer kleinen barocken Residenzstadt.
1762 wurde eine Steingutmanufaktur gegründet, die bald zu den größten in Preußen gehörte.
Nachdem Friedrich II. König wurde, trat er das Anwesen an seinen Bruder Heinrich ab, der das Schloss bis zu seinem Tode (1802) bewohnte und weiter erweitern und umbauen ließ.
1966 wurde nahe Rheinsberg am Stechlinsee das Kernkraftwerk Rheinsberg in Betrieb genommen. Es prägte bis zu seiner endgültigen Abschaltung 1990 die Stadt als größter Arbeitgeber.
Seit dem Jahr 1968 ist Rheinsberg staatlich anerkannter Erholungsort.
Die Stadtverordnetenversammlung hat außer dem hauptamtlichen Bürgermeister Manfred Richter (SPD) derzeit 26 Mitglieder. Diese teilen sich nach der Kommunalwahl am 28. September 2008 wie folgt auf die gebildeten Fraktionen auf[1]:
| Fraktion | Sitze |
|---|---|
| SPD | 7 |
| Bürgerbündnis Rheinsberg (BBR) | 6 |
| CDU | 5 |
| Die Linke | 5 |
| Wählergemeinschaft der Dörfer (WdG)/FDP/BK OPR | 3 |
Blasonierung: „Gespalten von Rot und Silber, darin ein Adler in verwechselten Farben, belegt mit einem schwarz-silbern gevierten Herzschild“.
Rheinsberg unterhält Partnerschaften zu Ascheberg in Nordrhein-Westfalen seit 1991, Fangasso in Mali seit 1994, Huber Heights in den USA seit 1995, Mariefred in Schweden seit 1994 und Toftlund in Dänemark seit 1995.
Die Stadt vergibt seit 1995 im Gedenken an Kurt Tucholsky jährlich zwei fünfmonatige Stipendien in Höhe von 5.000 Euro für ihre Stadtschreiber. Es ist verbunden mit der freien Unterkunft in der Rheinsberger Stadtschreiberwohnung im Marstall des Schlosses. Wie sich die Stadt Rheinsberg „in besonderer Weise dem Werk des großen Humanisten verpflichtet“ hat, wird von den Stadtschreibern erwartet, „daß auch sie sich dem demokratischen Vermächtnis Tucholskys verpflichtet fühlen“ (Zitiert nach den Richtlinien zur Preisvergabe). Ausdrücklich sollen auch „nicht-deutsche Autoren“ gefördert werden, „die in Deutschland im Exil leben“.
Preisträger bisher waren: Giwi Margwelaschwili, Barbara Köhler (1995); Bert Papenfuß, Wolfgang Hilbig (1996); Judith Kuckart, Rajvinder Singh (1997); Peter Brasch, Inka Bach (1998); Annett Gröschner, Stefan Tontic (1999); Thilo Köhler, Thomas Hartwig (2000); Katja Lange-Müller, Jürgen Israel (2001); Michael Wildenhain, Christina Mansfeld (2002); Eberhard Häfner, Gerhard Falkner (2003); Martin Hoffmann, Brigitte Struzyk (2004); Thorsten Becker, Uwe Kolbe (2005); Tom Wolf, Apti Bisultanov (2006); Julia Schoch, Lothar Trolle (2007); Gregor Laschen, Richard Pietraß (2008); Wiglaf Droste (2009).
Der 1990 gegründete Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e. V. (KuK) will die barocke Residenzstadt und die Schlossanlage einschließlich Schlosstheater, Kavaliershaus und Schlosspark als Kulturdenkmal von historischem Rang erhalten und als künstlerisch-kulturelles Zentrum in der Mark Brandenburg weiterentwickeln. Der Verein fördert die Kammeroper Schloss Rheinsberg und die Musikakademie Rheinsberg, ist in beiden GmbH Gesellschafter und arbeitet in diesen Gremien mit. Weitere Arbeitsziele sind die Förderung des Schlossmuseums und des Parks, des Kurt-Tucholsky-Literaturmuseums und der Galerie für Bildende Kunst, der Bibliothek sowie der „Langen Nacht der Künste“ und die Durchführung des „Fridericianischen Symposions“. Das Fridericianische Symposion wurde von Jürgen Ziechmann 1991 gegründet und findet jährlich am zweiten Wochenende im Mai statt.
Rheinsberg besitzt seit 1899 einen Bahnhof an der Löwenberg-Lindow-Rheinsberger Eisenbahn. Neben den Regionalzügen nach Löwenberg gab es täglich ein durchgehendes Zugpaar bis Berlin-Lichtenberg, das aber auf das Wochenende (von Freitag an) beschränkt wurde und nun über Berlin-Gesundbrunnen fährt. Zwischen 1928 und 1945 gab es zudem eine Fortsetzung der Strecke bis Flecken Zechlin sowie von 1958 bis 1996 zum Kernkraftwerk am Großen Stechlinsee.
Während der Wintermonate gibt es auf der Verbindung nach Löwenberg nur von Freitag bis Sonntag Zugverkehr, an den übrigen Tagen fahren Busse.
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