Meinestadt.de - Reinbek - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | ||||
| Kreis: | Stormarn | ||||
| Höhe: | 27 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 31,23 km² | ||||
| Einwohner: | 25.516 (30. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 817 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 21465 | ||||
| Vorwahlen: | 040, 04104 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | OD | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 62 060
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| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile 22 Gemeindebezirke |
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Hamburger Straße 5-7 21465 Reinbek |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Axel Bärendorf | ||||
Reinbek (niederdeutsch Reinbeek), in der südlichen Geest Schleswig-Holsteins gelegen, ist eine Stadt mit ca. 26.000 Einwohnern in der östlichen Agglomeration Hamburgs und gehört damit zur Metropolregion Hamburg.
Die Ost- und Südgrenze Reinbeks bildet die zum Mühlenteich aufgestaute, naturgeschützte Bille. Die zwischen den Ortsteilen liegenden Flächen werden zum Teil noch landwirtschaftlich genutzt. Geprägt vom angrenzenden Sachsenwald, bietet Reinbek ein grünes, erholsames Stadtbild. Zu Reinbek gehören die Stadtteile Alt-Reinbek, Hinschendorf, Schönningstedt, Neuschönningstedt, Ohe mit Büchsenschinken und das jüngere Neubaugebiet Krabbenkamp. Der nächstgrößere direkt angrenzende Ballungsraum ist der Hamburger Stadtteil Bergedorf.
Inhaltsverzeichnis |
Hauptartikel: Geschichte der Stadt Reinbek
Von der Besiedlung des heutigen Reinbeker Gebietes in bereits vorgeschichtlicher Zeit zeugen zahlreiche Hügelgräber. Die erste urkundliche Erwähnung Reinbeks datiert allerdings erst auf das Jahr 1238 und geht auf die Gründung des gleichnamigen Zisterzienserinnenklosters (siehe Kloster Reinbek) zurück. Der Ortsname stammt vermutlich von „Rainbek“ (= Bach am Feldrand). Nach der Zerstörung des Klosters (1534) gewann der Ort erst mit dem Bau der Schlossanlage (1572) wieder an Bedeutung. Die Ansiedlung von Handwerkern im späten 18. Jahrhundert brachte endlich wirtschaftliches Wachstum. Einen entscheidenden Impuls für die Entwicklung des Ortes gab jedoch der Bau der Eisenbahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin (1846): Reinbek wurde vorübergehend zum Kurort und beliebten Ausflugsziel. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte der Ort einen verstärkten Zuzug von Flüchtlingen und durch Kriegseinwirkung obdachlos gewordenen Hamburgern. Seit den 1960er Jahren wurden mehrere Gewerbegebiete erschlossen und erweitert. Am 28. Juni 1952 erhielt Reinbek das Stadtrecht.
Neben den etablierten Parteien CDU mit 13 Sitzen, SPD mit 9 Sitzen, Bündnis 90/Die Grünen mit 5 Sitzen und FDP mit 5 Sitzen gibt es in Reinbek eine lokale Wählergemeinschaft, Forum21 mit 4 Sitzen. Insgesamt hat die Stadtverordnetenversammlung 36 Sitze.
| Amtszeit von |
bis |
Name |
|---|---|---|
| 15. Dezember 1945 | 31. Januar 1946 | Wilhelm Kleist |
| 1. Februar 1946 | 22. September 1946 | Carl Dobbertin |
| 23. September 1946 | 11. November 1948 | Alwin Hemken |
| 12. November 1948 | 28. April 1950 | Carl Dobbertin |
| 28. April 1950 | 31. März 1951 | Wilhelm Kleist |
| 1. April 1951 | 31. Dezember 1971 | Hermann Körner |
| 1. Januar 1972 | 31. Januar 1990 | Günther Kock |
| 1. Februar 1990 | 31. Januar 1996 | Dr. Manfred Neumann |
| 1. September 1996 | 31. August 2008 | Detlef Palm |
| 1. September 2008 | aktuell | Axel Bärendorf |
Blasonierung: „In Rot ein silberner Wellenbalken, begleitet von drei im Dreipaß mit den Stielen einander zugekehrten Eichenblättern, und zwar zwei oben und einem unten.“[1]
Die Blätter, in ihrer Anordnung an das Wappen der Familie Bismarck angelehnt, versteht man als Symbole für den Sachsenwald, während das Band für die Bille steht. Eine ähnliche Symbolik findet sich auf den Wappen der Nachbarorte Wohltorf und Aumühle; die Farben Rot und Weiß entsprechen den Wappen Holsteins und Stormarns. Das Wappen wurde 1935 genehmigt.
