Meinestadt.de - Regen - 21.03.2010
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Niederbayern | |
| Landkreis: | Regen | |
| Höhe: | 532 m ü. NN | |
| Fläche: | 65,15 km² | |
| Einwohner: | 11.985 (30. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 184 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 94209 | |
| Vorwahl: | 09921 | |
| Kfz-Kennzeichen: | REG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 2 76 138 | |
| Stadtgliederung: | 59 Stadt- u. Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Stadtplatz 2 94209 Regen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Ilse Oswald (FWG) | |
Regen ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Niederbayern und liegt im Bayerischen Wald am Schwarzen Regen. Die Stadt wurde nach dem gleichnamigen Fluss benannt und ist seit dem 7. Dezember 2004 staatlich anerkannter Luftkurort.
Inhaltsverzeichnis |
Neben der Kernstadt besteht Regen aus fünf Stadtteilen und 55 Ortsteilen. Das ursprüngliche Stadtgebiet besteht aus den Stadtteilen Altstadt, Moizerlitz, Bürgerholz, Grubhügel, Riedham und St. Johann.
Die einzelnen Ortsteile sind Aden, Augrub, Bärndorf, Bettmannsäge, Dreieck, Ebenhof, Ecklend, Edhof, Eggenried, Finkenried, Frauenmühle, Großseiboldsried, Huberhof, Kagerhof, Kattersdorf, Kerschlhöh, Kleinseiboldsried, Kreuzerhof, Kühhof, March, Maschenberg, Matzelsried, Metten, Neigerhöhe, Neigermühle, Neusohl, Obermitterdorf, Oberneumais, Oleumhütte, Pfistermühle, Pometsau, Poschetsried, Reinhartsmais, Richtplatz, Rinchnachmündt, Rohrbach, Sallitz, Schauerhof, Schlossau, Schochert, Schollenried, Schönhöh, Schützenhof, Schwaighof, Schweinhütt, Spitalhof, Sumpering, Tausendbach, Thanhof, Thurnhof, Weißenstein, Weißensteiner-Au, Wickersdorf, Wieshof und Windschnur.
Regen wurde vermutlich gegen Ende des 11. Jahrhunderts durch die Propstei Rinchnach gegründet. Erstmals wurde der Ort am 30. März 1148 in einem päpstlichen Schutzbrief von Papst Eugen III. an das Kloster Niederaltaich erwähnt. In diesem wurde bestätigt, dass die Kirche von Regen dem Stift Niederaltaich gehört. Der Ort entwickelte sich zu einem wichtigen Brücken- und Grenzort. 1207 wurde erstmals eine Holzbrücke genannt. Erst 1902-1905 wurde an dieser Stelle die nach dem späteren König Ludwig III. benannte Ludwigsbrücke erbaut.
1254 wurde Regen - immer noch zu Rinchnach gehörend - Klostermarkt. Durch einen Tauschvertrag Herzog Heinrichs XIII. mit dem Abt von Niederaltaich wurde daraus 1270 ein herzoglicher Markt. Diese Entwicklung dauerte bis 1468. In diesem Jahr fasste Herzog Albrecht IV. die Marktrechte in einer Urkunde zusammen (niedere Gerichtsbarkeit, freiwillige Gerichtsbarkeit, Entscheidung über Polizeisachen). 20 Jahre vorher wurde Regen durch Herzog Albrecht III. das Stadtwappen verliehen.
Während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde Regen 1633, 1641 und 1648 von den Schweden geplündert und niedergebrannt.
Seit Ende des 16. Jahrhunderts fanden Ochsen- und Warenmärkte statt. 1827 konnte nach langwierigen Bemühungen am Weinbergacker das erste Schulhaus errichtet werden. 1828 wurde Regen Munizipalgemeinde. Das Jahr 1852 brachte die Gründung einer Mädchenschule.
Am 16. September 1877 wurde die Eisenbahnlinie von Deggendorf nach Zwiesel eröffnet. Das Schulhaus am Weinberg stockte man 1881 um ein drittes Geschoss auf.
Erst am 1. Januar 1932 wurde Regen zur Stadt erhoben.
