Meinestadt.de - Rauenberg - 25.05.2012
Lexikon - meinestadt.de
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Rhein-Neckar-Kreis | |
| Höhe: | 132 m ü. NN | |
| Fläche: | 11,12 km² | |
| Einwohner: | 7631 (30. Dez. 2007)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 686 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 69227–69231 | |
| Vorwahlen: | 06222, 07253 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HD | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 26 065 | |
| Stadtgliederung: | 3 Stadtteile/Stadtbezirke | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Wieslocherstraße 21 69231 Rauenberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Frank Broghammer | |
| Lage der Stadt Rauenberg im Rhein-Neckar-Kreis | ||
| Datei:Rauenberg in HD.png | ||
Rauenberg ist eine Stadt im Rhein-Neckar-Kreis innerhalb des Regierungsbezirks Karlsruhe in Baden-Württemberg.
Rauenberg selbst hat 4831 Einwohner, mit den beiden anderen Ortsteilen zusammen 7662 Einwohner (Stand: 10. Januar 2008).
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt an der Grenze zwischen dem Oberrheingraben und dem Kraichgau am Eingang des Angelbachtals zwischen Wiesloch und Mühlhausen.
Die Stadt Rauenberg besteht aus den drei Stadtteilen Rauenberg, Stadt Rotenberg und Malschenberg. Die Stadtteile sind räumlich identisch mit den früheren Städten und Gemeinden gleichen Namens, ihre offizielle Benennung erfolgt in der Form „Rauenberg Stadtteil …“, bei Rotenberg „Rauenberg Stadtteil Rotenberg“. Die Stadtteile bilden zugleich Wohnbezirke im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung. In den Stadtteilen Malschenberg und Rotenberg sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit jeweils eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.[2]
Zu den Stadtteilen Malschenberg und Rauenberg gehören jeweils nur die gleichnamigen Gemeinden und zum Stadtteil Stadt Rotenberg gehört die Stadt Rotenberg. Der Nordwesten der Rauenberger Gemarkung war früher ein eigener Zehntbezirk, weshalb vermutet wird dass hier eine weitere Siedlung lag.[3]
Rauenberg wurde zum ersten mal 1303 urkundlich erwähnt. Ausgrabungen zeigten jedoch, dass bereits früher Menschen auf der heutigen Rauenberger Gemarkung siedelten. Im Mittelalter gab es anstelle des heutigen Rauenbergs zwei Siedlungen: Wederswilre und Ruhenberg. Der Name Ruhenberg kommt von dem mittelhochdeutschen ruh (struppiges Gebüsch, dichter Wald) und änderte sich über Ruchemberg zum heutigen Rauenberg. Wederswilre hieß ursprünglich Wilre und war nach archäologischen Funden bereits im 10. Jahrhundert besiedelt. Es wird angenommen, dass spätestens um 1300 die Herren von Wider den Ort zu Lehen erhielten und der Name sich zu Widerswilre und später zu Werdersweiler änderte. Um 1317 erscheint Gerhard von Oßweiler als Ortsbesitzer und blieb dies etwa drei Jahrzehnte. Im selben Jahr beginnt eine Urkunde mit In gotes namen amen. Wir Gerhart ein ridter genannt von Oiswil der da g(es)essen ist zu widers wilre.... und stellt zugleich die Erstnennung von Wedersweiler dar.
Gegen 1400 wurde Ruhenberg aus nicht bekannten Gründen aufgegeben und Wedersweiler übernahm dessen Namen und die Gemarkungen beider Orte wurden zusammengelegt. Diese Entstehung beförderte es, dass lange ein Kondominat von mehreren Ortsherren bestand. Erst 1677 erwarb das Hochstift Speyer den Ort komplett. Mit der Säkularisation 1803 kam Rauenberg zu Baden.