Reinbek liegt in der Metropolregion Hamburg. Von Reinbek ist die Hamburger Innenstadt mit der S-Bahn-Linie S 21 in 25 Minuten zu erreichen. Die S-Bahn verbindet Reinbek auch mit den Nachbarorten Wohltorf und Aumühle, von der Endstation der S-Bahn Aumühle aus verkehren Regionalbahnen weiter nach Schwarzenbek und Büchen. Innerhalb Reinbeks fahren mehrere Buslinien, die von den zum HVV gehörenden VHH betrieben werden.
Die Fernverkehrsstraßen B 5, A 24 und A 1 führen in die Hamburger Innenstadt bzw. in Richtung Berlin, Lübeck und Bremen.
Der nächstgelegene Fernbahnhof ist Hamburg-Bergedorf, die Bahnlinie Hamburg-Berlin durchquert die Stadt ohne Halt parallel zur S-Bahn.
Im Juni 2005 waren in Reinbek 2.245 Gewerbebetriebe ansässig.
Reinbek zeichnet sich durch eine vielfältige, vorwiegend klein- und mittelständische Wirtschaftsstruktur aus.
Zahlreiche bedeutende Firmen haben hier ihren Sitz, wie zum Beispiel der Rowohlt Verlag, E. Michaelis & Co. – Papiergroßhandel, Hermal und Allergopharma, Nestlé Fürst-Bismarck-Quelle, Grossmann-Feinkost, Imparat Farbwerk, Amandus Kahl und Lutz Aufzüge (Maschinen- und Anlagentechnik), Gossler (Armaturen-Umwelttechnik) und Wollenhaupt (Teehandel).
Anfang der 1960er Jahre wurde das gemeinsame Gewerbegebiet Reinbek-Glinde erschlossen. Seitdem erfolgten immer wieder Erweiterungen und Neuausweisungen von Gewerbeflächen. Zuletzt wurde das Gewerbegebiet Steinerei vermarktet (ca. 14 ha): Zwischen 1993 und 2000 sind dort mehr als 30 Firmen angesiedelt worden, dadurch wurden 450 Arbeitsplätze gesichert und über 200 neu geschaffen. Aktuell stehen voll erschlossene Grundstücke im Gewerbegebiet Haidland zum Verkauf.
Die wirtschaftliche Dynamik Reinbeks zeigt sich unter anderem in der Entwicklung der Gewerbebetriebe: zwischen 1994 und 2004 stieg deren Zahl um ca. 600 auf 2150 Betriebe.
Auch sind die positiven Arbeitsmarktdaten ein Beweis für die Besonderheit des Standortes. Im Geschäftsstellenbezirk der Arbeitsagentur Bad Oldesloe wird der Bezirk Reinbek mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten aufgeführt, vergleichbar mit denen süddeutscher Wirtschaftsregionen.
In der Region Südstormarn liegen einige der Kommunen mit der höchsten Kaufkraft in Deutschland, auch Reinbek lag 2003 in der Gruppe der über 65-Jährigen mit einer Kaufkraftkennziffer von 130,6 deutlich über dem Durchschnitt (GfK Kaufkraftstudie 2003).
In Reinbek gibt es drei Grundschulen, eine Grund- und Hauptschule sowie je eine Hauptschule, eine Realschule und ein Gymnasium. Außerdem gibt es eine Förderschule.
Hauptschule, Realschule und Förderschule sind zum Schulzentrum Mühlenredder zusammengefasst.
Reinbek gehörte ursprünglich zum Kirchspiel Steinbek, bis es 1894 zu einer eigenständigen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde wurde. Die neogotische Kirche (heute Maria-Magdalenen-Kirche) wurde 1901 errichtet. 1908 gründete sich die katholische Kirchengemeinde, die 1953 die Herz-Jesu-Kirche erbauen ließ. In Reinbek sind 44% der Bevölkerung evangelisch und 9% katholisch, 26% gehören anderen Konfessionen an. 22% sind ohne Religionszugehörigkeit. Die bedeutendsten Gemeinden der Stadt sind:
Verschont von den Zerstörungswellen des Zweiten Weltkrieges, zeigt Reinbeks Stadtarchitektur ein kontinuierliches Bild durch die Epochen norddeutscher Baugeschichte, angefangen bei der niederländischen Renaissance und alten Bauerkaten, über großbürgerliche Villen der Kaiserzeit, Klinkerexpressionismus der Weimarer Republik und Wohngroßbauten der 1970er bis hin zu einer behutsamen Architektur der 1990er Jahre.
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