Am 24. April 1945 wurden vor dem Einmarsch der Amerikaner noch drei Brücken gesprengt. Es kam zu heftigen Kämpfen, wobei 36 Häuser beschädigt oder ganz zerstört wurden. 33 deutsche Soldaten und 17 Zivilisten starben, 79 einheimische Familien wurden obdachlos.
Die amerikanische Kreis-Militärregierung richtete ihren Sitz in der weitgehend unversehrten Nachbarstadt Zwiesel ein, und am 3. Juli 1945 wurde auf deren Anordnung hin auch die Einrichtung des Landratsamtes nach Zwiesel verlegt. Es begann ein heftiges Tauziehen um den Sitz des Landratsamtes. Dreimal, zuletzt am 8. April 1948 ordnete die Regierung von Niederbayern die Rückverlegung des Amtes nach Regen an. Doch erst durch eine handstreichartige Aktion am 17. April 1948 ab 3.30 Uhr schafften 49 Mann unter Führung von Landrat Werner Haas auf zehn Lastwagen das Landratsamt wieder nach Regen. Dort feierte man die Heimkehrer mit Musik und weiß-blauer Beflaggung, allerdings mussten auf Anordnung der Militärregierung die Feiern eingestellt werden.
Im Jahre 1960 wurde Regen Bundeswehrstandort. Die US-Army rückte in den 1990er Jahren aus der Kaserne Camp May bei March ab.
Die Pfarrei Regen gehört zum Bistum Passau, das eingemeindete March zum Bistum Regensburg.
1917 kam das Dorf Heilig-Geist mit rund 110 Einwohnern zu Regen. Am 1. April 1962 fiel die Gemeinde Bärndorf an die Stadt Regen, wodurch die Einwohnerzahl auf 6500 anstieg. Am 1. April 1964 folgten Neigerhöhe, Riedham, Wieshof und Huberhof, die zuvor zur Gemeinde Rinchnachmündt gehörten.
Am 1. Juli 1964 kam die Gemeinde Weißenstein mit 1.260 ha und 584 Einwohnern hinzu. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern folgte am 1. Januar 1972 die Gemeinde Oberneumais mit 505 Einwohnern und 1,241 ha Gemeindefläche und am 1. Mai 1978 die Gemeinde Rinchnachmündt mit 1.181 ha und 939 Einwohnern sowie die Gemeinde March mit 1.038 ha und 743 Einwohnern.
1280 hatte Regen etwa 200 Einwohner. Bis Ende des neunzehnten Jahrhunderts änderte sich diese Zahl nur geringfügig. 1828 wurde eine Einwohnerzahl von 1196 und im Jahr 1904 von 2366 Menschen festgehalten. Das 20. Jahrhundert brachte einen größeren Zuwachs. 1974 waren 9029 Einwohner registriert, im Jahr 2005 bereits 12553. Diese Zuwachsraten sind u.a. auf Eingemeindungen, Flüchtlinge und den Ausbau der Industrie zurückzuführen. Seit dem Jahr 2005 sind die Einwohnerzahlen rückläufig, was auf die schwierige Arbeitsmarktsituation im Bayerischen Wald zurückzuführen ist. Heute wohnen in der Stadt knapp unter 12000 Menschen.
Erste Bürgermeisterin ist seit 12. Dezember 2006 Ilse Oswald (FWG).
Der Stadtrat besteht - einschließlich Bürgermeisterin - aus 25 Mitgliedern. Seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 entfallen davon 10 Sitze auf die CSU, 5 Sitze auf die SPD, 7 Sitze auf die FW und 2 Sitze auf die Grünen.
Das Wappen besteht "aus einer weißen Lilie und darüber einen Regenbogen in einem blauen Felde in dem Schilde" (Text aus der Originalurkunde von 1448). Das Wappen wurde der damaligen Marktgemeinde 1448 von Herzog Albrecht III. verliehen. Die Stadtfarben sind Rot - Gelb - Blau.
Der Regenbogen steht für den Ortsnamen und die Lilie ist das Ortszeichen, das im 17. Jahrhundert in Siegeln der Gemeinde nachweisbar ist.
In Regen gibt es gut 5000 Arbeitsplätze. Wichtigste Arbeitgeber sind die Bundeswehr (über 1100 Stellen), Rodenstock (knapp 700), LINOS, Holz Schiller und Schock (alle um die 200 Stellen).
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