Freitag, 25.05.2012



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Rechenberg-Bienenmühle

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Rechenberg-Bienenmühle
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle hervorgehoben
50.73722222222213.544444444444600Koordinaten: 50° 44′ N, 13° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Mittelsachsen
Höhe: 600 m ü. NN
Fläche: 52,49 km²
Einwohner: 2237 (30. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner je km²
Postleitzahl: 09623
Vorwahl: 037327
Kfz-Kennzeichen: FG
Gemeindeschlüssel: 14 5 22 470
Adresse der Gemeindeverwaltung: An der Schanze 1
09623 Rechenberg-Bienenmühle
Bürgermeister: Werner Sandig (parteilos)
Lage der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle im Landkreis Mittelsachsen
Datei:Rechenberg-Bienenmühle in FG.png

Der staatlich anerkannte Erholungsort Rechenberg-Bienenmühle ist eine Gemeinde im Südosten des Landkreises Mittelsachsen. Die am Fuße des Erzgebirgskammes liegende Kommune befindet sich inmitten des Naturpark Erzgebirge/Vogtland im oberen Tal der Freiberger Mulde. Bekannt ist die Grenzgemeinde zur Tschechischen Republik durch das Ski- und Wintersportgebiet Holzhau.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Rechenberg-Bienenmühle befindet sich am Fuße des Kammes des Osterzgebirges im Oberen Freiberger Muldental. Durch Rechenberg-Bienenmühle fließt neben der Freiberg Mulde der Nebenfluss Rachel. Mit 806 m ü. NN ist die im Gemeindegebiet liegende Steinkuppe der dritthöchste Berg des ehemaligen Landkreises Freiberg.

Geologie

Der Ort befindet sich auf kristallinen Schiefern wie bpsw. Gneis.

Ortsgliederung

Die Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle besteht aus dem im Jahre 1925 zusammengeschlossenen Ort Rechenberg-Bienenmühle sowie den Ortsteilen Clausnitz und Holzhau.

Geschichte

Die Geschichte des Ortes Rechenberg reicht bis zur erstmaligen Erwähnung 1270 zurück; der Ortsteil Clausnitz entstand infolge Waldrodungen bereits im 12. Jahrhundert. Rechenberg-Bienenmühle wurde besonders geprägt durch die Burg Rechenberg mit Wehranlage und durch das Rittergut Rechenberg im Besitz des böhmischen Geschlechts Hrabischitz. Damit hatten sowohl die Burg als auch der Ort mit seinem Markt, der Treffpunkt der Händler, Bedeutung im Gewerbe erlangt. Besonders bekannt wurde Rechenberg 1558 durch die dort erbaute Rittergutsbrauerei, als in jenem Jahr das Braurecht zugeteilt wurde. 1876 wurde der Ortsteil Bienenmühle an die Bahnstrecke Nossen-Moldau - Brüx angeschlossen. Vier Jahre später entstand der Industrieort Bienenmühle. 1925 erhielt der Ort durch den Zusammenschluss von Rechenberg und Bienenmühle seinen heutigen Namen.

Einwohnerentwicklung

Folgende Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember des voranstehenden Jahres mit Gebietsstand Januar 2007:

1982 bis 1988

  • 1982 − 2.887
  • 1983 − 2.868
  • 1984 − 2.856
  • 1985 − 2.831
  • 1986 − 2.830
  • 1987 − 2.853
  • 1988 − 2.856

1989 bis 1995

  • 1989 − 2.803
  • 1990 − 2.783
  • 1991 − 2.729
  • 1992 − 2.729
  • 1993 − 2.682
  • 1994 − 2.806
  • 1995 − 2.810

1996 bis 2002

  • 1996 − 2.805
  • 1997 − 2.725
  • 1998 − 2.687
  • 1999 − 2.624
  • 2000 − 2.536
  • 2001 − 2.491
  • 2002 − 2.560

2003 bis 2007

  • 2003 − 2.533
  • 2004 − 2.362
  • 2005 − 2.309
  • 2006 − 2.278
  • 2007 − 2.237
Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Ortes zählt das Sächsische Brauereimuseum in Rechenberg. Rechenberg-Bienenmühle hat einen historischen Ortskern, der mit dem kleinen Markt, dem früheren Herrenhaus der Burgruine, der Brauerei, dem Flößerhaus sowie der ehemaligen Dorfschule ein Ensemble gut erhaltener Fachwerkhäuser umfasst. Neben den dörflichen Zwei- und Dreiseitenhöfen des Ortsteils hat die Dorfkirche von Clausnitz auf Grund ihrer Innenausstattung sehenswerten Charakter. Auch sind Reste der einstigen Neugrabenflöße erhalten. Diese Verbindung zwischen der Flöha von Fláje (Fleyh) bis zur Freiberger Mulde, die in Clausnitz in der Rachel endete, diente über 350 Jahre der Holzflößerei für den Freiberger Bergbau.

Wirtschaft und Infrastruktur

Seit Ende des 20. Jahrhunderts erlangte der Fremdenverkehr Holzhaus im Winter zunehmende Wichtigkeit für die Region, für den zwei Doppelschlepplifte, rund 80 gespurte Loipen sowie weitere Angebote zur sportlichen Betätigung bereitstehen.

Verkehr

Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesstraße 171. Daneben ist die Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle der heutige Endpunkt der Bahnstrecke Nossen–Moldau, die stündlich zwischen Freiberg und Holzhau betrieben wird. Besondere Bedeutung hat die Bahnstrecke für den Tourismus. Auch gibt es Busverbindungen nach Olbernhau, Dresden, Seiffen, Freiberg und Altenberg.

Literatur

  • Gerhard Billig: Rechenberg - Burg der Hrabisice. in: Sächsische Heimatblätter Heft 5/1964, S. 409-418

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung

Weblinks

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