Das Ende des ersten Weltkriegs und damit der Zusammenbruch des Kaiserreichs 1918 veränderte das Alltagsleben in Rauenberg wie in vielen anderen politikfernen Gebieten zunächst nicht nachhaltig. Noch bis zum Jahr 1923 waren beispielsweise Kohle- und Lebensmittelrationen gemäß der kriegswirtschaftlichen Vorschriften wie zu Kriegszeiten rationiert. Bei der ersten Wahl zur Landesversammlung 1919 entfielen 80% der Stimmen auf die Zentrumspartei. Diese sollte auch bis zur Spätphase der Weimarer Republik die führende Partei in Rauenberg bleiben.Bei den letzten vier Landtagswahlen in den Jahren 1929-1930 stieg der Anteil der NSDAP-Wähler nach und nach auf 20%, wobei der Stimmanteil der Zentrumspartei mit am Schluss noch 70% verhältnismäßig stabil blieb.
Mit der Machtergreifung Hitlers war die führende Stellung des Zentrums in Rauenberg beendet. Am 6. Juli 1933 legten alle Zentrumsmitglieder des Gemeinderates ihre Ämter "freiwillig" nieder. Im weiteren wurde Rauenberg bis zum Kriegsausbruch nur in einem Punkt direkt mit der Politik des NS-Regimes konfrontiert. Im Zuge des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses wurden aus Rauenberg elf Personen zur Zwangssterilisation gemeldet. Im Frühjahr 1942 kam es in Rauenberg zu Unruhen. Der katholische Pfarrer August Meier hatte in seiner Predigt aus dem sogenannten Möldersbrief zitiert und wurde daraufhin von der Gestapo verhaftet. Etwa hundert Rauenberger drangen anschließend ins Rathaus ein und forderten die Freilassung des Pfarrers. Nach massivem Polizeieinsatz wurden zehn Personen verhaftet und zu Haftstrafen zwischen vier und acht Monaten wegen Landfriedensbruch verurteilt. Der Pfarrer kam nach der Untersuchungshaft wieder frei und wurde in eine andere Pfarrei versetzt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand Rauenberg unter amerikanischer Besatzung. Diese setzte im April 1945 einen kommissarischen Bürgermeister ein, der bis zum Juni einen ersten Rauenberger Nachkriegs-Gemeinderat ernannte. Anfang 1946 fand die erste freie Wahl eines Gemeinderates statt, bei der 90% der Stimmen auf die CDU entfielen. Im Zuge der Neugliederung der Gemeinden wurden das benachbarte am 1. April 1972 Malschenberg und die Nachbarstadt Rotenberg am 1. Januar 1972 eingemeindet. Zum 1. Januar 1975 wurde Rauenberg das Stadtrecht zuerkannt.
Der Gemeinderat der Stadt Rauenberg hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 19 Mitglieder. Sie gehören folgenden Parteien an:
| CDU | 10 Sitze |
| Freie Wähler | 6 Sitze |
| SPD | 3 Sitze |
Bürgermeister von Rauenberg ist seit 2003 Frank Broghammer (CDU).
Die Blasonierung des Wappens lautet: Im Göpelschnitt geteilt; rechts oben in Blau ein durchgehendes, geschliffenes silbernes Kreuz, links in Gold auf grünem Dreiberg ein blauer Zinnenturm, unten in Silber an grünem Rebast mit zwei grünen Blättern eine blaue Traube. Die Flagge ist Blau-Weiß.
Die Flagge und das Wappen wurden 1984 vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis verliehen. Es vereinigt mit dem Speyerer Kreuz für Rauenberg, der Traube für Malschenberg und dem Zinnenturm der Burg für Rotenberg die wichtigsten Elemente der drei alten Wappen.
Rauenberg ist eine der größten Weinbaugemeinden Nordbadens.
Die Stadt ist verkehrstechnisch gut angebunden und liegt direkt an der Autobahn-Ausfahrt Wiesloch-Rauenberg der A6. Westlich der Orte verlaufen in Nord-Süd-Richtung die B39 und die B3.
Michael Sieber, * 10. Februar 1947, deutscher Politiker (CDU), von 11. November 1998-2006 politischer Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Armin Rühl, * 5. April 1957, bekannter Schlagzeuger, u.a. von Herbert Grönemeyer oder Michael Mittermeier.
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